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Strategie Eigenmittel - Verwendung Finanzierung teilen

24.9. -27.9.2026    12 Antworten    7 Autoren 12 2026-09-27T15:41:25+02:00    1 Empfehlungen
   
Zusammenfassung
  •  sheldon1104
24.09.2026
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Hallo zusammen,

wir möchten über die nächsten 3-5 Jahre Eigenkapital für Eigentum ansparen.

Jetzt überlegen wir, ob wir den monatlichen Sparbetrag auf ein Tagesgeldkonto (eventuell Mitarbeiterkonditionen) legen sollen oder den bestehenden ETF-Sparplan erhöhen sollen (der grundsätzlich als Langfristanlage gedacht ist), weil hier tendenziell ein höherer Ertrag zu erreichen ist.
Falls es in Zukunft zum Eigentumskauf kommt, wäre die Idee das Depot zu beleihen.
Gibt es diesbezüglich im Zuge von Finanzierungen Herausforderungen bzw. Nachteile?

Danke und lG
Sheldon

  •  LiConsult
  •   Gold-Award
24.9.2026  (#1)
unabhängig davon, was man sich an Nettorendite künftig zutrauen mag

zitat..
sheldon1104 schrieb: Falls es in Zukunft zum Eigentumskauf kommt, wäre die Idee das Depot zu beleihen. 

ich kenne mit Ausnahme von vereinzelten Privatbanken keine Geschäftsbank, die Lombardkredite bzw. Kredite mit Depots als Besicherung standardgemäß anbietet. Der Aufwand ist enorm. Alleine die Veränderung des Sicherheitenwertes, wenn sich die Kurswerte ändern bzw. Wertpapierfälligkeiten auftreten bedürfen der laufenden Überwachung und Gestionierung (z.B. Nachforderungen von Werten im Falle starker Kursrückgänge).

zitat..
sheldon1104 schrieb: Gibt es diesbezüglich im Zuge von Finanzierungen Herausforderungen bzw. Nachteile?

Berücksichtigen muss man, dass man je nach Risikoklasse der zu besichernden Wertpapiere mit Beleihungsquoten zwischen 30% und 40% rechnen muss. Das bedeutet, dass man beispielsweise einem Depot mit aktuellem Kurswert 100.000 dann vielleicht 30.000 oder 40.000 Beleihungswert zumessen kann.

Eine weitere Herausforderung wird sein (falls das wie erwähnt eine Bank überhaupt macht), dass jene Bank, die das Depot besichert auch gleichzeitig jene sein wird, die die Finanzierung macht - mit welchen Konditionen auch immer ...

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  •  prich
24.9.2026  (#2)

Was du bis zum Einholen der Kreditangebote mit dem Geld machst ist dir überlassen,
aber wenns soweit ist muss frei verfügbar auf einem Konto oder Sparbuch sein, soweit mir bekannt.

LG


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  •  sheldon1104
24.9.2026  (#3)
Vielen Dank!!!!

Und wie sieht es aus, wenn wir das Depot verwenden, um beim Broker Cash zu beziehen? Der Broker hat ja die Wertpapiere als Sicherheit. Also komplett unabhängig von der Bank, die das Eigentum finanziert. Mir fehlt gerade der fachliche Begriff dafür.

Als Risiko sehe ich, dass bei Kursverfall nachgeschossen werden muss bzw. man m.E. nicht 1:1 den Depotwert als Cash bekommt.


Steht das bottom-line im Verhaltnis gegenüber Sparen auf dem Tagesgeld?


