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Feinsteinzeug beim Bohren gerissen


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Zusammenfassung
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  •  precision
  •   Bronze-Award
17.6. - 24.6.2026
22 Antworten | 13 Autoren 22
22
Ich habe ein Problem mit einer Montagefirma.

Ich habe kürzlich Feinsteinzeugplatten verlegt in Drainbeton (auf einer bewehrten Betonplatte mit 2% Gefälle) mit Haftbrücke.
Die Montagefirma hat Löcher gebohrt und hat bei 8 von 12 gebohrten Platten Risse in den Platten verursacht, die ich leider erst nachträglich gesehen habe.
Die Risse gehen dabei immer von den Löchern aus.

Der Montagetrupp hatte zwar einen Nassbohrer dabei, aber obwohl ich die meiste Zeit anwesend war, habe ich kein einiges Mal gesehen, dass er von den Monteuren verwendet wurde. Auch der bereitgestellte Wasserschlauch lag so da, wie ich ihn für sie vorbereitet habe.
Ich bin mir 100%ig sicher, dass die Monteure mit Steinbohrer und Schlag gearbeitet haben und deswegen die Platten gerissen sind.
Leider steht da jetzt Aussage gegen Aussage.

Jetzt streitet die Firma natürlich ab und behaart darauf, dass seine Monteure versichern nass gebohrt zu haben.
Das Problem läge vielmehr an der Verlegung der Platten, weil diese teilweise hohl klingen würden. Ob die betroffenen Platten jetzt hohl klingen weil sie beschädigt wurden oder schon vorher hohl waren sei dahingestellt.

Allerdings ist es auch möglich mit dem geeigneten Bohrwerkzeug Platten in der Wiese liegend beschädigungsfrei zu bohren. Der Untergrund ist bei dieser Beschädigung beim Bohren aus meiner Sicht aber nicht entscheidend, sondern die Bohrtechnik.
Die Platten erfüllen laut Herstellerangaben die laut ISO geforderten 1300N also 130kg Bruchlast und 3,5N/mm2.  


2026/20260617758690.jpg

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Für mich ist das eine eindeutige Schutzbehauptung der Montagefirma.
Was sagt ihr dazu?

  •  christoph1703
17.6.2026  (#1)
Also das ist jedenfalls nicht fachgerecht gebohrt. Mit dem richtigen Bohrer (richtig angewandt natürlich) darf da rund ums Loch nichts abplatzen. Da wird auch praktisch kein Druck ausgeübt, also können die Risse nicht daher stammen.

1
  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
17.6.2026  (#2)
Diese Löcher wurden zu 99,99% mit einem Steinbohrer - und wahrscheinlich mit Schlag - gebohrt.  
Dabei gibt es Diamantbohrer für wenig Geld für Bohrmaschine und Winkelschleifer. Und die Löcher schauen dann so aus. 



1
  •  christoph1703
17.6.2026  (#3)

zitat..
Kleinermuk schrieb:

Dabei gibt es Diamantbohrer für wenig Geld für Bohrmaschine und Winkelschleifer. Und die Löcher schauen dann so aus.

Genau die meine ich 👍
Warum Leute die ohne Wasser verwenden, ist mir allerdings immer noch ein Rätsel. Schade um die Diamanten...


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  •  wolfi69
  •   Silber-Award
17.6.2026  (#4)
Geht halt viel schneller mit dem Schlagbohrer wie mit dem Diamantbohrer! Alle Möglichkeiten ausschöpfen um die Montagefirma zur Verantwortung zu ziehen!

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  •  Cyber83
  •   Gold-Award
17.6.2026  (#5)
Verkanten beim nassbohren führt auch zu rissen und zu abplatzungen.

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
17.6.2026  (#6)
Die Beharrlichkeit dieser "Fachleute" ist schon bewundernswert. Ich bohre ein Loch, sehe, die Platte springt, bohre das nächste Loch, die Platte springt wieder, bohre das nächste Loch, die Platte springt schon wieder und so weiter.

