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PVT Wärmepumpe - Seite 3

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  •  andifuer
31.3.2025 - 15.1.2026
75 Antworten | 21 Autoren 75
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Gibt es hier User, die eine WP WP [Wärmepumpe] ausschließlich mit PVT-Modulen betreiben ?
Oder gibt es anderwertige Erfahrung mit solchen Systemen ?

Ich denke da an Anlagen, wie sie etwas von TripleSolar angeboten werden. 
https://triplesolar.de/pvt-waermepumpe/

oder sowas
https://www.mtec-systems.com/products/erd-und-pvt-waermepumpe/

Hintergrund der Frage: Es soll bei einem Reihenhaus eine WP WP [Wärmepumpe] eingebaut werden. 
Tiefenbohrung und Ringgraben kommt wegen Platz bzw. Bodenbeschaffenheit nicht in Frage, bei Luft-Wasser gibt es Bedenken wegen der Lärmemission weil eben geringe Abstände zu den Nachbarn.

Dachfläche für PVT-Module wäre ausreichend vorhanden. Die WP WP [Wärmepumpe] selber würde mitsamt Warmwassererzeuger am Dachboden darunter aufgestellt werden.

Würde das funktionieren ?
Was gibt es zu beachten ?
Was ist eure Meinung dazu ??

  •  Akani
11.4.2025  (#41)
Ich frag mich noch immer warum Bohren nicht geht. 
Wenn sich dann LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] auch ausschließt, sorry dann würde ich mir lieber Pellets rein stellen

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  •  Guteluft
10.1.2026  (#42)
Ein sehr interessanter Thread. 

Da die untere Wasserschutzbehörde uns jegliche Sole im Boden untersagte (Trinkwassschutzgebiet) sind wir in unserem Neubau auch bei 10 PVT Kollektoren von Trippel Solar gelandet. Laut Berechnung des Herstellers reicht das für eine 6,5 kW wärmepumpe.

Derzeit trocknet der Estrich so das noch keine Wärmepumpe montiert ist. 
Die NIBE S1256-8 erwartet eine Quellentemperatur von mindestens-8 Grad laut Datenblatt. Andere Solewärmepumpe erlauben teils deutlich tiefere Temperaturen. 
Daher bin ich mir nicht sicher ob die NIBE eine gute Wahl wäre. 
Welch Solewärmepumpe kennt ihr die tiefe Quellentemperatur erlauben, im Sommer eine Quellentemperatur bis 30 Grad akzeptieren und für PVT freigeben ist?
Von den Daten würde Ecoforest am besten passen soweit ich weiß. 

Ideen oder Vorschläge?

Wer Interesse an wissenschaftlichen Daten zu PVT hat kann nac PVT und Frauenhofer googeln. 

In der Schweiz wurden viele PVT Module in der letzten Zeit verbaut im Bestand um die Erdsondenbohrung im Sommer zu regenerieren. Dort ist es wohl öfters vorgekommen das über die Jahre die Leitung der Sonden stärker nachlies als berechnet. 

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
10.1.2026  (#43)
TripleSolar vertreibt eine eigene gelabelte PVT-wärmepumpe die bis -20 grad runtergeht. ist glaube ich sogar aus österreichischer oem produktion.

auf der BauSim konferenz in Wien wurde ein PVT projekt vorgestellt. im winter musste 40% bivalent zugeheizt werden. system-JAZ 1,x

als hybridlösung mit knapp ausgelegtem sondenfeld vorstellbar...
in D werden ja mittlerweile kollektorrohrpakete gar nicht mehr vergraben, sondern einfach als solarzaun verkauft.

in A kenne ich ein projekt, da hat der deutsche wp-hersteller den installateur 'überredet' einen solarzaun auszuprobieren. es musste dann als ersatzvornahme gebohrt werden...

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  •  Guteluft
10.1.2026  (#44)

zitat..
Marty schrieb: Welche Konvektion und Luftbewegung hast du bei der Paralleldachmontage mit 10-20cm Schnee am Dach?
Dieser "Wind" ist an kalten Wintertagen mit Inversionswetterlage nicht vorhanden, oft sogar tagelang nicht, nicht bloß ein paar Stunden.

