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Massiv oder moderner Holzbau 2026 – was ist wirklich zukunftssicher?

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  •  Holzhaueser
6.4. - 10.4.2026
20 Antworten | 14 Autoren 20
20
Hallo zusammen,

ich sehe gerade, dass viele Bauherren 2026 wieder vor der großen Frage stehen:
Massivbau oder moderner Holzbau?

Die Meinungen gehen extrem auseinander – von „Ziegel hält ewig“ bis „Holzbau ist die Zukunft“. 
Was mich aber wirklich überrascht hat: Es gibt inzwischen kleinere, spezialisierte Holzbau‑Anbieter, 
die technisch auf dem gleichen Niveau wie die großen Marken arbeiten, aber flexibler planen und 
preislich oft deutlich angenehmer sind. 

Mich würde interessieren:
Wie habt ihr eure Entscheidung getroffen? 
Welche Erfahrungen habt ihr mit modernen Holzriegel‑ oder CLT‑Systemen gemacht? 
Und glaubt ihr, dass Massivbau in 30–40 Jahren wirklich im Vorteil ist – oder hat Holzbau inzwischen aufgeholt?

Freue mich auf eure Erfahrungen und ehrliche Meinungen!

  •  pred
  •   Bronze-Award
6.4.2026  (#1)
Massiv wegen höherem "Schallschutz", Wärmespeicher durch Betondecken, mögliche Eigenleistungen, potentiell höherer Wiederverkaufswert
Persönlich traue ich einem massiv gebautem Haus auch nach wie vor eine längere Lebensdauer zu


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  •  Akani
6.4.2026  (#2)
Wir haben Holzblock gebaut.
Eigentlich eher aus dem Grund weil für uns Holz ein sehr Angenehmer Baustoff ist. Thema Haltbarkeit steht sehe ich das Steinhaus nicht im Vorteil, denke eher an gleichauf. 
Holzriegel ist meiner Mrinung nach zwar Thema Dämmung zu Windstärke Vorteilhaft, die Masse halt benachteiligt.
Jedes System hat sein für und wieder. Bei guter und richtiger Ausführung würde bei uns ein Steinhaus an letzter Stelle stehen wenn ich mir den Wandaufbau aussuchen kann.
Es muss auch nicht immer BKA BKA [Betonkernaktivierung] sein weils der einzige Vorteil im MassivSteinHaus ist, mMn

1
  •  TobiK
  •   Silber-Award
6.4.2026  (#3)
Wir bauen Keller/UG in Ortbeton und dann zweigeschossig Holzriegel. Der Baustoff ist ökologisch klar im Vorteil, bauphysikalisch macht es auch Sinn, passt gut zu der Eigenleistung, die wir machen (Elektro/Installationen/Innenausbau) und war in unserem Fall nicht wirklich teurer als massiv. Thema Wiederverkaufswert ist nachrangig für uns und da ein großer Teil an Neubauten Fertighaus in Holzriegelbauweise ist, wird das zukünftig m.E. auch nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

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  •  Elohtihs
6.4.2026  (#4)
50/50

50 %CLT in 100mm und Aufständerung mit Zellulose
50% Ortbeton und auch Aufständerung mit Zellulose

Beton zum Teil mit BKA BKA [Betonkernaktivierung]. Geht auch ums Thema Schallschutz (direkt an einer Bundesstraße >5 m)

CLT ab 1.OG zum Teil. Sehr schnelle Montage, passgenau und mit vorkonfektionierten Fräsungen ziemlich genial (Elektro) 

