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Architekt vs. GU

9.2. - 27.7.2020
19 Beiträge | 12 Autoren
Hallo zusammen,

meine Freundin und ich haben uns im Bezirk Tulln eine schönes ebenes Grundstück (ca. 18,5 x 43,5 = 790m²; Nord-Süd Ausrichtung) gekauft und wollen dieses Jahr mit dem Hausbauen beginnen.

Da wir beide bauteschnische Laien sind brauchen wir professionelle Unterstützung und haben bis dato 2 Optionen:
1. Vollständiger Bau mit einem Architekten (Planung, Ausschreibung, Baubegleitung, etc.) 
2. Bau mit einem GU
Fertigteilhaus kommt für uns nicht in Frage, da wir gerne eine idividuelle Lösung hätten.

Die vollständige Begleitung eines Architketen nach Honorarordnung (Planung bis örtlicher Bauaufsicht) kostst schon mal 40-50k. Haben uns 3 Architekten angesehen und bei einem Architektenteam ein sehr gutes Gefühl. Sind technisch, künstlerisch und budgettechnische sehr gut!

Wenn wir mit einem GU bauen kommt der Generalunternehmerzuschlag auch auf mind. 10%. Da sind wir bei unserem Budget (400-450k schlüsselfertig inkl. Nebengebäude/kein Keller) auf dem gleichen Betrag. Mit den GU's mit denen wir gesprochen haben, haben wir jedoch bzgl. Planung ein sehr schelchtes Gefühl. Es sind meist technische Zeichner, die genau das umsetzen, was man ihnen sagt, ohne eigene Ideen einzubringen.
Wenn wir hier unsere Bedürfnisse verwirklichen möchten, sind wir gleich auf 170-180 m² Wohnutzfläche. Das halte ich bei unserem Budget für unrealistisch.
Also denke ich, dass ein Plan mit einem Architekten eine bessere Lösung ist und in Summe mit Ausschreibung etc. nicht mehr kostet.
Ich denke mit guter Planung kann mir hier noch deutlich reduzieren ohne merkliche Einschränkungen.

Hat jemand Erfahrung was besser/günstiger ist? GU oder Architekt? 
Bekommt man die Kosten des Architekten durch gute Planung und Ausschreibung wieder herein?
Oder besser gleich zum GU und sich die Architektenkosten sparen?
Gibt es in unserer Situation (wenig handwerkliches Geschick und kaum Zeit, selbst mitzuarbeiten) noch andere Optionen um an unser Ziel zu kommen?

Ich freue mich auf Anworten und interessante Diskussionen! Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!

 
 
9.2.2020 11:09
Wie wäre es mit einem Baumeister der für dich die Planung, Ausschreibung, Baubegleitung, Bauaufsicht und Abrechnung macht, muss ja nicht umbedingt ein Architekt sein.
9.2.2020 11:43
Wir haben mit Architekt geplant, dann GU bis belagsfertig. Fenster, Elektriker und Installateur jedoch selbst vergeben (Elektriker war ohnehin planungsintensiv durch Knx, Installateur wollten wir Sonderlösung RGK und Fenster wollten wir die 10% sparen) RGK wäre über Installateur von GU auch gegangen. Der wäre aber um ca 10000€ gesamt teurer gewesen, ohne GU Aufschlag.
Mittlerweile würde ich die Fenster über GU machen.
Bauaufsicht über Architekt war uns zu teuer, macht uns ein BM für einen Bruchteil!
Brauche die Bauaufsicht aber kaum, da unser GU über alles drüber schaut und wirklich Top ist.
Bauaufsicht ist von GU schwer begeistert. Qualität und Technische Lösung Top.
Mit meinem GU würde ich die Bauaufsicht nicht mehr benötigen.
9.2.2020 12:11
Eines mal vorweg. Wenn Ihr heuer Beginnen wollt seid Ihr recht spät dran. Normaler weise zieht fast ein Jahr übers Land bevor man los legt. Es sei denn Ihr meint dass Ihr jetzt mit dem Planen beginnen möchtet.

