Auslegung Brunnenpumpe Trinkwasserbrunnen - Grundfos
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Warum eine SQ? Ich würde eine SP bevorzugen. Die 4" Pumpen halten ewig, die 3" Pumpen wohl deutlich anfälliger. Das Problem ist, dass die SP keine Sanftanlauf hat und daher nicht unbedingt an einem PE-Rohr hängen sollte (wegen fehlender Drehmomentabstützung kann sich das Rohr verdrehen), das bei so einem tiefen Brunnen aber nur sehr teuer und aufwendig umgangen werden kann. Man kann aber mit einem Frequenzumrichter auch die SP mit Sanftanlauf ausstatten, dann sollte man auch die 4" Pumpen problemlos an PE-Steigleitung betreiben können. Achtung, ich bin Laie. Mir wurde das von meinem Brunnenbauer im wesentlichen so gesagt. |
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Danke Wuschi! Bei meiner Bohrung haben leider nur 3 Zollpumpen Platz. |
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Dann würde ich trotzdem auf die SQE verzichten und eine gewöhnliche SQ mit großem Membrangefäß (durchströmt!) und mechanischem Druckschalter vorsehen. Elektronik vermeiden, wo es geht. Lange Pumpenlaufzeiten und idealen Betriebspunkt sicherstellen (durch großes MAG mit kleiner Hysterese z.b. Einschaltdruck 4 bar und Ausschaltdruck 6 bar). Der ideale Betriebspunkt ist da wo die ETA-Kurve ihren Scheitelpunkt hat. Perfekt ist dann wenn der Einschaltpunkt etwas rechts vom Scheitelpunkt liegt und der Ausschaltpunkt etwas links davon. Dann läuft die Pumpe immer im quasi-idealen Bereich. |
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Ich hatte die SQ 3-65 auch Anfangs am Radar, der Brunnenbauer meinte ich solle unbedingt eine Drehzahlgesteuerte sprich die SQE-Serie verwenden, da diese um einiges effizienter sind. Geplant wäre der Wellmate Membrandruckbehälter WM0180 (178l). Die SQ 3-80 würde m.E. dann gut passen mit 3m³/h 8,5bar. Windkessel wird auch in den Schacht nach draußen gesetzt (großer Kunstoffschacht) und nicht in den Technikraum. |
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Wenn du sowieso einen großen Wellmate einplanst, macht eine SQE überhaupt keinen Sinn. Woher die höhere Effizienz in dem Betriebsfall mit MAG und Druckschalter kommen soll, kann er dir wahrscheinlich auch nicht erklären. Das stimmt sicher für andere Anwendungen. Für eine häusliche Wasserversorgung ist m.M.n. ein MAG einer Konstantdruckregelung vorzuziehen. Sobald bei letzterer mal im Garten der Schlauch ein bissl rinnt, ist die Effizienz dahin, wenn dann unbemerkt die Pumpe eine Nacht lang alle paar Minuten angeht. Ich bin übrigens kein Freund von Institutionen in der Brunnenstube. Wenns anders geht, würde ich MAG und Druckschalter ins Hausverlegen - frostfrei, gut zugänglich und trocken. Wenn das MAG unbedingt in die Brunnenstube soll, macht der Wellmate aus GFK schon sinn. Hygienischer ist aber ein volldurchströmtes Gefäß. Regelmäßig Vordruck und eventuell auch hin und wieder die Schaltpunkte des Druckschalters zu kontrollieren dankt die Pumpe mit höherer Lebensdauer. Das macht sowieso schon niemand. Wenn alles in der Brunnenstube ist, schon gar nicht. |
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Wofür benötigt man ein MAG bei einem Windkessel? |
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Windkessel ist eine falsche Bezeichnung. Das gabs mal, wurde durch MAG ersetzt, hat beides den gleich zweck (druckhaltung) aber die Bezeichnung wird halt von vielen umgangssprachlich weiter verwendet. Ein MAG bei offenen pumpenanlagen dient der druckhaltung und nicht wie in geschlossenen anlagen zum ausgleich durch temperunterschiede. Aber wahrscheinlich weißt du das eh und die Verwirrung kommt nur durch die verwechslung der Bezeichnungen. |
