« Hausbau-, Sanierung

15mm Putz auf Fertigelementdecke - Seite 2 teilen

6.7. -8.8.2026    40 Antworten    11 Autoren 40 2026-08-08T18:03:36+02:00
     
Zusammenfassung
 1  2 
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
06.07.2026
40
Hallo zusammen,

ich stehe bei meinem Deckenaufbau gerade vor einer Herausforderung!

Mein Vorhaben: Ich habe 1,5 cm hohe LED-Profile direkt an die Fertigelementdecke geschraubt. Das bedeutet: Ich muss die Decke nun ebenfalls 1,5 cm stark verputzen, um bündig zu den Profilen zu werden.

Baumit rät mir davon ab. Deren Meinung nach ist das Risiko zu groß, dass mir der Gipsmaschinenputz (selbst in Kombination mit Baumit SuperPrimer) bei dieser Stärke und dem glatten Untergrund nach ein paar Jahren von der Decke fällt.

In Deutschland gibt es für solche Fälle Leicht-Gipsputze (wie den Knauf MP75 L), die laut Datenblatt auch 1,5 cm auf Betondecken zulassen. In Österreich finde ich dazu aber leider kein passendes bzw. zugelassenes Pendant.

Fragen:
  • Hat jemand von euch schon mal 1,5 cm (oder mehr) auf einer Elementdecke verputzt? Welchen Putzaufbau und welche Materialien habt ihr konkret verwendet?
  • Kennt ihr in Österreich vertriebene Alternativen zum Knauf MP75 L?

Schon mal Danke für eure Ideen/Inputs!

  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
7.7.2026  (#21)
Stimmt...dann also vielleicht Betonkontakt/SuperPrime + Röfix 224. Der Putz dürfte zumindest etwas leichter sein und somit "sicherer" halten. Ich werde dort mal morgen anrufen.

1
  •  nestbau
8.7.2026  (#22)
Ich würde nochmal gedanklich einen schritt zurückgehen... möchtest du wirklich direktes licht von dem led-profil? für welchen bereich wäre das gedacht? 
im allermeisten fall ist doch indirektes licht viel schöner und die leisten dafür sind tlw echt schön. 
falls es die wohnräume betrifft, muss man sich doch auch mal die frage stellen, ob vorhänge reinkommen, wenn ja, schlitzt du die auch ein oder machst sie putzbündig? 
in kombi gibts da wirklich ansprechende led-leisten. 

1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
8.7.2026  (#23)
Wir haben leider wenig Wandfläche an die wir ein indirektes Licht anbringen können, daher ist es bei uns das bündige LED Profil geworden. Die Fenster im Wohnraum sind nämlich alle deckenhoch. Nur im Schlafzimmer wird es indirekt und mit Vorhängen kombiniert.

Röfix hat mich leider nur darauf hingewiesen, dass es lt. Norm maximal 8mm sind die aufgetragen werden dürfen. Deren Idee war noch die Aufspachtelung von Klebespachtel mit Zahnspachtel um die Putzschicht dünner zu machen.

Capatect Putzgrund ist mir auch noch als Idee genannt worden. Da ist mir aber noch nicht klar, was der Unterschied zu einem Haftgrund ist?

1
  •  Scapal
9.7.2026  (#24)
Vielleicht ist die Idee Blöd, aber Gipskartonplatten raufkleben+dübeln und drüberspachteln? :O

1
  •  ds50
  •   Gold-Award
9.7.2026  (#25)

zitat..
nestbau schrieb: möchtest du wirklich direktes licht von dem led-profil?

Ich war mal in einem Haus, da war das ganze Grundlicht in fast jedem Raum mit LED Leisten an der Decke umgesetzt. Also meines wär's nicht. Da bin ich doch über meine Spots recht froh.


1
  •  BirnbauMax
10.7.2026  (#26)

zitat..
Scapal schrieb: Vielleicht ist die Idee Blöd, aber Gipskartonplatten raufkleben+dübeln und drüberspachteln? :O

Gute Idee! Was würde dagegen sprechen? Ich denke es müssten wie im trockenbau ähnlich viele Schrauben sein - besonders an den Stößen - könnte im Beton auch mühsam sein.
Zu unterschiedliche Wärmeausdehnung? (Denke Gips ist etwa das Doppelte gegenüber Beton?) 

1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#27)

zitat..
BirnbauMax schrieb:

──────..
Scapal schrieb: Vielleicht ist die Idee Blöd, aber Gipskartonplatten raufkleben+dübeln und drüberspachteln? :O
───────────────

Gute Idee! Was würde dagegen sprechen? Ich denke es müssten wie im trockenbau ähnlich viele Schrauben sein - besonders an den Stößen - könnte im Beton auch mühsam sein.
Zu unterschiedliche Wärmeausdehnung? (Denke Gips ist etwa das Doppelte gegenüber Beton?)

Wenn's wirklich nur darum geht mehr Aufbauhöhe zu bekommen würde ich eher Bauplatten nehmen

Haben quasi kein Gewicht, sprich Betonkontakt auf die Decke und dann mit Klebespachtel ankleben bzw ein paar wenige Dübelteller sollten reichen

Ich hab die Dinger zumindest in den Bädern lieben gelernt, Regale damit bauen war ein Traum, werd sie wsl auch zum kaschieren der Spiro Rohre verwenden


1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#28)
Danke für den Tipp mit Trockenbau!

Die Idee ist gut, ist nur die Frage wie der Aufwand ist 🤪 weil alle Platten mit ca. 12-20 Schrauben befestigen, wird im Beton nicht ohne. Müsste die Metalldübel verwenden.
Oder würde nur kleben auch gehen?

Bauplatten dämmt mir zu stark, wegen BKA BKA [Betonkernaktivierung]. Sonst wäre das natürlich super!

