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Tausch Leitungsschutzschalter L gegen B oder C Typ teilen

8.10.2026     10 Antworten    5 Autoren 10 2026-10-08T19:43:29+02:00
Zusammenfassung
  •  pvwpimhaus
08.10.2026
10
Im Stockwerkeverteiler sind derzeit LS 12A L eingebaut. Leitungen liegen in Rohren in Gipskartonwänden bzw. unter Gipsgarton auf Mineralwolle. Einzelleiter Querschnitt 1.5mm2
Ich verwende für Computer Brennenstuhl Steckerleisten mit Überspannungsschutz und Netzfilter.  Seit einiger Zei einen Thunderbolt/USB Hub mit Netzteil mit dem man auch Laptops betreiben kann.
Nun kommt es vor dass fallweise beim Einschalten der Steckerleiste der LS 12A L auslöst. Schätze da sind Filterschaltungen daran schuld. Besorgte mir nun neue LS bzw. hatte noch im Fundus - 13A B und 13A C
In diesem Stromkreis ist seit Jahren auch ein Klimagerät fallweise in Betrieb, hatte damit noch nie Probleme.
Bin vom Fach, Haus und Erweiterung selbst installiert. Nur mit aktueller Vorschrift nicht ganz vertraut. Wie hoch darf 1.5mm2 Einzelleiter im Rohr verlegt in Gipskatonwänden, belastet bzw. abgesichert werden?
Im Haupverteiler ersetzte ich vor Jahren die alten 16A LS durch 13A C (Fi 100mA durch Fi 30mA Auslosestrom).
Grüße 
Fritz

  •  Lu1994
  •   Silber-Award
8.10.2026 12:39  (#1)
Sorry, aber wenn du von Fach bist würdest nicht fragen 😂

Ich hatte auch, dass die Pool WP WP [Wärmepumpe] den 16A B ausgelöst hat, hab dann nach Rücksprache mim Elektriker auf 16A C wegen der Trägheit gewechselt

Und wenn du wirklich deine PCs schützen willst sind die Brennenstuhl Spielzeug, dafür nimmt man eine USV die schützt heikle Technik richtig

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
8.10.2026 12:59  (#2)
Schau dir mal die Verlegearten in der OVE an, da findest du die Antwort. Ob B oder C geht, hängt davon ab, dass die Abschaltbedingungen gewährleistet sind:
  • 13 A B: Ia = 5 · 13 = 65 A, Zs max ≈ 3,5 Ω
  • 13 A C: Ia = 10 · 13 = 130 A, Zs max ≈ 1,77 Ω

Da du vom Fach bist, hast du ja sicher einen Installationstester, das zu prüfen😊
Wenn du auf C wechselst, kann es sein, dass dir als nächstes der FI fliegt. Wie @Lu1994 sagt am besten USV davor und zentral den Überspannungsschutz nachrüsten.

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  •  pvwpimhaus
8.10.2026 14:57  (#3)
Wie ich schon sagte, einige Zeit davon weg, d.h. mit aktuell geltender Norm nicht vertraut. Leider keinen Installationstester zur Verfügung, müsste mir das Ding ausleihen, oder indirekt mit Belastung und gemessenen Spannungsabfall testen und ausrechnen.
Was USV betrifft, ich bin mit Steckerleisten mit eingebauten Überspannungs Feinschutz schon zig Jahre unterwegs - Computer, TVs, haben bisher selbst starke Gewitter gut überstanden. In Ethernet Leitungen setze ich auch APC und nun Allnet Überspannungsschutz ein, zu PV Regler hin zusätzlich eine DLock Network Trennglied.
Den Rest macht dann im Worst Case die Versicherung.

@TobiK
“Wenn du auf C wechselst, kann es sein, dass dir als nächstes der FI fliegt.“ Was hat Überstrom mit Fehlerstrom zu tun? Bitte erklär mir das!

