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Sanierung/Umbau Ferienhaus, mit KWL-Entfeuchtung&Kühlung - Fotodoku - Seite 3 teilen

1.1. -25.10.2026    42 Antworten    6 Autoren 42 2026-10-25T17:24:35+01:00    11 Empfehlungen
Zusammenfassung
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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
01.01.2026
53
Am Rande habe ich hier im Forum ja schon öfter erwähnt, dass wir an einem Sanierungsprojekt arbeiten. Ich möchte diesen Thread nutzen, um das gesamte Projekt ein wenig zu dokumentieren.
Es ist insofern auch technisch sehr interessant, da wir hier das Konzept umsetzen, die Heizungs-, Kühl- und Entfeuchtungsanforderungen über eine abgestimmte Kombination aus Flächen-Strahlungssystem (nur über Fußbodenheizung) und einem Umluft-Lüftungssystem abzudecken. Dazu folgen aber später mehr Details.
 
Um was geht es überhaupt?
Wir haben unser Haus quasi im Hinterhof des Grundstücks meiner mittlerweile leider verstorbenen Oma errichtet. Das leerstehende, alte Gebäude steht direkt an der Straße und dient uns heute als Sichtschutz und Abgrenzung zur Straße.
Es handelt sich um ein mehrfach umgebautes Haus mit bewegter Geschichte, dessen Grundmauern teilweise vermutlich bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Ursprünglich war es eine alte Schmiede und Werkstatt, später ein größeres Wohngebäude. Im Zweiten Weltkrieg wurde es mehrfach umfunktioniert, danach zu einem großen Teil abgerissen und der verbleibende Rest wiederum als Wohngebäude umgebaut und genutzt.

von der Straßenseite sah es noch recht passabel aus, da die Fenster und Fassade zuletzt vor ca. 30 Jahren gemacht wurden:

2026/20260101213066.jpg
die Hofseite, hatte da schon eher "handlungsbedarf". So sah das nach unserem Hausbau aus, inklusive des teilweise abgebrochenen Lageranbaus:

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Wir haben lange überlegt, was wir mit dem Haus machen sollten.
Zum Abreißen ist es schlicht zu schade, und der Abriss hätte uns zudem die Trennung und den Sichtschutz zur Straße genommen.

Die Ideen reichten von einem reinen Lagerraum über eine Sommerküche bis hin zu einer gewerblichen Nutzung als kleines Wirtshaus oder auch als Geschäftslokal für meine Frau, um sich nicht mehr extern einmieten zu müssen.

Die meisten dieser Pläne wurden jedoch leider schnell durch bürokratische Hürden und Auflagen zunichte gemacht. 😔 Nach diesen ernüchternden Erfahrungen frage ich mich wirklich, wie es in Österreich überhaupt noch jemand schafft, ein altes Haus legal in ein Lokal oder Ähnliches umzuwandeln?! Aus meiner Sicht ist so etwas für Normalsterbliche kaum umsetzbar. Ein Hoch auf unsere falschen Politik- und Gemeindeinteressen, die solche Projekte erfolgreich verhindern und damit das Sterben der Dorfzentren überall weiter fördern. 🤬

Als Ausweg und finale Lösung haben wir uns dann schließlich entschieden, das Gebäude in ein Ferienhaus umzubauen. Das ist auflagen- und genehmigungstechnisch noch am einfachsten umzusetzen. Damit kann das Gebäude wieder in neuem Glanz erstrahlen, sinnvoll genutzt werden und erfüllt zugleich einen guten Zweck, auch für die Gemeinde selbst. Zudem hoffen wir, damit zumindest einen Teil der Investition wieder einspielen zu können.
Die Lage ist dafür sehr zentral und gut geeignet. Parkmöglichkeiten sind direkt vor dem Haus sowie in der Einfahrt vorhanden, und das Dorf bietet mit verschiedenen Tourismusveranstaltungen und Sommer-Ausflugszielen gute Voraussetzungen.

So sieht der Plan nun erstmal aus:

2026/2026010128480.png

Die Planung artete dann, wie bei mir üblich, in ein Freak/Nerd-Detail-Symposium aus 😇:

2026/20260101930560.png
Aber dazu später mehr.... 😉

Nun erstmal zur Umsetzung:

begonnen hat es mit dem Abbruch des restlichen Anbaus:

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das hat auch den Kleinen Spass gemacht. Besser als Kino 😅

2026/20260101960176.jpg

Und so stand das dann erstmal eine Weile....

2026/20260101500232.jpg

Fortsetzung folgt...

  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
25.10.2026 17:12  (#41)
Weiter gehts mit Berichtserstattung:
als nächstes haben wir die Wände im Technikraum teilweise gestrichen, damit die Verrohrung schonmal gemacht werden kann. Das wollt ich nun erledigt haben, bevor die Bodenabdichtung und Schüttung gemacht wird:

2026/20261025291419.jpg


Und dann gings an die Heizungs-Rohre - ist schon schön, wenn so ein Paket mit glänzenden Lötfittings ankommt 😎

2026/20261025210847.jpg


Erstmal die Überwurfmuttern/Anschlüsse an den Flexrohren gemacht:

2026/20261025891806.jpg


2026/20261025928850.jpg


2026/20261025402016.jpg


Dann auflegen, zusammenstecken, usw:

2026/20261025755888.jpg



2026/20261025158865.jpg


fertig zusammengelötet:

2026/20261025498990.jpg


naja, fertig noch nicht, es fehlen noch die Abgänge fürs Lüftungs/Entfeuchtungsgerät und WW WW [Warmwasser], aber die kann ich erst machen, wenn die Geräte installiert sind → nach Estrich.
Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich auch ein MAG setze oder nicht.
Im WP WP [Wärmepumpe]-Monoblock ist nämlich schon ein kleines 2L-MAG drin, welches grundsätzlich knapp aber doch ausreichen sollte.
Ich überleg noch, ob ichs mal ohne zusätzliches probiere, oder dort, wo jetzt das Manometer sitzt, noch einen Abgang mit MAG mache... Aber das entscheid ich dann, wie immer, in letzter Sekunde 😉 




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  •  Pedaaa
  •   Gold-Award
25.10.2026 17:24  (#42)
aja, eines noch, damit ihr euch auskennt:

2026/20261025898598.png


Für den WW WW [Warmwasser]-Abgang verwende ich einen ESBE VRG 331 Mischer. Der macht im geraden Durchgang möglichst wenig Druckverlust. 
Darauf kommt dann ein simpler 2-Punkt ESBE ARA 645 Stellmotor, für die Umschaltung auf WW WW [Warmwasser]-Beladung.

Für den KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Abgang ist es ein normaler  ESBE VRG 131 Mischer, dessen Abgang mit einem Pfropfen verschlossen ist. 
Hier verwende ich dann einen stetigen 0-10V ESBE ARA 639 Stellmotor. Damit kann ich den Durchfluss durch KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]-Gerät/Register genau regeln und damit die Luftauslasstemperatur nach Bedarf im Heiz-Modus und auch beim Entfeuchten/Kühlen anpassen.

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