Hausbau mit "Sonderkonditionen" - Kalkulation
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Wenn der "Normalpreis" 600k beträgt, werdens bei euren Super-Konditionen wohl nur 500k |
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Auch wenn ich das anfangs selbst nicht hören wollte: diese pauschalen Schätzungen bringen dir null. Du wirst wohl so oder so mit 3k - 4k/m2 kalkulieren müssen. Wenn dir das zu ungenau oder mit 3-4k zu knapp ist, such dir am besten ein Fertighaus raus, dann kommen nur noch die Kosten für Erdarbeiten und Bodenplatte dazu. Das lässt sich einfacher kalkulieren, als alles mit Einzelvergabe, ist aber in den meisten Fällen bei gleicher Ausstattung eher teurer. Wovon du jetzt aber schonmal ausgehen kannst: dank der ganzen durchgeknallten Staatsoberhäupter, die gerade die Weltpolitik auf den Kopf stellen, wird es definitiv teurer. |
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Schwierig zu sagen. Wir haben (seit 2019 🙈😅) selber auch viel mit Eigenleistung gebaut, und uns dadurch schon einen Batzen Geld erspart / höherwertiger gebaut zum gleichen Preis. Ich trau mir schon sagen, dass das Haus anderweitig so nicht möglich gewesen wäre, allerdings kann ich leider nicht wirklich beziffern, wie hoch die Einsparung tatsächlich war. Aber allein bei der Elektrik waren es schon mal sicher 20k€... Warum LWP LWP [Luftwärmepumpe] im Neubau? Warum kein RGK RGK [Ringgrabenkollektor]? Perfekt für DIY geeignet... 😉 Ich hab leider leider schon ziemlich schlimme Häuser gesehen, wo der Schwiegervater den Insti gespielt hat. Highlight war dann einmal ein Haus mit überdimensionierter LWP LWP [Luftwärmepumpe], Solarthermie 3000l Pufferspeicher (!!), nur 5 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] PV, Einzelraumregler, Zirkulationsleitung, dafür keine BKA BKA [Betonkernaktivierung] oder WH WH [Wandheizung], geschweige denn von Thermosiphons o.ä. War sicher alles ganz günstig, aber bei effizientem WP WP [Wärmepumpe] System wäre der Invest auch über normalen Insti wohl nicht viel größer geworden, bei gleichzeitig deutlich günstigeren Betriebs- und Lebenskosten... |
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Ich misch hier mal kurz mit, da unsere Situation ziemlich ähnlich ist nur der Standort ist Kärnten (zählt ja eher zu den günstigeren Bundesländern wenns ums bauen geht). Zu unserer Situation – bei uns ist’s auch so, dass wir bei den meisten Gewerken Connections haben & auch viel Bauherrenmithilfe reinspielen wird. Gewerke die wir komplett vergeben sind: - Zimmerer (Dachstuhl, Terassenüberdachung & Carport) wobei ein Teil des Holzes selbst beschafft wird - Fenster, Sonnenschutz & ISG - Spenglerarbeiten Wir haben jedoch das Glück, dass wir den kompletten Innen- & Außenputz, Schüttung bzw. Schaumbeton sowie Estrich in kompletter Eigenleistung erledigen können - also fällt nur das Material an. Ansonsten wird auch alles was sonst bei den restlichen Gewerken an Eigenleistung möglich ist, auch in genau dieser erledigt – z.B. Eisenbinden, Schlitzen für Elektro & Insti, beim Mauern wird auch viel Eigenleistung reinfließen, Fußbodenheizung & Deckenkühlung und einiges an Kabelei verlegen, Innenausbau (Böden, Malen, etc), PV Montage & natürlich alles Sonstige bei dem man den Unternehmen unter die Arme greifen kann. Wir bauen auch mit einer LWP LWP [Luftwärmepumpe], da wir auch eine Deckenkühlung geplant haben. Die Angebote haben wir auch alle selbst eingeholt, da man sich in der Baubranche auch einfach kennt & so kommen wir mit allen Angeboten auf ca. 600.000,- für 210qm – ohne dass wir die Bauherrenmithilfe eingerechnet & auch die höheren Angebote verwendet haben. Zu bedenken ist jedoch, dass wir z.B die Küche schon gekauft, die Planung, Bauverhandlungskosten und ein paar Nebengeräusche (Wasserleitung, Kanalrohre, Stromkabel, Baucontainer etc.) schon bezahlt haben. Ein paar unserer Angebote: Fenster (inkl. MVS Überwachung), Sonnenschutz, ISG & Haustür: 65.000,- Montage: 9.000,- Zimmerer (Walmdach, Carport, Terasse): 80.000,- Elektro (inkl. Smarthome mit allem drum und dran): 50.000,- PV inkl. Speicher: 25.000,- Spengler (Walmdach, Carport, Terasse): 42.000,- Ziegel: 23.000,- Betonarbeiten: 65.000,- Insti (inkl. LWP): 66.000,- Hoffe es hilft dir, wobei ich 10 mal überlegt habe ob ich den Beitrag veröffentliche, da einige Mitglieder schon gerne mit sehr viel Kritik sowie Fühlifühli und ganz wenig Konstruktivität um sich werfen. :) Ich poste das hier also nicht um in einer Hexenjagt zu enden, sondern lediglich um eventuell zu helfen, auch wenn OÖ mit K wahrscheinlich kaum vergleichbar ist.... |
