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Grundriss Maisonette + Dachterrasse, 250m² teilen

10.6. -12.6.2026    4 Antworten    4 Autoren 4 2026-06-12T08:36:17+02:00
  •  misterNES
10.06.2026
4
Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

wir planen mit einem Architekten eine großzügige Wohnung in einem denkmalgeschützten Stadthaus aus dem Jahr 1860 im Zentrum einer Landeshauptstadt, welches seitdem immer wieder saniert und modernisiert wurde. Geplant ist eine Maisonette im 3. und 4. OG mit ca. 250 m² plus Dachterrasse, die Flächen wurden bis vor kurzem gewerblich genutzt, aktuell sind die Geschosse noch nicht verbunden (bis natürlich auf das Hauptstiegenhaus und Lift außerhalb der Wohnung).

Aufgrund der wenigen tragenden Wänden und hohen Decken (bis zu 3,50 m) haben wir einerseits relativ viel Spielraum, andererseits sind Dinge wie z.B. Fensterplatzierung bereits gesetzt. Die angedachten Änderungen wurden via Architekten bereits vorab von Denkmalschutz und Statiker grob abgesegnet um bösen Überraschungen vorzubeugen, beide kennen das Haus bereits von vorangegangenen Projekten.

Böden, Decken, Innenwände, Heizung, Elektrik, Sanitär etc. soll alles neu gemacht werden.

Nach jahrelangem stillem Mitlesen im Forum habe ich so gut es geht versucht, das Gelernte in unser individuelles Projekt einzubringen. Gleichzeitig hat das Architektenbüro eine hohe Expertise in Sanierung/Umbau von Altbauten. Die Fläche ist zwar groß, im Gegensatz zu einem freistehenden EFH muss man aber natürlich dennoch Abstriche machen (z.B. Gästebad ohne Fenster), das ist uns bewusst.

Sonstige Infos:

- Ausrichtung: Planunten ist SO, planlinks ist SW
- Denkmalgeschütztes Stadthaus aus dem Jahr 1860, vollkommen renoviert Ende der 1980er Jahre, hierbei wurde das Haus auch um eine Etage aufgestockt (vorher drei, jetzt vier Stockwerke)
- Die angrenzenden Wohnflächen in den beiden Geschossen werden entweder von der Familie des Bauherren bewohnt oder stehen momentan leer und werden für die Vermietung umgebaut
- Im NW angrenzend befindet sich das nächste Haus, die Fenster von HWR/Technikraum, Büro und „Spielzimmer“ blicken in einen (nicht sehr schönen) Innenhof
- Anzahl der Personen: 2 Erwachsene, 2 Kinder (4 + 1 Jahr)
- KWL geplant um jederzeit auch ohne Stadt-Lärm Frischluft zu haben
- Heizung mittels Fernwärme
- KNX geplant
- Preisschätzung laut Architekt: 3.500 Euro/ m² 
 
Wichtigste/grundlegende Fragen zum Grundriss:

- Stiege: Würde man hier ein Podest vorsehen, dann würde die Stiege soweit nach planrechts erweitert, dass im Haupteingangsbereich im 4. OG kein Platz für eine Garderobe wäre. Frage ist also Stauraum vs. Komfort beim Stiegensteigen
- Nutzbarkeit Atrium: Hier soll das bestehende Dach geöffnet und durch Glasdach ersetzt, der Raum also eine Art „Wintergarten“ im Wohnbereich werden, um einerseits mehr Licht in die Wohnung zu bringen und anderseits den großen Wohn-/Ess-/Kochbereich etwas zu gliedern. Frage ist nun, ob dieser Bereich innerhalb oder außerhalb der thermischen Hülle liegen soll (im Plan aktuell außerhalb), und wie die Nutzung übers Jahr verteilt aussehen kann. Eine ordentliche Verschattung ist so oder so zwingend notwendig, Absegnung durch einen Bauphysiker ist laut Architekt im Gange
- Dachterrasse: Diese kann denkmalschutzbedingt leider nicht größer ausfallen (45 Grad Winkel ab Hauptgesimshöhe, was bei einem Mansardendach eigentlich idiotisch ist da von der Straße aufgrund der Dachform sowieso nicht einsehbar aber nach mehrmaligem Nachhaken muss das leider so bleiben), d.h. jeder Quadratmeter ist kostbar. Um jedoch den weiten Weg von Küche zur Terrasse abzukürzen, hab ich an einen Speisenaufzug gedacht. Das wäre sicherlich ein großer Komfortgewinn, macht aber den Austritt auf die Terrasse wieder etwas größer und die nutzbare Fläche somit kleiner. Gute Idee oder lassen?

Herzlichen Dank schonmal im Voraus!

Dominik


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  •  STUDIOnavie
10.6.2026  (#1)
Ich mag den Entwurf. Da wurde aus meiner Sicht wirklich gute Arbeit geleistet – und das sage ich nicht oft. 😊

Ein paar Gedanken hätte ich dennoch:
- Ich persönlich würde auf die Podesttreppe verzichten. Der dadurch gewonnene Stauraum wäre mir im Alltag wichtiger.
- Die Tür ins Büro würde ich etwas weiter nach links verschieben. Dadurch entsteht direkt beim Eingang Platz für einen vernünftigen Garderobenschrank.
- Die Kinderzimmer finde ich gelungen: gute Größe, gleichwertig, gut möblierbar und die Loggia ist ein schönes Plus.
- Den Elternbereich würde ich nochmals überdenken. Schrankraum und Bad ließen sich meiner Meinung nach noch logischer anordnen. Zwar hätte der Schrankraum dann kein direktes Tageslicht mehr, über eine Glastür oder ein festes Glaselement zum Bad könnte man aber dennoch ausreichend Licht hineinholen und gleichzeitig eine effizientere Raumaufteilung erreichen.


