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Grundriss EFH - bitte um Feedback, Optimierungsideen und Erfahrungen

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  •  OliverE
21.1. - 15.4.2026
11 Antworten | 7 Autoren 11
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Schönen Nachmittag!
Wir planen ein Einfamilienhaus in OÖ auf einem ca. 500 m² großen Grundstück (ca. 19,4 m × 25,7 m). Im Osten grenzt eine Gemeindestraße mit 70 km/h-Beschränkung, im Westen erfolgt die Zufahrt über die Siedlung. Norden und Süden sind Nachbargrundstücke. Die östliche Baufluchtlinie beträgt 4 m, die westliche 5 m. Das Haus wird leider ohne Keller geplant, da das Gebiet hochwassergefährdet ist und ein Keller natürlich teuer ist. Der Garten liegt überwiegend im Westen und Süden und ist damit straßenabgewandt.

Ich habe die Grundrisse selbst in Archicad gezeichnet. Ich bin aber nicht vom Fach, bin in der IT-Branche tätig. Wir würden uns über eure Einschätzung zu folgenden Punkten freuen:

– Die Kinderzimmer sollen doch gleich groß sein.
– Eine Doppelgarage ist für uns wichtig.
– Geplant sind zwei Kinder, zusätzlich brauchen wir unbedingt einen Homeoffice-Raum (der Raum im EG ist aktuell vorgesehen).
– Trennung von Bad und WC im OG: Lässt sich das mit dem bestehenden Layout sinnvoll umsetzen? Oder ist das so am besten?
– Generelle Einschätzung zu Raumaufteilung, Wegeführung, Stauraum und Belichtung bitte.
– Lärmthema: Die Straße im Osten macht uns etwas Sorge. Hat jemand Erfahrung mit einer Schallschutzmauer zur Straßenseite? Bringt das in der Praxis spürbar etwas?
– Passt die Position von Garage/Technik/HWR für Alltag und späteres Handling?


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Danke im Voraus für konstruktives Feedback – wir sind für jede Einschätzung offen.

  •  Neubau2022
22.1.2026  (#1)
Schallschutz sieht man bei uns öfters Gabionen, ich denke in Eigenleistung mit einem Baggerfahrer sollte das preislich im Rahmen sein. Entweder schön schichten für die Optik oder später zuranken lassen.

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  •  STUDIOnavie
23.1.2026  (#2)
Hallo Oliver, ihr seid von der grundsätzlichen Logik her auf einem guten Weg: Die Aufenthaltsräume liegen richtigerweise im Süden/Westen, der Garten ist straßenabgewandt und Garage/Technik bilden einen sinnvollen Puffer zur Straße im Norden/Osten. 


Aber: Der Grundriss selbst ist aus meiner Sicht noch nicht ausgereift. Vor allem im EG nimmt der Block aus Diele/Bad/HWR/WC viel Fläche ein, wodurch der Wohnbereich aktuell sowohl möblierungstechnisch als auch flächenmäßig eingeschränkt wird. Im OG ist das Layout ebenfalls noch nicht auf Alltag und Möblierbarkeit optimiert.


Kurz gesagt: Orientierung und Grundidee stimmen – die innere Organisation braucht aber noch ein paar Schleifen, und da steckt noch spürbar Qualität drin. Auch die Verkehrsflächen könnten kompakter werden, ohne dass ihr an Wohnqualität verliert.
Ich würde euch empfehlen, euren Entwurf als Basis mitzunehmen und einmal professionell optimieren zu lassen – das holt aus dem Konzept mehr heraus, ohne die grundsätzliche Idee umzuwerfen.

Viel Erfolg für die nächsten Schritte und gutes Weiterplanen!


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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
23.1.2026  (#3)
Ideen: Oben das Klo evtl. mal neben die Treppe dafür sollte man dann das Bad evtl. größer ziehen können und nicht diesen Schluf richtung wc. 

