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Auslegung Brunnenpumpe Trinkwasserbrunnen - Grundfos

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  •  Hausbauer2025
9.4.2026
14 Antworten | 3 Autoren 14
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Hallo zusammen,

da ich die nächsten Wochen den Brunnenschacht für meinen TW-Brunnen setzen werde, bin ich am grübbeln welche Grundfos-Pumpe am besten passen würde.

Brunnendetails:

Oberer Wasserstand 27m, Tauchpumpe Position Empfehlung Brunnenfirma 35-36m über GOK, Brunnentiefe 51m
Fördermenge Brunnen: 3,6m³/h

Ich möchte, dass ca. 4bar am Hausanschluss anliegen, es handelt sich um einen Bungalow.

Förderhöhe sind somit ca. 85m (36 + 10 Druckverlust + 4bar Hausdruck).

Ich habe mich nun mit den Kennlinien etwas gespielt, und schwanke zwischen der SQE 3-65, SQE3-80 oder SQE5-70.

Die Frage die sich eigentlich stellt ist auf wieviel Fördermenge ich mein Haus am sinnvollsten auslegen soll?
Der Brunnen kann 3,6m³/h liefern, ob dies aber benötigt wird ist eine andere Frage.
Gibt es hier andere Brunnenbesitzer die damit Erfahrung haben?
 
Danke und Grüße,
 


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 8:33  (#1)
Warum eine SQ? Ich würde eine SP bevorzugen. 
Die 4" Pumpen halten ewig, die 3" Pumpen wohl deutlich anfälliger.
Das Problem ist, dass die SP keine Sanftanlauf hat und daher nicht unbedingt an einem PE-Rohr hängen sollte (wegen fehlender Drehmomentabstützung kann sich das Rohr verdrehen), das bei so einem tiefen Brunnen aber nur sehr teuer und aufwendig umgangen werden kann.
Man kann aber mit einem Frequenzumrichter auch die SP mit Sanftanlauf ausstatten, dann sollte man auch die 4" Pumpen problemlos an PE-Steigleitung betreiben können.
Achtung, ich bin Laie. Mir wurde das von meinem Brunnenbauer im wesentlichen so gesagt.

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  •  Hausbauer2025
9.4.2026 8:44  (#2)
Danke Wuschi!

Bei meiner Bohrung haben leider nur 3 Zollpumpen Platz.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 9:03  (#3)
Dann würde ich trotzdem auf die SQE verzichten und eine gewöhnliche SQ mit großem Membrangefäß (durchströmt!) und mechanischem Druckschalter vorsehen. Elektronik vermeiden, wo es geht. Lange Pumpenlaufzeiten und idealen Betriebspunkt sicherstellen (durch großes MAG mit kleiner Hysterese z.b. Einschaltdruck 4 bar und Ausschaltdruck 6 bar).
Der ideale Betriebspunkt ist da wo die ETA-Kurve ihren Scheitelpunkt hat.
Perfekt ist dann wenn der Einschaltpunkt etwas rechts vom Scheitelpunkt liegt und der Ausschaltpunkt etwas links davon. Dann läuft die Pumpe immer im quasi-idealen Bereich.

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  •  Hausbauer2025
9.4.2026 9:54  (#4)
Ich hatte die SQ 3-65 auch Anfangs am Radar, der Brunnenbauer meinte ich solle unbedingt eine Drehzahlgesteuerte sprich die SQE-Serie verwenden, da diese um einiges effizienter sind.

Geplant wäre der Wellmate Membrandruckbehälter WM0180 (178l).
Die SQ 3-80 würde m.E. dann gut passen mit 3m³/h 8,5bar.

Windkessel wird auch in den Schacht nach draußen gesetzt (großer Kunstoffschacht) und nicht in den Technikraum.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 12:11  (#5)
Wenn du sowieso einen großen Wellmate einplanst, macht eine SQE überhaupt keinen Sinn. Woher die höhere Effizienz in dem Betriebsfall mit MAG und Druckschalter kommen soll, kann er dir wahrscheinlich auch nicht erklären. Das stimmt sicher für andere Anwendungen. 
Für eine häusliche Wasserversorgung ist m.M.n. ein MAG einer Konstantdruckregelung vorzuziehen. Sobald bei letzterer mal im Garten der Schlauch ein bissl rinnt, ist die Effizienz dahin, wenn dann unbemerkt die Pumpe eine Nacht lang alle paar Minuten angeht.

