Sole-Verteiler auch bei kleiner Anlage sinnvoll?
30.6.
-6.7.2026
10 Antworten
8 Autoren
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Ich stand vor der gleichen Entscheidung und habe mir für ~540€ den Sole Verteiler beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Shop bestellt. Gibt es auf der Homepage nicht einzeln, aber per E-Mail geht das. Ich habe mich aber auch schon gefragt, ob das überhaupt nötig ist. Gerade zwei Rohre sind ja auch sehr einfach über kugelhähne und eine "normale Verrohrrung " gut anzuschließen (Als Durchführung, Anschluss an Rohr, dann Kugelhahn nach unten, dann auf die "Hauptleitung". Das ganze zwei Mal). Wenn der Techniker das günstig mitmachen kann sehe ich nichts was da dagegen spricht. Die Bohrfirma macht das vermutlich mit gewinkelten Hosenstücken an der Bohrung. Das sollten sie nicht machen, da man das nicht wirklich warten oder absperren kann. Auch der Widerstand ist schlecht. |
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https://www.frank-gmbh.de/de/produkte/geothermie/verteilerschaechte.php Ich habe einen Typ WM, außen auf Erdniveau an der Wand. |
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Aus heutiger Sicht würde ich anstelle einer Doppel-U-Sonde die Bohrung um 10m tiefer ausführen und eine Singel-U-Sonde DN40 verwenden. Damit brauchst du keine Verteiler, nur zwei Wanddurchführungen und die Sonde ist einfacher zu entlüften und befüllen. |
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Wir haben 2 Bohrungen à 90m Duplex mit Verteilerschacht und 3(!) Eingängen. Ich hatte 5 Brunnenbauer zu Gast, nur einer (Familienunternehmen) hat mir den Schacht auf meine Nachfrage hin installiert. Der dritte Eingang ermöglicht eine weitere Bohrung, falls mal notwendig oder gewollt. Die Anbindung nach Tichelmann bei 2 Sonden wird in der Theorie funktionieren, aber ich habe keine Eingriffs- und Kontrollmöglichkeit mehr, was in den einzelnen Solen passiert. Für uns war es den Aufpreis wert. So kann jede Bohrung einzeln betrieben werden, Tacosetter und Absperrhähne ermöglichen eine recht genaue Aufteilung der Durchflussmengen. Wir haben eine Heizsaison (mit außergewöhnlich tiefen Außentemperaturen) und eine halbe Kühlsaison (mit außergewöhnlich hohen Außentemperaturen) hinter uns und sind von unserem Setup begeistert... ☺️ |
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Ja, genau, so will es die Bohrfirma machen. Ich sehe ebenfalls das Problem, dass man dann an die Leitungen nicht mehr dran kommt. Wie gesagt, für die Bohrfirma ist das alles Unsinn und ich selbst kann nicht beurteilen, wie groß die Gefahr ist, dass man an die Leitungen später doch nochmal dran muss. Und "später" kann ja auch viele Jahre später sein, die Bohrung hält ja theoretisch 100 Jahre. Werden wir nicht mehr erleben, aber Perspektive 30 Jahre ist ja vielleicht auch nicht verkehrt. Das Thema DN40 hatte ich schon mal vorsichtig aufgeworfen, als ich wissen wollte, ob man denn die Reynold-Zahl berechnet hätte, um sicher zu gehen dass es sich um eine turbulente Strömung handeln wird. Antwort: nein, mache man nicht, wüsste man nicht wie, würde keiner der Bohrkollegen machen und insgesamt wäre die angebotene Bohrung "wie man sie immer machen würde". Von daher ist dein Hinweis bestimmt nicht verkehrt, aber ich glaube das Fass mache ich nicht auf... |
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Selber rechnen oder im Forum vorrechnen lassen. Wer zahlt schafft an. Und wenns 10-20m mehr sind, die Simplexsonde ist günstiger, man erspart sich den Verteiler und unter Volllast ist turbulents einfacher. Nicht ohne Grund wird auch beim RGK RGK [Ringgrabenkollektor] lieber auf Einkreiser gesetzt. Bei zwei Kreisen geht dann auch gleich 2x Da40 ohne wilden Aufpreis. |