Im Hauptverteiler sind auch alle Licht- und Steckdosen Stromkreise 13A C Typen .... von den alten Schrack 16A wechselte ich beim Umbau auf 13A C um.
Im WP WP [Wärmepumpe] & PV Subverteiler wurden 16A C eingebaut und abgenommen - der Schleifenwiderstand scheint damit OK zu sein. Musste ja bei EVN eingereicht und von denen abgenommen werden.
Zum Stockwerksverteiler verlegte ich seinerzeit (3PH + N + PE) 10mm2 flexible Einzelleiter.

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  •  TobiK
  •   Silber-Award
8.10.2026 15:22  (#4)
Zur EVN: die interessiert es 0, was du in deiner Anlage machst bzw. bist du als Anlagenbetreiber dafür verantwortlich. Der genaue Aufbau deiner Anlage wurde auch nicht bei der EVN eingereicht, also keine Kabellängen, Querschnitte und so weiter.
Der Schleifenwiderstand ist abhängig von Kabellänge, Querschnitt, Beschaffenheit und Verlegung. Da kann man nicht pauschal sagen, dass es passt oder nicht, auch wenn man das vermutlich ganz gut abschätzen kann 

Das Auslösen des Fi hat indirekt damit zu tun: Wenn durch den Wechsel auf einen C-Automaten jetzt deine ganzen Leisten ungehindert Strom ziehen können, produzieren die verbauten Kondensatoren auch mehr Fehlerströme als vorher. Wenn du nun über die 30 mA kommst, löst eben den Fi aus. Aktuell passiert das nicht, da vorher bereits der LS auslöst.

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
8.10.2026 16:27  (#5)

zitat..
pvwpimhaus schrieb:

Wie ich schon sagte, einige Zeit davon weg, d.h. mit aktuell geltender Norm nicht vertraut. Leider keinen Installationstester zur Verfügung, müsste mir das Ding ausleihen, oder indirekt mit Belastung und gemessenen Spannungsabfall testen und ausrechnen.
Was USV betrifft, ich bin mit Steckerleisten mit eingebauten Überspannungs Feinschutz schon zig Jahre unterwegs - Computer, TVs, haben bisher selbst starke Gewitter gut überstanden. In Ethernet Leitungen setze ich auch APC und nun Allnet Überspannungsschutz ein, zu PV Regler hin zusätzlich eine DLock Network Trennglied.
Den Rest macht dann im Worst Case die Versicherung.

@TobiK
“Wenn du auf C wechselst, kann es sein, dass dir als nächstes der FI fliegt.“ Was hat Überstrom mit Fehlerstrom zu tun? Bitte erklär mir das!

Im Hauptverteiler sind auch alle Licht- und Steckdosen Stromkreise 13A C Typen .... von den alten Schrack 16A wechselte ich beim Umbau auf 13A C um.
Im WP WP [Wärmepumpe] & PV Subverteiler wurden 16A C eingebaut und abgenommen - der Schleifenwiderstand scheint damit OK zu sein. Musste ja bei EVN eingereicht und von denen abgenommen werden.
Zum Stockwerksverteiler verlegte ich seinerzeit (3PH + N + PE) 10mm2 flexible Einzelleiter.

Wie gesagt, wennst vom Fach bist mach es ordentlich, zumal der Verteiler auf den aktuellen Stand der Technik hätte umgebaut werden müssen, als du ihn Teilsaniert hast, ich würde auch mal den Widerstand bei der Erdung messen und dann eben einen Überspannungsschutz einbauen

Die ganzen Steckdosenverteiler kosten im Übrigen mehr als die konforme Hardware im Verteiler


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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
8.10.2026 16:41  (#6)

Na, wenn der L-Typ fliegt, dann wirst mit dem B-Typ keine Besserung bekommen. EMV-Filter lösen in der Regel keinen LS aus. Maximal, je nach EMV-Filterschaltung, fliegt der FI-Schalter, wenn viele gleichzeitig eingeschaltet werden. Ich würde halt einmal schauen, welches Gerät die Ursache ist. 