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Ja, kenn schon den Unterschied zwischen MAG und Windkessel. Diese beiden Sätze haben mich verwirrt. 😊 Ich bin einem Windkessel gar nicht abgeneigt. Funktionieren sehr gut. Nachteil von größeren MAG und Windkessel ist, das das Kaltwasser je nach Standort ein "Lauwarmwasser" wird. Ob der klassische Windkessel out ist, weiß ich nicht. Einen Vorteil hat er, dass er gleichzeitig als Luftabscheider fungiert. |
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Danke Wuschi, Kleinermuk für eure Rückmeldungen. Ja ich verstehe es technisch auch nicht bzw. macht eine Konstantdruckpumpe mit dem großen MAG keinen Sinn. Ich dachte die bauen 100 Brunnen im Jahr und wissen schon was sie machen/empfehlen. Wie auch immer - ich werde dann die SQ 3-80 bestellen, oder würdest du eher auf die SQ 5-70 gehen? Windkessel wird bei uns am Land immer noch umgangssprachlich ein MAG bezeichnet, sorry für die Verwirrung ;) Ich muss/möchte das MAG in den Kunstoffschacht stellen, da ich kein lauwarmes Wasser haben möchte (wurde mir von Trinkwasserbrunnenbesitzer berichtet), hauptsächlich aber auch weil ich mir meinen Technikraum noch so gut es geht freihalten möchte bzw. es mit KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]/WP etc. pp. schon sehr eng wird - hatte ursprünglich mit einem 60l MAG an der Wand gerechnet. Welches Produkt bzgl. Volldurchströmung würdest du empfehlen? Der Kunstoffschacht dichtet denke ich bzgl. Feuchtigkeit besser ab als der Betonschacht und ich habe auch runderhum Schotterboden. Bzgl. Frost hätte ich noch ein paar m³ Glasschaumschotter herumliegen, vielleicht pack ich den Kunstoffschacht noch darin ein. Hausbauen lebt halt auch von vielen Kompromissen ;) Danke und Grüße, |
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Out sind Windkessel sicher nicht, schon gar nicht wenn sie aus Edelstahl sind. Was sich Jahrhunderte bewährt hat, ost nicht so schnell out, nur weil was neues daherkommt. Aber ich hab gewusst, dass er MAG meint, weil er den Wellmate erwähnt hat. Jein. Bei 4 bis 6 bar Einstellung ist nur ca. 1/3 der Behältergröße wassergefüllt. Bei 180 Litern also 60 Liter. Im Sommer braucht man meistens eh regelmäßig den Gartenschlauch, Klospülung usw... Bei Volldurchströmten Gefäßen ist auch ein ordentlicher Austausch gewährleistet. Ich hab 200 Liter MAG Volldurchströmt mit 4 bis 5,5 bar. Das sind laut Wasseruhr grad mal 50 Liter Entnahme zwischen den Schaltpunkten. Wir sind aber auch ein ZFH. Im EFH reicht sicher auch 80 Liter, was ja auch eine gängige Größe ist. Die SQ hat durch den Sanftanlauf auch keine Beschränkung der Schaltspiele, wobei hier sicher längere Pumpenlaufzeiten und weniger Schaltspiele trotzdem positiv sind. Da hat wernein Excel gebaut, damit kann man sich spielen um zu sehen wie viel Wassermenge wirklich herumsteht, je nach Druckeinstellung und Gefäßgröße: https://blog.thesen.eu/membrandruckgefaessausdehnungsgefaess-fuer-brunnen-berechnen-und-einschalt-ausschaltdruck-festlegen/ |