Wegen der Bauphysik Zellulose und HWF Dämmplatten 

Hat beides meiner Meinung nach Erfahrung seine Berechtigung 

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  •  hellsayer
  •   Gold-Award
7.4.2026  (#5)
Also ich kann nur sagen: ökologisch bin ich einfach zu wenig informiert. Aber bei Preisparität würde ich immer massiv bauen, weil es wenn dann Vorteile hat. Und auch wenn bei korrekter Ausführung die Gesamthaltbarkeit vermutlich eher gleichwertig zu sehen ist, sind die Auswirkungen bei fehlerhafter Ausführung beim Holzhaus wesenlich schwerwiegender. Wenn man dann ohnehin mit Vollkeller baut, würde ich dann keinen Sinn sehen, zu Holz überzugehen. Ich kann nur sagen, dass alle Holzhäuser, in denen ich in den letzten 5 Jahren war (alle Neubau), man sofort die Bauart gemerkt hat. Innen wesentlich hellhöriger sowie deutlichere Wahrnehmung der Aussentemperatur bzw. viel schneller Übertragung nach innen. Der einzige wirkliche Vorteil ist die Baugeschwindigkeit und die mögliche Eigenleistung. Wenn das keine Faktoren sind, würde ich immer massiv bauen. Ökologisch ist ein EFH sowieso ein Wahnsinn ME unabhängig von der Bauart.

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  •  coisarica
  •   Gold-Award
7.4.2026  (#6)
Warum sollte man sich überhaupt auf ein einzelnes Baumaterial festlegen?

Ein interessanter Ansatz ist aus meiner Sicht der Mischbau: außen Holz, während alle erdberührten Bauteile, tragenden Innenwände sowie die Geschossdecken in Beton ausgeführt werden. So lassen sich die Vorteile beider Systeme kombinieren - hohe Speichermasse und Robustheit auf der einen Seite, sehr gute Dämmwerte auf der anderen. Gleichzeitig bleibt das Ganze oft kostenseitig gut beherrschbar.

Wichtig ist mir dabei die Differenzierung beim Holzbau. Gemeint ist klassischer, zimmermannsmäßig geplanter und ausgeführter Holzbau. Den würde ich nicht mit stark standardisierten, primär auf Wirtschaftlichkeit optimierten Fertighauslösungen gleichsetzen.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
7.4.2026  (#7)

zitat..
hellsayer schrieb:

Also ich kann nur sagen: ökologisch bin ich einfach zu wenig informiert. Aber bei Preisparität würde ich immer massiv bauen, weil es wenn dann Vorteile hat. Und auch wenn bei korrekter Ausführung die Gesamthaltbarkeit vermutlich eher gleichwertig zu sehen ist, sind die Auswirkungen bei fehlerhafter Ausführung beim Holzhaus wesenlich schwerwiegender. Wenn man dann ohnehin mit Vollkeller baut, würde ich dann keinen Sinn sehen, zu Holz überzugehen. Ich kann nur sagen, dass alle Holzhäuser, in denen ich in den letzten 5 Jahren war (alle Neubau), man sofort die Bauart gemerkt hat. Innen wesentlich hellhöriger sowie deutlichere Wahrnehmung der Aussentemperatur bzw. viel schneller Übertragung nach innen. Der einzige wirkliche Vorteil ist die Baugeschwindigkeit und die mögliche Eigenleistung. Wenn das keine Faktoren sind, würde ich immer massiv bauen. Ökologisch ist ein EFH sowieso ein Wahnsinn ME unabhängig von der Bauart.

Dann warst du vermutlich in schlecht geplanten und/oder ausgeführten Holzhäusern bzw. billigen oder billig ausgeführten Fertighäusern. Meine Eltern haben ca. 2000 nochmal neu gebaut und ein Passivhaus in Holzriegelbauweise gebaut. Das Klima im Haus ist deutlich angenehmer als viele Massivbauten noch heute - dank der hohen Phasenverschiebung. Wozu jeder tendiert ist ja eine individuelle Entscheidung und auch teilweise subjektiv, was man aber unabhängig von der Bauweise machen sollte, ist sich mit Bauphysik bzw. Wandaufbauten genauer beschäftigen. 


