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Anker Solix / verschattetes Paneel "steckt" den ganzen Tag fest - Seite 2

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  •  Geko91
8.4. - 15.4.2026
30 Antworten | 9 Autoren 30
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Hallo zusammen,
ich brauche mal eure technische Einschätzung zu einem hartnäckigen MPP-Tracking-Problem bei meinem Balkonkraftwerk-Setup.
Mein Setup:

_aktuell/20260408403028.jpg

 
  • Speicher: Anker SOLIX Solarbank 3 Pro (zuvor Solarbank 2 Pro mit identischem Problem).
  • Module: 4x DAH Solar 590Wp Bifazial (DHN-72X16/DG, 144 Halbzellen, N-Type TOPCon).
  • Anschluss: Jedes Modul hängt an einem eigenen MPPT MPPT [Maximum Power Point Tracker]-Eingang der Solarbank.
 
Die Problematik: Eines der Module ("30Grad") ist baubedingt im unteren Drittel permanent teilverschattet (es ist leicht unter die Kante der anderen Paneele geschoben). Das Verhalten des MPP-Trackers ist völlig unvorhersehbar und gleicht einem Glücksspiel:
  • Der "Schlechte Tag": Der Tracker startet morgens und bleibt den gesamten Tag bei ca. 4W bis 30W hängen. Selbst bei praller Mittagssonne auf den restlichen 70% der Modulfläche regelt er nicht hoch. Ein Aus- und Einstecken der DC-Kabel im laufenden Betrieb bringt keine Besserung – er kehrt sofort zu den 4-30W zurück.
  • Der "Gute Tag": Wenn der Tracker morgens einen "guten Start" erwischt (schon um 07:00 Uhr ca. 70-80W liefert), läuft er den Rest des Tages absolut stabil und erreicht trotz der Teilverschattung Spitzenwerte von 320W bis 350W.


Hier zu sehen unterschied ziwschen einem Tag wo das Paneel normal funktioniert, und ein screenshot wo es hängt

_aktuell/20260408344990.jpg
Ertragswerte des verschatteten Paneel im vergleich zum gesamtertrag ( Montag/Dienstag/Mittwoch) - hier hat alles funktioniert und das paneel "funktioniert"

_aktuell/20260408109999.jpg

Bisherige Analyse:
 
  • Das Paneel ist technisch i.O. (da es an guten Tagen und bei Bewölkung plausible Werte liefert).
  • Das Problem trat bei der Solarbank 2 Pro und jetzt bei der 3 Pro identisch auf.
  • AI Vermutung: Es scheint, als würde der Tracker in einer lokalen Leistungsspitze (lokales Maximum) hängen bleiben und keinen Global Scan durchführen, um die Bypass-Dioden durch eine Spannungsabsenkung zu aktivieren.
 
Die Einschränkung: Ein Versetzen oder Umbauen der Module ist keine Option.
Meine Fragen an die Experten:
  • Warum findet der Tracker nach einem "Fehlstart" am Morgen den globalen MPP auch mittags bei voller Sonne nicht mehr?
  • Gibt es technische Möglichkeiten (außer Modul-Umsortierung), den Tracker zu einem neuen Scan zu zwingen?
  • AI: Hat jemand Erfahrung mit dem Einsatz von Optimierern (z.B. BRC M600) an einer Anker Solarbank in so einem Szenario? (BRC rät offiziell von Mikrowechselrichtern ab, aber wäre das eine Lösung für das Start-Problem?)
Ich bin gespannt auf eure technischen Einschätzungen!
 

  •  tempo85
  •   Bronze-Award
14.4.2026 21:19  (#21)

zitat..
Geko91 schrieb: technische Lösung, akzeptiere dieses "schwarz-weiß"Verhalten des Paneels, oder montiere es ab und gebe es weg.
mehr möglichkeiten habe ich nicht. Dein Rat ist zwar gut gemeint... aber leider nicht Umsetzbar.

Ich muss da Cyber83 verteidigen, war doch gut gemeinter Rat, passt eben nicht, nicht jeder kennt die genauen Hintergründe. Eventuell gibt es doch noch optimieren für die Ausrichtung.

Trotzdem gab es wohl viele Infos, auch technische Lösungen, am Ende muss man immer selbst entscheiden.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
14.4.2026 23:52  (#22)
Alternative: Fette PV raufbauen über das gesamte Flachdach, welche gemeinschaftlich über GEA genutzt wird. Da ist "nur" ein Mehrheitsbeschluss notwendig.

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  •  PVAndyE
  •   Bronze-Award
15.4.2026 1:31  (#23)
und ein kleineres/schmäleres  Modul installieren, daß es (a) keinen Schatten hat und (b) optisch von den anderen nicht gesehen wird ?

