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DIY Holzfassade - Projektdoku

  
 Zusammenfassung 
  •  BirnbauMax
19.4. - 1.6.2026
17 Antworten | 7 Autoren 17
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Liebes Forum,

bei mir ist der Rohbau nun soweit fortgeschritten, dass nun demnächst das Flachdach gemacht werden wird. Nachdem ich die Unterkonstruktion der Holzfassade auch gleichzeitig als Attika verwenden möchte, muss ich nun schon etwas bei der Fassade vorgreifen.

Fenster sind noch nicht verbaut - hier warte ich noch etwas bis ich Innen die Zwischenwände fertig aufgestellt habe und das gröbste an Stemm/Schlitzarbeiten hinter mir habe.

Ich habe mir gedacht es wäre vielleicht allgemein ganz interessant, wenn ich mein Vorhaben zur Fassade hier etwas dokumentiere.

Gebaut wurde der Rohbau mit 25cm Objektplanziegel. Leider waren diese nicht sonderlich überragend in der Qualität und hatten einige Risse. (https://www.energiesparhaus.at/forum-lizzi-ziegel-schwundrisse-noch-im-normalen-rahmen/84584)

Deshalb habe ich mich dazu entschieden den Fensterglattstrich auf die gesamte Außenwand "fortzusetzen" - aus dem einfachen Grund, da die Ziegel nicht deckelnd vermörtelt wurden, und ich keine Konvektion von feuchter Raumluft in die Dämmebene hinein haben möchte.

Lt. Ubakus müsste ich einen SD-Wert von etwa 2 m haben, um Kondensatprobleme in der Dämmebene vorzubeugen. Der Glattstrich (wobei es aufgrund der Schichtdicke eher noch eine Kratzspachtelung wäre) an der Außenwand war eine Arbeit von einem Tag für eine Person mit 12 Säcken Klebespachtel.
Wichtig war mir dass etwaige Risse verschlossen werden und die Lager und Stoßfugen der Hochlochziegel halbwegs winddicht werden.

Der Aufbau der geplanten Holzfassade ist folgender:
(innen)
  • 15 mm Innenputz
  • 25 cm HLZ Objektziegel (thermische Speichermasse)
  • 1-3 mm Glattstrich/Kratzspachtelung mit Klebespachtel
  • 20 cm Unterkonstruktion aus Egger EcoBox 20 x 8 cm
  • 16mm DWD diffusionsoffene Nut-Feder Schalung
  • Fassadenbahn
  • 3cm Traglattung 3 x 5 cm
  • Horizontale geschlossene Nut-Feder Fassade (noch nicht ausgewählt)
  • Fassadenbegrünung mit nicht selbst-kletternden Pflanzen auf Drahtseil (etwa 10 cm Abstand zur Fassade)

Ganz oben am Gebäude wird der Abschluss zum Flachdach mit einem Band aus PV-Modulen versehen - die Ausrichtung ist hier Süd-Ost, und besonders in den Wintermonaten werden diese Module ihre Stärke beweisen können.

Das XPS vom Keller habe ich 30cm über das zukünftige Geländeniveau gezogen und mit 2K Bitumen verklebt. Die Abdichtung des Kellers (Superflex D24 - hier der Erfahrungsbericht dazu: https://www.energiesparhaus.at/forum-erfahrungsbericht-kellerabdichtung-kellerneubau-superflex-d24/84440) habe ich ebenfalls genauso hoch aufgezogen.

Die Holzfassade wird nur 3-Seitig ausgeführt da die Westseite zum Nachbarn hin gekoppelt ist.
Zwecks Brandschutz befindet sich ein 50cm breiter Brandriegel zwischen unserem Haus und dem vom Nachbarn aus Mineralwolle Putzträgerplatten. Die Attika zum Nachbarn hin habe ich auch aus Porenbeton aufgemauert, da diese ebenfalls nicht brennbar sein darf.

Hier ist die geplante Unterkonstruktion zu sehen auf der Ost- und Süd-Fassade. Oben die PV Module. Nordseitig wird es keine PV-Module geben.


