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Sole-Verteiler auch bei kleiner Anlage sinnvoll? teilen

  •  Starfish
30.6. - 1.7.2026
4 Antworten | 4 Autoren 4
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Hallo zusammen,

geplant ist eine kleine Erdwärme-Anlage für ein Zweifamilienhaus, mit nur 1 Sondenbohrung.

Da es sich aber um eine Doppel-U-Sonde handelt, habe ich mir die Frage gestellt, ob es trotzdem sinnvoll wäre, statt einer einfachen Tichelmann-Verbindung einen kleinen Sole-Verteiler vorzusehen. Hintergrund wäre die Möglichkeit zur Absperrung und Entlüftung der einzelnen Sondenkreise, auch wenn es nur 2 sind.

Bei Einzelbohrungen werden anscheinend aus Kostengründen nie(?) Verteiler vorgesehen, je nach Autor werden aber Verteiler bei mehr als 2 oder auch bereits ab 2 Erdsonden/Bohrungen beführwortet. Ab 3 Bohrungen scheint der Verteiler sogar eher Standard (oder Vorschrift?) zu sein. In VDI 4640 Blatt 2 wird angeblich von einer Verschaltung der Erdwärmesonden nach dem Tichelmann-Prinzip ohne Verteiler dringend abgeraten (kann ich mangels Zugang zum Regelwerk nicht nachprüfen).

Seitens des Bohrunternehmens wurde mir erklärt, dass in meinem Fall der Sole-Verteiler teurer Unsinn wäre, keinen Nutzen brächte und im Gegenteil aufgrund zusätzlicher Verschraubungen eher schädlich. Auf Wunsch würde er aber für gut 1000 Euro eingebaut (kleiner Bodentank).

Daher hier meine Frage an euch, wie eure Erfahrungen mit bzw. ohne Sole-Verteiler sind und ob ihr in für diese kleine Anlage sinnvoll halten würdet.

Herzlichen Dank im Voraus!

  •  Pflunz
  •   Bronze-Award
30.6.2026 21:30  (#1)
Ich stand vor der gleichen Entscheidung und habe mir für ~540€ den Sole Verteiler beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Shop bestellt. Gibt es auf der Homepage nicht einzeln, aber per E-Mail geht das.

Ich habe mich aber auch schon gefragt, ob das überhaupt nötig ist. Gerade zwei Rohre sind ja auch sehr einfach über kugelhähne und eine "normale Verrohrrung " gut anzuschließen (Als Durchführung, Anschluss an Rohr, dann Kugelhahn nach unten, dann auf die "Hauptleitung". Das ganze zwei Mal). Wenn der Techniker das günstig mitmachen kann sehe ich nichts was da dagegen spricht.

Die Bohrfirma macht das vermutlich mit gewinkelten Hosenstücken an der Bohrung. Das sollten sie nicht machen, da man das nicht wirklich warten oder absperren kann. Auch der Widerstand ist schlecht. 

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  •  krebs8
  •   Bronze-Award
30.6.2026 22:49  (#2)
https://www.frank-gmbh.de/de/produkte/geothermie/verteilerschaechte.php
Ich habe einen Typ WM, außen auf Erdniveau an der Wand.

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  •  Ziegelrot
  •   Gold-Award
1.7.2026 10:24  (#3)

zitat..
Starfish schrieb: geplant ist eine kleine Erdwärme-Anlage für ein Zweifamilienhaus, mit nur 1 Sondenbohrung.

Da es sich aber um eine Doppel-U-Sonde handelt, habe ich mir die Frage gestellt, ob es trotzdem sinnvoll wäre,

Aus heutiger Sicht würde ich anstelle einer Doppel-U-Sonde die Bohrung um 10m tiefer ausführen und eine Singel-U-Sonde DN40 verwenden. Damit brauchst du keine Verteiler, nur zwei Wanddurchführungen und die Sonde ist einfacher zu entlüften und befüllen.


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  •  Soundseeker
1.7.2026 12:55  (#4)
Wir haben 2 Bohrungen à 90m Duplex mit Verteilerschacht und 3(!) Eingängen.
Ich hatte 5 Brunnenbauer zu Gast, nur einer (Familienunternehmen) hat mir den Schacht auf meine Nachfrage hin installiert. Der dritte Eingang ermöglicht eine weitere Bohrung, falls mal notwendig oder gewollt.
Die Anbindung nach Tichelmann bei 2 Sonden wird in der Theorie funktionieren, aber ich habe keine Eingriffs- und Kontrollmöglichkeit mehr, was in den einzelnen Solen passiert. Für uns war es den Aufpreis wert. So kann jede Bohrung einzeln betrieben werden, Tacosetter und Absperrhähne ermöglichen eine recht genaue Aufteilung der Durchflussmengen.

Wir haben eine Heizsaison (mit außergewöhnlich tiefen Außentemperaturen) und eine halbe Kühlsaison (mit außergewöhnlich hohen Außentemperaturen) hinter uns und sind von unserem Setup begeistert... ☺️

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