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Erfahrungen mit Vorwandmontagesystemen und 2-stufigen Fenstereinbau teilen

31.8. -8.9.2026    7 Antworten    4 Autoren 7 2026-09-08T13:50:41+02:00
 
Zusammenfassung
  •  RainierWolfcastle
31.08.2026
7
Hi!

ich beschäftige mich gerade mit der Fensterplanung für unser EFH und denke über eine Vorwandmontage nach. Wandaufbau wird 25er Hochlochziegel + 20 cm EPS.

Folgende Systeme interessieren mich:
  • illbruck SY002 / PR150
  • blaugelb Triotherm+
  • ISO-TOP WINFRAMER

Geplant wäre außerdem ein zweistufiger Einbau: Montagezarge/Blindstock im Rohbau, die eigentlichen Fenster erst nach Innenputz, Estrich, und WDVS WDVS [Wärmedämmverbundsystem].
Hat hier jemand praktische Erfahrung mit einem der Systeme? 

Und verstehe ich das richtig: Die genannten Systeme dienen auch als Montagezarge, ich brauch dann nicht noch zusätzlich eine Montagezarge?

Danke!

  •  RainierWolfcastle
4.9.2026  (#1)
Ist wohl doch ein Nischentheme 😁

@Squawvally hat ja schon öfters von häufigen Problemen bei der Vorwandmontage berichtet, siehe https://www.energiesparhaus.at/forum-joulias-bauprojekt-dokumentation-hausbau-2023/71606_5#738539 https://www.energiesparhaus.at/forum-fenster-in-der-daemmebene-mit-vorwandmontage/84630_1#912680 https://www.energiesparhaus.at/forum-bauanschlussfuge-ausfuehrungsmoeglichkeiten/85135_1#922689

Zusammen mit den höheren Kosten schreckt mich das schon ab.

Wie sieht es mit der 2-stufigen Fenstermontage aus? Gibt es dazu Meinungen/Erfahrungen im Forum?

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  •  mkurzmann
4.9.2026  (#2)
Welchen Vorteil erhoffst du dir davon im Vergleich zur "normalen" Montage?

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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
4.9.2026  (#3)
Blindstöcke wurden bis Mitte der 90 iger Jahre vielfach verwendet. Der größte Vorteil ist, dass man das Fenster erst nach den ganzen "Schmutz- und Feuchteintensiven Arbeiten einbaut. Derzeit kommen die Blindstöcke regional zurück. Zu bedenken ist aber auch, dass raumseitig eine Abdeckleiste benötigt wird ( die gefällt nicht jedermann/frau)
Ökologisch betrachtet ist dann ein Fenstertausch in 30-35 Jahren auch ganz leicht zu realisieren;  vorausgesetzt, der Blindstock kann dann noch verwendet werden.

Man sollte das Ganze aber auch realistisch betrachten. Und das spielen das Finanzielle und die wirtschaftliche Lebensdauer auch mit.

Beim Blindstock muss man für Blindstock und Montage ca. € 40-65/ lfm rechnen. Die Fenster haben eine wirtschaftliche Lebensdauer von 25-30 Jahre ( kann bei regelmäßiger Wartung auch länger sein; ohne Wartung auch kürzer).

Bedenkt man die Kosten und die geplante Nutzungsdauer kann man es sich ausrechnen ob es sich wirschaftlich lohnt. Das Thema Schutz vor Bauschäden ist aber ein Argument.




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  •  RainierWolfcastle
6.9.2026  (#4)

zitat..
mkurzmann schrieb:

Welchen Vorteil erhoffst du dir davon im Vergleich zur "normalen" Montage?

Meine Motivation ist hauptsächlich:

zitat..
Squawvally schrieb:

[...]Das Thema Schutz vor Bauschäden ist aber ein Argument.

Ich bin halt absoluter Baulaie und versuche daher vorab, zumindest die häufig genannten Fehler zu vermeiden. Und eines der Themen auf die ich öfters gestoßen bin ist, dass die Fenster bzw. die Rahmen während der nassen Bauphasen mitunter sehr in Mitleidensschaft gezogen werden.

Wie relevant das tatsächlich ist, kann ich naturgemäß nicht abschätzen :)

Der Fachbeitrag vom ift Rosenheim wurde ja hier auch schon erwähnt: https://www.ift-rosenheim.de/montagezarge




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  •  TobiK
  •   Silber-Award
6.9.2026  (#5)

zitat..
RainierWolfcastle schrieb: Ich bin halt absoluter Baulaie und versuche daher vorab, zumindest die häufig genannten Fehler zu vermeiden. Und eines der Themen auf die ich öfters gestoßen bin ist, dass die Fenster bzw. die Rahmen während der nassen Bauphasen mitunter sehr in Mitleidensschaft gezogen werden.

Man muss ein bissl drauf aufpassen, aber ein Drama ists jetzt auch nicht. Ich würde eher versuchen bei Standard zu bleiben, da du ja ein paar spannende Details geplant hast (anderer Thread mit der Fensterbank). Meine Erfahrung ist bisher, das man sich eher Gedanken um die ganzen Details machen sollte, viele Professionisten sind mit solchen Dingen überfordert. Bautenschutz kann man aus meiner Sicht so eigentlich recht gut organisieren. Die Fenster sind i.d.R. auch recht unempfindlich, wenn man jetzt nicht voll mit was spitzen/scharfen/schweren reinfährt.


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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
7.9.2026  (#6)

zitat..
RainierWolfcastle schrieb: Ich bin halt absoluter Baulaie und versuche daher vorab, zumindest die häufig genannten Fehler zu vermeiden.

Ist ein guter Ansatz. 
Ich persönlich würde Blindstöcke nur nehmen, wenn ich im Vorfeld schon weiß, dass die Gewerke nicht aufpassen.
Bei Fenster und Sonnenschutz kann man gut darauf achten dass nichts passiert. Bei Holz-Alufenster während der Innenausbauphase seht gut ablüften und beim geölten Oberflächen die Holzbeschichtung vor Innenputz schützen.
Das ist die Halbe Miete.
Sonnenschutz bleibt eh im Kasten, somit auch kein Problem.
Bei der Haustür könnte sich ein Blindrahmen bezahlt machen. Ich habe den Rahmen montiert,, den Flügel aber erst kurz vor dem Fußbodenbelag eingehängt. In der Zwischenzeit gab es ein Provisorium und keine Beschädigung.


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  •  RainierWolfcastle
8.9.2026  (#7)
Danke für eure Tipps. Ich werde die Fensterhersteller, die in die engere Auswahl kommen mit dem Thema konfrontieren und dann entscheiden ob/wo sich der erhöhte Aufwand lohnt.

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