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Die Unterkonstruktion fertige ich aus der EcoBox von Egger. War damit nicht teurer als die zwei üblichen kreuzweisen lagen 10x10 KVH, und erlaubt mir auch gleich ein Ausbilden der Laibungen bei den Fenstern und Türen. Gedämmt ist dieser Innen mit Holzwolle. Weiterer Vorteil ist dass sich dieser Hybridwerkstoff nicht verdrillt und sehr dimensionsstabil bleibt.


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Hier die West-seitige Attika, aufgemauert mit 24 cm Porenbetonsteinen. Mit einer selbstgebauten Schneidhilfe haben wir die Steine auf die Richtige Höhe und Winkel geschnitten. Um Verschnitt zu optimieren wurden die Abschnitte auch weiterverwendet und mit der Latte mit Thermomörtel zu den Maßhaltigen nachbarsteinen Abgezogen - daher der Burgzinnenartige Aufbau.


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299 m von der EcoBox, sind ein ordentliches Paket. 


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An die Ziegelaußenwand wird mittels Injektionsmörtel und Gewindestangen verankert. So wären es pro Verankerung etwa 1kN belastbar. Bei den Geschoßdecken kann ich mit wesentlich tragfähigeren Bolzenankern befestigen. Windsog sowie das Eigengewicht der Fassade und Begrünung muss dabei berücksichtigt werden. 
Ich komme auf etwa eine Verankerung alle 1 bis 1,5m Unterkonstruktion.

Die genaue Ausrichtung mache ich mittels V2A Verstellwinkel. Der Abstand beträgt im Mittel etwa 10mm zum Rohbau, was Unebenheiten am Mauerwerk ausgleichen soll.


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Unzugängliche Stoßstellen verbinde ich mit 8x180 Tellerkopf Holzbauschrauben überkreuz.
Dabei achte ich darauf nur in das Vollholz des Hybridwerkstoffes zu schrauben.


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Zugängliche Stoßstellen gehen einfach ins Hirnholz wesentlich zügiger (siehe erstes Foto)

Der Fortschritt vom ersten Tag mit viel überlegen und Kopfzerbrechen:


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Bei den Raffstorekästen wurde bereits 6cm XPS in die jeweilige Decke eingelegt. Die Höhe des Raffstorekastens habe ich soweit berücksichtigt, sodass später sobald die Fenster und Kästen verbaut sind ein etwa 2-3 cm breiter Spalt verbleibt, damit die Unterkonstruktion besser ablüften kann. 

Kommende Woche geht es weiter. Ich werde hier noch ein paar Konstruktionsdetails posten.

Ganz klar ist für mich noch nicht, ob ich die Unterkonstruktion überwiegend horizontal verbauen soll oder doch besser vertikal. Die Traglattung würde nun derzeit nur punktweise auf der Unterkonstruktion aufliegen (alle 600mm) und könnte damit besser ablüften. Hätte dabei aber weniger Steifigkeit.  - was meint ihr hier dazu?
(Im CAD-Screenshot oben ist die Unterkonstruktion auch horizontal gezeichnet.)

Liebe Grüße - Birnbaumax

  •  Amateure
20.4.2026  (#1)
Betreffend Unterkonstruktion: entweder ich versteh etwas falsch, aber falls nicht: sollte die Ebene nicht jedenfalls eine vertikale Belüftung ermöglichen?

betreffend den Deckprofilen: wir haben auch eine Deckschicht aus naturbelassenen Lärche Nut Feder Profilen mit schwarz lackierter Feder. Sowas kann ich nach wie vor empfehlen. Nur mit der Ausführung der Hausaußenkanten bin ich leider nicht zufrieden. Das wurde bei uns auf Gehrung mit 2 mm Abstand gemacht (hab ich mir leider kurzfristig so einreden lassen). Schaute erstmal sehr schön aus, aber schon nach kurzer Zeit haben sich die Profile verdrillt/ gekrümmt und die Stöße an den Hauskanten sind teilweise ganz schön offen bzw je nachdem wo die erste Schraube stecken die Profile nicht mehr ordentlich ineinander (Nut und Feder). Dass die Profile nur 21 mm stark sind hilft sicher auch nicht, aber ich glaube das hätte auch mit stärkeren passieren können dass sie sich verdrillen und verbiegen. 

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  •  Akani
20.4.2026  (#2)
Holz ist ein arbeitendes Produkt, damit sollte man(n) oder auch Frau leben können

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  •  Innuendo
  •   Gold-Award
20.4.2026  (#3)
  • 16mm DWD diffusionsoffene Nut-Feder Schalung
warum? Um das Gewicht der Begrünung bzw. Seile zu verteilen?

