« Heizung, Lüftung, Klima  |

PVT Wärmepumpe - Seite 4

Teilen: facebook    whatsapp    email
Zusammenfassung anzeigen
 1  2 ... 3  4 
  •  andifuer
31.3.2025 - 15.1.2026
75 Antworten | 21 Autoren 75
9
84
Gibt es hier User, die eine WP WP [Wärmepumpe] ausschließlich mit PVT-Modulen betreiben ?
Oder gibt es anderwertige Erfahrung mit solchen Systemen ?

Ich denke da an Anlagen, wie sie etwas von TripleSolar angeboten werden. 
https://triplesolar.de/pvt-waermepumpe/

oder sowas
https://www.mtec-systems.com/products/erd-und-pvt-waermepumpe/

Hintergrund der Frage: Es soll bei einem Reihenhaus eine WP WP [Wärmepumpe] eingebaut werden. 
Tiefenbohrung und Ringgraben kommt wegen Platz bzw. Bodenbeschaffenheit nicht in Frage, bei Luft-Wasser gibt es Bedenken wegen der Lärmemission weil eben geringe Abstände zu den Nachbarn.

Dachfläche für PVT-Module wäre ausreichend vorhanden. Die WP WP [Wärmepumpe] selber würde mitsamt Warmwassererzeuger am Dachboden darunter aufgestellt werden.

Würde das funktionieren ?
Was gibt es zu beachten ?
Was ist eure Meinung dazu ??

  •  tempo85
  •   Bronze-Award
13.1.2026  (#61)

zitat..
manuon schrieb: lso nennt mich Hinterweltler aber ich verstehe nicht was dieses PVT soll. Das mag evtl funktionieren aber das steht doch weder bei Kosten noch bei Effizienz in irgendeiner Relation. Für mich ist das eine reine Bauernfängereei.
Bei so einfachen und kostengünstigen Lösungen wie den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] oder schlicht einer Luft WP WP [Wärmepumpe] sehe ich absolut keinen Grund sich sowas aufs Dach zu bauen.
PVT hat aus meiner Sicht massive Mehrkosten bei Installation, eine höhere Komplexität sowie hohes Fehlerpotenzial in Verbindung mit teurer Reparatur wenn mal was sein sollte. Dem gegenüber steht praktisch kein Mehrwert?

*) Weniger Fläche für die PV (fehlt noch)

speziell in Deutschland gibt es schon viele Leute welche die Thermische Solaranlage abbauen um Platz für die PV zu haben. Und jetzt sollten wir uns eine PVT aufs Dach bauen?

Das Ding wird in manchen Gegenden schon gut Fuktionieren, vorallem wo es oft am Tag Plusgrade hat und der Hochnebel nicht Wochenlang in den Tähler sitzt, denke da an Florenz.

Und wenn ich an die letzten 6 Wochen im Osten von Österreich denke, sehe ich mit PVT einen COP von 1!

Und selbst wenn ich in einer PVT optimalen Region wäre, würde gute Dämmung und viel PV mit Heizstab vermutlich besser performen als die PVT mit WP WP [Wärmepumpe].


1
  •  Harri24
13.1.2026  (#62)
Leider ist der PV-Ertrag im Winter häufig und in der Nacht immer nicht ergiebig.
(Wenn die Sonne scheint kann das PVT-System mit Heizstab zuheizen. 😉)
Das PVT-System ist nicht gedacht für Regionen mit sehr kaltem Winter und viel Schnee. Dort würde ich derzeit auch keine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] empfehlen.
P.S.
Die JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] wird über ein Jahr errechnet. 🙂 

1
  •  manuon
13.1.2026  (#63)
Selbst in "sonnigen" Regionen bleibe ich da eher pesimistisch. 
Angenommen ich habe 6kwp PVT auf dem Dach. Die Sonne scheint mit nennenswerter Leistung, so das sich die Panele tatsächlich über die Umgebungstenperatur erwärmen (nur dann haben wir einen COP Vorteil gegenüber der normalen LuftWP), dann erzeugt doch die PV schon soviel Strom das es LOCKER für die WP WP [Wärmepumpe] reicht. 
Setze ich jetzt noch in Relation, das ohne PVT nicht nur 6kwp sondern locker das doppelte an PV-Leistung auf dem Dach liegen würde (kost ja nix im Vergleich zu einer PVT Installation) zahle ich mit PVT erneut drauf.

Meine Schlussfolgerung:
PVT bringt einen Vorteil in Zeiten, wo der Strom eh nix kostet. Am Ende das Tages wird sichs finanziell nicht rechnen können.
 


