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Sanierung: Kaminofen, Kachelofen oder wasserführender Kamin? teilen

20.7. -25.7.2026    28 Antworten    7 Autoren 28 2026-07-25T07:21:04+02:00
     
Zusammenfassung
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  •  sabinel
20.07.2026
28
Wir sanieren und renovieren so langsam unser EFH aus 1967. Wir haben die Gasheizung gegen eine Sole-Wasser WP WP [Wärmepumpe] getauscht, was ziemlich gut funktioniert, obwohl wir noch keine FBH FBH [Fußbodenheizung] haben. Jetzt geht es darum, den Kamin neu zu machen, weil uns der alte nicht gefällt, und der Heizungseffekt durch den Bau extrem niedrig ist. 

Die Baseline: Wir haben einen Puffertank (ja, ich weiß, für WP WP [Wärmepumpe] nicht empfohlen aber ist jetzt eingebaut), und eine zweite Zufuhrmöglichkeit schon eingebaut (noch nicht angeschlossen, könnte für Solar oder eben Holzheizung verwendet werden). Die WP WP [Wärmepumpe] ist nicht modulierend (iDM, wegen GWP des Kältegases), taktet aber durch guten Aufbau des Systems nur ca. 10 mal am Tag. Einbau FB Heizung geplant. Brauchwasser kommt aus Luft WP WP [Wärmepumpe] direkt im Boiler (Austria Email). Haus mit 20 cm EPS gedämmt plus neue Fenster, noch ein paar Luftlöcher, die mit der Zeit auch geschlossen werden sollen (Kellertür, Terassentür). Diesen Winter haben wir 3400 kWh Strom verbraucht. PV und Speichersystem ist geplant, im Winter haben wir wenig Sonne (im Dezember nur 3 Stunden maximal). Wir haben unser eigenes Holz, da wir sowieso regelmäßig durchforsten müssen (Energiewald, also nicht wirklich zum Verkauf geeignet). 

Für den Kamin, den wir nicht komplett zumachen wollen, hätten wir nun die Optionen Kaminofen, Kachelofen oder wasserführender Kamin. Ich würde gerne die Möglichkeit nützen, etwas mit dem Holz das wir haben, zuzuheizen. Mein Mann ist eher der Meinung, wir sollten einen Kachelofen für die Gemütlichkeit und sonst nichts nehmen. Wir mögen es nicht zu warm, 20 Grad ist für uns perfekt. Weiters ist es mir wichtig, im Falle eines Stromausfalles auch weiter heizen und kochen zu können.

Gibt es jemand mit Erfahrung in einer ähnlichen Situtation, die die Möglichkeiten vergleichen können? 

Gibt es Empfehlungen zu Hafnermeistern im Bereich Kärnten (Oberkärnten), die uns hier beraten und etwas kostengünstiges anbieten können?

  •  ds50
  •   Gold-Award
20.7.2026  (#1)

zitat..
sabinel schrieb: Weiters ist es mir wichtig, im Falle eines Stromausfalles auch weiter heizen und kochen zu können.

Dann scheidet ohne eigene Ersatzstromanlage der wasserführende Kamin sowieso aus.


zitat..
sabinel schrieb: Wir haben einen Puffertank (ja, ich weiß, für WP WP [Wärmepumpe] nicht empfohlen aber ist jetzt eingebaut)

Man kann solche Systeme durchaus auch im Nachhinein optimieren. Mit der Flex z.B.
😜




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  •  sabinel
20.7.2026  (#2)

zitat..
ds50 schrieb:

──────..
sabinel schrieb: Weiters ist es mir wichtig, im Falle eines Stromausfalles auch weiter heizen und kochen zu können.
───────────────

Dann scheidet ohne eigene Ersatzstromanlage der wasserführende Kamin sowieso aus.

──────..
sabinel schrieb: Wir haben einen Puffertank (ja, ich weiß, für WP WP [Wärmepumpe] nicht empfohlen aber ist jetzt eingebaut)
───────────────

Man kann solche Systeme durchaus auch im Nachhinein optimieren. Mit der Flex z.B.
😜

Ersatzstromanlage ist zusammen mit PV und Speichereinbau geplant


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  •  stefano
  •   Bronze-Award
20.7.2026  (#3)
Bei einem gut sanierten Haus mit WP WP [Wärmepumpe] wird sich der Ofen mit Wassertasche nie rechnen. Auch ist die Kombination Nieder- und Hochtemperatursystem nicht wirklich sinnvoll/effizient. Ich würde mir die aktuelle Hydraulik ansehen und diese erstmal optimieren und falls der Ofen unbedingt kommen soll, dann über einen "Entlademischer" (zum Einlesen gibts dazu schon einige Threads im Forum) hydraulisch einbinden. War die Brauchwasser-WP Bestand oder warum habt ihr zwei WP WP [Wärmepumpe] im Einsatz?

