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Mikroleck Klimaanlage teilen

11.8. -12.8.2026    5 Antworten    3 Autoren 5 2026-08-12T16:10:25+02:00
  •  nala123
  •   Bronze-Award
11.08.2026
5
Hallo zusammen!
Wir haben leider folgendes Problem. Heuer zu Sommerbeginn haben wir bei unserer 2024 montierten Klimaanlage einen Leistungsverlust festgestellt, gefolgt von einer Fehlermeldung wegen Kühlmittelmangel.
Der Techniker hat Kühlmittel nachgefüllt und ist dann auf Lecksuche gegangen, konnte aber bei den zugänglichen Stellen kein Leck finden. Er hat gemeint wenn es bis zur Fehlermeldung 2 Jahre gedauert hat, ist es wohl ein Mikroleck, das durchaus schon seit der Montage bestehen könnte, weil das beim Abdrücken nicht auffällt. Die Verbindungsstellen zwischen Unterputzleitungen und den angeschlossenen Innengeräten hat er geprüft, er meint es soll aber durchaus vorkommen, dass die Kupferleitungen manchmal ab Werk schon kleine Risse haben die nicht auffallen.

Jetzt merken wir leider nach knapp 6 Wochen schon wieder, dass die Kühlleistung nachlässt.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage warum diesmal bereits nach so kurzer Zeit und wie weiter vorgehen.

Ist das Leck womöglich größer geworden?
Vielleicht liegt es aber auch an unterschiedlichen Füllmengen bei der Erstbefüllung und nach dem Nachfüllen diesmal?Ich weiß leider nicht mit wieviel Kühlmittel die Anlage bei der Erstbefüllung befüllt wurde, eventuell wurde jetzt auch einfach weniger eingefüllt?

Lecksuche bei den Unterputz liegenden Leitungsteilen ist eher nicht möglich, die liegen zum Teil in den Wänden aber auch unter dem Estrich.

Hat eventuell jemand Erfahrung mit Dichtmitteln, die man dem Kühlmittel beimengt? Kann das eine Lösung sein?
z.B: https://www.kaeltetechnik-shop.at/Dichtmittel-Super-Seal-Advanced-53kW-AC-R

Und noch eine Frage zu den Kosten - was sind denn so übliche Stundensätze für Klimatechniker?
Beim letzten Einsatz haben wir für 2,5h Arbeitszeit + 0,5h Fahrzeit eine Rechnung von knapp über 400€ (brutto) erhalten - find ich schon happig. 
Stundensatz Anfahrt 81,60
Stundensatz Arbeit 127,50
+ 1,8€ Kilometergeld
Liegt das im Rahmen oder eher jemand anderen suchen?

  •  Akani
12.8.2026 6:50  (#1)
Dass die Anlage wieder auf Störung ist wenn nichts gefunden wird ist normal. Der Zechniker weiß ja nicht wieviel Kältemittel er nachfüllen muss, das muss gewogen werden und kann nur festgestellt werden wenn er das alte Kältemittel abgesaugt hätte.
Abgedruckt wird dann in der Regel mit Stickstoff und dem Vorgegebenen Maxdruck der Anlage.
Wenn die Leitungen noch unter Putz  liegen wirds echt schwierig.
Zu den Kosten , naja, wenn sonst nicht mal Material dabei ist und Messmittel eigentlich  nicht mal unverschämt.
Vor allem wenns nicht der Techniker war die sie montiert hat

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
12.8.2026 8:56  (#2)

zitat..
nala123 schrieb: er meint es soll aber durchaus vorkommen, dass die Kupferleitungen manchmal ab Werk schon kleine Risse haben die nicht auffallen.

Nach dem Motto, wenn ich selbst nichts finde, dann schiebe ich die Undichtheit auf die Kupferrohre. 😀  Hat er einen Drucktest gemacht. Zu 100% nicht, das würde sich mit der Arbeitszeit und mit den verrechneten Kosten gar nicht ausgehen. Ob er das erforderliche Equipment mit hatte?  Er wird nicht einmal ein Kontrastmittel in die Anlage eingebracht haben.

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  •  nala123
  •   Bronze-Award
12.8.2026 14:53  (#3)
Er hat die Anlage befüllt und ist dann mit einem Gerät mit Sonde vorne dran die Verbindungsstellen abgegangen 🤷‍♂️
Er hat gemeint im Nahbereich des Lecks schlägt das dann an.

Auf Nachfrage was wir weiter machen können nachdem er nichts gefunden hat, hat er noch eine andere Variante für die Lecksuche angesprochen, die er aber nicht empfiehlt wenn das Leck so klein ist, dass "nur" alle 2 Jahre nachgefüllt werden muss, weil nicht rentabel.