Ich bin übrigens kein Freund von Institutionen in der Brunnenstube. Wenns anders geht, würde ich MAG und Druckschalter ins Hausverlegen - frostfrei, gut zugänglich und trocken.
Wenn das MAG unbedingt in die Brunnenstube soll, macht der Wellmate aus GFK schon sinn. Hygienischer ist aber ein volldurchströmtes Gefäß.
Regelmäßig Vordruck und eventuell auch hin und wieder die Schaltpunkte des Druckschalters zu kontrollieren dankt die Pumpe mit höherer Lebensdauer. Das macht sowieso schon niemand. Wenn alles in der Brunnenstube ist, schon gar nicht.

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
9.4.2026 14:49  (#6)
 Wofür benötigt man ein MAG bei einem Windkessel? 




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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 15:38  (#7)

zitat..
Kleinermuk schrieb: Wofür benötigt man ein MAG bei einem Windkessel? 

Windkessel ist eine falsche Bezeichnung. Das gabs mal, wurde durch MAG ersetzt, hat beides den gleich zweck (druckhaltung) aber die Bezeichnung wird halt von vielen umgangssprachlich weiter verwendet.
Ein MAG bei offenen pumpenanlagen dient der druckhaltung und nicht wie in geschlossenen anlagen zum ausgleich durch temperunterschiede.
Aber wahrscheinlich weißt du das eh und die Verwirrung kommt nur durch die verwechslung der Bezeichnungen. 


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
9.4.2026 16:37  (#8)

zitat..
Hausbauer2025 schrieb: Geplant wäre der Wellmate Membrandruckbehälter WM0180 (178l).
Die SQ 3-80 würde m.E. dann gut passen mit 3m³/h 8,5bar.

Windkessel wird auch in den Schacht nach draußen gesetzt (großer Kunstoffschacht) und nicht in den Technikraum.

Ja, kenn schon den Unterschied zwischen MAG und Windkessel. 
Diese beiden Sätze haben mich verwirrt. 😊
Ich bin einem Windkessel gar nicht abgeneigt. Funktionieren sehr gut. Nachteil von größeren MAG und Windkessel ist, das das Kaltwasser je nach Standort ein "Lauwarmwasser" wird.
Ob der klassische Windkessel out ist, weiß ich nicht. Einen Vorteil hat er, dass er gleichzeitig als Luftabscheider fungiert.   

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  •  Hausbauer2025
9.4.2026 18:10  (#9)
Danke Wuschi, Kleinermuk für eure Rückmeldungen.

Ja ich verstehe es technisch auch nicht bzw. macht eine Konstantdruckpumpe mit dem großen MAG keinen Sinn. Ich dachte die bauen 100 Brunnen im Jahr und wissen schon was sie machen/empfehlen.

Wie auch immer - ich werde dann die SQ 3-80 bestellen, oder würdest du eher auf die SQ 5-70 gehen?

Windkessel wird bei uns am Land immer noch umgangssprachlich ein MAG bezeichnet, sorry für die Verwirrung ;)

Ich muss/möchte das MAG in den Kunstoffschacht stellen, da ich kein lauwarmes Wasser haben möchte (wurde mir von Trinkwasserbrunnenbesitzer berichtet), hauptsächlich aber auch weil ich mir meinen Technikraum noch so gut es geht freihalten möchte bzw. es mit KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]/WP etc. pp. schon sehr eng wird - hatte ursprünglich mit einem 60l MAG an der Wand gerechnet.

Welches Produkt bzgl. Volldurchströmung würdest du empfehlen?

Der Kunstoffschacht dichtet denke ich bzgl. Feuchtigkeit besser ab als der Betonschacht und ich habe auch runderhum Schotterboden. Bzgl. Frost hätte ich noch ein paar m³ Glasschaumschotter herumliegen, vielleicht pack ich den Kunstoffschacht noch darin ein.

