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Was mit Geld machen? Kleingartenhaus NÖ auf "normalem" Grundstück  teilen

5.7. -7.7.2026    13 Antworten    3 Autoren 13 2026-07-07T16:14:22+02:00
 
Zusammenfassung
  •  yahooligan
05.07.2026
13
Hallo,

Sorry für den langen Einstieg.

Wir werden unsere Genossenschaftswohnungs-Kaufoption eher nicht nutzen da es doch ein paar kritische Unzulänglichkeiten gibt.

Nichtsdestotrotz werden wir hier sicher noch 5-10 Jahre wohnen, da es für unsere 3-Jährige hier den perfekten Kindergarten, eine sehr gute Volksschule und eine nette Anlage mit vielen anderen Kindern gibt.

Am Rande Wiens ist es halt teuer. Wir wollen keinem riesen Kredit. Wir haben rd. 390tsd €, wobei 120 davon im Genossenschaftsanteil gebunden sind.

Jetzt könnten wir den Rest einfach anlegen. Zinsen mit geringem Risiko würden wahrscheinlich knapp die Nettomiete, die man sich bei Kauf erspart, abdecken.

Oder, neue Idee, wir könnten schonmal ein Grundstück suchen und kaufen (ohne Bauzwang). Gibts im Wienerwald schonmal.

Ich würde mir vorstellen im Wienerwald/Riederberg, klein, max.200tsd.

Ich träum davon, dass man sich ein großes Gartenhaus und Pool schonmal draufstellt, es im Sommer nutzen kann und dann in ein paar Jahren kann man entscheiden ob man da ein Haus hinstellt, es ewig so weiternutzt oder es wieder verkauft, wenns nicht so attraktiv war.

Man hätte sich schonmal die heutigen Grundstückskosten eingeloggt, ich müsste nicht überlegen wie ich mein überschüssiges Geld investiere und hätte vorerst keine Schulden.

Keller würd ich eh nie bauen und möchte maximal ein kleines Fertigteilhaus, so hätte man später zusätzlichen Stauraum durch das Gartenhäuschen.

Ist sowas baurechtlich vorstellbar und findet ihr das sinnvoll?

Diese Häuschen sind uns aufgefallen (so 30-50m2) mit Dämmung und allem was man so ankreutzeln kann.
https://hansagartenhaus.at/

Aufschließung, falls nicht vorhanden, und Strom Wasser aufs Grundstück führen macht ja sowieso Sinn und ist keine unnötige Investition, selbst wenn man nach ein paar Jahren drauf kommt, dass man das Grundstück wieder verkaufen will.

Was meint ihr?

  •  Panorama
  •   Silber-Award
5.7.2026  (#1)
An sich finde ich das eine gute Idee. Wenn das Grundstück die Voraussetzungen einer Kapitalanlage erfüllt, kann man (monetär) nichts falsch machen:
- gute Lage
- guter Zuschnitt
- passendes Umfeld 
Was diese Punkte anbelangt, sollte man ehrlich zu sich selbst sein und das Grundstück auch unter dem Aspekt "kann ich mir vorstellen, dort irgendwann mal ein Haus zu bauen?" beurteilen.



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  •  yahooligan
6.7.2026  (#2)
Danke schonmal für die Meinung, dass die Idee vielleicht gar nicht so blöd ist. Gerne lese ich auch Kritik.

Ich nehme an man muss mit der gewünschten Gemeinde reden, ob die überhaupt die Errichtung eines großen Gartenhauses und den vielleicht späteren Bau eines richtigen Hauses daneben überhaupt bewilligen würden. Kann man sich da irgendwie absichern? Nicht, dass ich dann später doch keine Fertigteilhaus neben das Gartenhaus stellen darf. 

Ein richtiges Gartenhaus mit Dusche/WC ist vielleicht etwas teurer als ich mir vorstelle aber wäre es realistisch erstmal mit folgenden Kosten zu rechnen? Pool muss nicht groß oder besonders sein aber ich würd ihn vielleicht gern halb eingraben und halb mit Holzterrasse verbauen.

Ist natürlich viel individuell aber Garten am Hügel sollte halt mal genug begradigte Fläche für das Projekt aufweisen und ein bisschen Bepflanzung. Rest kann man in den ersten Jahren der Gartennutzung nachholen (zumindest der Teil des Grundstücks wo nicht das Haus hin soll).


2026/2026070692175.jpg




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  •  christoph1703
6.7.2026  (#3)

zitat..
yahooligan schrieb: Ich nehme an man muss mit der gewünschten Gemeinde reden, ob die überhaupt die Errichtung eines großen Gartenhauses und den vielleicht späteren Bau eines richtigen Hauses daneben überhaupt bewilligen würden. Kann man sich da irgendwie absichern? Nicht, dass ich dann später doch keine Fertigteilhaus neben das Gartenhaus stellen darf.

Was du bauen darfst und was nicht, bestimmen aber die Bauordnung und ein etwaiger Bebauungsplan. An beide hat sich die Gemeinde zu halten und beide können sich quasi jederzeit ändern.

