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Kondensat bei Eingangstüre

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  •  Romsch1
  •   Bronze-Award
7.1. - 9.1.2026
9 Antworten | 4 Autoren 9
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Hallo, 
ich wohne jetzt 1 Jahr im Haus und habe bei Aussentemperaturen unter Null bereits leichtes Kondensat im Inneren an der Kunststoff/Alu Eingangstüre.
Speziell beim Zylinder und dem Türgriff.
Wir wir letztens -13°C draussen hatten, hatte ich es auch am Stock bei der Seite des Schlosses.
Auch habe ich dann bei der Dichtung bereits einen kleinen Wasserfleck am Boden.
Die Türen öffnet nach Innen, wurde bereits 4x nachgestellt, da sie im Sommer extrem der Sonne gerichtet ist und extrem heiß wird außen.
Habe auch wieder derzeit ein leichtes Problem beim Schließen, sodass man von außen im geschlossenen Zustand bei Gegendruck am Stoßgriff, einen Riegel anscheinend öffnet.. als wäre das Türblatt verzogen...
Habe Innen 22°C und um die 50%rF.


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Habe mich an den Hersteller gewandt, welcher bei mir über die Baufirma alle Fenster und Türen geliefert hatte...

Habe bis dato immer einen sehr netten und kompetenten Kontakt direkt gehabt, da es doch mehrere Anfahrten bräuchte mit kleinen Mängel und Nachstellarbeiten...
Aber wie oft muss man diese Türe noch nachstellen?? Kann ja irgendwie nicht sein.
Sicher ich verstehe dass speziell diese Alu/KU Türen erheblichen Temperaturunterschieden ausgesetzt werden, aber das muss doch bei der Produktion berücksichtigt werden, denke ich Mal.

Habe diese Antwort bekommen:

Guten Tag,
Die Bildung von Kondenswasser im Haustürzylinder tritt auf, wenn warme, feuchte Innenluft auf den kalten Metallzylinder trifft und dabei unter die Taupunkttemperatur abkühlt.
Häufige Ursachen sind eine erhöhte Luftfeuchtigkeit infolge unzureichenden Lüftens, vorhandene Wärmebrücken durch den metallischen Zylinder sowie Restfeuchte in Neubauten.
Bei Ihnen wird hier der Fall sein durch die hohen Temperaturunterschiede und dem durchgehenden Zylinder aus Metall, dass hier eine Wärmebrücke entsteht, dies kann vorkommen und ist kein Reklamationsgrund.
Bezüglich dem Kondensat Problem beim Zylinder kann man hier nur einen thermisch getrennten Zylinder verbauen dieser ist jedoch sehr kostenintensiv, die Zylinder der Nebentüren müssten hier dann auch neu kommen, da diese Zylinder nur ein Hersteller produziert.
Es gibt jedoch keine Garantie, dass das Problem damit behoben ist.
Dieses Problem der Verriegelung ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich das Türblatt durch die Temperaturen bewegt (kalt = ALU zieht sich zusammen, warm = ALU dehnt sich aus).
Dies ist meist mit einer Einstellung der Haustüre zu beheben.
Wenn Sie einen Kostenvoranschlag für ein Einstellservice wollen, bitte um kurze Rückmeldung.
 
Bezüglich ob die Türe zulässig ist, ja ist sie, hierzu habe ich Ihnen auch die Leistungserklärung Ihrer Haustüre beigefügt.
Grundsätzlich bezüglich des Vordaches: Laut Norm ist ein Vordach oder Rigol vor jedem Bodentiefen Element zu verbauen, um Wassereintritt zu vermeiden. Sollte es zu einem Wassereintritt kommen und es wird festgestellt, dass kein Rigol oder Vordach verbaut ist, übernehmen wir auch keine Haftung dafür.
Bei weitern Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Hatte jemand ähnliche Probleme mit Kondensat bei der Eingangstüre?
Bzw. was sagt ihr zu der Stellungsnahme?

Danke vorab, LG

  •  Squawvally
  •   Gold-Award
8.1.2026 5:56  (#1)
Im Schreiben vom Hersteller finde ich jetzt keinen Fehler. Technisch ist es genau so, wie der Hersteller es beschriebt. Der Bimetalleffekt betrifft Kunststoff als auch Alu. Entgegenwirken kann man nur mit entsprechender Versteifung der Profile bzw. bei Alu durch Gleiten der beiden Schalen. 