Hallo Marty, eigentlich findet keine Konvention im Winter statt, sondern Fallwind. Die Empfehlungen sagt, daß der Abstand zwischen Schrägdach und PVT Kollektoren 10 cm ist. Durch die kalte Sole kühlt sich der Wärmetauscher (Rückseite der PVT) ab und die Luft auch. Dadurch entsteht ein Fallwind. Aus diesem Grund dürfen die PVT Felder auch nicht zu groß sein. Zwischen mehreren Feldern muss ein größerer Abstand sein. Und das Dach benötigt eine ausreichende Schräge um den Fallwind zu erreichen. Zusätzlich 
soll dadurch Schnee besser abrutschen und die Wintersonne besser genutzt werden.
Der Schnee liegt auf der Paneele. Der Spalt zwischen Dach und pvt muss frei sein....
Es gibt in Würzburg und Stuttgart Versuchshäuser mit diesen PVT Kollektoren (damals noch Prototypen) um die Simulationen im Feld zu validieren. 
Im Gegensatz zu Luftwärmepumpen muß im Regelfall nicht enteist werden. Das Eis wächst nur am Rande des PVT Feld.

Zum Wind, Grundsätzlich ist windreiches Wetter günstiger da der luftaustausch gesteigert wird. 
Unser Haus steht auf einer Bergkuppe im Wind.

In einigen Wochen kann ich Werte von meinem Dach melden. 
Mal sehen ob die Theorie hält was sie verspricht 


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  •  Guteluft
10.1.2026  (#45)

zitat..
dyarne schrieb:
auf der BauSim konferenz in Wien wurde ein PVT projekt vorgestellt. im winter musste 40% bivalent zugeheizt werden. system-JAZ 1,x

Weißt Du noch welche Wärmepumpe und welche PVT Kollektoren auf der BauSim vorgestellt wurden?


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  •  Mikkael
10.1.2026  (#46)
nur so aus interesse: warum bildet sich weniger eis als bei einer lwp?
versteh ich leider nicht
wenn die tauscherfläche nicht komplett überdimensioniert ist muss doch auch ein deutlicher temperaturgradient für den wärmetransport da sein sprich bei minusgraden muss die sole dementsprechend kalt sein (daher vermutlich die -30 anforderung) und bei minusgraden schmilzt von selbst nix weg
bei plusgraden wirds sicher kein problem sein aber im tiefsten winter mit nebel......
hat da wer erfahrung?

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  •  Harri24
10.1.2026  (#47)
Im Unterschied zu LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe], deren Verdampfer enge Lamellenabstände haben und dadurch bei Eisbildung blockieren, besitzen PVT-Module größere Lamellenabstände. Das ermöglicht auch bei Eisbildung noch Luftdurchströmung um Wärme zu gewinnen.
PVT-Kollektoren wurden/werden auf Prüfständen in Klimakammern getestet und optimiert.  
Das perfekte System gibt es aber nicht.

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  •  Mikkael
10.1.2026  (#48)
eis isoliert aber gut also dürfte die leistung dann trotzdem einbrechen wenn der wärmetauscher vereist -> sole muss noch kälter werden -> mehr vereisung
egal wie die lamellenabstände sind

das system wird schon irgendwie funktionieren sonst würde das nicht verbaut worden sein aber ich glaube dass testbedingungen nicht immer 1:1 den realen betrieb abbilden

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  •  Guteluft
10.1.2026  (#49)
Das Vereisungsproblem ist bei Temperaturen um Null Grad und hoher Luftfeuchtigkeit am größten. Die Feuchtigkeit gefriert am Rand des kollektorfelds.  Ich stelle mir das vor wie ein Impfkristall der wächst. Dahinter ist die Luft dann trockener. 
Und die kühlrippen sind so gebaut das Kondensat möglichst schnell abtropt und aufs Dach fällt. 

Zumindest hatte ich das dazu gelesen.
Die Quelle habe ich jetzt nicht zur Hand. 

Meinen Heizungsbauern hatte ich trotzdem gefragt ob ein Enteisung notwendig wäre. Er hatte die Frage an Trippel Solar weiter gegeben und die Antwort war. Muß nicht enteist werden. 

Consolar hingegen hatte in deren ersten Lösungen eine Enteisung im Angebot auch um den Schnee zum abrutschen zu bringen. 
Ob das heute noch so Angeboten wird weiß ich nicht. 
Hängt sicherlich auch vom Standort ab.
Viel Schnee gibt es bei uns nicht. Zweistellige Minusgrade gibt's regelmäßig. 

Ich werde berichten wie es bei mir dann aussieht...



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  •  Puitl
  •   Silber-Award
11.1.2026  (#50)
Was kostet dich diese PVT-Fläche und wie viel kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] hast du da dann?

Hast du beim Dach einen Aufpreis aufgrund der PVT-Anforderungen (höheres Gewicht, 10cm Abstand)?

