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RGK auf steinigem Untergrund

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  •  Schnulli
2.3. - 16.3.2026
13 Antworten | 8 Autoren 13
13
Hallo 
wir wollen einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] für das Heizen/Kühlen für unseren Neubau realisieren.

Im HTD und vor allem bei euch hier im Forum findet man sehr gute Infos. Unser Standort ist östl. Ba.-Wü. im Dreieck Augsburg/Nürnberg/Stuttgart (ca 20 km nach Bayern) und was RKG anbelangt ist unsere Gegend ein "Entwicklungsland", d.h. es sind eigentlich in einem größeren Umkreis so gut wie keine RKG gebaut worden.

Es gibt noch keinen fertigen Plan, trotzdem würde mich eure Meinung bzgl. Ausführung RGK RGK [Ringgrabenkollektor] auf dem vorhandene Untergrund interessieren. Heizleistung bei NAT wären nach Ubakus/Danbasic ca 9 KW.
Baugrundgutachten enthält u.a. folgende Angaben:

_aktuell/2026030295862.jpg
Als Boden im Trenchplaner würde ich mit lehmigen Sand  rechnen, würde das passen?

Wäre es sinnvoll, die Schicht mit den Brocken (3. Schicht) eventuell komplett zu entfernen/entsorgen und den Kollektor dann auf den Fels zu legen? Eventuell den kompletten Aushub auszutauschen, da laut Gutachten der tonige Sand schlecht zu verdichten ist und man bei Einbau des Materials spätere Setzungen akzeptieren müsste.

Die Schicht mit dem Sickerwasser/Grundwasser könnte möglicherweise auf die ca. 100 l/m² Niederschlag im Jan./Feb zurückzuführen sein. Ich hatte am Freitag mit einem 1/2" Rohr das verfüllte Bohrloch durchstoßen (Fels nach ca. 3m). Am Rohr war ein feuchter, cremiger Boden. Heute habe ich den Vorgang wiederholt und am Rohr haftete wesentlich trockenerer Boden (war jetzt mehrere Tage sonnig und mild).

Die Sandschicht müsste beim Aushub mit 45 Grad abgeböscht werden, die Schicht mit den Brocken lediglich auf 85 Grad (Winkel beziehen sich auf Arbeitsraum Baugrube (Keller).

Viele Grüße
Nikolaus

 

  •  Schnulli
2.3.2026  (#1)
Hallo 
wäre es möglich, dass die Redaktion die persönliche Angaben im Baugrundgutachten (unten rechts) schwärzt. Habe leider übersehen, dass auf dem Gutachten die Namen/Daten aufgeführt sind.

viele Grüße 
Nikolaus

1
  •  IngoSE
2.3.2026  (#2)
@­energiesparhaus bitte @Schnulli aus der Patsche helfen!

zitat..
Schnulli schrieb:

Hallo 
wäre es möglich, dass die Redaktion die persönliche Angaben im Baugrundgutachten (unten rechts) schwärzt. Habe leider übersehen, dass auf dem Gutachten die Namen/Daten aufgeführt sind.

viele Grüße 
Nikolaus

 


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  •  energiesparhaus
  •   Dieses Logo kennzeichnet einen Beitrag des energiesparhaus.at-Teams
2.3.2026  (#3)
Ist erledigt.

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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
2.3.2026  (#4)

zitat..
Schnulli schrieb: Heizleistung bei NAT wären nach Ubakus/Danbasic ca 9 KW.

Ist das eine Sanierung oder Neubau? Für zweiteres sind 9 kW schon sehr hoch, oder wie groß ist das Objekt?

zum RGK RGK [Ringgrabenkollektor] kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Würde aber die Planung einfach an das Planungsbüro von @dyarne auslagern und dich stattdessen mit den 1000 anderen Themen beim Hausbau beschäftigen.


1
  •  Christiano
  •   Silber-Award
11.3.2026  (#5)
Hallo Nikolaus,

der Boden ist nicht so schlecht da bindiger Anteil enthalten ist, siehe Gutachten "Blöcke aus Sandstein und stark tonig". Eine genauere Beurteilung des Baugrundstückes muss unter allen Gesichtspunkten erstellt werden. Die Heizlast dürfte zu hoch angesetzt sein. 
Wie groß wird das Gebäude, KWL dezentral/zentral oder Fensterlüftung?
Wie groß ist das Grundstück und welche Fläche wird versiegelt?

Wolfgang
 

1
  •  Schnulli
12.3.2026  (#6)
Hallo Wolfgang

Nachbar (Grundstück liegt gut 1 m tiefer/30 m entfernt) hatte erst auf ca. 4 m Tiefe Wassereintritt (Brunnenbau). Deshalb wollen wir vorab einen Probeschurf auf die gut 2 m machen (Nachbar hat Bagger) um den festgestellten Wassereintritt eventuell besser einschätzen zu können.

