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Grundriss Maisonette + Dachterrasse, 250m²

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  •  misterNES
10.6.2026
2 Antworten | 2 Autoren 2
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Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

wir planen mit einem Architekten eine großzügige Wohnung in einem denkmalgeschützten Stadthaus aus dem Jahr 1860 im Zentrum einer Landeshauptstadt, welches seitdem immer wieder saniert und modernisiert wurde. Geplant ist eine Maisonette im 3. und 4. OG mit ca. 250 m² plus Dachterrasse, die Flächen wurden bis vor kurzem gewerblich genutzt, aktuell sind die Geschosse noch nicht verbunden (bis natürlich auf das Hauptstiegenhaus und Lift außerhalb der Wohnung).

Aufgrund der wenigen tragenden Wänden und hohen Decken (bis zu 3,50 m) haben wir einerseits relativ viel Spielraum, andererseits sind Dinge wie z.B. Fensterplatzierung bereits gesetzt. Die angedachten Änderungen wurden via Architekten bereits vorab von Denkmalschutz und Statiker grob abgesegnet um bösen Überraschungen vorzubeugen, beide kennen das Haus bereits von vorangegangenen Projekten.

Böden, Decken, Innenwände, Heizung, Elektrik, Sanitär etc. soll alles neu gemacht werden.

Nach jahrelangem stillem Mitlesen im Forum habe ich so gut es geht versucht, das Gelernte in unser individuelles Projekt einzubringen. Gleichzeitig hat das Architektenbüro eine hohe Expertise in Sanierung/Umbau von Altbauten. Die Fläche ist zwar groß, im Gegensatz zu einem freistehenden EFH muss man aber natürlich dennoch Abstriche machen (z.B. Gästebad ohne Fenster), das ist uns bewusst.

Sonstige Infos:

- Ausrichtung: Planunten ist SO, planlinks ist SW
- Denkmalgeschütztes Stadthaus aus dem Jahr 1860, vollkommen renoviert Ende der 1980er Jahre, hierbei wurde das Haus auch um eine Etage aufgestockt (vorher drei, jetzt vier Stockwerke)
- Die angrenzenden Wohnflächen in den beiden Geschossen werden entweder von der Familie des Bauherren bewohnt oder stehen momentan leer und werden für die Vermietung umgebaut
- Im NW angrenzend befindet sich das nächste Haus, die Fenster von HWR/Technikraum, Büro und „Spielzimmer“ blicken in einen (nicht sehr schönen) Innenhof
- Anzahl der Personen: 2 Erwachsene, 2 Kinder (4 + 1 Jahr)
- KWL geplant um jederzeit auch ohne Stadt-Lärm Frischluft zu haben
- Heizung mittels Fernwärme
- KNX geplant
- Preisschätzung laut Architekt: 3.500 Euro/ m² 
 
Wichtigste/grundlegende Fragen zum Grundriss:

- Stiege: Würde man hier ein Podest vorsehen, dann würde die Stiege soweit nach planrechts erweitert, dass im Haupteingangsbereich im 4. OG kein Platz für eine Garderobe wäre. Frage ist also Stauraum vs. Komfort beim Stiegensteigen
- Nutzbarkeit Atrium: Hier soll das bestehende Dach geöffnet und durch Glasdach ersetzt, der Raum also eine Art „Wintergarten“ im Wohnbereich werden, um einerseits mehr Licht in die Wohnung zu bringen und anderseits den großen Wohn-/Ess-/Kochbereich etwas zu gliedern. Frage ist nun, ob dieser Bereich innerhalb oder außerhalb der thermischen Hülle liegen soll (im Plan aktuell außerhalb), und wie die Nutzung übers Jahr verteilt aussehen kann. Eine ordentliche Verschattung ist so oder so zwingend notwendig, Absegnung durch einen Bauphysiker ist laut Architekt im Gange
- Dachterrasse: Diese kann denkmalschutzbedingt leider nicht größer ausfallen (45 Grad Winkel ab Hauptgesimshöhe, was bei einem Mansardendach eigentlich idiotisch ist da von der Straße aufgrund der Dachform sowieso nicht einsehbar aber nach mehrmaligem Nachhaken muss das leider so bleiben), d.h. jeder Quadratmeter ist kostbar. Um jedoch den weiten Weg von Küche zur Terrasse abzukürzen, hab ich an einen Speisenaufzug gedacht. Das wäre sicherlich ein großer Komfortgewinn, macht aber den Austritt auf die Terrasse wieder etwas größer und die nutzbare Fläche somit kleiner. Gute Idee oder lassen?

Herzlichen Dank schonmal im Voraus!

Dominik


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  •  STUDIOnavie
10.6.2026 18:50  (#1)
Ich mag den Entwurf. Da wurde aus meiner Sicht wirklich gute Arbeit geleistet – und das sage ich nicht oft. 😊

Ein paar Gedanken hätte ich dennoch:
- Ich persönlich würde auf die Podesttreppe verzichten. Der dadurch gewonnene Stauraum wäre mir im Alltag wichtiger.
- Die Tür ins Büro würde ich etwas weiter nach links verschieben. Dadurch entsteht direkt beim Eingang Platz für einen vernünftigen Garderobenschrank.
- Die Kinderzimmer finde ich gelungen: gute Größe, gleichwertig, gut möblierbar und die Loggia ist ein schönes Plus.
- Den Elternbereich würde ich nochmals überdenken. Schrankraum und Bad ließen sich meiner Meinung nach noch logischer anordnen. Zwar hätte der Schrankraum dann kein direktes Tageslicht mehr, über eine Glastür oder ein festes Glaselement zum Bad könnte man aber dennoch ausreichend Licht hineinholen und gleichzeitig eine effizientere Raumaufteilung erreichen.


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- Den Wohnraum finde ich wirklich gelungen – Größe, Ausrichtung und Zonierung passen sehr gut zusammen.
- Falls das Spielzimmer künftig als Gästezimmer oder sogar als drittes Kinderzimmer genutzt werden soll, würde ich überlegen, statt der Speis eine Dusche im Gäste-WC vorzusehen. Die Küche ist ohnehin sehr großzügig geplant, sodass ich persönlich auf die Speis eher verzichten würde als auf eine zusätzliche Duschmöglichkeit.


Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Projekt mit vielen durchdachten Lösungen und vergleichsweise wenigen Schwachstellen. 😊


Holt euch früh genug Unterstützung fürs Interior Design dazu – in eurer Wohnung steckt viel Potenzial, das man damit noch besser ausschöpfen kann. 😉


Liebe Grüße,
Natalie | STUDIO navie


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  •  Mitleser
  •   Bronze-Award
10.6.2026 22:01  (#2)
Hast du auch einen Entwurf wie es mit der Podesttreppe im Detail aussehen würde? Ich würde keinesfalls auf eine Podesttreppe zugunsten einer Wendeltreppe verzichten.

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