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  •  sabinel
20.7.2026  (#4)

zitat..
stefano schrieb:

Bei einem gut sanierten Haus mit WP WP [Wärmepumpe] wird sich der Ofen mit Wassertasche nie rechnen. Auch ist die Kombination Nieder- und Hochtemperatursystem nicht wirklich sinnvoll/effizient. Ich würde mir die aktuelle Hydraulik ansehen und diese erstmal optimieren und falls der Ofen unbedingt kommen soll, dann über einen "Entlademischer" (zum Einlesen gibts dazu schon einige Threads im Forum) hydraulisch einbinden. War die Brauchwasser-WP Bestand oder warum habt ihr zwei WP WP [Wärmepumpe] im Einsatz?

Ja, die hatten wir schon alles Zusatz zur Gasheizung gekauft weil wir einen neuen Boiler brauchten.

Der Ofen soll nicht unbedingt kommen, wir könnten ja auch einen Kachelofen einbauen. Oder zumauern.

Wieso würdest du die Hydraulik optimieren?


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Hallo sabinel,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Sanierung: Kaminofen, Kachelofen oder wasserführender Kamin?

  •  ds50
  •   Gold-Award
20.7.2026  (#5)

zitat..
sabinel schrieb: Wieso würdest du die Hydraulik optimieren?

Weil ein Pufferspeicher parallel zu WP WP [Wärmepumpe] und Heizung halt immer schlecht ist. Es gibt unzählige Threads dazu in diesem Forum, warum das einfach keine gute Idee ist.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
20.7.2026  (#6)

zitat..
sabinel schrieb: Weiters ist es mir wichtig, im Falle eines Stromausfalles auch weiter heizen und kochen zu können.

Wir haben dazu einen stinknormalen Tischherd genommen. Ein wasserführendes System macht die Hydraulik unnötig kompliziert für recht wenig Benefit.
Ein gemauerter Kamin mit Kochmöglichkeit wäre natürlich viel schöner gewesen, scheiterte aber am Budget.


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  •  sabinel
20.7.2026  (#7)

zitat..
ds50 schrieb:

──────..
sabinel schrieb: Weiters ist es mir wichtig, im Falle eines Stromausfalles auch weiter heizen und kochen zu können.
───────────────

Wir haben dazu einen stinknormalen Tischherd genommen. Ein wasserführendes System macht die Hydraulik unnötig kompliziert für recht wenig Benefit.
Ein gemauerter Kamin mit Kochmöglichkeit wäre natürlich viel schöner gewesen, scheiterte aber am Budget.

Das klingt schön. Hast du einen Link zu sowas? Er steht aber im Wohnzimmer. Allerdings könnte man eventuell zur Küche durchbrechen. 




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  •  sabinel
20.7.2026  (#8)

zitat..
ds50 schrieb:

──────..
sabinel schrieb: Wieso würdest du die Hydraulik optimieren?
───────────────

Weil ein Pufferspeicher parallel zu WP WP [Wärmepumpe] und Heizung halt immer schlecht ist. Es gibt unzählige Threads dazu in diesem Forum, warum das einfach keine gute Idee ist.

Wir haben das letztes Jahr schon in einem Thread diskutiert und war hier nicht meine Frage. Ich habe das jetzt ein Jahr beobachtet und a. unsere WP WP [Wärmepumpe] taktet fast gar nicht, schaltet sich nur ein paar Mal pro Tag ein, und b. Ja, wir haben wahrscheinlich etwas Wärmeverlust durch den Speicher, aber dafür kann die WP WP [Wärmepumpe] den günstigeren Nachtstrom nutzen. Die 150 € Ersparnis im Jahr sind jetzt nicht genug um jetzt alles wieder umzubauen. 