Wenn du keine Ahnung hast und zwischen GU und Architekt (Volles Paket) überlegst rate ich dir zum Architekten. Architekten haben zumeist mehr Erfahrung im Planen und , ganz wichtig, erfassen und umsetzen der Kundenwünsche.

Wichtig ist dabei natürlich auch dass man mit dem Architekten reden kann und der nicht seine Vorstellungen sonder eure Wünsche umsetzen will. Ja und dann sollte er auch wissen dass das Geld nicht auf dem Baum wächst und beliebig geerntet werden kann.

Plant auch die Nebenanlagen mit ein. Auch wenn man das Pool nicht gleich braucht (bezahlen kann), sollte es in die Überlegung Einfließen. Auf jeden Fall wollt Ihr sicher trockenen Fußes ins Haus kommen wollen und auch nicht über eine Behelfsstiege in den Garten gelangen.

Beim aktuellen Haus haben wir mit Architektin geplant die aus dem komplizierten Grundstück viel herausgeholt hat. Den Bau hat dann eine Baumeisterin gemacht. Zu unserem Glück sind beide in der Verwandtschaft weshalb wir die Gewerke direkt vergeben konnten was den GU-Aufschlag ersparte, die Tante aber trotzdem die Aufsicht hielt.

Bei unserem neuen Projekt haben wir den Plan selbst erstellt da das Grundstück mit 36x36 und N-S ausrichtung sehr einfach ist.

Zum Bauen haben wir wieder einen Baumeister und vergeben die großen Gewerke
Heizung Sanitär
Dachstuhl
Dachdeker/Spengler Sollte man nie trennen
Elektriker
Fenster
Boden/Fliesen/Terrassenbelag

selbst direkt. Alle beauftragten Firmen kennen einander und arbeiten auch sonst zusammen.

Das neue Haus wir doch etwas weiter weg sein und macht es keinen Sinn.

Wenn Ihr einen ArchitektIn habt dann gut, wenn Ihr einen braucht kann ich euch einen guten nennen der mich immer wieder überrascht zu welchen Preisen er die Pläne umsetzt.

Egal wie Ihr euch entscheidet bedenkt das das ein großes und auch persönliches Projekt ist und Ihr daher nur mit Leuten/Firmen zusammenarbeiten solltet mit denen Ihr auch persönlich könnt

Gutes Gelingen und viel Freude (Spaß ist es ja nicht wirklich)


9.2.2020 12:34
Wir haben mit Architekt geplant, aber dann selbst ausgeschrieben. Ebenso könntet ihr mit dem Einreichplan Angebote von einem GU holen. Oder ihr könntet euch einen Baukoordinator holen, der für euch ausschreibt und die Gewerke dann überwacht. Also es gibt mehr als nur die zwei Optionen, die oben genannt wurden.


Beachflyer77 schrieb: Eines mal vorweg. Wenn Ihr heuer Beginnen wollt seid Ihr recht spät dran.

Ja, das stimmt. Baubeginn geht sich wohl nicht mehr aus heuer. Bis ihr den Plan habt sind die Auftragsbücher voll.
10.2.2020 6:36
Vergesst Baubeginn heuer wenn ihr jetzt mit der Planung startet. Eine gute Planung dauert meiner Meinung nach mindestens ein Jahr. 

Es gibt kein Patentrezept GU vs Architekt. Je mehr ihr euch selbst damit auseinandersetzt desto weniger müsst ihr an Wissen zukaufen. Wir sind für den Grundriss durch viele viele Häuser gelaufen, haben unzählige Grundrisse studiert und haben praktische Überlegungen (was ist bei Regen, Einkäufe, Wäsche, leitungswege, altersgerecht, etc) angestellt. Schlussendlich war unser eigener Plan sehr gut und ich würde nichts anders machen.