Die Hütte soll ca. 12 x 15 m groß werden. 1 1/2 geschossig/Satteldach. Pool mit Poolhaus ist auch geplant. Keller ebenso.

Versiegelung ca 450 m²

Lüftung zentral mit WRG

Grundstück ca 1000 m². Angrenzend eigenes landw. Grundstück. RGK Umsetzung flächenmäßig keine Einschränkung, da der Kolektor nicht unbedingt über die versiegelte Fläche geführt werden müsste. 
Geplant wäre, den Kollektor unter dem Kellerboden (Ringraumdichtungen) bis zum WP WP [Wärmepumpe]-Standort zu verlegen.
Würde wegen Vereisungsgefahr die Verlegung unter dem Haus in ein 100er KG-Rohr ausreichen?

Für den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] musste ich viel Überzeugungsarbeit leisten, da die Bauherren (Familienangehörige) von einem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] noch nie etwas gehört hatten.
Auf Grund der vielen Infos im HTD und vor allem im Energiesparhaus (ihr seid Klasse) wurde die Entscheidung für der Kollektor aber relativ schnell getroffen.

wen es Interesstiert: in der DIY- Variante würde der Kollektor (Material) laut aktuellen Katalogpreisen + Bagger (je nachdem ob Aushub abtransportiert werden muss von 3,- bis 6,- Euro m³) zwischen 6.000,- und 7000.- Euro kosten.

Nikolaus

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  •  christoph1703
12.3.2026  (#7)

zitat..
Schnulli schrieb: Geplant wäre, den Kollektor unter dem Kellerboden (Ringraumdichtungen) bis zum WP WP [Wärmepumpe]-Standort zu verlegen.

Das ist eher bei Häusern ohne Keller üblich, sonst geht man normalerweise durch die Kellerwand. Gibts einen bestimmten Grund dafür?


zitat..
Schnulli schrieb: Würde wegen Vereisungsgefahr die Verlegung unter dem Haus in ein 100er KG-Rohr ausreichen?

Ja, es geht nur darum, den Kontakt zum Erdreich zu unterbinden.


zitat..
Schnulli schrieb: in der DIY- Variante würde der Kollektor (Material) laut aktuellen Katalogpreisen + Bagger (je nachdem ob Aushub abtransportiert werden muss von 3,- bis 6,- Euro m³) zwischen 6.000,- und 7000.- Euro kosten.

Das kommt mir eher hoch vor. Wenn das Haus vernünftig gedämmt ist, reicht ziemlich sicher 1x40x400, da bist du mit Versand bei 2k€. Wir haben unter erschwerten Bedingungen (zu kleiner Bagger, extra dafür hergekarrt, wenig Platz für Aushub, vertikaler Kollektor) vor einem Jahr rund 3500€ für den Bagger gezahlt. Bei euch wird ein Bagger in sinnvoller Größe für den Kelleraushub schon vor Ort sein, die Kellergrube könnt ihr für den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] gleich mitverwenden und bei genug Platz legt ihr den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wahrscheinlich horizontal, was die Baggerarbeiten noch vereinfacht. Mehr als 2k€ Baggerkosten würde ich also eher nicht erwarten.


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  •  wuschi
  •   Bronze-Award
12.3.2026  (#8)

zitat..
Schnulli schrieb: RGK Umsetzung flächenmäßig keine Einschränkung, da der Kolektor nicht unbedingt über die versiegelte Fläche geführt werden müsste. 

zitat..
Schnulli schrieb: Wäre es sinnvoll, die Schicht mit den Brocken (3. Schicht) eventuell komplett zu entfernen/entsorgen und den Kollektor dann auf den Fels zu legen? Eventuell den kompletten Aushub auszutauschen, da laut Gutachten der tonige Sand schlecht zu verdichten ist und man bei Einbau des Materials spätere Setzungen akzeptieren mmüsste.

Dann kannst du vielleicht mit den Setzung die ersten 2 Jahre leben, oder?
Der bagger kann mit der oberen Schicht das Rohr betten und dann die Brocken drauf. Bodenaustausch finde ich nicht sinnvoll. Das ist doch der Charme des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] - es bleibt im idealfall kaum Aushub übrig und das Rohr muss nicht eingesandet werden. Wenn Brocken dabei sind, muss man halt ev. durchbdie Künette gehen und die Sohle ein bisschen aufbereiten und beim zuschütten halt eine Schaufel ohne Brocken drauf als Schutz. 
Ich habe einen Freund auch zum RGK RGK [Ringgrabenkollektor] überredet beim Hausbau und da war der Untergrund oben Lehm mit Einschaltungen von Schieferbrocken und auf Verlegetiefe stark verwitterter Schiefer, also sehr sandig/lehmig mit vielen Brocken. Da haben wir es auch so gemacht. 