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Hallo Lex1404, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Hausbau mit "Sonderkonditionen" - Kalkulation |
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@BetonUndNerven wie viel habt ihr letztlich durch die Eigenleistung gespart und wie viel Zeit ungefähr investiert? |
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Würde ich dir liebendgeren beantworten - sind aber noch am Angang. Anwort folgt dann wohl ihn so 1-1,5 Jahren 😂 Wir rechnen laut Gesprächen mit einer Einsparung von ca. 100.000 wenn nicht sogar etwas mehr da man sich alleine bei der Elektrik laut unserem 20-30 sparen kan und das ist nur die Spitze vom Eisberg. Zeitlich wird auch einiges zusammenkommen, sind jeden Tag nach der Arbeit, jedes Wochenende und eigentlich so gut wie jeden weiteren freien Tag auf der Baustelle (aber man weiß ja wofür man's macht) - haben aber auch tolle Helfer aus der Familie die gerne mal eine Schicht mit dabei sind und uns helfen wo sie können. |
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Das ist meist das Problem, wer selbst baut, baut meist höherwertig. |
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Sorry schon wieder für OT OT [Off Topic], aber warum dann LWP LWP [Luftwärmepumpe]?? Gerade bei passiver Kühlung spielt die Erdwärme ihre Vorteile aus, denn aktive Kühlung ist oft zu stark (Tauwasser), weswegen Kühlung dann gar nicht mehr möglich ist. Und auch die Entfeuchtung der Frischluftzufuhr via KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] benötigt eine Wasser (Sole) Quelle... |
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Da ist die aktive Kühlung allerdings wirklich im Vorteil. Bei der Flächenkühlung muss man halt aufpassen, aber das sollte die Regelung hinbekommen. Ideal wäre natürlich eine Kombination aus aktiver und passiver Kühlung... |
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Ich hab recht viel gerechnet, wenn du viel selbst machst, bringt das leider nicht so super viel, insbesondere wenn du dich in den Gewerken nicht auskennst. Einen richtigen Hebel hast du erst dann, wenn du das Material deutlich günstiger einkaufen kannst. Bei Elektro (machen wir komplett selbst) sparen wir ca. 75% im Vergleich zu Leistung durch den Elektriker, aber primär durch den günstigen Materialeinkauf. Kann über meine Firma im Großhandel einkaufen + online. Bei Insti schaut es ähnlich aus, da machen wir aber nur die FBH FBH [Fußbodenheizung]/BKA/DK selbst. |
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@Lex1404 Wir haben seit kurz angefangen. Was uns schon klar ist: 1. Arbeitskosten ist die höchste und schlechteste investiert Posizion: 90% der Arbeit kannst du selber und besser erledigen - Professionisten habe ich bis jetzt nur ganz ganz wenige gesehen 2. Einzel vergeben ist total falsch: je mehrere Firmen ja schlechter die Koordination und für jeder Firma muss du eine Sekretärin, ein Projekt Leiter und so weiter - mehrmals nutzlose Fixkosten oder Parasiten 3. Was man unbedingt einzeln vergeben muss ist die Planung: Ausführung und Planung sollen unbedingt total getrennt sein! Und ich meine die echte Professionisten - Geologe, Statik, Bauphisik, Elektro, Heizung, Lüftung etc. Raumaufteilung sollst du selber machen, das ist dein Haus. 4. Die Materialkosten die du selber online bestellen kannst sind schon die günstigste die du bekommen wirst (Baustahl, Beton, Dämmung, Fliesen etc) Also, du zeichnest wie du wohnen willst. Die echte Professionisten rechnen was du brauchst. Due bestellst selber alles was du bestellen kannst. Dann nimmst dir eine Firma die alles mit Bauherrenmithilfe ausführen wird. Günstiger und besser als so wird nie. Aber wenn du schon über Pauschalpreise pro m2 oder LWP LWP [Luftwärmepumpe] schreibst, dann bist du mMn total falsch. |
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Die echten Professionisten würden dir damit was pfeifen. |
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Das waren bei mir eher die Pfuscher. Also sicher nix mit Gewährleistung o.ä. Kann man machen, wenn man selber ganz genau weiß, was man tut, und da natürlich jemanden findet, der da noch mitgeht. |
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Dann kannst den Rest aber auch gleich selber machen und dir die Professionisten sparen. |