Ich kann mir nämlich nicht vorstellen das dieses System auch bei den Installations- und laufenden Kosten auch nur annähernd gleich auf ist im Vergleich zu konventioneller PV (Modulpreise aktuell so günstig wie nie) und ner LWP LWP [Luftwärmepumpe].

Zu deinem Wasserschutz-Problem: Beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wird glaub ich reiner Bio-Ethanol als Frostschutz verwendet, hast du das deiner Behörde mitgeteilt?

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  •  Guteluft
11.1.2026  (#51)

zitat..
Puitl schrieb: Zu deinem Wasserschutz-Problem: Beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wird glaub ich reiner Bio-Ethanol als Frostschutz verwendet, hast du das deiner Behörde mitgeteilt?

Hallo Puitl, die Behörde hatte sämtliche Zusatzstoffe untersagt. Ich hatte auch angeboten eine Sonde ausschlieslich mit Trinkwasser, also gar kein Frostschutzmittel. 

Wie dem auch sei, ich durfte es nicht...

Zu den Kosten, ja PVT und Sole-WP sind deutlich teurer als LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].




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  •  cacer
  •   Gold-Award
11.1.2026  (#52)
Ich hab jetzt zwar keinen Vergleich, hatte aber das Pech bei einer PVT-Anlage in D aushelfen zu müssen... ("könnt Ihr mal eben ein paar Module aufs Dach bauen, ist alles vorbereitet..."🤬)
Indachanlage als Kompletteindeckung.
Das Dach wurde im April abgerissen, und die Anlage läuft immer noch nicht (aktuell undicht).
Gewerkeübergreifend das totale Chaos.
Hersteller, Kunde, Dachdecker, Installateur, Elektriker... nix hat gepasst. Wenn die Kunden uns nicht so leid getan hätten, wären wir da sofort wieder verschwunden.

Kosten sind auch explodiert. (vor ein paar Jahren hätte man dafür ein kleines Fertighaus bekommen)
Einziges Glück: der Netzbetreiber hat den Zähler seit Monaten nicht eingebaut und die WP WP [Wärmepumpe] läuft auf Heizstab.

Ok, das kann natürlich auch besser laufen, aber wenn da oben (auch zukünftig) ein Problem auftaucht, wirds komisch.
Dann ist keiner zuständig, die Ersatzteile, wenn überhaupt, nur schwer zu bekommen, Gerüst immer nötig, PV-Module Sonderanfertigung, die Thermieteile und das Montagewissen nur vom Hersteller zu bekommen, wenns den noch gibt.
Dachdecker, Insti, Fachtechniker... alle müssen gleichzeitig vor Ort sein...

Für mich ein extrem abschreckendes Beispiel (sicher nicht repräsentativ) und von der Effizienz/Kostenfrage unterirdisch.

traurigen Gruß
Micha

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  •  Harri24
11.1.2026  (#53)
@cacer
Was bedeutet "Indachanlage als Kompletteindeckung"?

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  •  Akani
11.1.2026  (#54)
Ich bin der Meinung dass diese Komponente keinen Mehrwert im Gegenzug einer LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] bringt. Alleine die Herstellkosten sind höher als Tiefenbohrung. Was ist mit Wartung der Anlage oder bei auftretendem Fehler Quellseitig. Bei Eis am Dach geht da keiner mehr rauf. Langzeiterfahrung ist auch fragwürdig.

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  •  Pflunz
11.1.2026  (#55)

zitat..
Guteluft schrieb:

──────..
Puitl schrieb: Zu deinem Wasserschutz-Problem: Beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] wird glaub ich reiner Bio-Ethanol als Frostschutz verwendet, hast du das deiner Behörde mitgeteilt?
───────────────

Hallo Puitl, die Behörde hatte sämtliche Zusatzstoffe untersagt. Ich hatte auch angeboten eine Sonde ausschlieslich mit Trinkwasser, also gar kein Frostschutzmittel. 

Wie dem auch sei, ich durfte es nicht...

Zu den Kosten, ja PVT und Sole-WP sind deutlich teurer als LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].


Nur als Info, bei mir im Wasser Schutzgebiet (3b, die leichteste Form) war reines Wasser erlaubt. Es gibt ausserdem noch die Möglichkeit bei einem Ringgrabenkollektor auf einen Direktverdampfer zu gehen. Hier wird CO2 als Kältemittel genutzt. Bei einem Leck steigt das nach oben, deswegen wäre diese Variante in alles Wasserschutzgebieten erlaubt. Allerdings findet man leider sehr wenig darüber, weshalb ich das nicht machen werde. Technisch soll das super sein (effizienter da ein Wärmetauscher weniger und keine Solepumpe. Entsprechend auch weniger anfällig. )


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  •  cacer
  •   Gold-Award
11.1.2026  (#56)

zitat..
Harri24 schrieb: Was bedeutet "Indachanlage als Kompletteindeckung"?