Bei kleinen Gemeinden ist es sicher vorteilhaft, mal persönlich vorbeikommen und hallo zu sagen. Ich hab mir so mal alle offiziellen Fakten geholt und nebenbei noch ein paar nützliche Infos bekommen (Grundwasser, Bodenbeschaffenheit, Nachbarn, ...).

Zu deinen Kosten, die einzelnen Positionen kommen mir etwas hoch (Gartenhaus) bzw niedrig (Pool) vor, aber mit der Gesamtsumme kann man schon was anfangen. Ist Eigenleistung ein Thema?


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  •  yahooligan
6.7.2026  (#4)
Danke! Gartenhäuser mit Bad und Dämmung gibt's ja bis zu 6+stelligen Beträgen. Bissl Sanitär und Küche und man überschreitet meine Zahl schon schnell mal. Pool darf quasi ein Aufstellpool halb eingegraben sein. Bissl Holzvertäfelung und Terasse dran.

Vielleicht sowas in due Richtung:
https://pin.it/4qTPPAXnD

Oder wenn teurer:
https://pin.it/7bVus4ada

Eigenleistung eher wenig bei meinem Geschick, eher vielleicht beim Garten.

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  •  christoph1703
6.7.2026  (#5)

zitat..
yahooligan schrieb: Gartenhäuser mit Bad und Dämmung gibt's ja bis zu 6+stelligen Beträgen. Bissl Sanitär und Küche und man überschreitet meine Zahl schon schnell mal. Pool darf quasi ein Aufstellpool halb eingegraben sein. Bissl Holzvertäfelung und Terasse dran.

In dem Fall kann die Rechnung stimmen. Da und dort kann sich ja immer was verschieben...

zitat..
yahooligan schrieb: Eigenleistung eher wenig bei meinem Geschick

Den Willen und die Zeit brauchst du, das Geschick kommt von selber 😉


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  •  yahooligan
7.7.2026  (#6)
Ein bissl dreht sich die Idee gerade. Unsere Wohnung ist für Arbeit/Schule etc. so gut gelegen, dass wir sie wahrscheinlich noch länger, vielleicht fast unser ganzes Arbeitsleben (sind bald Mitte 40) nicht aufgeben werden.

Trotzdem hätte man gern für Kind einen Garten mit Pool für's Wochenende und für uns selbst eine kleine Wohlfühloase.

Neue Idee: Grund 100.000 (bissl weiter weg, Waldrand), großes, gut isoliertes Garten/Blockhaus 100.000, Pool/Garten/Carport 100.000.

https://hansagartenhaus.at/produkt/blockhaus-dune/

Sowas da inkl. Montage, gscheitem Dach, Boden- und Dachisolierung kostet rd. 55.000. Dazu Einrichtung, Infrarotheizung, Photovoltaik ist man wahrscheinlich bei knapp 100.000. Wir müssen uns nur im Klaren werden wie gut man in sowas auch mal länger wohnen kann. So im Vergleich zwischen 100.000€ Blockhaus und 400.000€ Fertigteilhaus. Wahrscheinlich hätten wir dann immer eine Stadtwohnung aber kommt man in sowas auch mal angenehm über den Winter?

Hat jemand Erfahrungen/Meinungen zu solchen Häusern? Halten die lang und (wie) bringt man sie schimmelfrei durch den Winter?

Bekommt man das Projekt mit ein bisschen Technik (Poolreinigung/Pumpe automatisch, Rasenmäherroboter, Smarte Heizung/Solar, Alarmanlage und ein paar Sensoren für Wasser usw.,...) so hin, dass am Wochenende, wenn wir dort sind nicht nur Arbeit auf uns wartet?

Wir überlegen weil wir eigentlich zentral wohnen bleiben wollen aber einen schönem Rückzugsort möchten. Und ewig warten oder großen Kredit wollen wir auch nicht mehr. Sowas könnten wir halt mehr oder weniger sofort realisieren.

Ich frag mich auch wie gut oder schlecht man so ein Projekt auch wieder verkaufen kann (nicht weiter als 1 Stunde von Wien entfernt).

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Hallo yahooligan,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Was mit Geld machen? Kleingartenhaus NÖ auf "normalem" Grundstück

  •  christoph1703
7.7.2026  (#7)

zitat..
yahooligan schrieb: Infrarotheizung

Bitte nicht, lieber Splitklima. Damit kann man heizen und kühlen, zu einem Bruchteil der Stromkosten. Und KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] würde ich auch einbauen, selbst wenns nur ein Wochenendhaus ist.

Die Dämmung bei der Hütte ist ein Witz, das würde ich gleich vergessen. Im Bild ist die Dampfbremse außen, in der Beschreibung gar nicht erwähnt. So bekommt man Schimmel in der Wand, das kann man nichtmal mit einer KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] kaschieren. Der von dir angeführte Preisunterschied zum FTH FTH [Fertigteilhaus] ist vielleicht etwas hoch angesetzt, aber dafür bekommt man bei letzterem eine Konstruktion, die bauphysikalisch Sinn macht. Vielleicht mal bei einer Zimmerei anfragen und doch etwas Eigenleistung einbringen?