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  •  ds50
  •   Gold-Award
21.7.2026  (#9)

zitat..
sabinel schrieb: Das klingt schön. Hast du einen Link zu sowas? Er steht aber im Wohnzimmer. Allerdings könnte man eventuell zur Küche durchbrechen.

z.B. sowas:

https://www.ofensetzen.at/Galerie-Herd/

So ein Durchbruch zur Küche ist aufgrund der absoluten Individualität kein sonderliches Problem im Normalfall.


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  •  neubau2021
21.7.2026  (#10)
Da wir auch gerade ein Haus sanieren hatten wir ähnliche Gedanken.
Und wir werden trotz der Nachteile eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] mit Puffer sowie einen wassergeführten Tischherd verbauen.
Wobei die beiden Systeme auf jeweils einen eigenen Puffer arbeiten werden und mittels Umschaltventil getrennt sind.
Das Szenario Stromausfall lösen wir mit einem Victron PV System...

Für uns war von Anfang an klar das wir mit Holz heizen wollen - jedoch auch das wir ein Backup für Abwesenheit etc. brauchen - somit ist der Tischherd eigentlich als primäre Heizung gedacht.
Die LWP LWP [Luftwärmepumpe] soll nur Abwesenheiten überbrücken und (sofern vorhanden) mit PV Überschuss etwas Holz einsparen.
In dieser Konstellation sehe ich den Puffer sogar als kleinen Vorteil an, da ich etwas Wärme (mit PV beheizt) speichern kann.

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  •  Akani
21.7.2026  (#11)

zitat..
neubau2021 schrieb: Für uns war von Anfang an klar das wir mit Holz heizen wollen

Das ist super freut mich.

zitat..
neubau2021 schrieb: Die LWP LWP [Luftwärmepumpe] soll nur Abwesenheiten überbrücken und (sofern vorhanden) mit PV Überschuss etwas Holz einsparen.

Aber bitte ohne den separaten Puffer für die WP WP [Wärmepumpe] und dann noch gemischter Heizkreis. 
Stattdessen Bau das ganze mit Entlademischer!!

zitat..
neubau2021 schrieb: In dieser Konstellation sehe ich den Puffer sogar als kleinen Vorteil an, da ich etwas Wärme (mit PV beheizt) speichern kann.

Falsch, weil Wärme speichert man nicht mit 10 K Übertemperatur in einem Topf, sondern eher mit 1-2 K in Tonnen von Estrich.
Das macht das System Effizient, in der Anschaffung günstiger und vermindert Wartungs- und Folgekosten.
DS hatte es auch iwo schon geschrieben der Platzbedarf der auf Lebzeiten dafür vergeudet wird.
Überlegt euch das alles noch mal


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  •  christoph1703
21.7.2026  (#12)

zitat..
Akani schrieb: Falsch, weil Wärme speichert man nicht mit 10 K Übertemperatur in einem Topf, sondern eher mit 1-2 K in Tonnen von Estrich.

Um dem Zahlen hinzuzufügen:
2,3 kWh in einem Pufferspeicher mit 200 l bei 10 K Übertemperatur
12,2 kWh in 25 t Estrich bei 2 K Übertemperatur

Wenn man bedenkt, dass die zweite Variante mit exakt 0 € zusätzlichen Installationskosten zu Buche schlägt und als Zuckerl obendrauf rund 10-15 % Betriebskosten spart, sollte die Entscheidung einfach sein. 


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  •  neubau2021
21.7.2026  (#13)

zitat..
Akani schrieb:

──────..
neubau2021 schrieb: In dieser Konstellation sehe ich den Puffer sogar als kleinen Vorteil an, da ich etwas Wärme (mit PV beheizt) speichern kann.
───────────────

Falsch, weil Wärme speichert man nicht mit 10 K Übertemperatur in einem Topf, sondern eher mit 1-2 K in Tonnen von Estrich.
Das macht das System Effizient, in der Anschaffung günstiger und vermindert Wartungs- und Folgekosten.
DS hatte es auch iwo schon geschrieben der Platzbedarf der auf Lebzeiten dafür vergeudet wird.
Überlegt euch das alles noch mal

Das es hierdurch Effizienz Nachteile gibt ist mir durchaus klar...
Falls ich hier einen groben Denkfehler habe lasse ich mich auch gerne korrigieren.

