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Senkrechte (Elektro) Schlitze in Außenmauer (Wienerberger 50cm)

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  •  MPP33
12.1. - 13.1.2026
10 Antworten | 4 Autoren 10
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Langsam aber sicher wird der Frühling kommen und da stehen dann Außenarbeiten an.
Wir haben noch keine Fassade, diese sollte aber ggf. Herbst oder spätestens Frühling 2027 kommen.

Davor möchte ich noch die Möglichkeit nutzen da Dinge reinzubringen die an sich nicht geplant waren.

Konkret was mir abgeht:
- PoE/LAN Leitung an Hausecken für Kameras (Funklösungen sind ausgeschlossen)
=> 16er Rohr (nur LAN)
- Dickeres/mehrere Leerrohre zur Terrasse (derzeit nur Licht - ein Kreis, mindestens El. Markise fehlt). Ich will hier etwas flexibler werden für Spielereien in der Terrassenüberdachung.
=> ggf. 3x 25er?
- Leerverrohrung unter Bodenniveau Garagen Dachterrasse, Weiterverteilung unter den Platten (Stelzlager) bzw. unter der abnhembaren Attika angedacht 
=> ggf. 3x 25er?

Wir haben 2 Geschosse, ein Sattel/Kaltdach mit angebauter Flachdachgarage und dicke Leerverrohrung vom Hauptverteiler in den zugänglichen Dachboden, d.h. ich kann da mit diversen Leitungen hoch und entweder im Dachboden einen Unterverteiler machen oder die Leigungen erst hoch ins Dach und dann direkt in den ausreichend großen Hauptverteiler.

Mauer ist ein ungefüllter Wienerberger Planziegel mit Dryfix verklebt.
Rund um die Betondecken haben wir Wienerberger DRS, also EPS mit Ziegelverblendung und die Sparren sind mit Ziegel ausgemauert.
Das Haus selbst ist ganz einfach rechteckig, keine wilden Sprünge und Ecken um die ich herum muss.

Gibts da irgendwas zu beachten oder kann ich da einfach senkrechte Schlitze reinmachen?
Die Schlitze würden mindestens eine Deckenrandschale (OG) durchqueren und ggf. auch die der EG Decke. 
Wie weit sollte man sich von den Ecken fernhalten? Vom Gefühl her würd ich den Schlitz min. eine volle Ziegelbreite vom Eck wegmachen und wenn ich ans Eck will das letzte Stück horizontal?


 

  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
12.1.2026  (#1)

zitat..
MPP33 schrieb: Gibts da irgendwas zu beachten oder kann ich da einfach senkrechte Schlitze reinmachen?

Der Statik wird das ziemlich egal sein. 


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  •  MPP33
12.1.2026  (#2)
D.h. einfach machen... Hat wer Erfahrung mit den Deckenrandschalen? ich vermut einmal, dass die zwischen oberem und unterem Ziegel doch soweit eingekeilt sind, dass sie mir nicht entgegenfallen (haben ja hinten zum EPS an sich nur eine leichte Verzahnung, keinen wirklichen Formschluss)
Ich vermut der Fassade wirds ziemlich egal sein wenn da tatsächlich eine davon etwas locker sitzt, wird ja eh genetzt (geplant sind 2cm Grundputz).

Dryfix wird ja nur in 2 Spuren gezogen, nicht flächig.


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
12.1.2026  (#3)
Nimm bitte kein 16er Rohr, selbst ein Lankabel kann da schon mühsam werden, ich verwende nur 25 oder größer, dann kannst bei Bedarf auch mal KNX für eine Wetterstation oder Duplex LAN etc einziehen, 16 macht weder Sinn noch Spaß

Auf der Randschalung steht doch die OG Wand und dazwischen ist doch Thermomörtel, zumindest bei mir so, die bekommst da nicht ohne Gewalt raus

Aber im Grunde bohrst du doch eh nur ein schräges Loch nach Innen, das juckt den Ziegel sowieso nicht 

Und Zwecks Flexibilität, leg nach außen 5x2,5 dann kannst Steckdosen für Weihnachtslicht etc schaltbar machen, bzw bei Bedarf schnell mal eine CEE Dose setzen, bzw zieh das Kabel gleich ein und vergiss die Dichtstopfen nicht

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  •  Ricardo
  •   Bronze-Award
12.1.2026  (#4)
Bitte leg so viel Leerverrohrungen was geht und nimm bitte keinen 16er oder 20er. Du wirst es mir danken beim einziehen 😂

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  •  MPP33
13.1.2026  (#5)
Naja, was will ich mehr an der Hausecke in 2,5m Höhe als Kameras?
Aber gut, ob 16er oder 25er juckt den gemachten Schlitz auch wenig.

Der Elektriker hat uns großteils 20er mit bis zu 5x1,5 verlegt. Solang man da nix ändern muss seh ich kein Problem und eine einzelne LAN Leitung schwimmt da drinnen.
Gewünscht hätt ich mir nachträglich überall min. 25er, da habt ihr recht.

Die Bohrung ins Dach geht durch den Ziegel der auf der DRS steht, nicht durch die DRS. Beide Enden des Rohres enden im Außenbereich (außen und Kaltdach), daher find ich den Gedanken recht nett, den Übergang in den warmen Bereich passiert an einer Stelle im Dachboden wo ich das Rohr unter der Dämmung teile und abdichte.