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  •  AndiBru
  •   Gold-Award
7.4.2026  (#8)
Ich denke es ist so ein Thema, was ist besser, Benzin oder Diesel Auto oder jetzt sogar Elektro.

Alles hat seine Vor und Nachteile, also ich denke dass kann man pauschal nicht sagen.

Für mich käme nur massiv in Frage wegen Feuchtigkeits Schäden und dass man überall etwas aufhängen kann wir haben auch keine Rigips Wände oder so, aber gut wir haben viel Hängen.

LG 

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  •  schurlmaster
  •   Bronze-Award
7.4.2026  (#9)
Glaubenskampf. 

Ich meine 98% der Leute merken keinen Unterschied und viel ist Einbildung beim wohnkomfort. 

Generell hängt bei schallschtz viel mehr von den Anlage der Räume, Fenster und Türen ab. Bester schallscutz bringt nichts bei billigen Türen. 
add Temperatur bei gleichen Standard merkst keinen unterschied hier spiele Verschattung, Fenster und Lüftung viel größere Rolle als ob massiv oder holz.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
7.4.2026  (#10)
Faktor Zeit ist sicher ein Vorteil für Holz

Ansonsten sehe ich da bei massiv deutlich mehr Vorteile, es geht mehr Eigenleistung, es verzeiht deutlich mehr Fehler und spätere Zubauten lassen sich deutlich einfacher umsetzen, gerade wenn man auch die Maintanence selbst übernimmt sehe ich beim Ziegel und möglichen Renovierungen auch nur Vorteile

Wenn ich an die blaue Lagune denke wusste ich ab der Stiege sofort ob es ein Holzhaus ist, es hat einfach geschwungen, ich wurde da direkt seekrank, einzig Elk war von der Seite angenehmer, da die Betondecken samt Säulen verbauen, dadurch sind nur die Wände aus Holz und nicht das gesamte Gebäude 

Es kommt auch drauf an wo man baut, im Tal wo es mal zu Hochwasser kommen kann würde ich kein Holzhaus bauen, über die Lebenszeit steckt mMn ein Massivbau Wasser deutlich besser weg

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
7.4.2026  (#11)

zitat..
Lu1994 schrieb: Wenn ich an die blaue Lagune denke wusste ich ab der Stiege sofort ob es ein Holzhaus ist, es hat einfach geschwungen, ich wurde da direkt seekrank, einzig Elk war von der Seite angenehmer, da die Betondecken samt Säulen verbauen, dadurch sind nur die Wände aus Holz und nicht das gesamte Gebäude 

Bist du dir wegen Elk sicher? Habe mir im Elk Vision genau das gleiche gedacht und mich gefragt, wie sie die Decke wohl bauen😀Bin sogar hoch gesprungen und der Boden hat quasi null geschwungen.
Sorry für OT OT [Off Topic] :-D


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  •  Akani
7.4.2026  (#12)
Ich weiß ja nicht an welche pappdeckelhütten @ Lu  da teilweise geraten bist, aber schon etwas übertrieben mit Seegang.
Auch wennst ständig Wassereintritt hast bist heutzutage mit Stein auch nicht recht besser gestellt.
Hatten letztes Jahr genug Unwetteropfer, auch hier im Forum
Wenns vernünftig gebaut wird schwingt da genau gar nix. 

1
  •  kernoel
  •   Gold-Award
8.4.2026  (#13)

zitat..
Lu1994 schrieb: da die Betondecken samt Säulen verbauen, dadurch sind nur die Wände aus Holz und nicht das gesamte Gebäude 

Da haben'S Dir einen Schmäh erzählt. 




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  •  kernoel
  •   Gold-Award
8.4.2026  (#14)

zitat..
Lu1994 schrieb: Es kommt auch drauf an wo man baut, im Tal wo es mal zu Hochwasser kommen kann würde ich kein Holzhaus bauen, über die Lebenszeit steckt mMn ein Massivbau Wasser deutlich besser weg

Nach Hochwasser sind Holzhäuser oft viel leichter zu sanieren. 


