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Soleleitungen unter Fundamentplatte - Problem? teilen

8.7. -12.7.2026    11 Antworten    7 Autoren 11 2026-07-12T07:39:16+02:00
 
Zusammenfassung
  •  llpauli
08.07.2026
11
Hi,

nachdem die Soleleitungen installiert wurden, hat sich das Bauprojekt etwas geändert und ich würde gerne eure Meinung betreffend folgender Situation wissen:

Die Erdwärmeleitungen liegen direkt (also ungeschützt) auf einem ca. 35cm dicken alten, mit Grädermaterial, verdichteten Boden.
Seitlich und etwas über den Leitungen ist Sand vorhanden, daneben Rollschotter. Die Gesamtdicke ist etwa 9-10cm, wobei die Leitungen am höchsten Punkt etwa 1-2cm unter dem Sand liegen.
Darüber kommt PE-Folie, 5cm XPS, 1cm KSK Bitumen und 30cm Stahlbeton als Fundamentplatte. Die Bodenplatte ist selbst das Fundament und es gibt kein Fundament rundherum. Am Rand der Platte kommt dann die Betonwand vom Keller nach oben, darüber dann das Haus.
Prinzipiell war zuvor geplannt, dass noch ca. 15cm Sand über den Leitungen vorhanden sind, wobei sich nun der Plan geändert hat und jetzt mache ich mir Sorgen, dass die Soleleitunge nicht ausreichend geschützt sein werden.
Die Leitungen, Sand und Rollschotter sind schon eingebracht, deshalb könnte ich noch etwas ändern.

Was meint ihr? Berechtigte Sorge? Tipps für Änderungen? Kann/soll ich ein KG- Rohr nehmen, der Länge nach aufschneiden und über den Leitungen legen, oder einfach mehr Eisen im Beton dort, dass der Druck nicht zu stark auf den Leitungen ist, oder etwas anderes?

Anbei noch eine kleine Skizze.


2026/20260708773311.png

2026/20260708456119.png

  •  christoph1703
8.7.2026  (#1)
Der Druck ist dem Rohr egal, aber es sollte thermisch entkoppelt sein. Also komplett in Rohr eingepackt. Sonst könnte es zu Hebungen kommen und das Gebäude beschädigt werden. Womit ihr dann verfüllt, ist wiederum relativ egal.

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  •  llpauli
9.7.2026  (#2)
Die warme Leitung ist noch in einem etwas größeren Schlauch (DN50) gelegt. Die kalte liegt lose im Boden. 

Um wieviel cm kann es zu Hebungen kommen? Die Leitungen sind im Sand und daneben gibt es Rollschotter mit Hohlräumen. Ich nehme an, dass es ein bisschen einen Spielraum gibt.

Ein Rohr kann ich nicht mehr einziehen, aber ich könnte ev. ein KG-Rohr der Länge nach teilen und über die Soleleitung legen. 

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  •  christoph1703
9.7.2026  (#3)

zitat..
llpauli schrieb: Um wieviel cm kann es zu Hebungen kommen?

Das kann dir niemand im Vorhinein beantworten. Kaltes Ende mit Bodenkontakt ist aber jedenfalls nicht gut. Beim warmen Ende wärs evtl noch ok, wenn das nie unter 0°C kommt.

Ich hab meinen Kollektor stellenweise nachträglich entkoppelt, indem ich ein geschlossenes Drainagerohr der Länge nach aufgeschnitten und drübergezogen hab. Das würde bei dir wohl auch noch gehen.


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  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award
9.7.2026  (#4)

zitat..
llpauli schrieb: Die Bodenplatte ist selbst das Fundament und es gibt kein Fundament rundherum. Am Rand der Platte kommt dann die Betonwand vom Keller nach oben, darüber dann das Haus.

Die Soleleitungen würde ich nicht unter der Bodenplatte verlegen sondern auf der Innenseite der Kelleraussenwand mittels Aufputzverlegung hochführen. Dazu evt. entsp. große Leerrohre mit grossem Radius in ausreichender Tiefe verlegen und in Aussenwandnähe hochführen. Wenn aber die Bodenplatte ohnehin tiefer im Erdreicht positioniert ist, wäre die einfachste Lösung die Solerohre durch Kerbohrungen, Futterrohre etc. und Dichteinsätze nicht durch die Bodenplatte sondern durch die Kelleraußenwand zu führen.


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  •  llpauli
9.7.2026  (#5)
Danke für die Tipps.