Ich bin übrigens auch aus dem tullner bezirk, kann dir also auf Wunsch per pn genaueres erzählen
10.2.2020 7:08
Architekt vs. GU bzw. Baumeister aus dem Ort ist meiner Meinung nach vor allem die Sache des Budgets.. 

Wenn man 50tsd. hier eingeplant hat, die einen nicht schmerzen, dann passt es eh.. 

Was mich wundert aber ist, dass du sagst, ihr möchtet kein Fertighaus, da ihr was individuelles wollt.. Wir haben unser Haus selbst geplant, gezeichnet, individueller ist nimmer gegangen.. Und trotzdem ist ein Massivholzfertighaus geworden.. Haargenau nach unseren Vorstellungen.

Jeder (seriöser) Anbieter muss in der Lage sein, eure Wünsche umzusetzen..

Alles Gute 
11.2.2020 1:06
@ lord Desiree, ihr habt euch eh schon richtig entschieden wenn ich eurer Zeilen lese. Ein schönes architektenhaus macht Freude und ist auch was wert und steht in 50 Jahren immer noch gut da.

Ein selbst geplantes und zusammengebastelt Haus hat für den Eigentümer sicher auch einen idiellen Wert, aber die Frage ist ob bei einem notverkauf,  z. B. Durch Scheidung, ein vernünftiger Preis erzielt werden kann? Ihr seid auf dem richtigen Weg! 
11.2.2020 7:50
Wir waren vor der gleichen Entscheidung und haben uns aus folgenden Gründen für einen Bauingenieur entschieden:
- wesentlich günstiger als die ca. 10% vom Hauswert, die ein Architekt verlangt. Bei uns wird auf Stundenbasis abgerechnet.
- Macht ebenfalls die komplette Planung, Ausschreibung (jedes Gewerk für sich), Bauaufsicht.
- Wir sind mit dem Einreichplan super zufrieden (in Hanglage kosteneffiziente Umsetzung unserer Wünsche).
- Aktuell haben wir den Plan bei der Gemeinde eingereicht. Der Bauingenieur wurde uns von Freunden empfohlen, bei denen er die komplette Umsetzung vom Haus bereits hinter sich hat. Dort ist ebenfalls alles bestens verlaufen.
- Und das Wichtigste, Zwischenmenschlich sind wir auch auf einer Wellenlänge ;)
11.2.2020 9:19


heinzi schrieb: @ lord Desiree, ihr habt euch eh schon richtig entschieden wenn ich eurer Zeilen lese. Ein schönes architektenhaus macht Freude und ist auch was wert und steht in 50 Jahren immer noch gut da.

Ein selbst geplantes und zusammengebastelt Haus hat für den Eigentümer sicher auch einen idiellen Wert, aber die Frage ist ob bei einem notverkauf, z. B. Durch Scheidung, ein vernünftiger Preis erzielt werden kann? Ihr seid auf dem richtigen Weg!


Das kann man so sicher nicht verallgemeinern. Nur weil es ein Architekt geplant hat, muss es nicht "werthaltiger" als bei selbst erstellte Plan oder bei einem GU-Planer sein. Es hängt viel von den Leuten ab, es gibt nämlich auch schlechte Architekten und sehr gute Planer die bei GUs angestellt sind.

Man sollte sein Haus auch seinen Bedürfnissen anpassen und nicht nach dem Motto "wie baue ich, so dass es im Falle einer Scheidung mehr wert ist". Erstens sollte man nicht beim Bauen schon an die Scheidung denken (meiner Meinung nach) und zweitens können Attribute die heute als "wertvoll" gelten (in der Vergangenheit war das bei einem Notverkauf z.B. ein Keller), in Zukunft vielleicht weniger nachgefragt sein.