Wir haben außen momentan -16,6°C und innen 21,2°C bei rel. LF 41%. Der Profilzylinder ist trocken und auch die Fenster haben kein Kondensat.
Das auf der Fläche des Kunststoffprofils soviel Kondensat ist deutet eher auf erhöhte rel. LF hin. Miss das Raumklima nochmals in Türnähe .

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  •  christoph1703
8.1.2026 8:47  (#2)
Die Oberflächentemperatur von Tür und Zylinder wäre auch interessant (Malerklebeband aufpicken und mit IR-Thermometer messen), falls möglich.
Wenns bei der Dichtung rausrinnt, ist die möglicherweise nicht dicht und warme, feuchte Luft strömt hinaus. Ist da im Falz vermehrt Kondensat oder ist der trocken?

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  •  Gast-Karl
  •   Gold-Award
8.1.2026 17:30  (#3)
Ein Foto des Zylinders von außen wäre noch interessant. Gibt es ein Vordach?
Generell tritt das Problem bei "billigeren" Haustüren eher auf (schlechter UD Wert). Bei einer Bay...d Tür eines Verwandten kann bei ähnlichen Verhältnissen sogar innen eine Wasserlacke am Boden stehen, so stark tropft der Schlüssel... Unsere Tür mit UD ~0,5 kennt das Problem nicht (trotz RF >50%).

Eventuell hilft auch ein Beschlag mit einem extra Schutz außen vor dem Zylinder (mit einem Luftspalt zwischen Abdeckung und Zylinder). Bsp.:


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  •  Romsch1
  •   Bronze-Award
8.1.2026 20:03  (#4)

zitat..
Squawvally schrieb:

Im Schreiben vom Hersteller finde ich jetzt keinen Fehler. Technisch ist es genau so, wie der Hersteller es beschriebt. Der Bimetalleffekt betrifft Kunststoff als auch Alu. Entgegenwirken kann man nur mit entsprechender Versteifung der Profile bzw. bei Alu durch Gleiten der beiden Schalen. 

Wir haben außen momentan -16,6°C und innen 21,2°C bei rel. LF 41%. Der Profilzylinder ist trocken und auch die Fenster haben kein Kondensat.
Das auf der Fläche des Kunststoffprofils soviel Kondensat ist deutet eher auf erhöhte rel. LF hin. Miss das Raumklima nochmals in Türnähe .

Hallo, 
technisch finde ich es auch verständlich und korrekt erklärt. Aber aus Sicht eines Herstellers der Versucht einem ein Kondensatproblem als keinen Mangel zu erklären, hapert etwas meine Einsicht ehrlicherweise....

Ich will und brauche mir auch nicht überlegen wie ich das Problem beheben muss meiner Ansicht nach, die Türe hat zu funktionieren... punkt...

Bei den Fenstern habe ich absolut keine Kondensat, die sind auch super Dicht.. ich vermute dass die Türdichtung und auch beim Zylinder eine Undichtheit ist bzw. Wärmebrücke, so wie es der Hersteller selbst ja auch zugibt..

Im Winter ist doch die rF ja eh immer zu trocken als zu feucht...
ich habe beim Eingang Innen eine Lufttemperatur von 21,6°C und ca. 47%rF


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  •  christoph1703
8.1.2026 20:09  (#5)

zitat..
Romsch1 schrieb: Ich will und brauche mir auch nicht überlegen wie ich das Problem beheben muss meiner Ansicht nach, die Türe hat zu funktionieren... punkt...

Was ist dann deine Frage? Wenn die Tür einen Mangel hat, kannst du den Weg der Gewährleistung nehmen. Wenn die Tür selbst in Ordnung, aber für das Haus oder Standortklima nicht geeignet ist, musst du dich an den wenden, der sie fälschlicherweise für geeignet befunden hat (GU oder Planer?).


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  •  Romsch1
  •   Bronze-Award
8.1.2026 20:27  (#6)

zitat..
christoph1703 schrieb:

──────..
Romsch1 schrieb: Ich will und brauche mir auch nicht überlegen wie ich das Problem beheben muss meiner Ansicht nach, die Türe hat zu funktionieren... punkt...
───────────────

Was ist dann deine Frage? Wenn die Tür einen Mangel hat, kannst du den Weg der Gewährleistung nehmen. Wenn die Tür selbst in Ordnung, aber für das Haus oder Standortklima nicht geeignet ist, musst du dich an den wenden, der sie fälschlicherweise für geeignet befunden hat (GU oder Planer?).