1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
17.6.2026  (#7)
Hi

zitat..
Kleinermuk schrieb: Die Beharrlichkeit dieser "Fachleute" ist schon bewundernswert. Ich bohre ein Loch, sehe, die Platte springt, bohre das nächste Loch, die Platte springt wieder, bohre das nächste Loch, die Platte springt schon wieder und so weiter.

Das ist das besonders Erschreckende...

Normal springen Fliesen oder FSZ ned so schnell, ohne Schlag...

gib ihnen..

lg


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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
17.6.2026  (#8)
Ist schon traurig, wie selbstverständlich man angelogen wird, wenn man als Laie schon erkennt, dass das Pfusch ist.
Wirklich schneller oder billiger werden sie dadurch auch nicht.
Es gibt einfach keine Mittel gegen die. Aufträge scheinbar ohne Ende. Onlinebewertungen sind auch wertlos inzwischen. Und falls es sich wirklich für eine Klage lohnt, kostet das auch Zeit & Nerven.

Elektriker hat bei uns 10er Löcher mitm 6er Bohrer in die Betonziegel gebohrt... das Kabel hällt das Installationsrohr... (ja die Steine sind alt und dünn, aber wenn man 2 Sekunden mehr pro Loch investiert brechen sie nicht aus und der Dübel hällt.)

1
  •  precision
  •   Bronze-Award
18.6.2026  (#9)

zitat..
Cyber83 schrieb:

Verkanten beim nassbohren führt auch zu rissen und zu abplatzungen.

Das ist völlig klar.
Und es ist auch klar, dass immer ein Risiko bei Bohrungen auch bei sorgsamter Arbeitsweis auf bestehenden Belag besteht. Wenn das zB bei jeder 100sten Platte passiert, dann sage ich "ok - Pech - wenn es mich gerade erwischt". 

In dem Fall reden wir aber von einer Verlustrate von 40%. Da sitzt der Fehler an anderer Stelle.
Und die Bohrlöcher sehen aus meiner Sicht wirklich nicht nach Nassbohrung aus.

Und vor allem ist man der Prüf- und Warnpflicht in keiner Art und Weise nachgekommen.

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  •  Andi1979
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#10)
Führungsschiene Poolabdeckung? :) wir haben glaub ich die gleiche.
bei mir ist auch von 20? Löchern bei einer Fliese ein Riss entstanden. Aber da war ich selber schuld.
gehts jetzt um eine Montage bei den Pool Fliesen? 2cm Feinsteinzeug?


1
  •  precision
  •   Bronze-Award
18.6.2026  (#11)
Jepp, genauso ist es.

Hast du selbst gebohrt, weil du sagst selbst schuld?

1
  •  Cyber83
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#12)

zitat..
precision schrieb:

──────..
Cyber83 schrieb:

Verkanten beim nassbohren führt auch zu rissen und zu abplatzungen.
───────────────

Das ist völlig klar.
Und es ist auch klar, dass immer ein Risiko bei Bohrungen auch bei sorgsamter Arbeitsweis auf bestehenden Belag besteht. Wenn das zB bei jeder 100sten Platte passiert, dann sage ich "ok - Pech - wenn es mich gerade erwischt". 

In dem Fall reden wir aber von einer Verlustrate von 40%. Da sitzt der Fehler an anderer Stelle.
Und die Bohrlöcher sehen aus meiner Sicht wirklich nicht nach Nassbohrung aus.

Und vor allem ist man der Prüf- und Warnpflicht in keiner Art und Weise nachgekommen.

definitiv ist das kein "kann passieren" sondern einfach sch*** gemacht. ich dachte nur, weil kleinermuk schrieb: Diese Löcher wurden zu 99,99% mit einem Steinbohrer - und wahrscheinlich mit Schlag - gebohrt.
das abplatzen ist mir beim bohren ein mal passiert, dann habe ich gecheckt warum und was ändern, dass das nicht mehr passiert.
detto das springen. 

dass man da als fachfirma 8 von 12 platten verhunzt, da ist es entweder dem handwerker egal gewesen oder er war besoffen.