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  •  yahooligan
7.7.2026  (#8)
Danke! Sollte ja im Normalfall im Winter nur warm genug bleiben, dass Holz und Matratzen nicht schimmeln (7° oder so) und da Infrarot die Materialien direkt anstrahlt, dachte ich, das wäre optimal. Klima zum heizen/kühlen zusätzlich und eine kleine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] wären auch angedacht.

Edit:
https://www.pineca.at/holzhaus-adele-premium-isoliert-66mm-holzverschalung-60m2.html
Und sowas? 44mm Holz+50mm Dämmung+44mm Holz
Käme auf ca. 95.000 mit Montage in der wenn ich mich so durchklicke mit Dach, Fenstern PVC, Aussenrollo usw. Um 135.000 bekommt man 66mm Holz, 200mm Dämmung und nochmal 66mm Holz. 

Aber ja, werde Baumeister und Zimmerer nach Holz- und Ziegelbauten mit rd. 60m2 fragen.

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  •  christoph1703
7.7.2026  (#9)
Holz und Matratzen können auch frieren, ohne zu schimmeln. Schimmel bekommst du vorrangig dann, wenn Oberflächen unterschiedliche Temperaturen haben. Also zum Beispiel an der nicht angestrahlten Wand hinter der Couch.

zitat..
yahooligan schrieb: 44mm Holz+50mm Dämmung+44mm Holz

Woher hast du das? Auf der von dir verlinkten Seite steht in den technischen Daten das:
66 mm Holzbalken; 200 mm Holzrahmen (mit 200 mm Dämmung); 25 mm Holzlatten (senkrecht); 18 - 20 mm Holzverkleidung 

Was abgesehen von der fehlenden Dampfbremse und Windsperre kein so schlechter Aufbau wäre. Doppelt verglaste Fenster sind halt seit mindestens 10 Jahren nicht mehr zeitgemäß. Generell wirkt das alles so, als wäre der Preis der einzige Faktor. Qualitativ ist das Ganze aber auch nicht besser als eine x-beliebigr Gartenhütte aus dem Baumarkt, nur größer. Wenn ihr länger als 20-30 Jahre mehr als nur Gartengeräte drin aufbewahren wollt, würde ich euch zu einer zeitgemäßen und qualitativ hochwertigen Bauweise raten, auch wenn die initial teurer erscheint. Was diese Firma unterschlägt, ist auch der gesamte Unterbau + Anschlussleitungen. Da kommen noch schnell 30-40k€ dazu.

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  •  yahooligan
7.7.2026  (#10)
Danke! Schön langsam wirkt ein kleines 100m² Fertigteilhaus, das "bezugsfertig" bei 400.000 landet doch attraktiv. 😅 Lage und Grundstückspreis halt noch fraglich da wir dafür die Wohnung ja aufgeben würden.

Edit:
Wenn man sich doch erstmal für eine günstiges Gartenhaus (also WC, ein Raum und Miniküche/Grill zB) und Pool entscheidet, wie hält man ein ungeheiztes Gartenhaus schimmelfrei? Viele haben doch Gartenhäuser die ungeheizt sind, oder? Nix aus Stoff/Matratze im Winter drinnen lagern...

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  •  christoph1703
7.7.2026  (#11)

zitat..
yahooligan schrieb: wie hält man ein ungeheiztes Gartenhaus schimmelfrei? Viele haben doch Gartenhäuser die ungeheizt sind, oder?

Ausreichend belüften. Die meisten Gartenhäuser sind so undicht, dass das von selber gegeben ist. Meine Eltern lagern auch Sitzauflagen und Schlafsäcke in ihrer Hütte, kein Problem.
Außerdem ist ein passendes Fundament mit Schutz gegen aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit noch wichtig. Dann bleibt alles trocken, bis das Dach undicht wird.


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  •  yahooligan
7.7.2026  (#12)
Sobald ein richtiges WC drinnen is, kann es dann noch immer ungeheizt über den Winter gebracht werden oder sollte man dann auf jeden Fall heizen?

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  •  christoph1703
7.7.2026  (#13)
Man kann schon alle Wasserleitungen entleeren, aber mir wärs zu mühsam. Haben meine Eltern bei ihrem Wochenendhaus auch irgendwann aufgegeben und haltens jetzt elektrisch frostfrei.
Die Kloschüssel wirds wahrscheinlich überleben, wenn das Wasser drin friert.

An eurer Stelle würde ich mal ganz genau überlegen, wann und wie ihr das Haus nutzen wollt. Daraus ergibt sich dann die Bauweise. Sobald ihr heizen oder kühlen wollt, sehe ich Dämmung nicht mehr als optional, und dann kommts auf die Dampfbremse für einen vollwertigen Wandaufbau auch nicht mehr an. Mit anständiger Dämmung bleibt das Haus vielleicht sogar frostfrei oder braucht nur minimal Heizenergie.

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