1
  •  dyarne
  •   Gold-Award
13.1.2026  (#64)

zitat..
manuon schrieb:
PVT hat aus meiner Sicht massive Mehrkosten bei Installation, eine höhere Komplexität sowie hohes Fehlerpotenzial in Verbindung mit teurer Reparatur wenn mal was sein sollte. Dem gegenüber steht praktisch kein Mehrwert?

es gibt vielerorts im bestand einschränkungen gegen TB/RGK, aber auch gegen LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe], wasserschutzgebiet, schallgrenzen, usw...
da klingt eine stille luftquelle am dach natürlich sehr verlockend. und in D herrscht eh ein bissl goldgräberstimmung nach 'alternativen quellen', alle paar monate poppt dort eine wunderlösung auf...

direkte solare nutzung kann ich in unserem klima bilanziell ansetzen, aber nicht als spitzenlastquelle, das zeigt der aktuelle winter sehr deutlich. selbst klassische LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] kämpfen aktuell, und die ziehen 2-3-4 millionen liter luft jede stunde über den verdampfer und tauen 20-30-mal am tag ab. 

es gibt im norden und westen von D zonen, da stehts in der zeitung wenn es unter 0° hat. dort kann man andere systeme bivalent mit ansetzen als bsplw bei uns. wenn ich eine bohrsonde unterdimensioniere, dann kann ich sie mit einem direktsolaren system koppeln um aktiv zu regenerieren. mit einem RGK RGK [Ringgrabenkollektor] geht das nicht, weil der ist eine spitzenlastquelle und muß auf den jännerpeak ausgelegt werden um da über -2° eingang zu bleiben. eine TB muß dagegen bilanziell aufs jahr betrachtet werden...


_aktuell/20260113661995.jpg




1
  •  Akani
13.1.2026  (#65)
Sorry wenn ich dieses Problem hab stell ich mir ne Pelletanlage rein. Fertig.
Aber PVT wäre mir zu störanfällig und zu teuer, auch in der Erhaltung.
Auch die Modulberechnung liegt irgendwie waage im Mittelwert aus kosten und Effizienz.
Will ich einen burner haben brauchts wahrscheinlich die doppelte Fläche bei doppelten Kosten um im Kernwinter zu performen.
Es ist schon eine Qual bei dem Winterwetter Luftquetschen zu reparieren, aber jetzt aufs Dach, nein Danke. Da lass mer dann den E-Stab bis zum Frühjahr rennen

1
  •  Guteluft
13.1.2026  (#66)
Das fand ich recht lesenswert: Standort Würzburg und Stuttgart

'https://www.sbz-online.de/heizung/pvt-waermepumpensystem-solink-energieeffizientes-waermepumpensystem'

1
  •  dyarne
  •   Gold-Award
13.1.2026  (#67)

zitat..
Guteluft schrieb:
──────..
dyarne schrieb:
auf der BauSim konferenz in Wien wurde ein PVT projekt vorgestellt. im winter musste 40% bivalent zugeheizt werden. system-JAZ 1,x
───────────────
Weißt Du noch welche Wärmepumpe und welche PVT Kollektoren auf der BauSim vorgestellt wurden?

hier ist der link...
https://bausim2024.conf.tuwien.ac.at/wp-content/uploads/2024/09/240918-bausim-booklet.pdf
seite 59/60

zitat..
[Die Analyse der Messdaten der PVT-Wärmepumpe zeigt, dass die Wärmepumpe im Sommerbetrieb (reineTWW-Bereitung) den Wärmebedarf allein decken kann...
... Allerdings müssen aufgrund der Einsatzgrenzen der Wärmepumpe über 38 % des gesamten Wärmebedarfs durch den Gaskessel gedeckt werden.]



zitat..
tempo85 schrieb:
Und wenn ich an die letzten 6 Wochen im Osten von Österreich denke, sehe ich mit PVT einen COP von 1! 

zitat..
Harri24 schrieb:
Das PVT-System ist nicht gedacht für Regionen mit sehr kaltem Winter und viel Schnee. Dort würde ich derzeit auch keine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] empfehlen.

hier aus dem Fraunhofer forschungsprojekt zu PVT...

_aktuell/20260113321386.jpg

im dezember ist der beitrag hier 0
die negativkurve ist die regeneration der sondenanlage - wenn man diese zuvor unterdimensioniert hat...

zitat..
Guteluft schrieb: Das fand ich recht lesenswert: Standort Würzburg und Stuttgart

Soblue ist ein Schweizer PVT-pionier. hier ein screenshot aus ihrer videopräsentation...

_aktuell/20260113121348.jpg

1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
13.1.2026  (#68)

zitat..
dyarne schrieb:

im dezember ist der beitrag hier 0

Und das obwohl die mittlere Quellentemp. bei 5°C ist?
Mein Erdkollektor fährt zurzeit mit 3,5/7°C...wäre gemittelt 5,25°C mit aktueller AZ von über 5 bei 2500W Wärme die ins Haus gehen...


