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Unterstützung bei Einrichtung der Heizugssteuerung (Gas -> Wärmepumpe) teilen

14.5. -15.7.2026    9 Antworten    6 Autoren 9 2026-07-15T08:37:03+02:00
Zusammenfassung
  •  mikado
14.05.2026
9
Hallo,
aktuell haben wir eine wir Gas-Brennwerttherme. Nächste Woche wird diese gegen eine Wärmepumpe (Nibe S2125 mit VMM S500) getauscht.

Ist-Stand:
  • Wir haben nur Heizkörper (keine Fussbodenheizung)
  • Das Haus besteht aus Stahlbeton. Das Dach ist neu gedämmt. Die Fassade hat den Dämmstandard aus 1978 (ca. 5cm Dämmung) .
  • Unsere Wohlfühltemperatur liegt bei 20 Grad.
  • Die Heizkurve ist so eingestellt, dass sie bei offenen Ventilen im Wohnzimmer 20 Grad liefert.
  • Alle anderen Räume sind (bei geöffneten Ventilen) wärmer.


  • Alle Heizkörper werden über Homematic Geräte gesteuert (pro Raum 1-2 Heizkörperventile, Fensterkontakte und Raumthermometer).
  • Die Heizkörperventile werden in den Räumen nur geöffnet (Einstellung 20 Grad), wenn wir sie auch nutzen. (Ansonsten ansonsten 15 Grad)
    An einem Standard-Wochentag ist das
  • Küche-Essbereich: 06:00 - 08:00 / 12:00 -13:30 / 17:30 – 19:00
  • Wohnzimmer: 19:30 - 22:00
  • Arbeitszimmer: 08:00 - 18:00
  • Schlafzimmer: 05:30 - 07:00 / 21:00 - 22.00
  • Badezimmer: 05:30 - 07:00 / 21:00 - 22:00
  •  
    Das funktioniert die letzten Jahre (mit der Gasheizung) gut.

    Für eine Wärmepumpe habe ich jetzt (auch hier im Forum) viel gelesen, und bin auf folgende Aussagen gestoßen:
  • Das Heizverhalten muss komplett neu erlernt werden.
  • Die Wärmepumpe muss möglichst wenige Starts haben und somit länger laufen.
  • Die Nachtabsenkung sollte entfallen bzw. nicht mehr als 2 Grad betragen.
  • Mein Heizungsinstallateur sagt, dass wir die Heizkurve bei der Wärmepumpe wieder wie bei der Gas-Heizung kalibrieren sollen (Bei offenen Ventilen 20 Grad im Wohnzimmer). Die Heizkörperventile im Wohnzimmer sollen immer komplett geöffnet sein und die aller anderen Räume immer auf 20 Grad gestellt werden. Eine Nachtabsenkung soll nicht eingestellt werden.
    Die komplette Steuerung würde dann von der Wärmepumpe übernommen.
    Wenn ich das so mache und die Heizkörper nur einmal einstelle, dann kann ich das auch manuell machen und die Homematic-Geräte komplett ausbauen. (Kommt mir komisch vor)
     
    Daher stellen sich für mich aktuell folgende Fragen:
  • Ist es bei einer Wärmepumpe wirklich effizienter den Raum permanent auf der Wohlfühltemperatur zu halten und nicht bei Bedarf auf diese Temperatur anzuheben ?
  • Kann dann eine Smart-Home-Steuerung entfallen ?
  • Welche Gesichtspunkte habe ich Eurer Meinung nach nicht betrachtet ?

    Wie Ihr merkt bin ich aktuell etwas verwirrt und erst ganz am Anfang der Umstellung. Für Eure Hilfe und Denkanstösse bin ich dankbar. Wozu könnt Ihr mir raten ?