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  •  Cyber83
  •   Gold-Award
15.4.2026 6:38  (#24)
die DHN-72X16 haben die standardbreite von 113cm.
du könntest auf willhaben schauen, ob du (von gebrauchten anlagen, alte) module mit 100cm bekommst (erst messen ob sich das mit 100cm ausgeht!). du scheinst über 339cm in der breite zu haben (3 x 113cm nebeneinander), die alten module haben meist zwischen 160 und 170cm länge. damit bekommst du zwei module nebeneinander hin.

die alten Module haben meist zwischen 270 und 300W pro stück. du wärst damit leistungsmäßig ca. gleich. die module haben meist zwischen 7 und 9A - parallelgeschlossen dann das doppelte. muss man schauen ob das anker die leistung auch verwerten kann.

technisch soll es mEn keine option sein, das panel elektrisch abzuändern bzw. zu beschädigen. das kann mehr schaden anrichten, als es an (energie)nutzen bringt.
stelle es in den keller als reservepanel, wenn in 10 jahren eines der anderen kaputt geht hast du ersatz.

mein beileid zu der partei als nachbar. möge ihn beim ********* der blitz treffen.


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  •  Solarbuddys
  •   Gold-Award
15.4.2026 7:01  (#25)

zitat..
ds50 schrieb:

Alternative: Fette PV raufbauen über das gesamte Flachdach, welche gemeinschaftlich über GEA genutzt wird. Da ist "nur" ein Mehrheitsbeschluss notwendig.

Ich glaub Du hast noch nie versucht sowas in einem Mehrparteinhaus durchzubringen 😆
Muell, Parkplaetze, Laerm und seit ein paar Jahren der neue "Feind" - PV-Anlagen+Wallboxen 😇


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  •  tempo85
  •   Bronze-Award
15.4.2026 8:23  (#26)

zitat..
Cyber83 schrieb: technisch soll es mEn keine option sein, das panel elektrisch abzuändern bzw. zu beschädigen. das kann mehr schaden anrichten, als es an (energie)nutzen bringt.

Da muss ich widersprechen, eine Brücke bei der Diode einzulöten, beschädigt überhaupt nichts und ist auch wieder reversibel, das einzige was man verliert ist die Garantie/Gewährleistung. Es werden sozusagen nur die unteren 2 Reihe übergangen. Aber wenn ich weiter überlege, wäre es vermutlich noch besser das Anschlusskabel umzulöten, und zwar auf den Punkt der die untere zwei Reihen mit den mittleren verbindet. So wär die untere Reihe einfach offen (im Leerlauf) und man hätte künstlich ein 393W Modul gemacht. 

Vorteil es braucht kein anderes Modul, man braucht nichts an der Unterkonstrukion umbauen, man müsste nur einmal das Modul runter nehmen und benötigt Lötkolben und Multimeter wär nicht schnecht. Können wir auch gerne per Foto mit Anleitung machen, der Rückbau selbst ist dann ein Kinderspiel und selbst erklärend. Danach sollte alles so funktionieren wie es sein sollte.


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  •  Cyber83
  •   Gold-Award
15.4.2026 8:37  (#27)
 

zitat..
tempo85 schrieb:

das einzige was man verliert ist die Garantie/Gewährleistung.

~13,5A IPP
~14,3A ISC
 
wie erklärst jetz mit bildern dass man als Laie sicherstellt, dass die Lötstelle das aushält? "Verlöte 14g Lötzinn, nimm einen Lötkolben mit 35W weil der mit 25W nur klebt statt lötet?"
Das nächste bei so einem Panel ist dann ein hotspot, der dir das Dach abfackelt. und dann ists bei den umliegenden wohnanlagen ganz klar, dass nie eine PV draufkommt, weil ja die da drüben das Haus angezunden hat.

Versicherungstechnisch ist das dann auch sicher toll zu erklären, dass man das Umlöten musste.

Aber jeder wie er will. Selbst bei meinen Nachbarn habe ich alles steckerfertig genommen, obwohl ich elektrotechnisch sehr bewandert bin. Ich will mir da einfach nicht die Finger verbrennen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Technisch geht sicher viel, und die 80€ von dem Panel sind billiger wie andere Bastelsachen. Die Auswirkungen muss von den einen Bastelsachen, als auch von dieser Bastelsache, jeder dann selber verantworten.


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Hallo Cyber83, kostenlos und unverbildlich kann man das auf durchblicker.at vergleichen, geht schnell und spart viel Geld.
  •  christoph1703
15.4.2026 8:51  (#28)

zitat..
Cyber83 schrieb: wie erklärst jetz mit bildern dass man als Laie sicherstellt, dass die Lötstelle das aushält? "Verlöte 14g Lötzinn, nimm einen Lötkolben mit 35W weil der mit 25W nur klebt statt lötet?"

Wenn man noch nie gelötet hat, ist die Menge auch schon wurscht 😬
Der Strom ist jetzt nicht besonders hoch, aber über eine kalte Lötstelle würd ich den nicht schicken wollen.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
15.4.2026 12:10  (#29)

zitat..
christoph1703 schrieb: aber über eine kalte Lötstelle würd ich den nicht schicken wollen.

Bleibt eh nicht lange kalt. 🤣


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  •  alhei
  •   Bronze-Award
15.4.2026 12:33  (#30)
Einfach die unteren beiden Reihen abkleben. Kein Garantieverlust und jederzeit reversibel. Kann man auch einfach mal testen ohne viel Aufwand. Die zwei Reihen tragen ohnehin nichts bei.

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