1
  •  Lu1994
  •   Silber-Award
10.7.2026  (#29)

zitat..
ichbauauch schrieb:

Danke für den Tipp mit Trockenbau!

Die Idee ist gut, ist nur die Frage wie der Aufwand ist 🤪 weil alle Platten mit ca. 12-20 Schrauben befestigen, wird im Beton nicht ohne. Müsste die Metalldübel verwenden.
Oder würde nur kleben auch gehen?

Bauplatten dämmt mir zu stark, wegen BKA BKA [Betonkernaktivierung]. Sonst wäre das natürlich super!

Müsste man Arne und Co fragen, ob 1-2cm Bauplatte tatsächlich die BKA BKA [Betonkernaktivierung] signifikant einschränken 🤔


1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
21.7.2026  (#30)
Hallo,
ich habe mal weiter recherchiert: Was haltet ihr von SuperPrime + Klebespachtel mit Zahnspachtel aufgetragen + Gipsmaschinenputz? Oder ist der mehrlagige Aufbau sogar schlechter als SuperPrime + Gipsmaschinenputz?

Knauf PutzPin 8 habe ich auch noch gefunden, das ist eine mechanische Befestigung alle 50cm, klingt interessant.

1
  •  ds50
  •   Gold-Award
21.7.2026  (#31)

zitat..
ds50 schrieb: Zuerst Schalöl mit Deckenschleifer runterholen (Knochenjob!), dann Kalkvorspritzer, Grobputz, Feinputz.

Meine Güte, eine Kleinigkeit hatte ich ja ganz verdrängt: Direkt vor dem Kalkvorspritzer haben wir auf die gesamte Decke (!) mit grobem Zahnkamm Klebespachtel aufgebracht, und dann kam quasi naß in naß der Kalkvorspritzer rauf. Hält vielleicht deswegen Bombe, ist aber natürlich eine undankbare Arbeit...


1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
21.7.2026  (#32)
Den Kalkvorspritzer kann ich beim Gipsputz wahrscheinlich nicht verwenden, oder? Aber warum hast du kein SuperPrime oder ähnliches verwendet?

1
  •  ds50
  •   Gold-Award
21.7.2026  (#33)
Weil mir mein Lehmputzer das so vorgeschrieben hat.

1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
24.7.2026  (#34)
Ich habe heute nochmals mit dem Putzer gesprochen. Er sieht keine Chance 15mm an der Fertigelementdecke anzubringen. Nun wird die Idee mit Rigipsplatten an die Decke kleben und verschrauben geprüft. Ich denke nur, dass der Arbeitsaufwand dazu enorm sein wird, weil überall Löcher gebohrt werden müssen und dann wahrscheinlich die Befestigung mit Schlagdübeln gemacht werden könnte.

Der Aufwand bei dir, @ds50, klingt auch nicht ohne. Eventuell könnte man das machen wenn der Estrich drin ist, weil sonst ist es bei den vielen Sanitär Rohren und Zentralstaubsaugerverrohrung doch sehr mühsam.

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
24.7.2026  (#35)
Einen Versuch wert wäre
  • Aufzahnen mit 6mm-Spachtel, längs
  • Verklebung / Verdübelung von Ziegelsplittgewebe, quer
  • Verputz

Oder eventuell gleich 10mm (größte Zahnspachtel die ich kenne) aufzahnen, dann fehlen auf den Hochpunkten noch 5 mm... das sollte schaffbar sein 😉

1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
25.7.2026  (#36)
Danke für die Idee!
Aufzahnen dann mit Klebespachtel, oder? Darunter dennoch einen Haftgrund wie SuperPrimer.

Was ist ein Ziegelsplittgewebe beim Putz? Sagt mir und Google wenig :)

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
25.7.2026  (#37)
Gerne...
Aufzahnen mit KlebeSpachtel ist richtig. Natürlich vorher Haftgrund...
Ziegelsplittgewebe dient als Putzträger, bevorzugt bei Sanierungen (aber auch bei komplizierten Gewölben, da formbar). In deinem Fall könnte es helfen, die notwendige Schichtdicke zu erreichen

1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
25.7.2026  (#38)
Wenn die KlebeSpachtel am Haftgrund gut haltet und mit 10er Zahnspachtel aufgetragen wird, braucht man wahrscheinlich gar keinen Putzträger mehr, oder?

Ich habe das Problem nämlich immer so verstanden: Der Haftgrund könnte ca. 50kg/m2 halten. Der Gips selbst kann sich aber über 15mm nicht halten. Wenn die KlebeSpachtel 8-10mm hält und der Rest dann Gips drauf kommt, dürfte da nichts mehr runter kommen. Auf den "Zähnen" kann sich der Gips auch noch viel besser festkrallen.

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
25.7.2026  (#39)
Das sollte der Putzer mit entscheiden dürfen 😚
Prinzipiell geht's mit Primer + KlebeSpachtel alleine auch, sollten Bedenken wegen dem Gewicht bestehen wäre Ziegelgewebe noch eine "leichtere" Variante 

1
  •  ichbauauch
  •   Silber-Award
8.8.2026  (#40)
Ich habe mir jetzt doch 600 Stk Knauf PutzPin aus Deutschland organisiert und diese mit einem Bolzenschussgerät (Hilti BX3) an die Decke geschossen. Zeitaufwand ca. 10h. Damit ist laut Knauf bis zu 16mm Putz möglich.

Paar Nägel gingen nicht ganz in die Fertigelementdecke rein und stehen noch über den PutzPin, bekommen aber dennoch eine Putz Überdeckung von 1-2mm. Der Beton und die vielen Eisen in der Decke sind nicht ohne.

1
 1  2 


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: WDVS-Angebot zu teuer?