  •  Akani
15.5.2026  (#1)
Mitnehmen Mikado.
Ich zitiere dich mal nebenbei

zitat..
Die Heizkurve ist so eingestellt, dass sie bei offenen Ventilen im Wohnzimmer 20 Grad liefert.
Alle anderen Räume sind (bei geöffneten Ventilen) wärmer

Dann solltest im WZ die Heizfläche also den HK vergrößern.

zitat..
Kann dann eine Smart-Home-Steuerung entfallen ?

Muss sogar. Ins Haus soll Energie und diese soll ungehindert in Allen Räumen gleichmäßig sein. 
Dazu kannst du die VL VL [Vorlauf] Temperatur der Heizkurve senken wenn du dauerhaft heizt ind der WP WP [Wärmepumpe] ihren Arbeit tun lässt.
Und du wirst feststellen dass deine Energiekosten sich wahrscheinlich senken wenn ihr so heizt.
Es ist Irrglaube mit Thermostaten Wärme weg zu regeln, sag dem Gerät wie warm du es haben willst


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  •  mikado
15.5.2026  (#2)
Dann werde ich mal die Homematic-Ventile ausbauen und mit dem Installatuer über einen größeren Heizkörper reden.
Danke


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  •  Akani
15.5.2026  (#3)
Ist schon mal ei n guter Anfang.
Les dich mit vielen Themen noch weiter ein, auch zum Thema Pufferspeicher.
Warum nicht nur die VVM 320 mit Warmwasserspeicher? 
Läuft ohne Parallelpuffer wie bei der 500er und 1 Pumpe weniger im Dauerbetrieb

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  •  mikado
20.5.2026  (#4)
Noch eine Nachfrage:
Wenn ich die Homematic-Ventile ausbaue, werden die Heizungsventile auch nicht geschlossen wenn ein Fenster geöffnet wird. Braucht man das bei einer Wärmepumpe auch nicht mehr ?


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  •  Akani
20.5.2026  (#5)
Wärmeenergie verlierst so oder so

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  •  PrRa
21.5.2026  (#6)
Sofern du nicht jeden Raum einzeln isoliert hast bringt sich das Raumweise absenken relativ wenig bzw. ist sogar Ineffizient denn du erhöst nur die Temp Spreizung zwischen den zwei Raumen und was passiert dann? Na die Wärme fängt an zu Fliesen vom warmen in den Kalten Raum nur dass da keine Dämmung dazwischen ist die dies deutlich verlangsamen würde. Also muss jetzt der HK im Warmen Raum mehr wärme abgeben, das geht dann aber ggf nur indem du die Vorlauftemperatur höher stellst (Heizung wird Ineffizienter).

Wenn du also alle Raume dauerhaft Heizen würdest muss der eine Raum/HK keine höhere Wärmeaufnahme/Abgabe haben um die angrenzenden Raume mitzuheizen.

Du kannst das ganze mit dem Autofahren vergleichen. Du must in einer Stunde 60km zurücklegen (Dein Haus über den Winter Heizen). Am Effizientesten ist wenn du ein mal (langsam) Beschleunigst und dann mit 60kmh zum Ziel fährst.
Wenn du vollgas gibst auf 120kmh hoch für 15min, dann ne Pinkelpause machst und dir nen Döner vergönnst um anschliessend wieder mit 120kmh ans Ziel zu Brausen dann wird dein Spritverbrauch höher sein und dein Geldbörserl lehrer.
Und alles was Hydraulisch im Weg ist / dem Wasser einen Wiederstand bietet (Gegenwind/Steigung beim Auto) wird dich Effizienz kosten.

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  •  cutcher
15.7.2026  (#7)
Und wie sieht es aus wenn die vorgabe ist nicht in 1h am ziel zu sein sondern möglichst effizient ans ziel zu kommen?

60kmh ist meine geschwindigkeit wenn ich aktiv autofahre (=zuhause im wohnzimmer bin) und 30kmh der effiziente autopilot (wenn ich in der arbeit bin oder schlafe)

--> dann macht es doch sinn zwischen 30 und 60kmh zu schwanken, denn in summe brauche ich weniger benzin/strom um ans ziel zu kommen als wenn ich mit 60kmh durchfahren würde

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  •  Fadergeschmack
15.7.2026  (#8)

zitat..
cutcher schrieb:

Und wie sieht es aus wenn die vorgabe ist nicht in 1h am ziel zu sein sondern möglichst effizient ans ziel zu kommen?

