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Projektvorstellung und die meines geplanten RGK :) teilen

17.8.2026 1 2026-08-17T22:59:30+02:00
  •  Ossario
17.08.2026
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Mein Name ist Clemens und ich war schon länger stiller Mitleser in diesem unglaublichen Forum.

Wir sanieren unser Haus, welches von meinem Großvater ab etwa 1961 (Massivbau mit großen Fenstern nach Süden...😍) erbaut wurde. Es hat 2 Geschoße á ~115 m² und laut Norm eine Heizlast von ~7600 W (NAT -14°C). Trenchplanner schätzt ~6400 W. Umfassende Wärmedämm-Maßnahmen sind bereits abgeschlossen, neue Fenster sind da schon berücksichtigt, aber noch nicht vollständig verbaut. Der alte Gasverbrauch liegt etwa bei 25000 kWh/a.

Die eine oder andere Idee meines Haus-Energiesystems habe ich hier aufgeschnappt -> vor allem den Ringgrabenkollektor. Danke an alle Pioniere und alle Umsetzer dieser großartigen Idee. Ich bitte um rege Anteilnahme bzw. hilfreiche Tipps und zu meiner Planung und dann zur Umsetzung des senkrechten Ringgrabenkollektors. Der Bagger kommt nämlich in einer Woche zu uns.

Kurzbeschreibung meines Energetischen Mikrokosmos: Blaupause für viele weitere Sanierungen?
Ziel: Trotz scheinbar schlechten Randbedingungen hoher Autarkiegrad im Siedlungsbereich - bei sehr hohem Komfort. Dank DIY und Re-use zu minimalen Anschaffungskosten... Konzept: Solarthermische Übererträge werden im Boden unter dem Haus gespeichert. Zum einen entsteht dadurch ein Wärmesee unter dem Haus, wodurch die Wärmeverluste durch den Fußboden sehr gering werden. Zusätzlich sind dadurch die unvermeidbaren Wärmebrücken der Streifenfundamente entschärft. In der Übergangszeit heizt die Solarthermie direkt das Haus. In der Heizperiode läuft die Nibe S1157-8 PC brav vor sich hin - wird von der Solarthermie natürlich unterstützt. In einer kleinen Tabellenkalkulation komme ich für die WP WP [Wärmepumpe] auf ~12200 kWh thermisch, 6 Verdichterstarts und 3400 Betriebsstunden pro Jahr. Aber das ist eine ganz andere Geschichte...

Die Eckpfeiler:
RGK:
(DIY!) lt. Planungslink... https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=P79XpV4qf0yUohqSvMit
Die thermischen Einspeicherungen sollen speziell die warme Seite des Kollektors mit einiger Zeit Phasenverschiebung erreichen und für gute Soletemperaturen sorgen, ohne den zunächst vermutbaren thermischen Kurzschluss aufgrund der knappen Distanz zum Haus. Spezielle Fragen: Die Kanalkreuzung und Trinkwasserkreuzung habe ich auf zwei verschiedene Arten eingezeichnet. Energetisch sinnvoller wäre das fremde Rohr zu dämmen, im Gegensatz dazu stünde den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] zu dämmen. Ich habe von xps Platten gelesen - wie habt ihr es gemacht? Ein Sickerrohr kommt vom Kalten Ende bis vor das Haus "hinunter" um im Bedarfsfall Wärme einzubringen.
Solarthermie: 16m² Flachkollektoren (gebraucht gekauft, gut in Schuss...) mit 70 ° Aufständerung und Südausrichtung, mit 3 Temperaturniveaus:
* In 600l Solar-WP-WW-Speicher (60 °C)
* Über Wärmetauscher (gebraucht...) direkt in die FBH FBH [Fußbodenheizung] (<35 °C)
* Saisonaler Energiespeicher per thermisch aktivierter Sauberkeitsschicht (DIY...) (>12 °C) unter dem gesamtem Grundriss. Natürlich nicht unter den Streifenfundamenten.
* evtl. 4. Temperaturniveau: "Sole-Anhebung"(~5 °C?), wenn es für sonst nix reicht... Eine Zweckentfremdung der Sonnenkollektoren hin zu Umgebungsabsorbern wäre dadurch möglich. Die Sinnhaftigkeit möchte ich näher untersuchen, sobald ich Messwerte habe. Hat in diesem Bereich vielleicht jemand vielleicht schon Erfahrungen gemacht?
PV: ~25 kWp kWp [kWpeak, Spitzenleistung] am Dach (DIY), relativ flach und zu 50 % auch auf der Nordseite verlegt. Für den WP WP [Wärmepumpe] Betrieb eher suboptimal, aber geht halt nicht wirklich anders. Batteriespeicher wird da nicht extrem viel nützen, wenn von oben halt nix nachkommt... 
Thermischer Speicher: Ich sehe thermische Speichermasse als massiven (😉) Pluspunkt. An dieser Stelle ein Gruß an alle die Heizsysteme in Einfamilienhäusern auf "schnelles Ansprechverhalten" optimieren...  Im Haus habe ich neben dem Solarwarmwasserspeicher eine "BKA" Decke über EG (FBH wird in Bestandsestrich eingefräst (re-use) ohne dämmung -> 20cm dicke aktivierte Betondecke). Unter dem haus liegt auf Drainageschotter die oben angesprochene thermisch aktivierte Sauberkeitsschicht. 
KWL: ein Luftbrunnen, ausgeführt als 25m³ Kiesbettfilter, dient hauptsächlich zur Vorkonditionierung für die noch entstehende mechanische Lüftungsanlage. Darin befinden sich Ziegel aus abgebrochenen Trennwänden, also teilweise re-use... und energetisches herumcycling... 🙃

Zu erwähnen ist noch, dass das Pool an sich noch da ist, aber wir es angesichts der Globalen Lage als 24 m³ Regenwasserspeicher umfunktionieren (pool upcycling? 😂). Das ganze Dach entwässert bald da hinein. Ja, da schlummert noch eine Energiequelle. Leerverrohrung wird verlegt... Das Wasser (re-use...) nützen wir dann im WC, und je nach Filteraufwand auch in der Dusche um kalkfrei nachzuspülen. In der Waschmaschine wäre es dann ebenfalls einsetzbar. Das ist mein Ansatz als pendant zur, sag ich mal, "Brachialmethode": Enthärtung im ganzen Hauswassernetz bis auf einen Trinkbrunnen in der Küche.

Herzlichen Dank an DICH, falls du alles bis hier her gelesen hast :)


Mein dargelegtes Modell erhebt übrigens keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit/Allgemeingültigkeit bzw. Anwendbarkeit. Ich bin für Anregungen und Kritik offen. Falls andere Bauherren/Baufrauen durch meinen Post aber ermutigt werden "neue" oder "alternative" Konzepte von ihren Dienstleistern einzufordern, hat dieser Post seinen Sinn erfüllt. In diesem Sinne zitiere ich Einstein: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
17.8.2026 22:59  (#1)
Spannend. Ein paar Gedanken dazu: wie aktivierst du denn im Bestand die Sauberkeitsschicht unterm Haus?

Solare Erträge im Boden versenken, hast du da mal einen Fachmann / Geologen zu Rate gezogen?

Ansonsten bin ich ein Freund von KISS: Solarthermie (noch nicht montiert, oder) weg, Südseite zusätzlich für PV nutzen, insbesondere im DIY. Sole WP WP [Wärmepumpe] an RGK RGK [Ringgrabenkollektor] und das war es.

Und zur KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]: auf jeden Fall machen. Zu Luftbrunnen aber am besten auch nochmal auf aktuellen Stand bringen.

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