Planungshilfe Ringgrabenkollektor
2.10.
-6.10.2026
11 Antworten
4 Autoren
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Wie groß ist denn die landwirtschaftliche Fläche? Wenn Platz ist kannst du anstatt spiralförmig (also in Slinkeys) auch einfach ein 1*400m Rohr "gerade" verlegen. Nennt sich Spaghettikollektor. Du musst dann keine breiten Gräben ausheben sondern nur einen der so breit ist dass er nicht einstürzt. Im Trenchplanner ist das der "gerade Kollektor". |
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Hallo Pflunz, ich habe das ja schon ein bisschen kombiniert. Im Bereich des Gartens der gerade Kollektor, auf dem Acker die Slinkeys. Der Acker ist ca. 70m lang und 40m breit. Ich hatte allerdings im Forum gelesen, dass der Trenchplanner den geraden Kollektor nicht ganz richtig berechnet. Würde ich bei einem geraden Kollektor denn mit 1x400m Rohr klar kommen? |
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Hallo Henning, erst mal Gratulation für die richtige Entscheidung: Mit RGK RGK [Ringgrabenkollektor] machst du nix falsch, und für die Verlegung hast du auch die besten Voraussetzungen! 😀 Man kann einen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] auch pflügen oder fräsen, z.B. mit Maschinen für Erdkabelverlegung. Gut wäre halt, wenn man möglichst tief (2m) runterkäme. Sowas hinterfrage ich immer als erstes. Wie wurde diese Berechnung gemacht? Um besser abschätzen zu können: Von wievielen beheizten m² brutto sprechen wir? Wie hoch war der Verbrauch vor Renovierung? Was wird renoviert? Gibt es einen Sanierungs-EAWEAW [Energieausweis]? Zum Vergleich: Mein 250m² netto (das sind 330m² brutto) Haus hat eine Ptot lt. EAWEAW [Energieausweis] von 9,6kW. Real mit inneren und solaren Gewinnen sind das eher 7,7kW, und in Wirklichkeit läuft eine S1155-6, welche noch nie wirklich Vollgas (dann mit 7,2kW) gelaufen ist... Die Größe der Wärmepumpe gibt dir dann schließlich das Rohrpaket des RGK RGK [Ringgrabenkollektor] vor, nicht Santherr. 😜 Wie gesagt, die Stärke der WP WP [Wärmepumpe] bestimmt die Menge an Rohr, die du vergraben musst, nicht die Verlegungsart. Um ein Gefühl für die Leistungsklassen und auch die Rohrpreise zu bekommen empfiehlt sich ein Blick auf https://www.ringgrabenkollektor.com/shop/ DA32 ist verhältnismäßig teuer, DA40 wäre empfehlenswert. Beim Kreuzungsbereich von Wasserzuleitung soll man Abstand halten bzw. den RGK RGK [Ringgrabenkollektor] (und die Wasserleitung) thermisch entkoppeln, z.B. über übergeschobene Rohre. Und noch eine abschließende Bemerkung: Ein Bekannter von mir wirft gleich zwei Rohre rein, um später ein zweites Haus anschließen zu können. Falls von Interesse. 😉 |
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Ich finde das schon schlimm, wenn heutzutage noch immer diese komplett veralteten On/Off Maschinen angeboten werden. 🤬 Eine modulierende WP WP [Wärmepumpe] harmoniert auch viel besser mit einer PV. |
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Hallo ds50, vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Die Bruttogrundfläche kann ich leider in der Heizlastberechnung nicht finden. Die Nettogrundfläche beträgt 342 m². Vor der Renovierung wurden ca. 3000 Liter Heizöl benötigt. Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus. Naja, eigentlich bestimmt doch das Erdvolumen um den Kollektor die maximal zu gewinnende Energie. Wenn man die 300m in Slinkys in einem ganz kurzen Graben legt, gewinnt man ja nicht so viel Energie als wenn man die 300m in einem längeren Graben legt. Und laut Trenchplanner ist es dann ja auch egal, ob ich in dieser Grabenlänge 300m oder 400m Rohr lege. Die Heizlast verändert sich nicht. Bei meiner WP WP [Wärmepumpe] und Heizlastberechnung kann ich lt. ringgrabenkollektor.com entweder 3xDA32 oder 2x DA40 jeweils 300m nutzen. Ich wäre da eher bei 2x DA40, da ich dann ja ein Rohr weniger nutze. Das habe ich jetzt schon öfters hier im Forum gelesen, dass die Leitungen dann durch KG-Rohre in dem Teilstück gelegt werden. Würdet ihr denn die Verlegung auch so durchführen, wie ich sie im Trenchplanner aufgezeichnet habe? |
