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Einreichplan - was nun?

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  •  bravorauch
27.4.2026
4 Antworten | 4 Autoren 4
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Hallo, hier kurz unsere Lage, danke für eure Hilfe.

Wir bauen im südlichen Niederösterreich, haben den Einreichplan und Kostenvoranschlag von einer Baufirma machen lassen, die mit der Familie meiner Mutter befreundet ist. Also die Firma hat sehr guten Ruf, allerdings auch den Ruf, deutlich teurer zu sein als andere.

Beim letzten Gespräch meinte die Baufirma, sie braucht jetzt nur noch unsere Unterschrift für Einreichung bei der Gemeinde. Also es klingt so, als ginge er davon aus, dass wir gar keine anderen Firmen fragen für Kostenvoranschläge.

Wollte ihn noch nicht vor den Kopf stoßen und mal nachfragen, was das normale Prozedere bei soetwas ist.

Also ich würde ihn jetzt dann fragen, ob er mir den Einreichplan geben kann (und diesen bezahlen), damit ich damit andere Kostenvoranschläge einholen kann. Und mit der Einreichung bei der Gemeinde, soll er noch warten. Sehe ich das richtig?

Oder sind da andere Wege üblich? Also dass der Plan schon eingereicht wird, während man aber noch nicht weiß, welche Firma dann ausführt?

  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
27.4.2026 14:43  (#1)
Hi, 

naja das Bauunternehmen gibt ja den Stempel für die Richtigkeit (Bauvorschriften, Statik, Normen etc.) auf den Einreichplan - da würd ich dann auch nicht mehr wechseln wollen. 

Gesamthaft hört sich dein Vorhaben nach einem Generalunternehmer an, welche die Planung samt Einreichung beinhaltet. 

Für mich klingt das alles gefährlich ... ein Einreichplan sollte erst eingereicht werden, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr so umsetzten wollt und könnt (finanziell). Am sinnvollsten wär für dich den Plan (sollte dieser halbwegs preiswert sein) herauszukaufen und dann von mehreren GU Angebote einholen zu lassen. Aktuell bist du völlig dem unverglichenen Angebot deines jetzigen GUs ausgeliefert (weißt du überhaupt was dich dieser kosten würde?). 

Und lass mich dir einen Rat geben ... für jetzt und für eure Bauzukunft:
Der der am Bau andere nicht ab und an "vor den Kopf stoßen will" der wird mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Lass dich nicht einschüchtern, schon gar nicht wenns um den Preis geht und unterschreib nicht irgendetwas ohne zu wissen worum es geht, das kann fatal enden. 

Gutes Gelingen!

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Hallo bravorauch,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Einreichplan - was nun?

  •  bravorauch
27.4.2026 14:47  (#2)
Danke für deine Antwort. Ja ich sehe das so ähnlich. Dadurch dass er ein Freund der Familie ist geht er wohl aus irgendeinem Grund davon aus, dass wir es ohnehin mit ihm machen. Da muss ich jetzt die Bremse ziehen.

Kostenvoranschlag hätten wir schon von ihm. Wenn ich zu anderen Baumeistern gehe für Kostenvoranschlag, gebe ich denen dann nur den Einreichplan oder den Kostenvoranschlag mit rausgelöschten Zahlen beim Preis?

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  •  axeldb
27.4.2026 14:56  (#3)

zitat..
bravorauch schrieb:

Kostenvoranschlag hätten wir schon von ihm. Wenn ich zu anderen Baumeistern gehe für Kostenvoranschlag, gebe ich denen dann nur den Einreichplan oder den Kostenvoranschlag mit rausgelöschten Zahlen beim Preis?

Mit einem Einreichplan alleine wird ein anderer wahrscheinlich nicht genügend Infos haben.  Er braucht ja auch Angaben zum geplanten Boden- und Wandaufbau, und detaillierte Anforderungen für die verschiedene Gewerke. Wenn dein bestehender GU sein Angebot im Detail ausgeführt hat, würde ich es anonimisieren - wie du sagst - und die anderen auf der Basis anbieten lassen, bzw. eine genauere Ausschreibung machen. Sonst vergleichst du Äpfen mit Birnen.


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  •  precision
  •   Bronze-Award
27.4.2026 15:24  (#4)
Dazu gibt es einen schlauen Spruch:
Ein Einreichplan sagt aus, dass jemand vorhat dort und da ein Haus zu bauen.
Mehr nicht.. 

Du kannst von einem Baumeister die Einreichung machen lasse und von einem anderen die Ausführungs und Detailplanung. Vom dritten Planer die Ausschreibung machen lassen usw...

Durch die Einreichplanung bist du nicht gebunden, dass Haus auch von diesem Planer erreichten zu lassen, sondern kannst das frei vergeben.

Gegenofferte einzuholen ist meistens sehr ratsam. Aber bitte nicht das Offert an die Konkurrenz schicken. "Mach ich dir das gleiche um 300€ billiger."

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