Mein DIY seinerzeit: https://www.energiesparhaus.at/forum-holzfassade-vws-uebergaenge-und-daemmung/34388

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  •  BirnbauMax
23.4.2026  (#4)

zitat..
Amateure schrieb: Betreffend Unterkonstruktion: entweder ich versteh etwas falsch, aber falls nicht: sollte die Ebene nicht jedenfalls eine vertikale Belüftung ermöglichen?

Die Unterkonstruktion dient zur Aufnahme der Dämmung, und trägt die Traglattung welche die Hinterlüftungsebene (3cm) bildet. 

zitat..
Amateure schrieb: betreffend den Deckprofilen: wir haben auch eine Deckschicht aus naturbelassenen Lärche Nut Feder Profilen mit schwarz lackierter Feder. Sowas kann ich nach wie vor empfehlen.

ist derzeit auch noch mein Favorit - bin mir aber nicht sicher ob die schwaze lackierung der Feder mit den Jahren nicht unansehnlich wird? Wie sieht es bei dir noch aus? 

zitat..
Innuendo schrieb: 16mm DWD diffusionsoffene Nut-Feder Schalung

Ursprünglich war eine offene Holzfassade geplant - nachdem ich nicht wollte dass sich kleines Getier in der Dämmebene ein Zuhause baut, würde ich die Dämmebene mit der DWD N+F Platte schließen. Lt. Hersteller wäre diese Nagetiersicher. 
Jetzt wo eine geschlossene Holzfassade geplant ist, wäre diese eigentlich nicht mehr wirklich notwendig. Meine überlegung wäre noch zwecks Schallschutz.

zitat..
Innuendo schrieb: Mein DIY seinerzeit: https://www.energiesparhaus.at/forum-holzfassade-vws-uebergaenge-und-daemmung/34388

Hast du sehr schön umgesetzt! Hast du noch ein paar Details zu den Laibungen, speziell die Abschlüsse der Raffstorekästen? Hier bereitet mir die richtige Einbindung der Fassadenbahn noch etwas Kopfzerbrechen.




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  •  precision
  •   Bronze-Award
23.4.2026  (#5)
Verstehe ich das richtig, dass du nicht die übliche Kombination Vertikallattung+Horizontallattung machst?
Stopfst du dann die Hohlräume mit Wärmedämmung aus? Wie hinderst du die Wärmedämmung dagegen, dass sie im Lauf der Zeit weiter nach unten rutscht? 
Bei üblichen kreuzweisen Lattung wird die Dämmung schon sehr gut am Abrutschen gesichert. 20cm WD hat schon ganz schön Gewicht.

Auch hat man bei der kreuzweisen Lattung kaum Schwachstellen in der Wärmedämmung. Durch die Ecobox wird der Anteil an Schwächung höher.
Ich bin da offen gesagt nicht ganz überzeugt.
Natürlich ist Holz (und somit die Ecobox) schon per se eine passable Wärmedämmung, aber Mineralwolle ich trotzdem noch eine ganz andere Hausnummer im Vergleich.

Die Begrünung finde ich sehr cool. Auch die Kombination mit Holzfassade für mich eher ungewöhnlich klingt. An was für Pflanzen habt ich da gedacht? 

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  •  BirnbauMax
23.4.2026  (#6)

zitat..
precision schrieb: Verstehe ich das richtig, dass du nicht die übliche Kombination Vertikallattung+Horizontallattung machst?

Ja richtig - durch die höhere EcoBox erspare ich mir die kreuzweise Unterkonstruktion.
Es befindet sich alle 600mm eine waagrechte Unterkonstruktion - ich denke dadurch sollte es nicht absacken können. Zusätzlich bin ich am überlegen ob ich die Platten jeweils 2x andüble, oder mit Klebespachtel aufgezahnt auf den Rohbau zu kleben.
Als Dämmstoff würde ich gerne Mineralwolle nehmen, wegen der höheren Masse, und daher Schalldämmung. (zb.: diese hier: Fassaden-Dämmplatte VENTI PRO https://knauf.com/de-AT/p/produkt/fassaden-daemmplatte-venti-pro-26569_4301#documents)
Ich denke wesentlich ist dass diese ausreichend hydrophobiert ist. 

zitat..
precision schrieb: Auch hat man bei der kreuzweisen Lattung kaum Schwachstellen in der Wärmedämmung. Durch die Ecobox wird der Anteil an Schwächung höher.