DRS sind mit PU Kleber an die untere Ziegelreihe geklebt und oben drauf natürlich mit Mörtel die erste Ziegelreihe. Thermomörtel hat mir der Wienerberger Techniker bestätigt ist da nicht zulässig.
Ist halt eine dünne Wärmebrücke - dafür konnte ich den klassischen durchgehenden Betonsturz bis zur Decke verhindern 😵

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
13.1.2026  (#6)
Welchen Sinn hat es, das Rohr in der Dämmung zu unterbrechen, außer dass du es jedes Mal verfluchst, wenn du was neu einziehen willst 

Wennst Angst vor Wärmebrücken hast stülp eine Dämmung über den Schlauch, aber durch die Gummistopfen passiert kein Luftaustausch im Rohr, wodurch dieses im Grunde gut gedämmt ist

Und dass Wienerberger sagt Thermomörtel ist nicht zulässig ist spannend, alle anderen Hersteller nehmen den sehr wohl für die Kimmschicht 😂 mein ganzes Haus steht auf Thermomörtel, sprich auf der Bodenplatte, OG Decke, alle Überlager damit eingebettet und alle Innenwände stehen drauf, lt Eder zulässig, beim EG wärs durch Sockeldämmung ja egal, aber bei den Decken hast du so eine brutale Wärmebrücke rund ums ganze Haus mit tlw 1-2 cm Stärke je nachdem wie gerade die Platten waren

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
13.1.2026  (#7)
https://baumit.de/produkte/mauermoertel/km-therm

Hab den Eder nicht gefunden, aber es gibt sicher von jedem namhaften Hersteller einen Thermomörtel der für die Kimmschicht zugelassen ist

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  •  MPP33
13.1.2026  (#8)
Ganz einfach weil ich das Leerrohr ein Stück aus der Dämmung stehen hatte (20-30cm) - verschlossen - und feststellen musste, dass im ersten Winter ein guter Schluck Wasser im S Schlag unter der Dämmung stand.

Daher Rohr unter der Dämmung unterbrechen, verschließen und ein neues Rohr weiterführen damit keine warme feuchte Luft in den Teil vom Rohr geht der aus der Dämmung steht.
Ich will da ja nicht alle 2 Monate was neues einziehen, im Idealfall greif ich das wenn draußen alles fertig ist 20 Jahre lang nicht an.

Hatte das mit dem Thermomörtel wie geschrieben hinterfragt sogar mit Hinweis, dass der Thermomörtel lt. Datenblatt ausreichend Festigkeit hat.
Dennoch hab ich direkt mit dem (von der Baufirma komplett unabhängigen da völlig andere Region) Wienerberger Berater telefoniert der mir da bestätigt hat, dass sie normalen Mörtel fordern.
Was will ich dann tun gegen eine leicht bockige Baufirma mit "dann wären schon 200 andere Häuser falsch gebaut"... Gut, sind sie auch hinsichtlich Fenstersturz 🤣

Aber ich glaub da gibts tatsächlich viel schlimmeres als das 1cm Streifchen rundum - es ist ja oben und unten dämmendes Material, damit ziehts da die Kälte ein paar cm rein, aber es wird nicht tragisch viel abgeleitet.

Fensterlaibung und Ausmauerung Dachstuhl hab ich sie dann verdonnert extra Thermomörtel zu holen, dort seh ich die viel größere Gefahr, dass es mir die Kälte über die große Fläche Fensterbank unter dem schmalen Fensterrahmen durchzieht.

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
13.1.2026  (#9)
Aber für das Kondensatproblem sind noch genau die Kaiser Dichtstopfen gedacht, dann ist das Rohr nur noch eine marginale Wärmebrücke und Kondensat kein Thema mehr, zumindest ist das mein Plan, wobei ich für die Kanalbelüftung sowieso nochmal auf den Dachboden muss und mich durch die Zellulose wühlen muss 😫

Ja die Mentalität haben wir immer so gemacht schlägt beim Bau nochmal anders durch 😂

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  •  MPP33
13.1.2026  (#10)
Gedichtet muss im warmen Bereich werden - sobald warm/feuchte Luft in Kontakt mit der kalten Fläche im Rohr kommt kondensierts - Luftzirkulation hin oder her, die stellt sich alleine durch Temperaturdifferenzen schon von selbst ein, auch in einem verschlossenen Rohr.

Neben dem beschriebenen Fall hab ich noch ein zweites Gschichterl.
In unserer Mietwohnung (uraltes Haus, wie sich herausgestellt hat Geburtshaus von meinem Uropa 😂) wurde pfuschsaniert.
Irgendwann sind sie draufgekommen, dass sie das Dach auch ausbauen wollen, da sind sie dann oben herumgestiegen.
Auf einmal ein Kreischen meiner damals Freundin/jetzt Frau - DA KOMMT WASSER AUS DER LAMPE!!! und zwar nicht zu knapp.

Da waren wohl auch die Elektrorohre einfach ungedämmt oben verlegt und über einen S-Schlag wohl wunderbar voller Wasser, beim aufheben der Rohre kam das Wasser dann bei uns aus der Lampe.
Und da reden wir nicht von einem top gedämmten luftdichten Neubauhaus dem man gern die Schuld an sowas zuschiebt - das war eine alte Bude ohne Dämmung hübsch angepinselt.


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