Wo ich aber zustimme ist die im Eingangsposting erkennbare Tendenz. Wenn ein sehr positives Gefühl für eine Strategie da ist (in dem Fall das Architektenteam), dann sollte man das in seine Entscheidung miteinfließen lassen. Beim erfolgreichen Hausbau zählt nämlich neben guter Planung auch das Hören auf das eigene Bauchgefühl.

11.2.2020 10:32
Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für die Zahlreichen Tipps und Erfahrungen!

Der Weg über einen Baumeister/Baukoordinator der die Ausschreibung und die Gewerke überwacht hört sich für uns sehr passend an, da vermutlich kostengünstiger als das Komlpettpaket über einen Architekten.
Wir haben jetzt einen guten Architekten gefunden der uns "preiswert" (relativ) einen Einreichplan erstellt.
Könnten im Anschluss checken ob es einen Baumeister/Baukoordinator gibt, der die weiteren Schritte übernehmen kann.

Hat jemand eine Empfehlung? Ausschreibung, Koordination der einzelnen Gewerke, Bauaufsicht, etc.

11.2.2020 10:34


pramber schrieb: Wir waren vor der gleichen Entscheidung und haben uns aus folgenden Gründen für einen Bauingenieur entschieden:
- wesentlich günstiger als die ca. 10% vom Hauswert, die ein Architekt verlangt. Bei uns wird auf Stundenbasis abgerechnet.
- Macht ebenfalls die komplette Planung, Ausschreibung (jedes Gewerk für sich), Bauaufsicht.
- Wir sind mit dem Einreichplan super zufrieden (in Hanglage kosteneffiziente Umsetzung unserer Wünsche).
- Aktuell haben wir den Plan bei der Gemeinde eingereicht. Der Bauingenieur wurde uns von Freunden empfohlen, bei denen er die komplette Umsetzung vom Haus bereits hinter sich hat. Dort ist ebenfalls alles bestens verlaufen.
- Und das Wichtigste, Zwischenmenschlich sind wir auch auf einer Wellenlänge ;)

von lorddesire

 
Hallo Pramber,

kannst du uns deinen Bauingenieur weiter empfehlen? Falls es örltich (Bezirk Tulln) passt.


11.2.2020 10:48


monika1979 schrieb: Wir haben mit Architekt geplant, dann GU bis belagsfertig. Fenster, Elektriker und Installateur jedoch selbst vergeben (Elektriker war ohnehin planungsintensiv durch Knx, Installateur wollten wir Sonderlösung RGK und Fenster wollten wir die 10% sparen) RGK wäre über Installateur von GU auch gegangen. Der wäre aber um ca 10000€ gesamt teurer gewesen, ohne GU Aufschlag.
Mittlerweile würde ich die Fenster über GU machen.
Bauaufsicht über Architekt war uns zu teuer, macht uns ein BM für einen Bruchteil!
Brauche die Bauaufsicht aber kaum, da unser GU über alles drüber schaut und wirklich Top ist.
Bauaufsicht ist von GU schwer begeistert. Qualität und Technische Lösung Top.
Mit meinem GU würde ich die Bauaufsicht nicht mehr benötigen.

von lorddesire


Hallo Monika,

vielen Dank für deine Infos. Mit welcher Firma hast du gebaut?


11.2.2020 11:45


lorddesire schrieb: Hallo Pramber,

kannst du uns deinen Bauingenieur weiter empfehlen? Falls es örltich (Bezirk Tulln) passt.

 
Passt leider nicht ganz von der Location (Südsteiermark).
11.2.2020 15:28
Ich kann dir eine bekannte Firma aus Böheimkirchen empfehlen, hat bei uns perfekt hingehaut. Meine besten Freunde wiederum haben sehr gut mit einer Kremser Firma gearbeitet die ein gutes "Konzept" hatten ;)
11.2.2020 17:29
@blabla Die annahme ist natürlich dass man auch einen vernünftigen architekt nimmt! Und durch so ein Architektur Studium von vielen Jahren und Berufserfahrung von mehrern realisierten Objekten, sollte ein Architekt einfach besser sein wie jemand wo das erste mal ein haus zeichnet? Auch wenn du ein Architektenhaus copierst und irgendwo anders hinstellst, heisst das noch lange nicht dass es dort auch wirkt und hinpasst? (Fertighäuser sind ja auch von Architekten geplant und werden irgendwie auf diverse Grundstücke gemurkst)