Bei einer kreuzweisen lattung wäre direkt an den Kreuzungspunkten λ bei ~0,12 W/mK (massives Nadelholz). An den Stellen wo die halbe Dämmung die Unterkonstruktion überlappt dann λ= 0,036 für die Dämmung und λ = ~0,12 für das Holz - ergibt über die Dämmebene im Mittel somit λ = ~0,078.
Die EcoBox gibt lt. Datenblatt λ = 0,072 an, was somit in der Dämmwirkung in der Fläche gesehen einer kreuzweisen Lattung mit 10x8 KVH nahezu ident wenn nicht sogar etwas besser wäre. 
Ich denke für eine kreuzweise Lattung würde man eher 2 Lagen 10x10 KVH nehmen und damit schlechter abschneiden.

Es gibt von Lignotrend spezielle Dämmständer (https://lignotrend.com/produkte/fassade/daemmstaender)
Ich denke aber dass diese teurer kommen würden da exotischer, zudem kann ich aus diesen nicht meine Attika als auch die Laibungen ausbilden, und würde zusätzliches Material benötigen.

zitat..
precision schrieb: Die Begrünung finde ich sehr cool. Auch die Kombination mit Holzfassade für mich eher ungewöhnlich klingt. An was für Pflanzen habt ich da gedacht? 

Wenn dann das Holz vergraut, decken die Pflanzen hoffentlich etwas die Fassade ab, und geben wieder Farbe auf der Fassade :)
Ich denke es ist wesentlich keine selbst-klimmenden Pflanzen zu nehmen, und die Begründung mit ausreichend Abstand (~10cm) vom Holz wachsen zu lassen, sodass das Holz noch gut ablüften kann. 
Wir werden voraussichtlich nur seil-rankende Pflanzen wählen - soweit damit kontrollierbar wohin die wachsen wenn sie sich wohlfühlen.


 


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  •  precision
  •   Bronze-Award
23.4.2026  (#7)

zitat..
BirnbauMax schrieb:

Ja richtig - durch die höhere EcoBox erspare ich mir die kreuzweise Unterkonstruktion.
Es befindet sich alle 600mm eine waagrechte Unterkonstruktion - ich denke dadurch sollte es nicht absacken können. Zusätzlich bin ich am überlegen ob ich die Platten jeweils 2x andüble, oder mit Klebespachtel aufgezahnt auf den Rohbau zu kleben.

Genau an soetwas hab ich auch gedacht. Das kann ich mir gut vorstellen. 
Das Abrutschen ist natürlich auch von vielen Faktoren abhängig: wie steif ist Dämmung. Wie sehr ist sie eingeklemmt. Wie schwer ist die Dämmung? Wie glatt ist das Holz (sägerau vs. gehobelt)? 

Zu den Pflanzen:
Nicht-kletternde sind auf jeden Fall ratsam.
Ich habe kürzlich bei meinem Schuppen die Aussenwände neu gemacht, da der Efeu vom Nachbarn reingewachsen ist.
Leck-mich-am-A - das ist ein Teufelszeug!! So fette Triebe und kriecht in jede Ritze und zerstört das Holz.

Ich habe eine Pergola, die mit einer Trompetenblume berankt ist. Die wird auch gerne  an Fassaden verwendet und klettert nicht, allerdings kann sie auch Dinge überwallen, daher würde ich sie nicht in der Nähe einer Dachrinne setzen.

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  •  bluefox
  •   Bronze-Award
23.4.2026  (#8)
Hast du dir mal überlegt, die Fassade mit Zellulose auszublasen? Die Konstruktion wäre eigentlich ideal dafür wenn du stockwerksweise noch ein Trennholz einschraubst.

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  •  Innuendo
  •   Gold-Award
23.4.2026  (#9)

zitat..
BirnbauMax schrieb: Hast du sehr schön umgesetzt! Hast du noch ein paar Details zu den Laibungen, speziell die Abschlüsse der Raffstorekästen? Hier bereitet mir die richtige Einbindung der Fassadenbahn noch etwas Kopfzerbrechen.