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Danke für den regen Austausch bisher, spannend wie unterschiedlich die Meinungen auseinandergehen. Was ich für mich mal mitnehme, Baustoffe kann ich Gott sei Dank bei vielen Gewerken über Großhändler einkaufen bzw. mit sehr guten Konditionen. Die Argumente mit GU kann ich nur bedingt nachvollziehen. Klarerweise ist die Planung deutlich vereinfacht und es wird einem sicherlich viel abgenommen da man "grundsätzlich" nur einen Ansprechpartner haben sollte. Da hängt aber auch viel am Bauleiter / Polier und gerade in unserer Region wird da auch sehr viel mit Subunternehmen gearbeitet, sprich da verdienen zwei mit. Vom finanziellen soweit die Erfahrungen meiner Freunde die kürzlich bauten waren GU Angebote deutlich teuerer als die Einzelvergaben die letztlich jeder machte. Zum anderen ist es mit dem familiären Zusammenhang sowieso nicht möglich alles über die eine Baufirma abzuwickeln, da die nur den Rohbau abwickeln. Das Thema Heizung wird sowieso offiziell vergeben, was dann für ein System verbaut wird steht derzeit noch in den Sternen. |
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Was man neben all dem Finanziellen sicher nicht unterschätzen sollte, ist die Zeit, die man investieren muss. Die ist schon bei einer Einzelvergabe und Abstimmung der Gewerke untereinander nicht gering, aber jedes Wochenende auf der Baustelle stehen (neben einem Vollzeitjob) muss man (und die Beziehung) erst einmal aushalten, vielleicht noch mit kleinen Kindern. Ich habe sicher den einen oder anderen Tausender (oder gar Zehntausender) liegen gelassen (den man sich durch Mithilfe hätte ersparen können), aber ich hätte die Energie gar nicht aufgebracht mindesten zwei Jahre am Haus zu werken. |
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Servus! Also ich denk auch, dass man je Bauwerk unterscheiden muss. Wir haben für: 240m² Brutto Wohnfläche mit hochwertiger Bauweise und Ausstattung (Sichtholzelemente, Klima, PV, hochwertige Lampen, große Fenster + 3 HS-Elemente) 450.000€ für alles OHNE Grundstück, Außenbereiche (Garten, Gehwege, Mauern, Terrasse) und Einrichtung benötigt. Dies unter Einsatz von maximaler Eigenarbeitszeit von Familie und uns, Eigenorganisation (Gewerke inkl. Preisvergleich) und wenn möglich Freundliche bzw. Material sogar selbst angeschafft. Sprich, bezugsfertig: 1.875€ Und diese Gegend ist kein Weltwunder. Viele unserer Freunde sind unter 2.500€ / qm² geblieben. Das sind halt dann zwei Jahre des Durchkämpfens mit wenig Freizeit und Zeit für anderes. Dafür lernt man in dieser Zeit enorm und rückt näher zusammen. Daher würde ich, wenn es Beruf und Familie zulassen, genauso wieder machen. lg |
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Da stimm ich dir voll und ganz zu! Wir haben den Großteil in einem Jahr durchgezogen, aber da halt wirklich fast jede verfügbare Stunde auf der Baustelle verbracht, sind dadurch aber auch unter 2k€/m² (ohne Grundstück) gelandet. |
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Die Connections bringen auch nur mit Vorbehalt etwas, mein Vater arbeitet auch bei einem Produzenten, nur sind die eher hochpreisig und der EK entsprechend, da fahr ich online mitunter trotzdem besser Das ganze Plastikzeug sprich Dämmung geht aktuell wieder ordentlich rauf, ich bestell wsl auch beim Produzenten direkt, trotzdem wird's teuer Mir hat mal ein Handwerker gesagt, man kann fast alles selbst machen, dann aber ordentliches Material nehmen und die Arbeitszeit ist heute das teuerste Gut am Bau, wennst keinen Stress hast wirst wohl auf <3k kommen ohne Außenanlage, wenn du zur Miete lebst musst du abwiegen, ob du jeden Monat Verzögerung mehr als die Miete einsparen kannst |
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Ich habs mir auch interessehalber einmal rausgerechnet. Wir haben 175 m2 Nettowohnfläche (also ohne Mauern, Garage, Abstellräume etc.) Dabei sind wir auf knapp 2050 Euro/m2 ohne Grund, ohne Gebühren, ohne alles im Außenbereich, ohne Einrichtung aber inkl. Küche gekommen. Der Rest (ohne Grund) hat aber dann noch ca. 30 % der Gesamtkosten ausgemacht. War halt noch 2019 und alles mit Einzelvergabe und enorm viel Eigenleistung, Connections gabs dort und da, aber eher wenig. |
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Zu 2020 haben sich die Baukosten ja schon um 25 % gesteigert. Zu 2019 dürfte es noch mal etwas mehr sein durch Covid. Damit wärst du bei Stand jetzt bei circa 2.500 bis 2.700 €, was bei Eigenleistungen auch heute aus meiner Sicht noch gut machbar ist. |
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