Die Soleleitungen sind schon verlegt und das ganze System rennt schon.
Jetzt kommt die Bauphase mit der Bodenplatte, etc.
D.h. ich kann die Leitungen gar nicht mehr in der Position verändern. Ggf. könnte ich ein KG-Rohr durch die Mitte sägen und noch über beide Vor- und Rückläufe legen, oder wie Christoph vorgeschlagen hat ein Drainagerohr drüberlegen. Wäre da ein 100er Rohr sinnvoll?

Der Baumeister meinte, dass es kein Problem sein sollte und dass man dort verstärkt Eisen reinlegen kann und eine Art Brücke aus Beton realisieren kann, sodass die Last nicht sehr stark auf die Soleleitungen wirkt.

Ich frage mich halt nur wenn der Bau sich mal etwas setzen sollte, ob es dann nicht problematisch wird und die Leitung irgendwo aufgerissen wird, entweder dort wo sie vom Boden rauskommt und die Wand entlang geht, oder auf der anderen Seite wo sie in das Erdreich geht.

Ein etwas älteres Foto:

2026/20260709251207.png


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  •  christoph1703
9.7.2026  (#6)

zitat..
llpauli schrieb: Der Baumeister meinte, dass es kein Problem sein sollte und dass man dort verstärkt Eisen reinlegen kann und eine Art Brücke aus Beton realisieren kann, sodass die Last nicht sehr stark auf die Soleleitungen wirkt.

Wie gesagt, den Leitungen ist es komplett egal. Kannst auch direkt draufbetonieren.

Dem Gebäude drüber wirds möglicherweise nicht egal sein, wenn der Untergrund friert. Dagegen hilft auch die Bewehrung nur bedingt.


zitat..
llpauli schrieb: Ich frage mich halt nur wenn der Bau sich mal etwas setzen sollte, ob es dann nicht problematisch wird und die Leitung irgendwo aufgerissen wird, entweder dort wo sie vom Boden rauskommt und die Wand entlang geht, oder auf der anderen Seite wo sie in das Erdreich geht.

Das wiederum könnte noch ein Problem sein. Ein Schutzrohr löst auch dieses.


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  •  ds50
  •   Gold-Award
9.7.2026  (#7)
Damit das klar ist: Die große Gefahr geht nicht vom Reissen des Rohres aus (wäre zwar auch blöd, weil du dann ein neues Sohlerohr samt Verlegung zum bestehenden Kollektor benötigst), sondern dass im Extremfall sich Eisradien unter der Bodenplatte ausbilden, welche deine Bodenplatte zumindest heben, wenn nicht gar beschädigen können. 

Gegen beides hilft ein übergeschobenes KG Rohr, was ich auch dringend empfehlen würde.

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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
10.7.2026  (#8)
Wir haben die Leitungen in ein 100er Rohr gegeben und gut ist. Sollte ja hoffentlich reichen falls der Kollektor so stark einfriert.

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  •  BungalowImGruen
  •   Bronze-Award
10.7.2026  (#9)

zitat..
llpauli schrieb: das ganze System rennt schon

versteh ich nicht, wenn  ...

zitat..
llpauli schrieb: Jetzt kommt die Bauphase mit der Bodenplatte, etc.

 

zitat..
ds50 schrieb: übergeschobenes KG Rohr, was ich auch dringend empfehlen würde

Dem schließe ich mich an.




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  •  llpauli
11.7.2026  (#10)

zitat..
BungalowImGruen schrieb: versteh ich nicht, wenn  ...

Es kommt ein Zubau zu einem alten Haus. Die WP WP [Wärmepumpe] steht schon im alten Haus und versorgt es bereits. Die Betonplatte, die kommen wird ist jene vom Zubau. Deshalb kann ich kein KG Rohr mehr darüber schieben. 

Die Soleleitung liegt ca 180cm unter dem Erdniveau. Die Erde wird dort immer warm sein. So wie ich es verstehe kommt es zu potenziellen Hebungen nur wenn es um die Sole gefriert. Oder? 
Die WP WP [Wärmepumpe] ist so eingestellt, dass die Solemax. 0°C werden darf.

Also ein (KG) Rohr kann ich nicht mehr drüber ziehen. Aber ich kann eines der Länge nach teilen und darüber legen oder ein Drainagerohr probieren zum darüber ziehen. Die warme Leitung selbst ist bereits in einem 50er Rohr dort.


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
12.7.2026  (#11)
Hau jeweils ein Drainagerohr als Schutzschlauch drüber und fertig...

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