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  •  Schnulli
12.3.2026  (#9)
Hallo 
vielen Dank für die Hinweise/Einschätzuungen.

@wuschi:
ja, mit den Setzungen dürfte es keine Probleme geben.

@­christoph1703:
zur Durchführung durch Kellerboden: da Arbeitsraum für Baugrube nötig ist, 45 Grad (sandig) laut Baugrundgutachten, könnte ich auf/unterhalb der Sohle ins Haus. Somit kein 
Unterbau des Kollektorrohrs im Bereich des Arbeitsraums.

laut Trenchplaner bräuchte ich 2x40x300 m Kollektorrohr für 8-9 KW. Baggerkosten hängen auch davon ab, ob die "Brocken" wirklich in einer Höhe liegen oder eventuell noch in die Schicht mit den "Bröckchen" hineinragen und wie groß die Brocken sind. Deshalb mal vorsichtig kalkuliert.

Haus soll Massiv (42,5er Planziegel; Bereich Coriso 065 bis Plan 08) gebaut werden. Meinst du mit 1x40x400 = ca. 5 KW würde das ausreichen? Natürlich auch in Abhängigkeit mit der noch zu erstellenden Heizlastberechnung.

Nikolaus


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  •  christoph1703
12.3.2026  (#10)

zitat..
Schnulli schrieb: Haus soll Massiv (42,5er Planziegel

Das erklärt dann vermutlich die hohe Heizlast. Oder kommt da noch Dämmung drauf?
Gut gedämmt solltet ihr bei der Größe ungefähr auf 6 kW kommen.

zitat..
Schnulli schrieb: 1x40x400 = ca. 5 KW

Das sollte bis 8 kW genügen.

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  •  Akani
13.3.2026  (#11)
Ihr solltet da am Energieausweis ansetzen, ein 42er Stein monolitisch ist nicht unbedingt die beste Wahl. 
Berechnung des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] erfolgt eh nach Energieausweis. 
In der Regel sollte ein 400mtr DN 40 ausreichen. Kommt auf den Boden an.
Bei 2×300 DN 40 hast devinitiv mehr Reserven, sprichpassive Kühlung, Lüftung um entfeuchten......
Direkt Rechnung mit 6-7 k würde ich ebenfals mal so hoch ansetzen,  du weiß nie worauf du im Boden triffst und welche Hindernisse entstehen.
Würde dir devinitiv empfehlen den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] professionell planen zu lassen.
Zum Haus nochmals, stell es doch im Hausbau forum vor, da helfen noch andere ganz gut dazu

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  •  Christiano
  •   Silber-Award
16.3.2026  (#12)

zitat..
Akani schrieb: Ihr solltet da am Energieausweis ansetzen, ein 42er Stein monolitisch ist nicht unbedingt die beste Wahl. 
Berechnung des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] erfolgt eh nach Energieausweis. 
In der Regel sollte ein 400mtr DN 40 ausreichen. Kommt auf den Boden an.
Bei 2×300 DN 40 hast devinitiv mehr Reserven, sprichpassive Kühlung, Lüftung um entfeuchten......

Akani, der verwendete Ziegel ist mit Sägemehl befüllt, bei 42,5cm Wand erreicht man einen U-Wert 0,15W/(m²K). Falls man einen Corsio75 verwendet, erreicht man einen U-Wer 0,17
Den Keller und Dachbereich auf dem Niveau würde man im Bereich eines KFW40 erreichen, die Heizlast wird sicher nicht im Bereich von 8-9KW liegen. 
Mit 2x40x300m Solerohr ist man save und den Kollektor kann man dennoch darauf auslegen.

Nikolaus, ein RGK RGK [Ringgrabenkollektor] + SWP ist eine sehr gute Entscheidung würde dies immer wieder machen und kann man nur empfehlen. Die Planung des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] und auch der Wärmeverteilung sind mitentscheidend für eine effiziente Heizung. Die Planung des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] kannst du beauftragen, je nach Lage des Hausbaus kann man auch erfahrene Heizungsbauer dir mitteilen.

Wolfgang


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  •  Akani
16.3.2026  (#13)
Okay alles gut, hab da wahrscheinlich etwas überlesen. Zumindest dass der Stein gefüllt ist. War dann falscher Annahme bei den 8-9  Kw heizlast

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