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Die vaillant 87/4 ist eine 8.9kw on/off Maschine und läuft normalerweise an 2x300m da40. Bei sehr schlechten böden kann man auf 2x400m da40 gehen. Dann liegen auch im Abschnitt C noch ein paar Schleifen. Wenn du den Platz hast dann mach einen 300m langen, 60-80cm breiten und ca 1.8m tiefen Schlitz. Da kommt das Rohr dann gerade rein. Reicht von der Leistung her locker aus... Bei Kreuzungen mit Trinkwasser kannst auch dämmplatten einlegen |
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Das ist ganz richtig: Die Energie in kWh. D.h., wenn ein Haus 20000 kWh im Jahr benötigt, dann muss so und soviel unbeeinflusstes Erdreich erschlossen werden. Beim Ringgrabenkollektor spricht man da von der Grabenlänge. Dies ist vergleichbar mit dem Öltank. Die Leistung hingegen hängt von der Tauscheroberfläche des Rohres ab. Je mehr Rohr, desto höher die (Momentan)-Leistung. Das tolle am RGK RGK [Ringgrabenkollektor]: Energiemenge und Leistung sind hier entkoppelt! Denn die Leistung wird einzig von der Hydraulik der WP WP [Wärmepumpe] bestimmt, weswegen eine starke WP WP [Wärmepumpe] eben mehr Rohr benötigt. Mehr Energie bekomme ich aber über den Winter gesehen trotzdem nicht raus. Das ist übrigens auch das Kernproblem aller Wunderwutzi Kollektoren, die v.a. in Deutschland gefühlt im Wochentakt aufpoppen. Exemplarisch nehme ich da Geocollect her, die behaupten, dass bei Ihnen Erdwärme auf 1/10 der üblichen Fläche möglich ist. Bei so einem kleinen Erdtank muss ich diesen halt auszutzeln, bis er komplett durchgefroren ist. Deswegen benötigt Geocollect ja auch WP WP [Wärmepumpe], welche eine Sole-Ein von -10°C vertragen. 💩 Der schönste Vergleich: Nimm ein Cocktailglas und gib zwei Strohhalme hinein. Die Menge im Cocktailglas (Energie) ist endlich. Das ändert sich auch nicht, wenn ich 10 Strohhalme (mehr Leistung durch mehr Rohr) in das Glas gebe... Deswegen auch mein ursprünglicher Hinweis: Die Stärke der WP WP [Wärmepumpe] bestimmt dein Rohrpaket. Und falls die WP WP [Wärmepumpe] überdimensioniert ist, und auch noch eine On/Off-WP, dann darfst du dein kleines Taktwunder (= verfrühter Verdichtertod) erleben. P.S.: Leider wissen wir ja noch immer nicht, wie du sanierst bzw. wie die Heizlastberechnung aussieht. Wenn ich aber vom Ursprungsverbrauch ausgehe, hier meine Milchmädchenrechnung: 3000l Öl im Jahr bei 0,85 Wirkungsgrad ergibt 25500 kWh Wärmeverbrauch. Bei 2 Familien und 6 Pax kommen da 6x800 = 4800 kWh an WW WW [Warmwasser] weg. Bleiben 20700 kWh Heizverbrauch beim unsanierten Doppelhaus. Mit 1800 Volllaststunden landen wir bei 11,5kW. Wenn nun allerdings der Energieverbrauch dank Sanierung halbiert wird, tja, wo landen wir dann? |