Was willst genau wissen? Hab so einiges getrickselt mit der UK und den Abschlüssen aber war einfacher als gedacht. Die Traglatung ist mehr oder weniger mit den Kästen bündig und die Rhombusleisten laufen fliegend darüber. Hab sie aber bei einem langen Kasten mehrere in sich verschraubt mit einem Metallband damit sie nicht irgendwann durchhängen anfangen.

Bei der Winddichtung/Fassadenbahn hab ich alles mit dem speziellen Klebeband verklebt. Das hält sogar am Putz. Nun nach 10 Jahren noch keine Mängel an der Holzfassade. Auch Insekten gehen lieben in die Raffstorekästen oder unters Blech als in die luftige Fassade.
Den Putz musste ich hingegen schon sanieren. 😁


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  •  BirnbauMax
26.4.2026  (#10)

zitat..
Innuendo schrieb: Was willst genau wissen? Hab so einiges getrickselt

Bei mir ist der Raffstorekasten bei der Terasse etwa 3m lang - da werde ich auch mit Metall etwas nach oben aussteifen müssen denke ich. 
Hast du beim Laibungsbrett zur Laufschniene der Raffs noch ein Kompriband gesetzt, oder einen Spalt gelassen?

zitat..
bluefox schrieb: Hast du dir mal überlegt, die Fassade mit Zellulose auszublasen? Die Konstruktion wäre eigentlich ideal dafür wenn du stockwerksweise noch ein Trennholz einschraubst.

Das Angebot was mir vorliegt, ist wesentlich teurer als mit Mineralwolle. Zudem sagt mir die chemische Behandlung der Zellulose nicht so zu, um diese beständig gegen Pilze und Getier zu machen. Hierzu finde ich recht wenig Information.
Mineralwolle schmeckt niemanden, einzig beim Bindemittel der Fasern muss man aufpassen - hier gibt es auch mehr oder weniger "giftige" Varianten, wobei mir wichtig ist dass der Dämmstoff im Fall der Fälle auch mit Feuchtigkeit nicht gleich stirbt.

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Die letzten Tage bin ich etwas voran gekommen - die Hauptachsen der Unterkonstruktion sind montiert und eingerichtet. 
Das hat sich etwas komplizierter erwiesen als gedacht, hier schöne Ebenen der Fassadenseiten einzurichten. Der Rohbau weicht auf einer Höhe von 6m auf der Nordseite um etwa 2-3 cm vom Soll ab, da musst ich mit der Konstruktion entsprechend abrücken um keinen Knick in der Fassade zu haben.

Befestigt habe ich vorerst überwiegend mit Schlagankern an den Betondecken - erst wenn alles in Position ist werde ich mit den Injektionsdübeln den Rest im Mauerwerk verankern.

Wichtig war für nun die Konstruktion der Attika fertigzustellen da der Schwarzdecker morgen mit seiner Arbeit beginnen wird.


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Ausgeführt habe ich die Verkleidung der Attika mit 22mm 3-Schicht platten. Mit der 20x8cm Unterkonstruktion ist der Aufbau extrem steif. 


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Dadurch dass ich nun die Unterkonstrukion direkt als Attika nutze, habe ich mir Arbeit und Kosten gespart, indem keine eigenständige Attika aufgemauert werden musste.

Die Unterkonstruktion der Fassade hätte ich ohnehin bis ganz rauf zur Attika führen müssen. Mehr Material war somit nur die Verkleidung der Hochzüge innen. 

Ich frage mich wieso man so eine Konstruktion sonst nicht sieht in Kombination mit einer Holzfassade?

Nur auf der zum Nachbarn hin gekoppelten Seite musste ich wegen Brandschutz mit Porenbeton aufmauern.


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(hier noch vor der Attikaverkleidung) - links die Porenbetonattika mit 5° Schrägschnitt.

Die bereits auf richtige Breite zugeschnittenen Platten habe ich mir zum Glück direkt aufs Dach liefern lassen.

Der Bitumenvoranstrich war schnell erledigt - verwendet habe ich Sika Titanol S - in der Ergiebigkeit und Haftung kein Vergleich zu den Lösungsmittelfreien Alternativen aus dem Baumarkt. Kleiner Rausch durch die gesunden Bezindämpfe direkt inklusive (...)