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  •  LiConsult
  •   Gold-Award
24.9.2026  (#4)

zitat..
sheldon1104 schrieb: Vielen Dank!!!!

gerne!

zitat..
sheldon1104 schrieb: Und wie sieht es aus, wenn wir das Depot verwenden, um beim Broker Cash zu beziehen? Der Broker hat ja die Wertpapiere als Sicherheit.

das Cash soll als Eigenmittel in den Kauf des zu finanzierenden Objektes fließen, korrekt? Dann hast du mit dem Broker auch ein Kreditverhältnis - ist ja nichts anderes. Der Broker soll dir Liquidität bereitstellen (für die er selbst ebenfalls etwas zahlen muss). Du lombardierst dein Depot und beziehst Cash.

zitat..
sheldon1104 schrieb: Als Risiko sehe ich, dass bei Kursverfall nachgeschossen werden muss bzw. man m.E. nicht 1:1 den Depotwert als Cash bekommt.

richtig, wobei 1:1 wird dir auch der Broker nicht geben - je nach Risikoklasse halt. Und genau der Aufwand aus der Gestionierung rund um diese drohende Nachschußverpflichtigung wird eingepreist.

zitat..
prich schrieb: aber wenns soweit ist muss frei verfügbar auf einem Konto oder Sparbuch sein, soweit mir bekannt.

Sheldon möchte ja in erster Linie nicht seine Veranlagung für einen Immobilienkauf versilbern, sondern mit dem Veranlagungswert weiter arbeiten und diesen zu Gunsten des Kredits beleihen lassen. Wenn sich das alles mit dem Beleihungswert ausgeht, ist das rechnerisch nicht unmöglich (ähnlich Versicherung mit entsprechenden Rückkaufwert oder Spareinlage).


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  •  sheldon1104
24.9.2026  (#5)
Mein gezogenes Conclusio:
monatliche Sparsumme auf ein Tagesgeld mit guten Konditionen für die nächsten 3-5 Jahre. Und immer wieder vergleichen wo es die besseren Konditionen gibt.

Danke!

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  •  Chri3333
  •   Bronze-Award
24.9.2026  (#6)
Schwieiriges Thema weil ich mich damals das gleiche gefragt habe. Ich war Jahrelang auf der Suche nach einen guten Grundstück / Haus aber immer ohne Zwang (hatten schon eine Mietkaufwohnung mit großen Garten in toller Lage, daher musste es ein deutliches Upgrade sein). Habe daher das meiste in einen ETF gespart und als vor 2 Jahren das perfekte Haus kam alles innerhalb von Stunden gekauft (und die ETF am gleichen Tag mit gut 80%+ verkauft). Wenn du aber zu 100% was in Aussicht hast in 3-5Jahren würde ich bei den aktuellen Kursen nicht den Löwenanteil investieren (Eine stärkere Korrektur ist demnächst mMn. durchaus Realistisch)

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Hallo sheldon1104,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Strategie Eigenmittel - Verwendung Finanzierung

  •  Equity
  •   Bronze-Award
25.9.2026  (#7)

zitat..
sheldon1104 schrieb:

Mein gezogenes Conclusio:
monatliche Sparsumme auf ein Tagesgeld mit guten Konditionen für die nächsten 3-5 Jahre. Und immer wieder vergleichen wo es die besseren Konditionen gibt.

Danke!

Bei 3-5 Jahren kann man auch einfach in sichere Anlagen mit entsprechender Laufzeit anlegen. Zwischen Aktien und Tagesgeld gibt es noch andere Möglichkeiten. Bei 3-5 Jahren sind knapp-gut 3,5% drinnen. Das ist nicht die Welt, aber wird mit Tagesgeld schwer zu schlagen sein.

Wenn man ein Depot, das nicht angetastet werden soll, im Hintergrund hat, kann das auch indirekt etwas Kosten sparen. Als "Notgroschen" kann ein möglicher Lombard durchaus eine Option sein, spart auch die Kosten eines Notgroschen der defakto fremdfinanziert ist.

Das sind beides keine Sachen die absolut gewaltige Unterschiede machen, aber ein paar Tausender Finanzierungskosten kann man auch damit sparen ohne die Immobilie selbst über einen (teuren) Lombard zu finanzieren und das Risiko zu maximieren.