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Hallo, vielen Dank für die logische Erklärung 😊. Einen 300m langen Graben bekomme ich da nicht unter, aber insgesamt bin ich jetzt bei 200m. Ich habe neulich einmal eine Erdbohrung, 1,5m tief gemacht, der Sand ist dort schon sehr feucht, ich bin da also nahe am Grundwasserspiegel. Ich denke, dass das so ausreichen sollte. Es werden die Fenster erneuert, sowie die Außenwände neu abgedichtet und gedämmt (Klinker weg, neue 16cm Dämmung dazwischen, und dann neu aufgemauert). Die Rolladenkästen werden natürlich auch erneuert ;). Da das Dach vor 10 Jahren erneuert und gedämmt wurde, wird dies aktuell nicht erneuert. Zusätzlich werden die Heizkörper durch eine Fussbodenheizung ersetzt. Die Kellerdecke wird aus dem Keller heraus mit einer Kellerdeckendämmung versehen. Der Energieberater hat eine raumweise Gebäudeheizlast nach DIN EN 12831 durchgeführt. Reicht dir das 😀? Das ist richtig, allerdings wird das Haus aktuell nur von 3 Personen bewohnt. Deshalb werden einige Zimmer aktuell nicht benutzt und der WWVerbrauch ist geringer. Das macht die zukünftige Abschätzung noch schwieriger 😀. Aber das konntest du natürlich nicht wissen. |
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Grundwasser ist prinzipiell gut - man darf halt nicht den Fehler machen, davon auszugehen, dass dieses dauerhaft bestehen bleibt. Und falls wirklich Sand vorherrscht, dann dies auch im Trenchplanner so eintragen - da kann der Graben schon mal mehr als doppelt so lang als bei Lehm werden müssen. Grabensicherheit ist ebenfalls ein wichtiges Thema! Ja, das reicht mir, dass sich meine Befürchtung bewahrheitet hat. 🙁 Denn ich bin mir nicht sicher, ob dies in Österreich bei gutem Dämmstandard überhaupt zur Bestimmung der Heizlast zulässig ist. Auf jeden Fall gilt der somit ermittelte Heizlastwert für ein unbewohntes Haus ohne Stromanschluss, welches 4 Wände nach Norden hat. Real hat dein Haus aber innere und solare Gewinne. Und je nach solarer Architektur kann sich dein Energieberater hier auch um 40% zur realen Heizlast verschätzt haben... Ein Beispiel: https://www.energiesparhaus.at/forum-fragen-zu-meiner-heizlastberechnung/71462_2 Die 9kW sind ein oberster theoretischer Deckel. Danach die WP WP [Wärmepumpe] auszulegen zeigt nicht unbedingt von Systemkenntnis deines Heizungbauers. Falls es noch nicht zu spät ist, dann würde ich genau dafür UNBEDINGT eine flow30 Berechnung und Auslegung durchführen - vorausgesetzt halt, du willst ein warmes Bad haben. 😅 Fazit: Für deinen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] sehe ich v.a. dank großzügigen Platz nicht das große Problem. Deine Themen sind wohl eher die korrekte Dimensionierung der WP WP [Wärmepumpe] und der Senke im Haus. 🤔 EDIT: Und wenn wir schon dabei sind: Ja keine Einzelraumregelung aufschwatzen lassen! Man kann sich in Deutschland ganz easy von dieser absolut blödsinnigen Pflicht befreien lassen. Und weil man dann auch keine effizienzvernichtende ERR ERR [Einzelraumregelung] hat benötigt man natürlich auch keinen effizienzvernichtenden Pufferspeicher mehr. |
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Ich hab jetzt übrigens auf der Santherr Seite nachgeschaut. Interessant, was alles als Ringgrabenkollektor verkauft wird, wenn der Name nicht geschützt ist... 🫣 Zum Vergleich: So sehen RGK RGK [Ringgrabenkollektor] Rohre aus, wie ich sie kenne: https://www.ringgrabenkollektor.com/shop/ Die sind grün wegen speziellem 2jährigen UV Schutz, haben eine eingelaserte Kilometrierung, haben 1,8m Durchmesser (wie halt ein echter RGK RGK [Ringgrabenkollektor] dimensioniert wird), sind lageweise abgebunden (sonst fluchst du bei der Verlegung), und ist natürlich ein RC Rohr zur Verlegung ohne Sandbett. https://www.ringgrabenkollektor.com/details/ |
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...aber nicht falsch verstehen: Warm wird's mit diesen Rohren auch. 😉 |
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