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  •  sudiger
9.4.2026  (#15)
Was ist ein Massivbau? 

Material Dichte kg / m3
Beton 2400
Ziegel voll 1530
Porotherm 38er 745
Porotherm 50-20 720
Brettsperrholz 500
Porembeton 350 - 700
Fichte  430-470


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  •  AnnaP
9.4.2026  (#16)
Wir haben uns für den modernen Holzriegel entschieden und würden es immer wieder so machen!

Und ich muss gestehen, wir haben einen definitiv besseren Schallschutz wie das Massiv gebaute Haus meiner Schwiegereltern mit 50iger Ziegeln Ende 2000er gebaut in dem wir kurz übergangsweise im Obergeschoss gewohnt haben. Wir konnten vorm Haus ganz genau hören, wer im Haus Radio hört und was er hört obwohl das jetzt wirklich nicht extrem laut aufgedreht war. Und das bei einer 50iger Außenwand. Wir haben auch eine 50iger Außenwand, aber durch verschiedene Materialien des Riegels (mit Zellulose)+gedämmter Installationswand (5cm Sonorock, OSB, Rigips), außen auf dem Riegel ist auch noch zusätzlich Holzfaser drauf und dann die Lattung für die Schindelffassade.
Die Zwischendecken waren so hellhörig. Wir konnten genau hören, wenn im Stock unter uns gerade jemand von A nach B geht. Selbst wenn im Keller die Kellertür einfach nur 'ins Schloss' gefallen ist, nicht mal zugeknallt wurde, konnten wir das bis ganz oben trotz eingeschaltetem TV hören.
Auch die Zwischenwände in dem Massivhaus waren aus Ziegel und wir konnten alles hören was in den Nachbarzimmern gesprochen wurde. Etwas das wir jetzt im Haus nicht mehr haben weil wir mit dem Holzbau jetzt verschiedene Materialen gemixt haben um den Schallschutz zu verbessern. Eine einfache 'Ziegelwand' als Zwischenwand schafft das so nicht. Außer du baust eine 25-30cm dicke Wand. Und selbst da waren wir jetzt nicht so überzeugt in der Wohnung. 

Haben bei unserem Haus jetzt Fundamente, Decke über Gelände (unser Erdgeschoss ist nicht erdberührend) in Beton und darauf unseren Holzriegel mit Massivholzdecke auf den Flachdächern und einen 'normalen' Dachstuhl beim Satteldach über dem Wohnbereich. 
Unser Haus wie wir es jetzt haben, wäre massiv 'teuer' gekommen, da wir die großen Spannweiten nur mit extremen Mehrkosten an Stahl und Beton erreichen hätten können. Da ist die Holzmassiv-Decke definitiv im Vorteil. Außerdem haben wir uns Gedanken um das 'Gewicht' gemacht, da rund 90m2 mit Säulen frei über dem Hang schweben. Aktuell ist dieser 'freie' Teil 1-stöckig. Aber wir haben alles so berechnen lassen, dass wir darauf mal mit einem weiteren Holzbau aufstocken könnten. Mit Ziegel und Beton hätten wir da so extreme Fundamente gebraucht, das wäre ordentlich ins Geld gegangen. 

Klar muss man bei einem Holzbau penibelst aufpassen, dass alles ordentlich verklebt und ausgeführt ist um von vornherein Bauschäden so minimal wie möglich zu halten oder gar zu verhindern. Ziegel und Beton 'verzeihen' einem da schon ein bisschen mehr. Was jedoch nicht bedeuten soll, dass man da auch nicht auf einen ordentliche Ausführung verzichten soll. Auch beim Massivbau sehen wir im Büro (ua. Sachverständiger) immer wieder fiese Schäden, weil nicht ordentlich abgedichtet etc wurde. 