Unten ist schwieriger: ÜBerlegen wo ist EUER Haupteingang (durch die Garage oder bei der HAustür?) da muss dann entsprechend viel Platz für alle hin. Oder bei der Haustür? Da ist aktuell jedenfalls zu schmal für 4 personen + Winterkleidung. (Gäste brauchen im zweifelsfall einfach 2 haken und eine Matte für die Schuhe - grob gesagt). 

Büro seh ich auch schwierig und würd ich mal "richtig" einrichten (die Wenigsten Menschen wollen ihren SChreibtisch mit Rücken richtun Tür zB). Und überlegen was man tatsächlich braucht (IT kann viel heißen von 4 Rechnern über 5 Monitore bis 2 Server und Drucker die nebenbei irgendwo repariert werden sollen,...) und wieviele Personen das Büro nutzen wollen/sollen. Hat der Partner auch einen eigenen Schreibtisch (und wenns nur für die Verwaltung des Hauses ist)? Und wenn ja: Wo? 

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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
23.1.2026  (#4)
Generell würde ich zuerst die Platzierung von Garage und Haus nochmals überdenken: du hast ein schön großes Grundstück und verbaust ein Drittel der Fläche mit Einfahrt und Garage. Mein Vorschlag: ziehe die Garage weiter nach vorne / Westen und drehe das Haus um 90 Grad und schiebe es an die östliche Baufluchtlinie teilweise hinter die Garage.

zitat..
OliverE schrieb: Lärmthema: Die Straße im Osten macht uns etwas Sorge. Hat jemand Erfahrung mit einer Schallschutzmauer zur Straßenseite? Bringt das in der Praxis spürbar etwas?

Ein paar Gedanken zum Lärmthema:
- beim Wandaufbau beachten: schweren Ziegel verwenden, kein 50er, kein Holzriegel
- Fenster mit besserem Schallschutz verwenden und insbesondere auch auf entsprechenden Einbau achten.
- unbedingt KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] einbauen, sonst bringt der ganze Schallschutz nichts, wenn ihr mit offenem Fenster schlafen müsst.


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  •  OliverE
11.4.2026  (#5)
Vielen Dank für euer Feedback!
Wir waren jetzt bei der örtlichen Baufirma, die auch Häuser plant, da wir sonst nicht von der Stelle kommen und ins Tun kommen wollen :)
Uns wurde auch direkt ein gedämmter 38er Ziegel empfohlen @luxmoo 

EG:

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OG:

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Was mir direkt aufgefallen ist: Das WC im OG ist doch ein Stück entfernt von den anderen Wasseranlagen. Ggf. kann man das Elternschlafzimmer an die Westseite packen. Was sagt ihr dann zu einem ausgebautem Balkon an der Westseite? Ist das praktisch bzw. dann relativ leicht umsetzbar?

Ich hoffe ihr habt bei diesem Entwurf noch ein paar Impulse für uns!
Danke!


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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
11.4.2026  (#6)
Also mit dem Plan komm ich nicht wirklich klar. 
Was ist AR und warum ist es so riesig? Wo kommt eure Garderobe hin? Und: Wer plant bitte in 6m² Büro?


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  •  OliverE
11.4.2026  (#7)
Danke @Thuata für Hilfe! Wir merken natürlich jetzt schon, dass wir ohne Keller irgendwo Stauraum brauchen und hätten das dann mit dem "AR"-Raum abgedeckt.
Gardarobe natürlich im Eingangsbereich, findest du das zu klein?
Das Büro ist sicher ein starker Kompromiss, den unser Planer da noch reingepflanzt hat. Findest du das viel zu klein? Der Raum würde ausschließlich von einer Person genutzt werden.


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  •  nestbau
11.4.2026  (#8)
Ja, Garderobe und Büro sind viel zu klein. Als Aufenthaltsraum darf das Büro, soweit ich weiß, gar nicht als solches angeführt werden, da zu klein. Eine Person ja klar, aber ist die dort hin und wieder für 15 Min. drinnen oder soll die dort arbeiten? Wenn sie wirklich darin über einen längeren Zeitraum arbeitet, finde ich das unzumutbar. 