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Verschraubt habe ich die Attikaplatte mit einem Keilholz direkt in die Unterkonstruktion mit 8x80 Schrauben alle 60cm um ein 5° Gefälle nach innen herzustellen. 

Aufwand der Unterkonstruktion bislang war: 4 volle Arbeitstage zu zweit,
dann Attika verkleiden, wobei zum gekoppelten Nachbarn hin eine recht komplizierte Verschneidung ist, nochmal ein voller Tag.

Die restliche Unterkonstruktion sollte sich nun wesentlich einfacher montieren lassen, da ich "nur" mehr zwischen den bestehenden Trägern einschrauben muss. 

Der Stapel an Holz lichtet sich jedenfalls 🙃

Die Holzfassade macht jetzt mal Pause, bevor die Fenster kommen, muss ich innen noch zumindest die Innenwände fertig aufstellen und die gröbsten Stemmarbeiten hinter mir haben.

Liebe Grüße - Birnbaumax

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  •  bluefox
  •   Bronze-Award
26.4.2026  (#11)
Was mir noch bei den Fotos aufgefallen ist - wie befestigst du die Raffstore? Wir haben eine ähnliche Konstruktion bei der Fassade gebaut (die Eco-Box gab es noch nicht daher diy) und zur Befestigung der Raffstore in die Unterkonstruktion über den Fenstern noch ein zusätzliches Brette als Schraubuntergrund eingebaut.

In das Brett wurden dann die Raffstore eingeschraubt und wir haben uns so den Raffstore-Kasten gesparrt, da wir sowieso die Schienen auf der Alu-Schale befestigen wollten.

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  •  BirnbauMax
26.4.2026  (#12)

zitat..
bluefox schrieb: wie befestigst du die Raffstore?

lt. Fensterbauer soll ich über der Rohbauöffnung 200mm nach oben frei lassen. Der Kasten wird von oben auf die Laufschienen montiert und die Laufschienen auf die Fenster geschraubt.
Ob das wirklich so aufgeht bin ich mir noch nicht sicher.


zitat..
bluefox schrieb: haben uns so den Raffstore-Kasten gesparrt

davon wurde mir abgeraten vom Fensterbauer, es wird ein Kasten verbaut von Schlotterer.




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  •  Innuendo
  •   Gold-Award
27.4.2026  (#13)

zitat..
BirnbauMax schrieb: Hast du beim Laibungsbrett zur Laufschniene der Raffs noch ein Kompriband gesetzt, oder einen Spalt gelassen?

Alles mit Kompribänder. Der einzige Nachteil, manche Insekten fressen da ein wenig drann.... Hab das aber nur an einer Stelle beobachten können.


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  •  Panorama
  •   Silber-Award
1.5.2026  (#14)
Zur Dämmung: Ich habe mich mit verschiedenen Dämmstoffen beschäftigt. Einer davon ist Mineralwolle. Bin da auf Isover Ultimate gestoßen und habe mir ein Paket fürs Testversuche bestellt (180 mm).

Vorteil Isover Ultimate gegenüber üblicher Mineralwolle: Es hat sehr hohe Rückstellkräfte. D.h. man kann es bei der Verarbeitung komprimieren und es nimmt seine ursprüngliche Form wieder ein. Normale Mineralwolle hat diese Rückstellkräfte nicht und es bleiben Dellen.


Weiterer Vorteil: geringes Gewicht als übliche Mineralwolle und sehr gute Klemmwirkung  innerhalb der Gefache.

Was die Aufnahme von Feuchtigkeit anbelangt, habe ich Bewitterungsversuche gemacht. Ein Würfel des Materials liegt seit einigen Wochen im Freien. Nach starkem Regen ist der Würfel sehr nass, trocknet bei  trockenem Wetter aber innerhalb von Stunden wieder vollständig ohne erkennbare Materialveränderungen. 
Da sich bei mir inzwischen Änderungen ergeben haben, kann ich gerne Musterwürfel zuschneiden und versenden.

Die gesamte Konstruktion gefällt mir übrigens sehr gut; vor allem die Attika. Sehr professionell!


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  •  BirnbauMax
2.5.2026  (#15)

zitat..
Innuendo schrieb: Alles mit Kompribänder. Der einzige Nachteil, manche Insekten fressen da ein wenig drann...