Und wenn jetzt noch jemand sagt: aber du hast ja im Holzhaus keine Speichermasse. Doch, wir haben welche, vielleicht nicht so viel wie in einem Massivhaus, aber dennoch mehr als in einem herkömmlichen Holzhaus. Wir haben den Estrich und wir haben eine Sichtbetonwand mitten im Haus in der wir eine BKA BKA [Betonkernaktivierung] verlegt haben. Wir können diese Betonwand heizen, aber auch kühlen. Außerdem haben wir einen Höhenunterschied von 1m in den 'unteren' Stock und dieser 1m haben wir in Sichtbeton ausgeführt, ebenfalls mit BKA BKA [Betonkernaktivierung] ausgestattet. Die BKA BKA [Betonkernaktivierung] der Treppe haben wir jedoch bewusst so verlegt, dass wir die nur heizen, im Sommer aber abschalten können. Sonst fühlt sich das ev. unangenehm an wenn man auf die 'kalte' Betontreppe steigt. 

Thema sommerliche Überhitzung wird auch oft und gerne in den Mund genommen, wenn es um die Entscheidung Holz oder Ziegel/Beton geht. Wir haben extra viel Wert darauf gelegt super U-Werte bei unseren Bauteilen zu haben (alle um die 0,1. Manche sogar darunter (Flachdach), Der Betonsockel ist jetzt 'etwas' schlechter mit 0,12.) um unsere sehr vielen Ecken und die Bungalow-Bauweise (das ja alles eigentlich extrem nachteilig ist beim Energieausweis) auszugleichen. Und so haben wir es zb geschafft trotz riesiger Glasflächen, keiner einzigen normalen Raumhöhe (3,2m im Schlafbereich, 3,2/2,8 bis 4,5m Raumhöhe im Wohnbereich wegen dem Satteldach), dass wir einen Heizbedarf von nur 4kw bei -13° Außentemp. haben. 
Letzten Sommer waren wir ja noch nicht 'fertig' und es war dennoch nicht 'heiß' in dem Haus. Bin gespannt wie es jetzt im bewohnten Zustand ist.
Beim Massivhaus in der Wohnung war es abartig heiß. Was defintiv an der schlechten Dämmung unterm Dach lag. Ich denke es ist bei einem Massivbau besser, wenn du jetzt zb. eine Stahlbeton-Decke über dir hast und der Dachstuhl dann auf der Stahlbeton-Decke drauf ist. Aber das hätte auch bei uns nicht gepasst, da wir sonst den Wohnraum nicht bis unters Dach offen hätten lassen können. 

Was Eigenleistung und Zubauten betrifft:
Wir haben uns den 'Rohbau' von der Firma hinstellen lassen. Auch die Schindelfassade haben wir machen lassen, da würden wir sonst die nächsten 10 Jahre beschäftigt sein. Wir haben jedoch den Innenausbau komplett selber gemacht. Sprich die Luftdichte Hülle war vom Zimmerer fertig. Wir haben dann innen überall die Installationswände und nicht tragenden Zwischenwände selber gebaut (Wir haben aber auch nur eine einzige tragende Zwischenwand und die wurde natürlich das "Skelett" vom Zimmerer mit aufgestellt). Beim Ziegel ist das irgendwie mit der Luftdichten-Ebene viel schwieriger, finde ich. Erst mauerst du alles und dann schlitzt und durchlöcherst du das dann wieder alles. Ich fand das jetzt beim Holzbau mit unseren Wänden defintiv angenehmer. Auch jetzt wenn wir was aufhängen wollen, ist das so easy, weil wir ja überall OSB und Rigips an den Wänden haben. In der Wohnung mit den Ziegelwänden, war das gar nicht so einfach.. da ist dir irgendwie immer der halbe Ziegel entgegen gekommen und was wir da mit dübeln und so gewerkelt haben... 
Zubau ist jetzt auch nicht so schwer, find ich sogar beim Holzhaus einfacher.