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Bei uns sollte 140m gebohrt werden mit Duplex DN32. Ab 120m ist aber DN40 für eine turbulente Stömung besser. Siehe Punkt 8: https://www.erdsondenoptimierung.ch/custom/erdsondenoptimierung.ch/userfiles/files/24-Thesen-Waermepumpen-mit-Erdwaerme Daher hatte ich die Bohrfirma gefragt, ob auch DN40 möglich wäre - kein Problem, Aufpreis Material und etwas mehr Soleflüssigkeit waren um die 700 Euro. Jetzt warten wir noch auf die Genehmigung (D, Rheinland-Pfalz). |
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Was soll das mit der Turbolenz?! Wann bitte ist dieser Zustand denn erreicht? In nicht mal 10% der gesamten Laufzeit, mit erhöhter Pumpenleistung. Würde nie auf Turbulenz auslegen sondern auf Energie, und diese so gut ins Plus wies für die Wirtschaftlichkeit passt. |
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Die Formel habe ich sogar, aus einem alten Artikel der GEFGA mbH (ist hier im Forum auch schon mal zitiert worden, wie ich nun gesehen habe). Für "Wärmekapaz. C" und "Dichte φ:" steht dort allerdings "aus Stoffwerten und ich habe mich immer gefragt "woher bekommen"? Laut Angebot der Bohrfirma soll "Staubco Geo-N" verwendet werden (mit 25% zu Wasser), ich denke damit ist dieses Produkt gemeint: https://assets.stockmeier.com/companys/STAUB_Co_SILBERMANN/Produktinformationen/Erneuerbare_Energien/Produktinformation_STAUBCO_Geo_N.pdf. Wenn die dortigen Werte nehme, hoffentlich richtig umrechne, käme ich bei einer Heizleistung von 7 kW, 1x DN32-Doppel-U-Sonde bei 10° Temperatur auf eine Reynold-Zahl von 2690, also knapp im turbulenten Bereich. Sobald aber weniger als die maximale Heizleistung von 7 kW benötigt wird, fällt die Renold-Zahl unter den Schwellwert und die Strömung wäre laminar. Tun wir mal so, ich hätte richtig gerechnet: dann wäre das aber doch keine sinnvolle Auslegung? Sinnvoll wäre sie nach m.E. wenn auch bei geringerer Heizleistung (die viel häufiger abgerufen werden dürfte als die Max-Leistung) die Strömung turbulent bleibt. Oder mache ich hier gerade einen fatalen Denkfehler? Mit einer Einzel-DN40-Sonde käme ich dagegen bei 7 kW auf eine Reynold-Zahl von 4324 und runter bis 3,8 kW bliebe sie auch über dem Schwellwert. Schön wäre natürlich, wenn sich irgendwie quantifizieren lassen würde, wie die Kostenersparnis durch turbulente Strömung im Verhältnis zu höheren Kosten (Pumpenstrom, DN40 mit mehr Bohrmetern anstelle DN32, ...) steht, sprich ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Die Fach-Meinungen scheinen diesbezüglich nicht eindeutig zu sein... |
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Ich denke schon, dass das eine sinnvolle Auslegung wäre. Turbulente Strömung heißt besserer Wärmeübertrag, aber auch mehr Leistung bei der Pumpe. So wie ich das verstanden habe ist die typische Auslegung im Nennleistungsfall sicher turbulent zu sein. Davor hat man lieber eine laminarere Strömung. So kann mit der Pumpemleistung relativ gut der Wärmeübertrag gesteuert werden. Wenn also wenig Wärme benötigt wird, läuft die Pumpe energiesparend laminar, je mehr Wärme gebraucht wird desto mehr darf die Pumpe auch verbrauchen. Aber ja, die "richtigen Zahlen" fehlen mir hier auch irgendwie. Bei mir war die Auslegung nur mit Wasser (ohne Kältemittel) relativ einfach, da das reine Wasser sehr früh turbulent wird, so konnte ich die doppelte 40mm Sonde für meine 150m Bohrung nutzen, damit sie so spät wie möglich (großer Durchmesser und zwei Rohre parallel, also weniger Fließgeschwindigkeit) turbulent wird. Gerade heute wurde verpresst. Lief einwandfrei durch. Geologin erwartet eine durchgängige Temperatur im Bereich von 12-13°C. Das kann ich aber erst in ein paar Monaten bestätigen. |
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