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Je nachdem wo dein Schacht ist, wirds da mitunter wärmer als im Haus. Wenn abgestandenes Wasser dir Sorgen bereitet, würde ich das MAG kleiner ansetzen unbedingt volldurchströmt und eventuell höheren Druck fahren. Ich hab meine Hauswasserversorgung letztes Jahr erneuert mit Grundfos SP im neu gebohrten Brunnen für die WP WP [Wärmepumpe]. Ich habe mich da lange schlau gemacht und in den einschlägigen Foren schwärmen alle von Heimeier Aquapresso, mit Butylblase. Die solle ewig halten und vorallem ist sie so dicht, dass man Luft einfüllen kann statt Stickstoff. Dadurch wird die regelmäßige Vordruckkontrolle auch demokratischer. Würde an deiner Stelle Heimeier aquapresso ADF 80.10 und Condor MDR Druckschalter im Technikraum verbauen. |
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Danke Wuschi! Dann werde ich das gleich morgen noch beim Installateur korrigieren lassen - der hat mich jetzt schon gern ;) Würdest du die SQ 3-80 oder die SQ 5-70 nehmen an meiner Stelle? Das wäre quasi der ADF 80.10 - wie kann ich mir die Volldurchströmung technisch vorstellen? Und du meinst der 80l reicht völlig aus, auch Richtung Nutzwasser (Gartenbewässerung oder Pool?) auch bzgl. takten der Brunnenpumpe? Anbei auch eine Skizze des Kunststoffschachts - der sitzt im Prinzip auf der Südostseite dann. |
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Konnte noch eine Skizze zur Volldurchströmung finden: |
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Wasser oben rein und unten raus. Es kann sich kein Wasser irgendwo "verstecken". Bildquelle: https://i.ibb.co/ZHHJ7Nv/Pneumatex-b.jpg |
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Bildquelle: https://www.golantec.be/images/expansievat/SWW%20ex1.jpg Unten rein, oben raus. Die Blase ist quasi ein dehnbarer Schlauch in einer Blechdose. Das Wasser fließt durch die Blase und hat deshalb keinen Kontakt zum Blech. Ich würde meinen 80 Liter ist ausreichend. Wenn mal länger viel gezapft wird läuft halt die Pumpe ganze Zeit oder sehr lange bis der Ausschaltdruck erreicht wird. Ich kenne hier bei mir im Dorf ohne Ortswasserleitung niemanden mit mehr als 80 Liter. Viele habe so fertige Hauswasserwerke (Jet-Pumpe mit mini-MAG oben drauf), weil wir GW auf 3m haben. Wenn du 4-8 bar einstellst, hast fast so viel Zapfvolumen ohne Schaltspiel wie ich (ca. 50% vom Nennvolumen). Wennst mir noch ein paar Dinge verrätst, kann ich mal drüber schauen bezüglich welche SQ.
Der schacht schaut teuer aus. Gibts den brunnen bzw schacht schon? Wenn das MAG ins haus darf, reicht eigentlich ein billiger betonring auch oder ein ganz kleiner kunststoffschacht wie der von geoplast. Da könntest ev paar hunderter sparen https://www.geoplast.com/de/produkte/schachtsysteme/brunnenschacht |
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Eines sollte man bei den Grundfos SQ/SQE Serien wissen. Die MS 3/ MSE 3 Motoren sind energieeffizient, aus meiner Sicht aber proprietär. Das sind Motoren mit einem Permanentmagnet, haben eine Frequenzumrichter mit Sanftanlauf - so wie ein Brushless-Motor. Über- und Unterspannung, u.s.w. in der Pumpe eingebaut. Ich sage dazu "Elektronik im Wasser". Die Nenndrehzahl gleicht der einer Flugzeugturbine mit 10700U/min. Man kann keine SQ mit einer Vorschaltung eines Frequenzumformers zu einer SQE machen. Man entscheidet sich beim Kauf für eine Version. |
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Danke Euch vielmals nochmal für die Unterstützung! Den großen Schacht hatte ich am Freitag bestellt - ich werde versuchen ihn morgen zu stornieren. Lieferzeit war eh ca. 2 Wochen. Kostet €2.400 Netto. Den Platz für das 80er werde ich finden im Technikraum. Welchen Druckschalter würdest du mir genau empfehlen Wuschi, weil dann würde ich Insti morgen alles zusammenschreiben wollen. Zu deinen Fragen:
Danke nochmal für deine Unterstützung! |
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Hast du eine Enthärtungsanlage? Dann unbedingt einen ganz feinen Filter (papier/vlies) davor. Sonst geht's auch ohne. Viel Sand sollte aus einem ordentlichen bohrbrunnen nicht rauskommen im Betrieb. Ich würde eine papierfilter nach dem MAG machen. Wenn du auf 8 bar gehst bleibt aber eventuell nicht viel Auswahl bezüglich Druckfestigkeit. Müsste man eventuell einen druckminderer vorschalten. Es zählt nur die höhe ab Wasserspiegel, also sagen wir mal 30m. Dafür muss man bei der leitungslänge noch die Steigleitung dazurechnen, also 35+20, runden wir auf 60m auf. 4 kniestücke mit zeta-wert von 1 Die fließverluste zwischen 3,6 und 2,8m³ belaufen sich demnach auf unter 0,5 bar = 5m Einschaltdruck 4 bar = 40m: Gesamt also 40m + 30m + 5m = 75m Ausschaltdruck 8 bar = 80m Gesamt also 80m + 30m + 3m = 113m Damit fällt die SQ3-80 aus, da sind 110m schon am äußersten Rand vom betriebsbereich... Dann landet man bei der SQ3-95, die hat bei ~2,8m³/h @ H=110m (ausschaltpunkt). Am Einschaltpunkt hat die dann mit ca. 3,8 m³/h @ H=~75m. Daumen mal pi, wie man so schön sagt... |
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Vielen Dank Wuschi! Ja ich habe eine Aqmos geplant, vermutlich die R2-D2 (die hätt ich von Christophs Sanitärplanung übernommen) Jetzt verstehe ich meinen Denkfehler, ich habe nur den Einschaltdruck von 4 bar berücksichtigt, nicht aber den Ausschaltdruck von 8 bar. Kurze Verständnisfrage noch - warum bräuchte man so einen hohen Abschaltdruck, ist dies der Fall, damit ich wie du erwähnt hast das Zapfvolumen aus dem MAG erhöhen kann bzw. sich die Schaltzyklen reduzieren? Könnte ich auch auf 6 bar gehen oder ist der hohe Druck von 8 bar im System sowieso nicht wirklich nachteilig (Verschleiß)? Perfekt - dann nehme ich die SQ3-95. Grüße, |
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Ja klar kannst auf einen geringeren abschaltdruck gehen, dann läut die pumpe einfach öfter. Für 6 bar passt dann die SQ3-80 perfekt. Mehr als 3,5m³/h brauchst niemals, also vergiss die SQ5. Das aquapresso adf 80.10 hat nur 1,7m³/h nenndurchfluss. Also bypass einbauen (siehe Anleitung). Die pumpe würde ich noch mit einem hochwertigen fußventil (z.b. itap europa) ausstatten, denn das der pumpe ist aus Kunststoff und nicht ewig dicht. Ich verwende selbst SQ3 pumpen für probenahmezwecke, und bei unseren pumpen bleibt das wasser nach ende des abpumpens nicht lange im schlauch stehen. In dem anwendungsfall erleichtert das aber den ausbau 😀 Für die befestigung pe-rohr auf pumpe messing-klemmverbinder mit stützrohr verwenden. Bzw zwischen pumpe und klemmverbinder das fußventil. |
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Und noch was: Wie schaut dein brunnenkopf aus bzw bekommst du einen? Achte darauf, dass die muffe aus Edelstahl ist. Die pumpe hängt am PE-rohr, auch wenn viele was anderes behaupten. Die grundfos-Anleitung ist unmissverständlich. Das seil ist nur eine Sicherung zum bergen der pumpe, falls irgendetwas total schief geht. Deshalb auch die stützrohre für die klemmverbinder. Nicht weil unterdruck zu erwarten wäre, sondern weils mechanische einfach vertrauenswürdiger ist, wenn Gewicht dran hängt. |
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