Wer es jetzt bis zum Schluss geschafft hat: Ja zu Holzbau, und JA wir würden es wieder so machen.

1
  •  RePu
  •   Bronze-Award
9.4.2026  (#17)
Man sollte sich nicht nur den U-Wert anschaun sondern auch die Phasenverschiebung.
Bei subjektiver Wahrnehmung sollte man vorsichtig sein.

1
  •  christoph1703
9.4.2026  (#18)

zitat..
RePu schrieb: Man sollte sich nicht nur den U-Wert anschaun sondern auch die Phasenverschiebung.

Stimmt, ist aber auch nicht die ganze Geschichte. Sobald ein Raum Fenster hat, muss man die mit einberechnen, weil die 0 Phasenverschiebung haben. Da nützt die beste Wand nichts, wenn die Sonne durch die Glasfront reinknallt. Es kommt aufs Gesamtkonzept an.


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  •  AnnaP
10.4.2026  (#19)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
RePu schrieb: Man sollte sich nicht nur den U-Wert anschaun sondern auch die Phasenverschiebung.
───────────────

Stimmt, ist aber auch nicht die ganze Geschichte. Sobald ein Raum Fenster hat, muss man die mit einberechnen, weil die 0 Phasenverschiebung haben. Da nützt die beste Wand nichts, wenn die Sonne durch die Glasfront reinknallt. Es kommt aufs Gesamtkonzept an.

Genau, das sollte man sich dann im Gesamtkonzept ansehen. Wir haben zb viel mit konstruktiver Beschattung gearbeitet und so konnten wir uns Raffstore sparen und die Glasflächen sind 'frei'.
Und wenn die Sonne im Winter beim südlichen Tiefstand dennoch rein kommt zu uns ins Haus, dann ist es nicht schlimm, wir haben ein 'Schiebetor' im Süden zum Beschatten. Die Giebelfensterflächen darüber bleiben frei und westseitig ist die 6m Glasfront durch die Terrassenüberdachung 'geschützt'. Also hell genug ist es immer noch.
Ich hab da Monk-Anwandlungen und ich fühl mich in Raffstore-Häusern einfach nicht wohl, wenn ich raus schaue. Mich stören diese horizontalen Linien.
Und ja, das ist subjektiv, da wir hier in einem Forum sind wo man sich austauscht und jeder seine subjektiven Erfahrungen und Meinungen auch sagen darf neben dem ganzen Fachgesimpel😉 


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  •  RePu
  •   Bronze-Award
10.4.2026  (#20)
Ich finde das Forum toll und ich konnte dadurch schon viel dazulernen.
Man darf aber bestimmt nicht alles so schwarz / weiß betrachten wie hier des öfteren dargestellt.

Jede Bauweise hat seine Vor und Nachteile. Auch das Grundstück samt Boden und Besonnungsgrad sollte in die Entscheidung miteinfließen.

Unter der Voraussetzung, dass beide Bauarten fachgerecht ausgeführt werden ist der Riegelbau im Winter sicher effizienter.In kühleren Gebieten oder entsprechender Höhenlage wird sich das stärker auswirken als in den tiefen Lagen.

Im Sommer finde ich das massiv gebaute Haus aber schon klar im Vorteil.Ganz wichtig meiner Meinung nach, dass die oberste Decke auch noch massiv ausgeführt wird.

In diversen Musterhausparks kann auch jeder schnell selbst ein Gefühl dafür bekommen was für einen passt.Am besten einmal im Winter hin und einmal im Sommer.

Statische Besonderheiten lassen sich natürlich beim Riegel bzw. CLT leichter umsetzen.Gehen tut es aber mit entsprechender Deckenstärke und Überzügen auch meist beim Massivhaus.

Laut einem befreundeten Makler ist der Verkauf eines Riegelhauses mit mehr Vorurteilen und dahingehend auch meist mit einem geringeren Verkaufspreis verbunden.
Ob es dazu Statistiken gibt wäre interessant.


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