1
  •  atma
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#13)
wenn man sich beeilt, damit man schneller fertig ist, passiert sowas einfach.
wir haben schon so viel stein und feinsteinzeug gebohrt, mit einem scharfen bohrer und ohne schlag sondern einfach langsam da durch passiert in 95% der fälle gar nichts, man darf halt nur nicht drauf drücken oder sich auf die maschine lehnen.

1
  •  Innuendo
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#14)
Unglaublich. Sowas mach ich mit einem Bohrhammer + Spitzmeißel sauberer. Katastrophe und dann noch die Lügerei...🤬 Hoffe die wollen nicht auch noch Geld dafür.
Ich weiss schon warum sehr viele hier immer mehr und mehr einfach selber machen. Mein Werkzeugarsenal und angelerntes Wissen wächst stetig.😜

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
18.6.2026  (#15)
Ich tippe auch stark darauf, dass hier ein pneumatischer Bohrhammer im Spiel war. Mit einer normalen Bohrmaschine mit einem 8–10 mm-Steinbohrer schafft man es kaum bei min. 10 cm Abstand vom Plattenrand eine verklebte 2 cm dicke Platte zu beschädigen.


1
  •  precision
  •   Bronze-Award
19.6.2026  (#16)
Genauso sehe ich das auch.
Ich halte euch am laufenden wie es weitergeht.

Momentan läuft es sehr zäh.

1
  •  Panorama
  •   Silber-Award
19.6.2026  (#17)

zitat..
atma schrieb:

wenn man sich beeilt, damit man schneller fertig ist, passiert sowas einfach.
wir haben schon so viel stein und feinsteinzeug gebohrt, mit einem scharfen bohrer und ohne schlag sondern einfach langsam da durch passiert in 95% der fälle gar nichts, man darf halt nur nicht drauf drücken oder sich auf die maschine lehnen.

Bei mir: Montagefirma erscheint mit einem ungeeigneten Bohrer. Habe dann einen speziellen Fliesenbohrer zur Verfügung gestellt, mit dem ich selbst bereits etliche Löcher ohne Probleme gebohrt hatte (in der Weise, wie es atma sehr treffend beschreibt). Der Monteur spannt also meinen Bohrer ein und drückt mit voller Kraft auf seine Bohrmaschine. Ergebnis: Fliese bricht rund ums Bohrloch aus. Ist zum Glück nicht sichtbar. Insofern nicht ganz so tragisch. Dennoch ärgerlich wie manche Handwerker zu Werke gehen.

Ich würde übrigens darauf bestehen, dass die Fliesen getauscht werden. Eine finanzielle Entschädigung bringt in diesem Fall nichts.

Allgemein: Leider ist es so, dass Handwerker nur das Zahlungsrisiko tragen (also das der Kunde die Rechnung nicht bezahlt). Alle weiteren Risiken liegen - zumindest nach meiner Erfahrung - zu 100% beim Kunden. Man redet sich raus (wie in vorliegendem Fall), das Gemurkse überdauert die Gewährleistungsfrist, man schiebt die Ursache dem Kunden zu usw. Zum Glück sind mir auch einige sehr gute Handwerker begegnet, die einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Arbeit hatten. Beispiel: Der Zimmermann hat nicht nur sehr gute Arbeit beim Dach geleistet, sondern kam extra nochmal angefahren (150 km einfache Strecke) um auf allen Pfetten Taubenschutzdorne anzubringen. Und das obwohl das weder im Angebot stand, noch später auf der Rechnung erschienen ist. Es war ihm einfach wichtig, dass wir später kein Problem mit nistenden Vögeln haben.


1
  •  precision
  •   Bronze-Award
19.6.2026  (#18)

zitat..
Panorama schrieb:

Bei mir: Montagefirma erscheint mit einem ungeeigneten Bohrer. Habe dann einen speziellen Fliesenbohrer zur Verfügung gestellt, mit dem ich selbst bereits etliche Löcher ohne Probleme gebohrt hatte (in der Weise, wie es atma sehr treffend beschreibt). Der Monteur spannt also meinen Bohrer ein und drückt mit voller Kraft auf seine Bohrmaschine. Ergebnis: Fliese bricht rund ums Bohrloch aus. Ist zum Glück nicht sichtbar. Insofern nicht ganz so tragisch. Dennoch ärgerlich wie manche Handwerker zu Werke gehen.