1
  •  dyarne
  •   Gold-Award
13.1.2026  (#69)
ich würde sogar sagen weil: die quelltemperatur liegt über der lufttemperatur. das ist ja das problem. eine gute auslegung mit plusgraden läßt weniger 'luft' zum ernten aus der umgebung. wenn das system auf -10° ausgelegt ist dann hat man wieder mehr potential aus der umgebung. darum laufen die speziellen PVT-wärmepumpen bis -20° sole...

ein eisspeicher beginnt dort wo wir aufhören -bremsfallschirm oder startrampe...

1
  •  Guteluft
14.1.2026  (#70)

zitat..
Puitl schrieb: Und das obwohl die mittlere Quellentemp. bei 5°C ist?
Mein Erdkollektor fährt zurzeit mit 3,5/7°C...wäre gemittelt 5,25°C mit aktueller AZ von über 5 bei 2500W Wärme die ins Haus gehen...

Keiner hat den Vorteil im Winter einer Erdsonde oder Erdkollektor gegenüber Pvt oder LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] angezweifelt. Ein PVT Kollektor bezieht im Winter aus der Luft zum größten Teil seine Wärme. Das Problem hat jede Luftbasierte Anlage. Erdwärme ist bei richtiger Dimension natürlich effizienter. Und passive Kühlung im Sommer ist mit Sonde auch besser. 
Dafür wurde PVT nicht entwickelt. Es hat eine geringere JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] als eine Erdsonde und eine etwas bessere als eine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].
Nur nicht jeder hat das Glück eine Sonde zu haben. 
Und nicht jeder Standort ist von Monaten mit Dauerfrost und Schnee gesegnet. 


1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
14.1.2026  (#71)

zitat..
Guteluft schrieb:

──────..
Puitl schrieb: Und das obwohl die mittlere Quellentemp. bei 5°C ist?
Mein Erdkollektor fährt zurzeit mit 3,5/7°C...wäre gemittelt 5,25°C mit aktueller AZ von über 5 bei 2500W Wärme die ins Haus gehen...
───────────────

Keiner hat den Vorteil im Winter einer Erdsonde oder Erdkollektor gegenüber Pvt oder LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] angezweifelt. Ein PVT Kollektor bezieht im Winter aus der Luft zum größten Teil seine Wärme. Das Problem hat jede Luftbasierte Anlage. Erdwärme ist bei richtiger Dimension natürlich effizienter. Und passive Kühlung im Sommer ist mit Sonde auch besser. 
Dafür wurde PVT nicht entwickelt. Es hat eine geringere JAZ JAZ [Jahresarbeitszahl] als eine Erdsonde und eine etwas bessere als eine LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe].
Nur nicht jeder hat das Glück eine Sonde zu haben. 
Und nicht jeder Standort ist von Monaten mit Dauerfrost und Schnee gesegnet.

Du hast meinen Beitrag falsch verstanden, ich wollte hier nichts aufzeigen oder anzweifeln.
Meine Frage war warum die Qellenenergie bei PVT im Dezember bei 0 ist und das bei einer mittleren Quellentemp. von 5°C?

(dann eben der Vergleich zu meiner Anlage (das du zitiert hast) warum ich es nicht verstehe, weil da bin ich weit weg von 0 obwohl ich auch nur eine mittlere Quellentemp. von 5,25°C habe...)


1
  •  dyarne
  •   Gold-Award
14.1.2026  (#72)

zitat..
Puitl schrieb:
Meine Frage war warum die Qellenenergie bei PVT im Dezember bei 0 ist und das bei einer mittleren Quellentemp. von 5°C?

die quelltemperatur kommt von der bohrsonde... 


1
  •  Puitl
  •   Silber-Award
14.1.2026  (#73)

zitat..
dyarne schrieb:

die quelltemperatur kommt von der bohrsonde...

Ah danke 🤦👍
...in diesem Graphen ist der PVT-Anteil dann quasi "vorhanden" um es mal freundlich auszudrücken^^


1
  •  Guteluft
15.1.2026  (#74)

zitat..
dyarne schrieb: hier ist der link

Hallo Dyarne,  danke für den Link.


1
  •  Guteluft
15.1.2026  (#75)

zitat..
Puitl schrieb: Du hast meinen Beitrag falsch verstanden, ich wollte hier nichts aufzeigen oder anzweifeln.
Meine Frage war warum die Qellenenergie bei PVT im Dezember bei 0 ist und das bei einer mittleren Quellentemp. von 5°C?

Hallo Puitl, es bedarf eines Temperaturgradienten damit wärme Energie von der Luft über den Tauscher in die Sole geht. Messungen an PVT Anlagen haben gezeigt dass im Winter der Gradient bei ca. 5 Grad liegt. 
Das selbe gilt auch bei LWWP LWWP [Luft-Wasser-Würmepumpe] oder Erdwärme. Die Quelle ist immer wärmer als die Sole. 




1


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: Erdwärmeprojekt reloaded - Update jetzt mit RGK