Den Estrich als Puffer habe ich bei dauerhaftem Heizen (lt. Heizkurve sowieso zur Verfügung) - bei einem angegeben Puffervolumen von 500L, einem VL VL [Vorlauf] von 30 Grad und 55 Grad Puffer Temperatur höre ich ein Delta von 25K zur Verfügung - soweit korrekt oder? 
Das wären ohne Verluste 14,5kWh - die ich zusätzlich mit PV Strom (quasi kostenlos) zur Verfügung habe (Szenario Unterstützung Holz Heizung)

Auch ist ein zusätzliches ByPass Ventil vorgesehen um den Puffer bei Bedarf zu umgehen (Szenario Abwesenheit).


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  •  christoph1703
21.7.2026  (#14)
Richtig gerechnet.
Wenn du so viel Energie von der PV bekommst. Im Winter, wenn man sie am meisten bräuchte, scheint die Sonne leider am wenigsten. Angenommen, du bekommst wirklich so viel von der Sonne - rechne mal die Investition dagegen. Da kommst du schwer ins Plus, vor allem wenn man den ineffizienten und verschleißfördernden Betrieb der WP WP [Wärmepumpe] berücksichtigt.

Wenn du wirklich unbedingt speichern willst, würde ich das Geld lieber in einen Batteriespeicher stecken. Den kannst du Sommer wie Winter verwenden und die WP WP [Wärmepumpe] ihren Job in Ruhe machen lassen. 

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  •  neubau2021
21.7.2026  (#15)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Richtig gerechnet.
Wenn du so viel Energie von der PV bekommst. Im Winter, wenn man sie am meisten bräuchte, scheint die Sonne leider am wenigsten. Angenommen, du bekommst wirklich so viel von der Sonne - rechne mal die Investition dagegen. Da kommst du schwer ins Plus, vor allem wenn man den ineffizienten und verschleißfördernden Betrieb der WP WP [Wärmepumpe] berücksichtigt.

Wenn du wirklich unbedingt speichern willst, würde ich das Geld lieber in einen Batteriespeicher stecken. Den kannst du Sommer wie Winter verwenden und die WP WP [Wärmepumpe] ihren Job in Ruhe machen lassen.

Genau das ist das Thema - wir montieren nächste Woche 96 Module zu 450 Wp - Speicher ist bestellt - sollte es dennoch zu einem Überschuss kommen kann ich diesen in Wärme speichern (zumindest für die Übergangszeit).
Im Kernwinter wird es nicht viel bringen - ist aber auch nur als Zeitsystem gedacht...


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  •  christoph1703
21.7.2026  (#16)

zitat..
neubau2021 schrieb: Speicher ist bestellt - sollte es dennoch zu einem Überschuss kommen kann ich diesen in Wärme speichern

Wenn du eh schon einen Speicher bekommst, mach den um 20 kWh größer, kostet dann vermutlich sogar weniger als der Wassertopf und bringt mehr.


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  •  Akani
21.7.2026  (#17)
Ja und deine lächerlichen  14,5 kwh Wärme sind dann dann für genau was.
Das sind dann bei ganz schlechter AZ 4 kwh Strom die du im Kernwinter nich überschüssig aus der PV erntet. 
Gerechnet ist das, das größte Minusgeschäft für dich. Und wenn du dich hier eingelesen hättest, würdest du das.......

zitat..
neubau2021 schrieb: Und wir werden trotz der Nachteile eine LWP LWP [Luftwärmepumpe] mit Puffer

Nicht schreiben.

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  •  ds50
  •   Gold-Award
21.7.2026  (#18)

zitat..
neubau2021 schrieb: Falls ich hier einen groben Denkfehler habe lasse ich mich auch gerne korrigieren.

Dein Delta von 25K verschlechtert die Effizienz deiner Wärmepumpe um mehr als 50% (!!). Das heißt, dass deine AZ auf unterirdische 2 sinkt, wenn du diesen Puffer belädst, und das für eine lächerlich geringe Wärmeenergie, die darin sehr ineffizient gespeichert ist.

Hingegen kann man gratis und sehr effizient den Estrich einfach um 3K überladen und in der Nacht davon zehren.

Der grundsätzliche Denkfehler: Der Winter zeichnet sich dadurch aus, dass zu wenig Sonne da ist. Auch mit einer fetten PV hättest du im Dezember / Jänner im letzten Winter fast nix geerntet. Vielleicht gerade mal genug für den Haushaltsstrom, aber sicher nicht genug für die WP WP [Wärmepumpe]. Also kaufst du im Kernwinter für die WP WP [Wärmepumpe] zu - aber "dank" Pufferspeicher musst du mehr zukaufen, weil dieser ja dauerhaft Effizienz vernichtet.