Dann muss ich wohl die passende Geschmacksrichtung finden 😜


zitat..
Panorama schrieb: Ich habe mich mit verschiedenen Dämmstoffen beschäftigt. Einer davon ist Mineralwolle. Bin da auf Isover Ultimate gestoßen

Sehr interessant! Welche hast du noch getestet? Was mich bei der ultimate wundert ist, dass sie eine sehr geringe Dichte in Vergleich zu üblicher Steinwolle hat - da hätte ich derzeit in Bezug zum Schallschutz noch bedenken. Isover behauptet allerdings bessere Schallschutzeigenschaften zu haben. 
Die Ultimate wirbt auch damit kompakter versendet werden zu können - ich frage mich was deren Mischung ausmacht? Es steht auch nicht dass es Steinwolle wäre - nur etwas in die Richtung. 


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  •  Panorama
  •   Silber-Award
2.5.2026  (#16)
Ich habe meinen Pufferspeicher zusätzlich gedämmt. Dafür habe ich alukaschierte Glaswolle verwendet. Es fehlten am Ende ca. 30 cm Breite auf einer Länge von ca. 1,80 m. Da es die Glaswolle nur in einer grossen Verpackungseinheit gab, habe ich stattdessen eine alukaschierte Mineralwolle bestellt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Mineralwolle keinerlei Rückstellkräfte besitzt. Das ist in der Verarbeitung nachteilig. 

Bei Isover Ultimate handelt es sich m.E. um Mineralwolle mit den Eigenschaften von Glaswolle.

Die Pakete Ultimate werden vorkomprimiert geliefert. D.h. nach dem Aufschneiden der Verpackungsfolie, dehnen die Dämmplatten sich auf die jeweilige Stärke aus.

Urprünglich wollte ich PIR als Dämmung verwenden. Auf der inzwischen stark reduzierten Fläche, werde ich das auch verwenden, da ich das noch von der Dämmung der Kellerdecke übrig habe. Für das ausdämmen von Gefachen, wie in deinem Fall, ist dieser Dämmstoff aber ungeeignet.


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  •  BirnbauMax
1.6.2026  (#17)
Die restliche Unterkonstruktion war verhältnismäßig schnell montiert. 
Unterschätzt hatte ich noch den Aufwand für die restliche Verankerung am Rohbau. Gesetzt habe ich knappe 250 Injektionsdübel mit Winkel. 
Damit das leichter von der Hand ging, habe ich mir eine akku-kartuschenpresse für den Injektionsmörtel zugelegt. 


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Die Fenster konnten nun eingebaut werden.


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Die Fenster wurden innen mit SIGA Fentrim IS 20 und außen mit SIGA Fentrim IS 2 vor dem Einbau verklebt und dazwischen ausgeschäumt. Der Anschluss vom Klebeband außen erfolgte nicht gegen unser Mauerwerk sondern auf die Holzunterkonstruktion. Die Winddichte / Schlagregen dichte Ebene liegt außerhalb der Dämmebene. 

ich habe mich nun für die Isover Ultimate entschieden - danke für den Tipp! 
Preislich war diese aufgrund der geringen Entfernung zum Werk auch von vorteil. 

Geliefert werden die die Platten wirklich stark kompirmiert.


2026/20260601870999.jpg

hier ist etwa 1/3 der gesamtmenge zu sehen.

Ich habe aufgrund des Ausgleichs in der Fläche zwischen 21 und 23cm Platz für die Dämmung. Nachdem es keine 22cm Dämmung gab, habe ich mich für zwei Lagen - einmal mit 14cm und einmal mit 8cm entschieden. 

Bevor die Raffstore montiert werden können, müssen die Laibungen und Fensterbänke noch fertig vorbereitet werden, da später hinter den Raffstoreschinen nun wenige mm verbleiben.

Etwa 2 Tage lang XPS Platten zurechtschneiden später, waren dann die Laibungen fertig vorbereitet.
Mit dem Fentrim 2 habe ich wiederum am Fensterstock die Winddichtbahn angeschlossen, dann das XPS dahinter geschoben und mit PU Schaum am Holz verklebt, und mit Tellerdübel noch zusätzlich verschraubt.
Später kommen hier dann noch Laibungsbretter Senkrecht drüber mit etwa 10mm Abstand.