Jetzt haben wir halt den Salat, dass die Füllung nicht 2 Jahre gehalten hat..

Was für Methoden für die lecksuche gibt es denn noch und mit wieviel Aufwand ist dann zu rechnen?

Kann man sich mit dem verlinkten Dichtmittel die Lecksuche sparen oder funktioniert das nicht zuverlässig?

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  •  Akani
12.8.2026 15:44  (#4)
Naja, da er als Fachfirma das erledigt hat, steht er heute nich in der gesetzlichen Gewährleistung ( ist die in Österreich nicht auch bei 5 Jahren BGB). Somit sein Problem, da er das Werk erstellt hat. Klar der Ärger bleibt, die Kosten hat er

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  •  Kleinermuk
  •   Gold-Award
12.8.2026 16:10  (#5)
1) Welche Klimaanlage hast du den, bzw. welches Kältemittel ist drinnen? Die meisten sind mit R32 gefüllt. 

zitat..
nala123 schrieb: Was für Methoden für die lecksuche gibt es denn noch und mit wieviel Aufwand ist dann zu rechnen?

Wurde eh schon beschrieben.  Kältemittel absaugen (Ganz böse ZeitgenossenInnen lassen es einfach in die Umwelt ab. Die gehören hinter Gittern). Danach die Anlage mit Stickstoff oder Formiergas mit ca. 35-40 Bar abdrücken. Dazu braucht man ein sehr genaues digitales Manometer mit mind. 10mBar Auflösung   z.B. "Leo 5  5-stellig). Wenn man es  privat macht, lasse ich den Druck über 4-5 Stunden stehen.  Bei Formiergas (95% Stickstoff, 5% Wasserstoff)  kann man einen Schnüffler, der auf Wasserstoff anspricht, zusätzlich einsetzen.  

zitat..
nala123 schrieb: Kann man sich mit dem verlinkten Dichtmittel die Lecksuche sparen oder funktioniert das nicht zuverlässig?

Lt. Datenblatt kann man das Dichtmittel bei fast allen Kältemittel und Kompressoröle problemlos einsetzen. Ob's was bringt wird man sehen. 

Ich würde dann noch ein Kontrastmittel dazu geben - wird bei Splitklimaanlagen leider nicht bei Erstbefüllung dazugegeben, wie bei Autos. Dazu braucht man ein extra Füllwerkzeug (ca. 20€), da man es unter Druck einfüllen muss. 

Und zum Schluss braucht man noch ein R32-Nachfüllset -  gibt es von billig ca. 80€ mit 0,7Kg R32 und ca.  250-350€ mit 1,8Kg R32 und Monteurhilfe, bzw. besseres Füllventil.  Bei manchen Verkäufern muss man bestätigen, dass man qualiziert ist.😊 Aber lt. Gesetz darf man ohne Ausbildung an keine Klimaanlage ran - Ausser reinigen. 

Nachfüllen geht ungefähr so:  
Klimaanlage einschalten und auf ca. 15°C stellen und ca. 5 min. laufen lassen - wenn schon so wenig Kältemittel drinnen ist, dass diese schon auf Störung geht, kann man gleich mit dem nachfüllen beginnen. 
Füllschlauch mit Anschluss 5/16" auf das Niederdruckventil ganz wenig aufschrauben, dass das Ventil nicht geöffnet wird. Dann das Flaschenventil leicht aufdrehen (Flasche stehend = gasförmig), das die Luft aus dem Füllschlauch verdrängt wird (2-3 Sekunden). Danach Schlauchanschluss ganz auf das  Niederdruckventil aufschrauben. Je nach Ausführung Kältemittel langsam einlassen (Flasche auf den Kopf = flüssig), bis das Manometer ca. 8 Bar anzeigt. 8.5Bar ist ein guter Saugdruck bei Spilt Klimaanlagen.

Aber Ziel muss es sein, die Undichtheit zu finden und zu beseitigen!!!  Sonst gehört man zu den Umweltsündern. 
1Kg R32 entspricht ca. 670Kg CO2-Äquivalent !!!

Meine Erfahrung als Laie auf diesem Gebiet:  Undichheiten bei den Bördelverschraubungen, Undichtheiten im Aussengerät (Lötstellen, sowie Kondensator, Sammler), Undichheiten im Verdampfer. Die Kupferleitungen zwischen Aussengerät und Innengerät werden ja weder gelötet, noch mit Bördelverbindungen versehen sein.

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