60kmh ist meine geschwindigkeit wenn ich aktiv autofahre (=zuhause im wohnzimmer bin) und 30kmh der effiziente autopilot (wenn ich in der arbeit bin oder schlafe)

--> dann macht es doch sinn zwischen 30 und 60kmh zu schwanken, denn in summe brauche ich weniger benzin/strom um ans ziel zu kommen als wenn ich mit 60kmh durchfahren würde 

Bei der heizlastauslegung (zu Zeiten der fossilen Wärmeerzeuger) gibt/gab es laut Norm eine Wiederaufheizfaktor. Dieser konnte bei Eingabe der gewünschten Absenkung , der gewünschter aufheizzeit und anderen Eigenschaften bestimmt werden.

Wenn ich mich recht erinnere fließt hier bei stündlichen absenken und Aufheizen Unmengen an Energie in die Substanz. Daher müssen HK, Rohre, VL/RL, Leistung des Wärmeerzeugers wesentlich höher gewählt werden. Und diese ganzen Punkte verschlechtern die Effizienz einer Wärmepumpe.
D.h. die Annahme ist dass eine WP WP [Wärmepumpe] mit dauerhaft 60kmh weniger Verbrauch hat als eine mit 60+30+aufheizenergie.

Glaub bei der Absenkung der Innentemperatur war es in etwa so, dass nur Urlaubsabsenkungen ab x Tage sich rentieren.

So hätte ich es verstanden. Lass mich aber gerne eines besseren belehren.

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  •  RaBo76
15.7.2026  (#9)
Seit Jahrzehnten experimentiere ich bei zwei älteren Gebäuden im Lauf der Zeit mit verschiedenen Heizkonzepten herum. Mit den Wärmepumpen und Heizkörpern hat sich die folgende grobe Vorgangsweise bei mir als guter Kompromiss zwischen Verbrauch und Komfort herausgestellt:
  • Bei Außentemperatur über +5°C mache ich eine komplette Nachtabschaltung. Die Abschaltung sollte zumindest 7h lang sein, sonst bringt es nichts.
  • Bei Außentemperatur zwischen 0° und +5°C, mache ich eine Nachtabsenkung. Dabei betreibe ich die Heizkörper mit ihrer Minimal-Vorlauftemperatur, so dass sie gerade noch Wärme abgeben und das System nicht auskühlt. 
  • Bei Außentemperatur unter 0°C bzw. wenn sie auch tagsüber kaum ins Plus geht, läuft die Heizung dann im 24h Tagbetrieb.

Wie gesagt, das funktioniert bei mir gut und letzlich kommt es auf den Gebäude-Dämmstandard und auf die eingebaute Wärmepumpe an. Wenn man durch Abschaltung oder Absenkung zu viel Raumtemperatur verliert, hat man nichts gewonnen. Das muss man einfach mal messen.
In älteren Gebäuden hat man in der Regel auch keine WP WP [Wärmepumpe]'s eingebaut, die z.B. mit gut 200W Strom herumnudeln können. Meine beiden WP WP [Wärmepumpe]'s kommen in der Praxis nicht unter 700W el. Eine Ersparnis erreiche ich damit eigentlich nur, wenn ich sie ganz abschalte oder sie längere Taktpausen einlegen.

Irgendwelche kurzen Stundenzeitfenster für den Heizbetrieb zu verwenden, halte ich nicht für sinnvoll. Schon deswegen, weil die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich gewählt werden soll. Dadurch ist ein kurzfristiges "Aufheizen" wie man es von Hochtemperaturheizungen kennt, nicht möglich.
Alle Heizkörper sind voll aufgedreht, nur vereinzelt (z.B. in Schlafzimmern) etwas runterreguliert.

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