ja und bei einer nur 50% Scheidungsrate, ist es natürlich beim Hausbau nicht nötig, um über eine eventuelle Scheidung nachzudenken?
12.2.2020 8:38


heinzi schrieb: @Blabla Die annahme ist natürlich dass man auch einen vernünftigen architekt nimmt! Und durch so ein Architektur Studium von vielen Jahren und Berufserfahrung von mehrern realisierten Objekten, sollte ein Architekt einfach besser sein wie jemand wo das erste mal ein haus zeichnet? Auch wenn du ein Architektenhaus copierst und irgendwo anders hinstellst, heisst das noch lange nicht dass es dort auch wirkt und hinpasst? (Fertighäuser sind ja auch von Architekten geplant und werden irgendwie auf diverse Grundstücke gemurkst)

ja und bei einer nur 50% Scheidungsrate, ist es natürlich beim Hausbau nicht nötig, um über eine eventuelle Scheidung nachzudenken?

Wäre mir jetzt neu, dass man ohne entsprechende Ausbildung Planer bei einem seriösen GU wird ;)

Das mit der Scheidung ist natürlich Ansichtssache. Meine Meinung ist halt, dass wenn ich beim Projekt Hausbau schon an die Scheidung denke, dann sollte ich gar nicht anfangen. Wenn man nämlich ein 50%iges Ausfallsrisiko ernsthaft einkalkulieren würde, dann würde niemand mit dem Hausbau beginnen.
12.2.2020 13:28
50% Scheidungsrate gilt ja über die gesamte Dauer einer Ehe... also genaso wenn man sich nach 25 oder 30 Jahren scheiden lässt.
Eine ernsthafte Einbezuiehung in Entscheidungsprozesse würde ich diesbezüglich auch echt nicht machen.
12.2.2020 13:52
Vieles wichtiges ist schon gesagt, vielleicht ein paar sehr wichtige Sachen nochmal.

Ob Architekt ja oder nein ist einfach Bauchgefühl.  Aber wichtig ist: Architekt für den Plan muss nicht Architekt für das ganze Bauprojekt heißen. Du wirst Bauprojekte und Feedback finden in denen der Architekt gegen den Willen der ausführenden Fachkräfte und potentiell sogar gegen den Bauherren seinen Willen durchgesetzt hat... damit leben müssen jetzt die Bauherren. Genauso gibt es Beispiele wo Architekten celvere Ideen hatten mit denen die Platz gespart haben und Annehmlichkeiten im täglichen Leben auf die ein Baumeister in 100 Jahren nicht kommt. D.h. es gibt kein richtig oder falsch, sondern es gibt euren Weg der für euch passen muss.


lorddesire schrieb:
__________________
Hat jemand Erfahrung was besser/günstiger ist? GU oder Architekt? 
Bekommt man die Kosten des Architekten durch gute Planung und Ausschreibung wieder herein?
Oder besser gleich zum GU und sich die Architektenkosten sparen?

 Ich glaub die Fragen ist damit beantwortet. Kommt auf den Fall drauf an und potentiell weißt du es auch danach nicht, da die wenigsten 2 Häuer parallel bauen um das herauszufinden. Nehmt das, wo ich euch wohler und besser bearten fühlt.



lorddesire schrieb:
__________________
Gibt es in unserer Situation (wenig handwerkliches Geschick und kaum Zeit, selbst mitzuarbeiten) noch andere Optionen um an unser Ziel zu kommen?