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- Den Wohnraum finde ich wirklich gelungen – Größe, Ausrichtung und Zonierung passen sehr gut zusammen.
- Falls das Spielzimmer künftig als Gästezimmer oder sogar als drittes Kinderzimmer genutzt werden soll, würde ich überlegen, statt der Speis eine Dusche im Gäste-WC vorzusehen. Die Küche ist ohnehin sehr großzügig geplant, sodass ich persönlich auf die Speis eher verzichten würde als auf eine zusätzliche Duschmöglichkeit.


Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Projekt mit vielen durchdachten Lösungen und vergleichsweise wenigen Schwachstellen. 😊


Holt euch früh genug Unterstützung fürs Interior Design dazu – in eurer Wohnung steckt viel Potenzial, das man damit noch besser ausschöpfen kann. 😉


Liebe Grüße,
Natalie | STUDIO navie


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  •  Mitleser
  •   Bronze-Award
10.6.2026  (#2)
Hast du auch einen Entwurf wie es mit der Podesttreppe im Detail aussehen würde? Ich würde keinesfalls auf eine Podesttreppe zugunsten einer Wendeltreppe verzichten.

1
  •  misterNES
11.6.2026  (#3)
Vielen Dank für die bisherigen Antworten!

Thema Treppe: Das ist wohl eine Geschmacksfrage. Ich habe mal einen älteren Entwurf angehängt mit eingezeichneter Podesttreppe. Darin sieht man halt auch, dass der Austritt im 4. OG mehr in den Gang hineinragt. Und im 4. OG (wo ja der Haupteingang sein soll) hat man dann nicht mehr genug Platz für eine Garderobe. Jetzt könnte man den Haupteingang ins 3. OG verlegen wo mehr Platz ist, aber das ist dann glaub ich nicht so praktikabel. Ein Mittelweg wäre ein Trapezpodest, hier hab ich leider keine Zeichnung. Da ginge sich evtl. noch eine Garderobe aus im 4. OG aber nur mit 30-40 cm Tiefe..

Die Bürotüre kann man natürlich noch verschieben, da muss man halt entscheiden, ob man eine zweite Garderobe (zusätzlich zum 4. OG) bzw. einfach Schränke/Stauraum planlinks oder -rechts vom Gang benötigt. Oder man sogar mehr freie Fläche haben möchte, um hier evtl. mal Fahrräder etc. abzustellen (Keller im Haus nur bedingt dafür geeignet). Unterhalb der Stiege hätte ich dann als Abstellraum vorgesehen.

Kinderzimmer: Ja, anfangs war ich skeptisch wegen der Loggia. Aber ohne würde ein Zimmer zwei Fenster bekommen und das andere nur eines. So sind die Zimmer gleichwertig und evtl. profitieren sie auch noch von zusätzlichem Licht. Ein Vorhang/Rollo sollte aber dann wohl schon bei jeder Tür sein, für die Privatsphäre voreinander wenn die Kinder mal Teenager sind.. :D

Der Elternbereich sieht auf den ersten Blick ziemlich verschachtelt aus, da geb ich dir Recht. Die Einbauschränke sollten das Gesamtbild dann wieder harmonischer machen. Deine Idee finde ich nicht schlecht, nur leider geht sich das mit den Leitungen dann nicht aus bis zu den Fallrohren, ohne ein Stockwerk darunter die schöne Stuckdecke der Bewohnerin zu zerstören.. So wie es derzeit geplant ist, ist es schon an der Grenze (das hat eine Bodenöffnung ergeben). Ich werd aber nochmal nachfragen, weil die Badewanne in dieser Version auch bis zum Fenster gerutscht ist und ursprünglich etwas weiter oben geplant war (links rauf gerückt schräg ins Eck).

Das "Spielzimmer" (oder Musikraum, Hobbyraum, es wird sich zeigen) wird definitiv kein Gästezimmer bzw. weiteres Kinderzimmer werden. Für Gäste wird es im Haus andere Möglichkeiten geben bzw. gibt es im Umkreis dutzende Hotels. Dadurch sehe ich eine Duschmöglichkeit im 4. OG als nicht notwendig an. Im 3. OG gibt es ja außerdem eh zwei vollwertige Badezimmer mit Elternbad und Kinderbad. Die Speis ist natürlich sehr eingeschränkt in ihrer Nutzung. Notwendig ist sie bei der Küchengröße nicht, evtl. trifft die Bezeichnung Abstellraum eher zu. Für Müllsammlung, Getränkekisten und Putzzeug wird sich aber als sehr nützlich erweisen denke ich.

Hätte noch jemand Inputs zur Nutzung des Atriums? Ganzjährig in thermischer Hülle oder als überdachtem Outdoor-Bereich mit Öffnung statt Fenstern seitlich? Angehängt noch ein weiteres Bild, damit man sich das etwas besser vorstellen kann (den Terrassenaustieg hier ignorieren, der wurde bereits verkleinert). Und lieber auf den Speisenaufzug verzichten und dafür von mehr Platz auf der Dachterrasse profitieren oder überwiegt der Komfortgewinn, nicht alles hochschleppen zu müssen?

LG Dominik


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  •  samitama
12.6.2026  (#4)
Ich persönlich würde das Atrium in der thermischen Hülle lassen. Im Sommer kann man bei Bedarf einfach alle Fenster öffnen, und im Winter hat man einen wunderbar hellen Bereich, in dem man Licht tanken kann.

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