Mir gefallen die Raumproportionen, Blickachsen und Gehwege im ganzen Haus nicht. 
Ein Beispiel: Du kommst bei der Haustür rein und rennst quasi schon an die Garderobe an, und in der Realität wirst du da sicher über Schuhe drüberstolpern, insbesondere, wenn Kinder in dem Haus wohnen. Dann gehst du weiter und dann springt da eine Wand aus der Küche vor. Dann gehe ich in die Küche bzw. den Essbereich. Dann steht dort vor der Hebeschiebetür eine Bank. Dann gehst du ins Wohnzimmer und fliegst direkt beim Reingehen über die Couch. Zwischen Couch und Fernseher ist dann wiederum so viel Platz, dass der Fernseher unangenehm weit weg ist. 

Weiters dieser lange Gang zum WC... Da könnte man den Platz sicher besser nutzen, indem man den Eingang in den Technikraum weiter nach vor zieht unter die Stiege, WC kommt auch nach vorne und hinten entsteht Platz für irgendein Gerät. 

Ich denke aber, dass ihr von solchen kleineren Adaptierungen noch weit weg seid. Bitte investiert die Zeit und das Geld in eine gute Planung. Ihr werdet so viel Geld ausgeben und Wände wirst du nie wieder verändern. Wir haben auch viele Anläufe für einen guten Plan gebraucht, aber wenn ich jetzt durchs Haus gehe, weiß ich, dass sich das ausgezahlt hat. 

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
11.4.2026  (#9)
Zur Garderobe: such dir einen Raum mit diesen Ausmaßen - idee wäre im zweifelsfall auch einfach mal, das ganze mit Papier oder ähnlichem auszulegen (Stöcke im Garten oder Whatever). 
Und dann stell dich in diesen Raum mit 4 Personen, deren Winterjacken und deren STiefeln. Dazu vielleicht auch noch 2 Schultaschen, ein Turnsackerl, 2 Paar Schuhe die einfach aus Prinzip rumstehen und so weiter.. ich glaub du verstehst das Bild ;)

Büro hängt natürlich von deinen Ansprüchen ab aber: Tiefe des Schreibtischs: ca 80 cm. Bewegungsspielraum des Sessels: mind. 80 cm, eher 1 Meter. In beiden Fällen ragst du mit dem Sessel so wie er aktuell positioniert ist permanent in die Tür rein. Und Tür nach außen aufgehen geht auch nicht.

Als Richtlinie: Die Arbeitsinspektion gibt mind. 8m² vor: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/Arbeitsstaetten-_Arbeitsplaetze/Arbeitsraeume/Abmessungen_von_Arbeitsraeumen.html#heading_Bodenflaeche

ICH würde in dieser Kammer nicht längefristig sitzen wollen geschweige den HomeOffice machen. 

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  •  STUDIOnavie
11.4.2026  (#10)
Aus meiner Sicht liegt das Thema weniger in einzelnen Punkten/Impulsen, sondern in der grundsätzlichen Struktur des Entwurfs.

Das führt dazu, dass sich der Grundriss insgesamt nicht stimmig anfühlt – weder funktional noch räumlich.

Ich würde hier einen Schritt zurück gehen und den Grundriss nochmals neu denken, statt weiter im Detail zu optimieren.


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  •  mycastle
  •   Gold-Award
15.4.2026  (#11)
Also Kochen Essen WohnZI geht gar nicht! niemals an der offenen Küche vorbei ins WZ

sehe ich richtig vom Eingang Blick auf die Clotüre? Never
Das ist kein Plan, der gehört auf die Schulbank zurück! Ganz liebe Grüße, das kann doch nicht der Ernst sein...
ich würde auch die Umgebung einzeichnen, alles eben? wo steht was in der Nachbarschaft, was will ich sehen und was nicht, bitte zuerst klären

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