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  •  pvwpimhaus
8.10.2026 18:15  (#7)
Überspannung - schon etwas von Grobschutz (dieser ist in allen Drei Sicherungskästen vorhanden) und Feinschutz, so nahe wie nur möglich beim Verbraucher - gehört? Zusätzlich sind Ethernet mit Überspannungsschutz versehen, detto Antennnenleitungen.


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PS: Die Auslösekennlinien kenne ich - auch jene alten vom L12 (17)
Hab leider keinen Zugang zur aktuellen TAEV (NÖ) - meine in gedruckter Form ist schon älter. Hoffte das da jemand genau helfen kann. Bleibt mir nur mehr der Weg zur LBS für Elektrotechnik und einen der Lehrer fragen.
Er kann mir sicherlich die aktuelle Tabelle der Verlegungsarten und max. Belastungen kopieren.
ZS 1,77 Ω oder gar 3,5 Ω würde man beim Einschalten eines größeren Verbrauchers bei eingeschalteten Licht optisch merken. Das Klimagerät hat max 3kW und ich merkte da nichts. Kann mal zum Test eine 2kW Heizung an die letzte Steckdose anschließen und die Spannungsänderung messen. Das Ortsnetz ist in meiner Umgebung gut ausgebaut, Trafo nicht sehr weit weg. Bei PV darf ich 8kW einspeisen. Die WP WP [Wärmepumpe] Notheizung hat 9kW und springt bei kälteren Temperaturen beim Abtauvorgang manchmal kurz an, merkt man auch nicht.  Bis zu den Verteilern sind Stammleitungen ordentlich (über) dimmensioniert.
Was Abnahme betrifft, der Elektrobetrieb muss schon ein Abnahmeprotokoll zum EVU - EVN senden. Ist in meinem Fall definitiv passiert, kenne ich aus dem Schriftverkehr.

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  •  pvwpimhaus
8.10.2026 18:31  (#8)
“Ich würde halt einmal schauen, welches Gerät die Ursache ist. “ Das ist nicht einfach, denn es tritt in größeren Abständen sporadisch auf. Die eine Brennenstuhl Steckerleiste vermute ich nicht, daran hängt ein MacMini, Monitor - bei denen trat es noch nie auf. Nur der OWC Thunderbolt HUB ist neu, brachte ein kräftiges Netzteil mit, mit dem man sonst auch Notebooks versorgen, aufladen könnte. Ich vermute eine ungünstigen Zeitpunkt der Sinuskurve beim Einschalten. Schaltnetzteile können manchmal Tücken haben. 
Das Dumme daran, es ist nicht reproduzierbar. Die älteren Brennenstuhl Leisten haben eine 10A Glasrohrsicherung eingebaut, auf diese zu tauschen würde vermutlich öfters diese Sicherung schmelzen. Hab zwar eine Packung Ersatz dazu. Der OWC Hub ist das einzige Gerät das hinzu kam, vorher hingen alle Geräte problemlos an älterer Steckerleiste mit 10A Glasrohrsicherung. Kann mal OWC kontaktieren, vielleicht bekomme ich neues Netzteil.

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  •  Electronics
  •   Gold-Award
8.10.2026 19:16  (#9)
Ein Einschaltstrom- / Anlaufstrombegrenzer vor dem Tischverteiler ist kein Thema?

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
8.10.2026 19:43  (#10)

zitat..
pvwpimhaus schrieb: Das Ortsnetz ist in meiner Umgebung gut ausgebaut, Trafo nicht sehr weit weg.

Na ja, wenn du nicht gerade Angelschnüre bei deiner Elektroinstallation verwendet hast, dann kommst beim Schleifenwiderstand locker unter 1 Ohm. 🙂.  Dann würde ich halt einen C-Typ einbauen.  Bei den Leitungsverlegearten wird nur die thermische Auslösung berücksichtigt. Und da sind die Typen B und C gleich. Als Verlegeart nimmst A1. Bei deinem Problem musst auch beachten, welcher Gesamtstrom über den LS fließt. Nur die Steckdosenleisten werden es wohl nicht sein. 


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