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Neue Dacheindeckung?! teilen

15.6. -22.6.2026    10 Antworten    7 Autoren 10 2026-06-22T12:37:43+02:00
Zusammenfassung
  •  Schutz1
15.06.2026
10

Hallo liebes Forum, 

ich würde eine Hilfe bezüglich meines Projektes brauchen. 
Ich plane ein kleines Haus zu sanieren und da muss natürlich auch das Dach neu gemacht werden.
Geplant ist wie auf den Beispielbild unten folgendes: 
- Dämmung der Erdgeschossdecke und Neueindeckung des darüber liegenden Kaltdachs.

Das Kaltdach sieht zurzeit so aus wie auf dem Bild.
Auf dem Dachstuhl (der laut Baumeister noch gut genug ist) sind Latten montiert warauf sofort die Ziegel eingehänkt sind. Ich möchte die Lattung sowie die Ziegel neu machen.

Was ist nun sinnvoll bzw. vlt. sogar vorgeschrieben, dass mein Projekt Hand und Fuß hat?
Ist eine Konterlattung notwendig? An der Giebelwand sind nämlich Lüftungsschlitze geplant
Muss auf den Dachsparren eine Rauschalung sowie eine diffussionsoffene Unterspannbahn drauf, damit meine Dämmung eventuell trocken bleibt?

Hab wenig Ahnung mit was ich rechnen sollte und bin deshalb über jede Hilfe dankbar. 
Die Dachdecker mit denen ich geredet habe, haben alle was anders gesagt. 

LG


2026/20260615485886.jpg

  •  christoph1703
15.6.2026  (#1)

zitat..
Schutz1 schrieb: Muss auf den Dachsparren eine Rauschalung sowie eine diffussionsoffene Unterspannbahn drauf, damit meine Dämmung eventuell trocken bleibt?

Genau das, wenn du den Dachstuhl dämmen willst. Alternativ Egger DHF oder ähnliches Material von einem anderen Hersteller, dann hast du beides in einem. Wie das preislich ausschaut, leider keine Ahnung.

Dann brauchst du darüber die Konterlattung (5x8er) außen drauf (durch die Unterdeckung in die Sparren geschraubt/genagelt). Die bildet dir die Hinterlüftungsebene, durch die die Luft von der Traufe bis zum First gerade durchziehen kann. Da kann dann auch eventuell eintretendes Wasser ablaufen.


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
15.6.2026  (#2)
Die Frage ist, wird der Dachboden einmal ausgebaut oder nicht?  
Auf jeden Fall braucht man ein regensicheres Unterdach (zweite wasserführende Ebene unter der eigentlichen Dacheindeckung). Ich würde dieses hinterlüftet mit Konterlatten ausführen. Vorteil liegt auch darin, dass eindringendes  Wasser besser abfließen kann. Unterdachbahnen gibt es zu Hauf. Ich finde die auf Bitumenbasis sehr gut, z.B. SikaShield E-40/Profi /E-KV-30/Profi-Nsk. Die sind schon ohne Nagelband nageldicht.

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  •  Schutz1
15.6.2026  (#3)

zitat..
Kleinermuk schrieb:

Die Frage ist, wird der Dachboden einmal ausgebaut oder nicht?  
Auf jeden Fall braucht man ein regensicheres Unterdach (zweite wasserführende Ebene unter der eigentlichen Dacheindeckung). Ich würde dieses hinterlüftet mit Konterlatten ausführen. Vorteil liegt auch darin, dass eindringendes  Wasser besser abfließen kann. Unterdachbahnen gibt es zu Hauf. Ich finde die auf Bitumenbasis sehr gut, z.B. SikaShield E-40/Profi /E-KV-30/Profi-Nsk. Die sind schon ohne Nagelband nageldicht.

Danke für deine Antwort. Der Dachboden wird nie Zukunft ausgebaut werden. Das ist ganz sicher.


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
15.6.2026  (#4)

zitat..
Schutz1 schrieb: Was ist nun sinnvoll bzw. vlt. sogar vorgeschrieben, dass mein Projekt Hand und Fuß hat?