Viel smarter ist es, sowieso vorhandene Speichermassen aufzuschlauen. Im Neubau soll man deswegen die Unmengen an Beton smart machen, indem man sie als thermischen Speicher hernimmt. Wenn ich meine BKA BKA [Betonkernaktivierung] "auflade", dann kann ich die Heizung im Winter 3 Tage ausschalten, man wird nix merken. Dies ist allerdings um Welten effizienter als einen Pufferspeicher zu beladen.

Nebenbei haut dir der Pufferspeicher dauerhaft die Hydraulik zusammen, man benötigt eine zweite Umwälzpumpe, der Verschleiß der WP WP [Wärmepumpe] kann sich deutlich erhöhen, und das Zeug braucht auch noch Platz (1m² kostet im Neubau locker 3000€ + Invest für Pufferspeicher) und Energie.

Öhm danke, aber nein danke.

zitat..
christoph1703 schrieb: Wenn du wirklich unbedingt speichern willst, würde ich das Geld lieber in einen Batteriespeicher stecken. Den kannst du Sommer wie Winter verwenden und die WP WP [Wärmepumpe] ihren Job in Ruhe machen lassen.

Genau so.
Dank 14 kWh Speicher, den man mittlerweile um 1600€ nachgeschmissen bekommt, beziehe ich quasi von März bis November fast keinen Strom. In der Übergangszeit wird am Tag und mit Sonne die Heizkurve erhöht und Wärme in den Beton eingelagert, gleichzeitig wird der elektrische Speicher aufgefüllt, welcher das Haus über die Nacht rettet (bei Reduzierung der Heizkurve). Im Sommer hilft mir dann der Speicher beim PV Ertrag optimieren und EEG Nachteinspeisen, und im Kernwinter darf er dann ab 01.01.2027 Peak Shaving betreiben und mir so Netzentgelte sparen.

Dieser Invest hilft mir - im Gegensatz zum Pufferspeicher - wirklich Betriebskosten zu sparen.

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  •  cutcher
21.7.2026  (#19)

zitat..
ds50 schrieb:
welcher das Haus über die Nacht rettet (bei Reduzierung der Heizkurve). 


Ist reduzierung heizkurve dasselbe wie nachtabsenkung?

falls ja liest man doch überall, dass dies bei FBH FBH [Fußbodenheizung] nichts bringt sondern im gegenteil sogar mehr energie in Summe benötigt und daher ineffizient ist?

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  •  christoph1703
22.7.2026  (#20)

zitat..
cutcher schrieb: Ist reduzierung heizkurve dasselbe wie nachtabsenkung?

falls ja liest man doch überall, dass dies bei FBH FBH [Fußbodenheizung] nichts bringt sondern im gegenteil sogar mehr energie in Summe benötigt und daher ineffizient ist?

Im Prinzip ja, aber nicht so drastisch. Die Raumtemperatur ändert sich durch die Speichermasse kaum.
Man kann aber so gezielt den Verbrauch auf die Sonnenstunden verlagern, was trotz der leichten Ineffizienz in Summe mit der PV einen Vorteil bringt. Man verbraucht zwar geringfügig mehr Energie, aber dafür hauptsächlich die billige von der Sonne. Wichtig ist nur, die richtige Balance zu finden,  dass die WP WP [Wärmepumpe] am Tag nur mit etwas erhöhter Leistung läuft und nicht mit Vollgas.
Mit einer LWP LWP [Luftwärmepumpe] kann so ein Betrieb aber sogar effizienzfördernd sein, weil die Lufttemperatur meistens am Tag höher ist.


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  •  sabinel
22.7.2026  (#21)
Hallo alle, neben der Diskussion re: WP/Pufferspeicher gibt es noch Kommentare zum Kamin ... oder Empfehlungen für Hafner ... danke an ds50 für den Link, da sind wirklich coole Lösungen dabei. 

Unsere WP WP [Wärmepumpe] kann übrigens Energiepreis-Peaks bei variablen Tarifen abfragen, und ich glaube auch mit PV Input arbeiten, um zu optimieren, wann sie arbeitet.

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