Das ganze Dach ist die PVT-Anlage. Keine Ziegel mehr verbaut.
Also regensicheres Unterdach, UK und rahmenlose PV-Module auf Thermiekollektoren liegend.
Ränder und Anschlüsse mit optisch passenden Blechen belegt.


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  •  Harri24
11.1.2026  (#57)
@cacer
PVT-Kollektoren als Indachmontage sind sehr seltsam. Wie soll da Luftströmung entstehen, welche zur Aufnahme von Wärmeenergie erforderlich ist?
Von welchem Hersteller stammen diese Module und woher holt sich die Thermokollektorfläche die Wärmeenergie?
Triple Solar und Consolar verwenden  PVT-Kollektoren produziert von der Firma Bisol; die haben eine "offene" Lamellenstruktur, die von reichlich Luft umströmt sein soll.
(Dies sorgt im Sommer auch für eine gewisse Kühlung der PV-Module, wodurch diese eine Wirkungsgradsteigerung erfahren.)

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  •  cacer
  •   Gold-Award
13.1.2026  (#58)
Ist ein Komplettsystem mit entsprechend hinterlüftung.

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  •  manuon
13.1.2026  (#59)
Also nennt mich Hinterweltler aber ich verstehe nicht was dieses PVT soll. Das mag evtl funktionieren aber das steht doch weder bei Kosten noch bei Effizienz in irgendeiner Relation. Für mich ist das eine reine Bauernfängereei.
Bei so einfachen und kostengünstigen Lösungen wie den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] oder schlicht einer Luft WP WP [Wärmepumpe] sehe ich absolut keinen Grund sich sowas aufs Dach zu bauen. 
PVT hat aus meiner Sicht massive Mehrkosten bei Installation, eine höhere Komplexität sowie hohes Fehlerpotenzial in Verbindung mit teurer Reparatur wenn mal was sein sollte. Dem gegenüber steht praktisch kein Mehrwert?

 


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  •  Puitl
  •   Silber-Award
13.1.2026  (#60)

zitat..
manuon schrieb:

Also nennt mich Hinterweltler aber ich verstehe nicht was dieses PVT soll. Das mag evtl funktionieren aber das steht doch weder bei Kosten noch bei Effizienz in irgendeiner Relation. Für mich ist das eine reine Bauernfängereei.

Bei so einfachen und kostengünstigen Lösungen wie den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] oder schlicht einer Luft WP WP [Wärmepumpe] sehe ich absolut keinen Grund sich sowas aufs Dach zu bauen.

...ich auch nicht, vor allem wenn es schlussendlich nicht mal bei der Effizienz Vorteile gibt...


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  •  tempo85
  •   Bronze-Award
13.1.2026  (#61)

zitat..
manuon schrieb: lso nennt mich Hinterweltler aber ich verstehe nicht was dieses PVT soll. Das mag evtl funktionieren aber das steht doch weder bei Kosten noch bei Effizienz in irgendeiner Relation. Für mich ist das eine reine Bauernfängereei.
Bei so einfachen und kostengünstigen Lösungen wie den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] oder schlicht einer Luft WP WP [Wärmepumpe] sehe ich absolut keinen Grund sich sowas aufs Dach zu bauen.
PVT hat aus meiner Sicht massive Mehrkosten bei Installation, eine höhere Komplexität sowie hohes Fehlerpotenzial in Verbindung mit teurer Reparatur wenn mal was sein sollte. Dem gegenüber steht praktisch kein Mehrwert?

*) Weniger Fläche für die PV (fehlt noch)

speziell in Deutschland gibt es schon viele Leute welche die Thermische Solaranlage abbauen um Platz für die PV zu haben. Und jetzt sollten wir uns eine PVT aufs Dach bauen?

Das Ding wird in manchen Gegenden schon gut Fuktionieren, vorallem wo es oft am Tag Plusgrade hat und der Hochnebel nicht Wochenlang in den Tähler sitzt, denke da an Florenz.

Und wenn ich an die letzten 6 Wochen im Osten von Österreich denke, sehe ich mit PVT einen COP von 1!

Und selbst wenn ich in einer PVT optimalen Region wäre, würde gute Dämmung und viel PV mit Heizstab vermutlich besser performen als die PVT mit WP WP [Wärmepumpe].


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