Ich würde übrigens darauf bestehen, dass die Fliesen getauscht werden. Eine finanzielle Entschädigung bringt in diesem Fall nichts.

Allgemein: Leider ist es so, dass Handwerker nur das Zahlungsrisiko tragen (also das der Kunde die Rechnung nicht bezahlt). Alle weiteren Risiken liegen - zumindest nach meiner Erfahrung - zu 100% beim Kunden. Man redet sich raus (wie in vorliegendem Fall), das Gemurkse überdauert die Gewährleistungsfrist, man schiebt die Ursache dem Kunden zu usw. Zum Glück sind mir auch einige sehr gute Handwerker begegnet, die einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Arbeit hatten. Beispiel: Der Zimmermann hat nicht nur sehr gute Arbeit beim Dach geleistet, sondern kam extra nochmal angefahren (150 km einfache Strecke) um auf allen Pfetten Taubenschutzdorne anzubringen. Und das obwohl das weder im Angebot stand, noch später auf der Rechnung erschienen ist. Es war ihm einfach wichtig, dass wir später kein Problem mit nistenden Vögeln haben.

Ärgerlich ist vor allem, wenn es zig günstigere Anbieter aus dem nahegelegenen EU-Ausland gibt, sich aber in Hoffnung auf einen reibungslosen Ablauf und beste Qualität für den teuren, ansässigen Ausführenden entscheidet und plötzlich von der bitteren Realität eingeholt wird.

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  •  Panorama
  •   Silber-Award
19.6.2026  (#19)

zitat..
precision schrieb:

zitat..
───────────────

Ärgerlich ist vor allem, wenn es zig günstigere Anbieter aus dem nahegelegenen EU-Ausland gibt, sich aber in Hoffnung auf einen reibungslosen Ablauf und beste Qualität für den teuren, ansässigen Ausführenden entscheidet und plötzlich von der bitteren Realität eingeholt wird.

Ja, dass ist total ärgerlich. 

In einem anderen Post hatte ich vom Balkongeländer + Handlauf an einer Treppe berichtet. Wurde durch eine polnische Firma gemacht. Auf die bin ich durch Bekannte gekommen, die auch ein Balkongeländer haben machen lassen. Ein Mittelsmann hier in Baden-Württemberg stellt den Kontakt her und alle paar Wochen kommt dann der Chef der polnischen Firma nach Deutschland um das Aufmaß zu nehmen. Beim Aufmaßtermin bin ich zunächst erschrocken. Die beiden Herren sahen aus, als kämen sie direkt aus Sizilien von der M...ia. Auch die Monteure, die dann einige Wochen später das nach Deutschland gelieferte Geländer montiert haben, erinnerten mich ein wenig an entflohene Häftlinge... Das Ergebnis war jedoch Top! An einer Stelle gab es ein Problem beim Handlauf entlang einer Gartentreppe. Dort wuchs in der Ecke - wo eigentlich der Pfosten/Steher des Handlaufs platziert werden sollte,  ein Strauch. Kein Problem für die Jungs. Statt dem Steher in der Ecke, wurden einfach zwei Steher 15 cm vor und nach der Ecke montiert.

Bei ansässigen Ausführenden hofft man halt immer darauf, dass die auf ihren guten Ruf bedacht sind und daher um ein zufriedenstellendes Ergebnis bemüht sind.

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  •  precision
  •   Bronze-Award
19.6.2026  (#20)

zitat..
Panorama schrieb:

Bei ansässigen Ausführenden hofft man halt immer darauf, dass die auf ihren guten Ruf bedacht sind und daher um ein zufriedenstellendes Ergebnis bemüht sind.

Genau das!!




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  •  Magnum2
  •   Silber-Award
24.6.2026 0:06  (#21)
Ja, vorher wird alles versprochen, langsam und vorsichtig mit Diamantbohrer, und wenn es soweit ist, wird die Hilti in die Hand genommen wie immer. Handwerker muss man leider immer überwachen.

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