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Unter der Fensterbank habe ich das XPS mit 10mm Abstand zur endgültigen Fensterbank Ebene geschnitten und die 5° dabei eingehalten. Als zweite Wasserführende Schicht habe ich einen 0,6mm EPDM Dichtlappen mit 10cm Hochzug in die Laibungen an den Fensterstock angeflascht. Den Dichtlappen habe ich mit dem integrierten Butyl Klebestreifen am Fensterstock festgeklebt, und dabei nach innen quasi eine Wanne gebildet. - Ein "Gewerkeloch" gibt es somit nicht. 

Besser wäre es gewesen ich hätte die senkrechten Laibungs-Winddichtbahnen in die EPDM "Wanne" laufen lassen. Allerdings wäre mir das von der Verarbeitungsreihenfolge nicht möglich gewesen. Mit dem Flex Ultra Band habe ich diesen Übergang dann wieder gelöst. Viel Wasser ist hinter dem senkrechten Laibungsbrett ohnehin nicht zu erwarten. 

Den Dämmkeil unter den Fensterbänken habe ich aus XPS Resten und meinen Heißdrahtschneider herstellen können. 

Nachdem die Unterkonstruktion +-10mm an Position war, musste jede Laibung und jeder Dämmkeil den Gegebenheiten maßgefertigt werden. Zusätzlich erschwert hat noch, dass die äußeren Bänder vom Fenstereinbau und den Schaum dazwischen nach außen ausgebaucht sind, und somit die XPS Platten an diesen Stellen ausgeklinkt werden mussten, sodass die Platte möglichst satt am Stock anliegen kann.
Damit dann kein Hohlraum verbleibt habe ich Injektionskanäle in die Platten geschnitten - sobald die Raffstore fertig montiert sind, kommt hier nochmal PU Schaum nach hinten sodass keine vertikalen Hohlräume verbleiben. Bei einem Fenster habe ich das ohne der Schienen getestet - funktioniert insofern gut, nur kann es passieren dass es die Winddichtbahn dann richtung Fenster aufbläht sofern das XPS hinten einen Spalt hat wo der PU Schaum hindurch kann. - daher mache ich diesen Schritt erst sobald die Schienen drinnen sind.


2026/20260601307551.jpg

Verbaut habe ich Alfa UDB 165, teilweise habe ich Details mit Alfa Flex Ultra verklebt - sehr zu empfehlen - das Klebeband hält auf allem und permanent. Leider konnte ich nur eine 75m² Rolle beziehen, und sitze nun auf einen großen Rest der UDB... 

Die DHF (Dach/Wandplatten) Platte mit 15mm Stärke schließt dann die Dämmebene und steht beim XPS der Laibungen und Fensterbank über. An diese wird dann die Winddichtbahn sowie das EPDM Band angebunden.

Das Fassadenholz habe ich mir auch schon liefern lassen.
Das Rennen hat das Profil REMA Kontrastline Lärche mit Schwarzer Feder aus heimischer Lärche gewonnen.
Ich hatte es nicht übers Herz gebracht eine Kanadische oder Sibirische Lärche zu verbauen. - auch wenn diese mitunter minimal günstiger und auch winderstandsfähiger gewesen wäre.


2026/20260601294009.jpg

Gleich beim ersten augepackten Paket ist mir eine sehr verdrehte Latte entgegengesprungen - Qualität der Latten sollte auch VEH A/B sein - ob das wirklich stimmt wird sich erst beweisen wenn ich alle Pakete einmal durchgesehen habe. 

2026/20260601877389.jpg

Das Ausgebesserte Astloch sieht mal nicht so fein aus. Was nicht in die Spezifikaiton passt wird aussortiert, und dem Lieferanten zurückgegeben.

Hier die Übersicht der Bretter - sehr durchmischt, mal linke, mal rechte Seite, mal Mark, mal Seitenbrett. 


2026/20260601585563.jpg

Vorerst mal unter einer Plane verstaut...

Ich muss jetzt bevor es mit dem Ausdämmen und zuschalen weitergeht noch den Sockel soweit fertig bekommen. Im Nachgang wäre das etwas schwieriger da die Holzfassade minimal über den Sockel überragt.

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