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  •  geld26
25.9.2026  (#8)

zitat..
Equity schrieb: Bei 3-5 Jahren kann man auch einfach in sichere Anlagen mit entsprechender Laufzeit anlegen. Zwischen Aktien und Tagesgeld gibt es noch andere Möglichkeiten. Bei 3-5 Jahren sind knapp-gut 3,5% drinnen. Das ist nicht die Welt, aber wird mit Tagesgeld schwer zu schlagen sein.

definitiv, ich musst bspw. 2022 ETFs zu Cash machen, mit Verlust für mich. Also wenn es so konkret ist, würde ich eher den sicheren Hafen wählen...


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  •  supernova
  •   Gold-Award
26.9.2026  (#9)
Depot beleihen hat vermutlich mehr Nachteile als Vorteile, aber bei 3-5 Jahren Zeithorizont würde ich persönlich schon zu ETFs tendieren. Schlimmstenfalls ist es halt gerade +/- Null oder halt etwas im Wert gesunken. Auch kein Drama. Dafür gibt‘s auch eine gute Chance, dass es besser läuft als ein Sparkonto...

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  •  Chri3333
  •   Bronze-Award
27.9.2026  (#10)

zitat..
supernova schrieb:

Depot beleihen hat vermutlich mehr Nachteile als Vorteile, aber bei 3-5 Jahren Zeithorizont würde ich persönlich schon zu ETFs tendieren. Schlimmstenfalls ist es halt gerade +/- Null oder halt etwas im Wert gesunken. Auch kein Drama. Dafür gibt‘s auch eine gute Chance, dass es besser läuft als ein Sparkonto...

Wie kommst du auf Schlimmstenfalls +/- 0 ? Bei den Derzeitigen Kursen / Bewertungen kann es durchaus seIn, dass es in 3 Jahren -50% sind....

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  •  Equity
  •   Bronze-Award
27.9.2026  (#11)
Weil schon 3 und 5 Jahre einen riesen Unterschied macht. Bei 3 Jahren war der maximale Verlust beim MSCI World ca. 39% (nominell in EUR), bei 5 Jahren ca. 12%. Real bzw. im Vergleich zur sicheren Anlage sieht es natürlich deutlich schlechter aus.

Aber 5 Jahre waren tatsächlich in der Vergangenheit gerade lang genug um nominell keine gewaltigen Verluste zu haben. 3 Jahre aber sicher nicht. Damit man auch real auf der sicheren Seite ist braucht es eher 15 Jahre. 

Bei 5 Jahren hat man also noch ein beträchtliches Risiko deutlich schlechter wie bei einer sicheren Anlage auszusteigen, aber zumindest in der Vergangenheit gab es kein worst-case Szenario. Bei nur 3 Jahren kann es richtig schlecht ausgehen.

Persönlich würde ich spätestens 5 Jahre bevor man das Geld (potentiell) braucht den Aktienanteil kontinuierlich und deutlich reduzieren. Muss ja nicht auf 0 sein. Wenn ich 20% in Aktien belasse wird bedeutet auch ein Einbruch von 50% auf Portfolioebene nur 10%, das ist vllt (aber auch nur vllt) dann durchaus tragbar.

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  •  supernova
  •   Gold-Award
27.9.2026  (#12)
Man ist ja auch zeitlich flexibel und kann reagieren... Ich finde das Risiko überschaubar und begrenzt. Wer es anders einschätzt und/oder nicht flexibel ist, handelt halt anders. 

Und den Verlust würde ich immer in Bezug auf den eingezahlten Betrag berechnen, nicht auf den nominalen Maximalbetrag. Außerdem zahlt man beim Ansparen ja laufend ein, wenn also kurz nach Beginn ein Crash kommt, profitiert man ja auch direkt von den gesunkenen Kursen (weil man für den gleichen Betrag mehr Anteile bekommt.) Und wenn der Crash nach mehreren Jahren Wachstum kommt, dann hat man ja auch schon einen „Gewinnpuffer“, der erstmal abschmelzen muss, bevor man tatsächlich Verlust macht...

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