Solange keine Förderung im Spiel ist, ist gar nix vorgeschrieben. Dann kannst das Dach - du hast jetzt kein Kaltdach - ausführen, wie du es willst. Und wenn der Dachdecker, der sich das Dach wahrscheinlich vor Ort angesehen hat, zur Erkenntnis gelangt, dass die Sparren (und die Lattung wahrscheinlich auch)  noch im guten Zustand sind, dann hast du den Beweis dafür, dass es ohne Kaltdach Ausführung ja auch gut funktioniert hat. Wenn die Dachneigung  >40° ist und die neuen Ziegel nicht undicht (sollte auch vorkommen) sind, und die Ausführung sauber gemacht werden, dann wird es auch ohne Kaltdach funktionieren.  Aber Stand der Technik ist das sicher nicht!
Vorm Flugschnee und Regen, denn es bei Wind und Sturm ins Innere drücken kann, hat man keinen Schutz.
Bei einem Unwetter mit Hagel, bei dem durch Sturm die Ziegel abgetragen werden, bzw. große Hagelkörner, die die Ziegel brechen lassen, wird der Wasserschaden mit einem Kaltdach mit starkem Unterdach geringer ausfallen, oder gar nicht auftreten. Die Kaltdachschalung verleiht dem Dach auch eine höhere Stabilität in Bezug Seitenkräfte. Und der Wert des Hauses wird durch ein Kaltdach auch gesteigert, falls es einmal zum Verkauf kommt.  Saniert wird im Regelfall so, dass es wieder mind. 30-40 Jahre hält.  Ich nehme an, dass es sich um die Mehrkosten dreht.

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  •  mkurzmann
15.6.2026  (#5)
Bezüglich Dämmung schau dir mal Zellulose an, ist bei uns inkl. Aufblasen günstiger als Platten nur das Material.

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  •  Gitsche
19.6.2026  (#6)

zitat..
mkurzmann schrieb: Bezüglich Dämmung schau dir mal Zellulose an, ist bei uns inkl. Aufblasen günstiger als Platten nur das Material.

er schreibt doch eh:


zitat..
Schutz1 schrieb: Der Dachboden wird nie Zukunft ausgebaut werden. Das ist ganz sicher.

somit ist jegliche Wärme-Dämmung sinnbefreit.
Allerdings würde ich trotzdem eine Kaltdachausführung empfehlen, Gründe wurden von Kleinermuk eh schon genannt.


zitat..
Kleinermuk schrieb: Vorm Flugschnee und Regen, denn es bei Wind und Sturm ins Innere drücken kann, hat man keinen Schutz.
Bei einem Unwetter mit Hagel, bei dem durch Sturm die Ziegel abgetragen werden, bzw. große Hagelkörner, die die Ziegel brechen lassen, wird der Wasserschaden mit einem Kaltdach mit starkem Unterdach geringer ausfallen, oder gar nicht auftreten. Die Kaltdachschalung verleiht dem Dach auch eine höhere Stabilität in Bezug Seitenkräfte. Und der Wert des Hauses wird durch ein Kaltdach auch gesteigert, falls es einmal zum Verkauf kommt.  Saniert wird im Regelfall so, dass es wieder mind. 30-40 Jahre hält.  Ich nehme an, dass es sich um die Mehrkosten dreht.






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  •  taliesin
  •   Gold-Award
19.6.2026  (#7)
Wenn der Dachboden belüftet ist (Lucken an den Giebelwänden), dann ist die diffusionsoffene Bahn nicht mehr nötig, d.h. da könnte auch uralte Dachpappe drauf (so wie bei meinem 70er-Jahre Haus).

Ich sage das, weil man durchaus geteilter Meinung über die Haltbarkeit von PP-Spinfliesmatten sein kann. Die genannten Zahlen in der Literatur gehen von 25 Jahren unter optimalen Bedingungen aus. Meine Dachpappe ist über 50 Jahre alt und kein bißchen 'müde'.

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  •  mkurzmann
21.6.2026  (#8)

zitat..
Gitsche schrieb:

──────..
mkurzmann schrieb: Bezüglich Dämmung schau dir mal Zellulose an, ist bei uns inkl. Aufblasen günstiger als Platten nur das Material.
───────────────

er schreibt doch eh:

──────..
Schutz1 schrieb: Der Dachboden wird nie Zukunft ausgebaut werden. Das ist ganz sicher.
───────────────

somit ist jegliche Wärme-Dämmung sinnbefreit.
Allerdings würde ich trotzdem eine Kaltdachausführung empfehlen, Gründe wurden von Kleinermuk eh schon genannt.

Er schreibt, er möchte die Erdgeschoss Decke dämmen und dafür habe ich ihm Zellulose empfohlen! Die Dämmung einer Betondecke zum Kaltdach hin ist mMn sehr wohl sinnvoll.


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  •  rocko567
22.6.2026  (#9)
frage weil es mich auch bald betrifft: meine dachhaut sieht praktisch gleich aus. dachstuhl / lattung / ziegel.
die wetterseite ist bereits verschalt. auf der andere seite sieht man von unten die blanken ziegel.

ich habe vor die oberste geschoßdecke mit zellulose zu dämmen. ich wollte die dachhaut / ziegel eigentlich nicht angreifen.

was spricht dagegen? das dach ist dicht, der dachboden gut durchlüftet und staubtrocken.

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  •  christoph1703
22.6.2026  (#10)

zitat..
rocko567 schrieb: was spricht dagegen? das dach ist dicht

Wenn das Dach mal nicht dicht ist (Hagel, Sturm) wird die Zellulose nass.


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