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Dämmung oberste Geschoßdecke

5 Beiträge | letzte Antwort 18.10.2018 | erstellt 7.10.2018
Hallo liebe Leute,

wir sind gerade bei der Kernsanierung unseres Hauses und wollen dabei auch unseren Dachboden dämmen. Die Dämmung soll begehbar sein. Die Geschoßdecke ist eine hohle Betonträgerdecke.

Folgende Produkte stehen zur Debatte:
- Knauf Insulation Dachboden-Dämmplatte E-03 (Dicke 220mm)
- Austrotherm open PLUS Dachboden-Dämmelement (Dicke 200mm)
Die Links durfte ich leider nicht angeben.

1. Frage: Besteht ein signifikanter Unterschied in den Dämmwerten dieser beiden Produkte?
2. Frage: Welche würdet ihr nehmen? Die Austrotherm sind um einiges leichter und kosten nur die Hälfte.
3. Frage: Muss man zwischen Betonträgerdecke und Dachboden-Dämmung eine Dampfbremse anbringen?

Vielen Dank im Voraus für eure Auskunft!
8.10.2018 11:25
Das Thema betrifft mich auch, bis auf die Begehbarkeit (bei uns egal). Was ist der Vorteil deiner Varianten ggü. EPS/Steinwolle + Spanplatten?
8.10.2018 17:55
Gute Frage! Da fällt mir eigentlich nur die noch einfachere Verlegung ein.
Aber ich muss sagen uns wurden die Knauf E-03 vorgeschlagen und ich habe dann noch Alternativen gesucht. Das ganz anders zu machen habe ich gar nicht bedacht. Da es bei uns knapp unter 70m² sind fällt es preislich nicht extrem ins Gewicht.
16.10.2018 13:07


mkomko schrieb: Besteht ein signifikanter Unterschied in den Dämmwerten dieser beiden Produkte?


Der Unterschied ist definitiv da. Das EPS plus Platte hat einen Lambdawert von 0,031 und die Mineralwolle hat einen wert von 0,36. Dem entsprechen musst du eine andere Dicke bei der Mineralwolle Platte nehmen.


mkomko schrieb: Welche würdet ihr nehmen? Die Austrotherm sind um einiges leichter und kosten nur die Hälfte.


Wenn du keinen geforderten Brandschutz und keine Anforderungen an die Diffusionsoffenheit (welche du bei einer Betondecke ausschließen kannst) hast, kannst du zum EPS greifen.


mkomko schrieb: Muss man zwischen Betonträgerdecke und Dachboden-Dämmung eine Dampfbremse anbringen?


Nein. Wenn, dann gehört die Dampfsperre an der Seite an der der Dampf ensteht. Wobei eine Betonträgerdecke (mit Aufbeton nehme ich mal an) selber keinen Wasserdampf durchlässt.


17.10.2018 10:18


StefanP schrieb:
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Im Beitrag zitiert von mkomko: Besteht ein signifikanter Unterschied in den Dämmwerten dieser beiden Produkte?

Der Unterschied ist definitiv da. Das EPS plus Platte hat einen Lambdawert von 0,031 und die Mineralwolle hat einen wert von 0,36. Dem entsprechen musst du eine andere Dicke bei der Mineralwolle Platte nehmen.
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Im Beitrag zitiert von mkomko: Welche würdet ihr nehmen? Die Austrotherm sind um einiges leichter und kosten nur die Hälfte.

Wenn du keinen geforderten Brandschutz und keine Anforderungen an die Diffusionsoffenheit (welche du bei einer Betondecke ausschließen kannst) hast, kannst du zum EPS greifen.
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Im Beitrag zitiert von mkomko: Muss man zwischen Betonträgerdecke und Dachboden-Dämmung eine Dampfbremse anbringen?

Nein. Wenn, dann gehört die Dampfsperre an der Seite an der der Dampf ensteht. Wobei eine Betonträgerdecke (mit Aufbeton nehme ich mal an) selber keinen Wasserdampf durchlässt.


Vielen Dank für deine sehr hilfreiche Antwort!

Beim Lambdawert hast du dich aber verschaut, glaube ich. Die Mineralwolle hat einen Wert von 0,036, also kein großer Unterschied.

Aber danke nochmal für deine Auskunft zu EPS und Dampfsperre!
18.10.2018 11:15


mkomko schrieb: Die Mineralwolle hat einen Wert von 0,036, also kein großer Unterschied.


Oh sorry. Nein nicht verschaut sondern verschrieben...
Naja, 15% Unterschied sind es. Also ca. 2-3 cm. in der Dicke


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