Hausbauen lebt halt auch von vielen Kompromissen ;)

Danke und Grüße,

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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 18:10  (#10)
Out sind Windkessel sicher nicht, schon gar nicht wenn sie aus Edelstahl sind. Was sich Jahrhunderte bewährt hat, ost nicht so schnell out, nur weil was neues daherkommt. Aber ich hab gewusst, dass er MAG meint, weil er den Wellmate erwähnt hat.

zitat..
Kleinermuk schrieb: Nachteil von größeren MAG und Windkessel ist, das das Kaltwasser je nach Standort ein "Lauwarmwasser" wird.

Jein. Bei 4 bis 6 bar Einstellung ist nur ca. 1/3 der Behältergröße wassergefüllt. Bei 180 Litern also 60 Liter. Im Sommer braucht man meistens eh regelmäßig den Gartenschlauch, Klospülung usw...
Bei Volldurchströmten Gefäßen ist auch ein ordentlicher Austausch gewährleistet. 
Ich hab 200 Liter MAG Volldurchströmt mit 4 bis 5,5 bar. Das sind laut Wasseruhr grad mal 50 Liter Entnahme zwischen den Schaltpunkten. Wir sind aber auch ein ZFH.
Im EFH reicht sicher auch 80 Liter, was ja auch eine gängige Größe ist. Die SQ hat durch den Sanftanlauf auch keine Beschränkung der Schaltspiele, wobei hier sicher längere Pumpenlaufzeiten und weniger Schaltspiele trotzdem positiv sind.
Da hat wernein Excel gebaut, damit kann man sich spielen um zu sehen wie viel Wassermenge wirklich herumsteht, je nach Druckeinstellung und Gefäßgröße:

https://blog.thesen.eu/membrandruckgefaessausdehnungsgefaess-fuer-brunnen-berechnen-und-einschalt-ausschaltdruck-festlegen/




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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
9.4.2026 18:22  (#11)
Je nachdem wo dein Schacht ist, wirds da mitunter wärmer als im Haus.
Wenn abgestandenes Wasser dir Sorgen bereitet, würde ich das MAG kleiner ansetzen unbedingt volldurchströmt und eventuell höheren Druck fahren.
Ich hab meine Hauswasserversorgung letztes Jahr erneuert mit Grundfos SP im neu gebohrten Brunnen für die WP WP [Wärmepumpe].
Ich habe mich da lange schlau gemacht und in den einschlägigen Foren schwärmen alle von Heimeier Aquapresso, mit Butylblase. Die solle ewig halten und vorallem ist sie so dicht, dass man Luft einfüllen kann statt Stickstoff. Dadurch wird die regelmäßige Vordruckkontrolle auch demokratischer.
Würde an deiner Stelle Heimeier aquapresso ADF 80.10 und Condor MDR Druckschalter im Technikraum verbauen.

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  •  Hausbauer2025
9.4.2026 18:49  (#12)
Danke Wuschi! Dann werde ich das gleich morgen noch beim Installateur korrigieren lassen - der hat mich jetzt schon gern ;)

Würdest du die SQ 3-80 oder die SQ 5-70 nehmen an meiner Stelle?

Das wäre quasi der ADF 80.10 - wie kann ich mir die Volldurchströmung technisch vorstellen?
Und du meinst der 80l reicht völlig aus, auch Richtung Nutzwasser (Gartenbewässerung oder Pool?) auch bzgl. takten der Brunnenpumpe?

Anbei auch eine Skizze des Kunststoffschachts - der sitzt im Prinzip auf der Südostseite dann.


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  •  Hausbauer2025
9.4.2026 19:05  (#13)
Konnte noch eine Skizze zur Volldurchströmung finden:

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
9.4.2026 19:10  (#14)

zitat..
Hausbauer2025 schrieb: Das wäre quasi der ADF 80.10 - wie kann ich mir die Volldurchströmung technisch vorstellen?

Wasser oben rein und unten raus. Es kann sich kein Wasser irgendwo "verstecken". 

https://i.ibb.co/ZHHJ7Nv/Pneumatex-b.jpgBildquelle: https://i.ibb.co/ZHHJ7Nv/Pneumatex-b.jpg


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