Es gibt zig Optionen. Zu den 2 Punkten: Handwerkliches Geschick nicht zu haben - und das zu erkennen und sich einzugestehen ist schon mal gut. Dadurch wird es einfach in Summe teurer weil Eigenleistungen eher wegfallen. Hat aber sonst wenig bis nix mit den Möglichkeiten ein Haus bauen zu lassen zu tun.

Ihr seid nicht eingeschränkt. Warum Fertighäuser ausschließen? Ihr wisst scheinbar noch nicht was ihr wollt... Wer sagt, dass nicht dein Fertigteilhaus genau das ist was ihr wollt? Gibt genug Gründe für uns wieder, aber "inidivuell" gehört da nur bedingt dazu. Individuell auf euch abgestimmt geht auch mit einem Fertighaus. Individuell, dass es Besucher 100m gegen den Wind riechen, dass sie vor einem Architektenhaus stehen, das geht mit einem Fertighaus nicht.

Vorgehen für euch? Ganz klar! Soweit ich aus den paar Zeilen eure Situation herauslesen kann braucht ihr jetzt genau eines Zeit! Zeit fur Ausflüge in die Blaue Lagune und ähnliches, Zeit in Wohnungen und Häusern von Bekannten und Verwandten zu stöbern, Zeit Online zu suchen... und herauszufinden was ihr wollt und was nicht!

Denn das kann euch kein Architekt und kein GU sagen! Das müßt ihr wissen, sonst werdet ihr nicht glücklick.

Das ist eigentlich der Standardpfad den die meisten einschlagen und das hat auch seine Berechtigung. Wenn ihr eine Ahnung habt was ihr wollte (in der Regel Monate bis halbes Jahr) wird es Zeit jemanden aufzusuchen.

Dem sagt ihr dann z.b. : Es muss/kann/darf/nicht
einen Windfang/Schmutzschlüse geben
Garage/Carport (mit Zugang ins Haus unter Dach)
Keller (mit Außenzugang)
großen Platz für den Ferseher (weil wichtig)
Badezimmer mit wenig/viel Glas
große/Keine Badewanne...

Da geht es um irgendwelche Kleinigkeiten und große Punkte die euch wichtig sind oder die auf keinen Fall so sein dürfen.
Dann kommt ggf. der Architekt ins Spiel und bastelt aus euren Wünschen und allem was es sonst für ein Haus braucht einen Plan. Bietet vielleicht Alternativen zu eureren Wünschen an. Hat vielleicht Ideen wie man den Gedanken hinter eurem Wunsch besser umsetzen kann und und und...

Aber der Punkt zu wissen was man (teilweise)will kommt man nicht herum.

Kleiner Vergleich: Du fragst einen Freund wo du einen guten TV kaufen kannst. Der schickt dich zum Saturn. Dort nach dem besten TV gefragt gehst du wahrscheinlich mit einem Xk€ Gerät mit 80" heim. Wenn du dann deine Spielkonsole aus den 80ern anschließen willst wirst du feststellen, dass du das Ding gar nicht anschließen kannst weil der richtige Anschluss fehlt. Was aber eh gut ist, da das Bild furchtbar ausschauen würde. In Wirklichkeit 
hättest du einen kleinen Fernseher mit Bildröhre und den richtigen Anschlüßen gebraucht, den es nicht beim Saturn um Xk€ sondern bei willhaben um 20€ gibt. Das kann dir aber dein keiner sagen wenn du nicht weißt was du willst
27.7.2020 10:28


pramber schrieb:
__________________
Im Beitrag zitiert von lorddesire: Hallo Pramber,

kannst du uns deinen Bauingenieur weiter empfehlen? Falls es örltich (Bezirk Tulln) passt.

 
Passt leider nicht ganz von der Location (Südsteiermark).

Sorry das ich den alten Thread hier pushe, aber vielleicht siehst du es ja und ich habe Glück Könntest du mir eine PN mit dem Hr. Bauingenieur schreiben? Würde nämlich auch örtlich passen. Kann leider noch keine PNs versenden. Danke im Voraus



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