Mich hätte interessiert wie ihr mit der Stellungsnahme des Herstellers umgehen würdet und ob es nun ein Mangel ist oder nicht.
Er spricht ja von einer "Wärmebrücke die keinen Reklamationsgrund darstellt."


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Hier ein älteres Foto von der Innenansicht, damit man die Türe von Innen sieht (das Haus ist jetzt Innen bereits fertiggestellt)


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Habe jetzt ein Foto mit der IR Kamera gemacht.
Aussentemperatur derzeit: -4°C

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  •  Romsch1
  •   Bronze-Award
8.1.2026 20:45  (#7)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Die Oberflächentemperatur von Tür und Zylinder wäre auch interessant (Malerklebeband aufpicken und mit IR-Thermometer messen), falls möglich.
Wenns bei der Dichtung rausrinnt, ist die möglicherweise nicht dicht und warme, feuchte Luft strömt hinaus. Ist da im Falz vermehrt Kondensat oder ist der trocken?

Vermehrt Kondensat ist im Falz nicht.... der ist eigentlich trocken

Hier noch technische Daten die ich vom Hersteller bekommen habe:


_aktuell/20260108348790.png

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  •  christoph1703
8.1.2026 21:06  (#8)
Der Wärmedurchgangskoeffizient ist relevant. Der ist in dem Fall nicht so berauschend. Nicht katastrophal, aber auch nicht großartig.

Das Wärmebild deutet aber meiner Meinung nach eher auf ein gröberes Problem mit der Dichtung oder dem Einbau hin. Nochmal auf deinen ersten Beitrag geschaut, vorletztes Bild - ist das die Dichtung, die da komplett zerfetzt aus dem Spalt schaut?

Wegen dem Schließzylinder - den kann man bestenfalls tauschen. Das ist halt einfach ein Stück Metall von ganz außen nach ganz innen. Wenns draußen kalt ist, wirds drinnen auch kalt. Alternativ kannst du überlegen, auf ein Motorschloss umzusteigen und den Zylinder auf einer Seite durch Dämmung zu ersetzen (und luftdicht zu verschließen). Oder du bastelst dir ein Stück Dämmung zurecht, das du an kalten Tagen von außen irgendwie davorklemmst.

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  •  Squawvally
  •   Gold-Award
9.1.2026 8:40  (#9)

zitat..
Romsch1 schrieb: Ich will und brauche mir auch nicht überlegen wie ich das Problem beheben muss meiner Ansicht nach, die Türe hat zu funktionieren... punkt...

Da gebe ich Dir bedingt recht.
Aber wenn Du das Thermografiebild betrachtest, hast eh die Erklärung vom Hersteller.

Die Tür weist im Bereich der mittleren Verriegelung eine niedrigere Oberflächentemperatur auf. Das ist der vom Hersteller erkläre Bimetalleffekt (im Winter Krümmung nach außen, im Sommer nach innen).

Die im Flügel und Rahmen eingebauten Dichtungen haben einen bestimmten Arbeitsweg, welcher den Bimetalleffekt üblicherweise gut ausgleichen können. Den Anpressdruck der Dichtung kannst Du aber auch selbst überprüfen. Nimm ein Blattpaier, lege zwischen der Flügeldichtung und dem Rahmen, versperr die Tür vollständig und versuche dann das Blatt herauszuziehen. Geht es sehr leicht, kannst Du am Beschlag den Anpressdruck nachjustieren (Bei einer MV die Schließstücke samt Fallenschliesstück) so dass dieser passt.

Die Frage ist auch, ob die Tür eine Mehrfachverriegelung hat oder nicht. Wenn eine MV vorhanden ist, ist erst bei einer vollständigen Verriegelung ein ordnungsgemäßer Anpressdruck des Flügels an den Rahmen gegeben. Liegt die Türe nur in der Falle (tagsüber gängig), kommt der Bimetalleffekt stärker zum Tragen. In deinem Fall ist das im Winter kein Nachteil, da der Flügel oben und unten stärker an den Rahmen anpresst, im Sommer aber nach innen gewölbt ist (ist dann bei schlagartigen Wetterumschwüngen mit Schlagregen oft problematisch, da die Dichtheit der Tür beeinträchtigt ist).

Eine regelmäßige Wartung der Beschläge (Überprüfung Anpressdruck, ggf Einstellen der Beschläge) bleibt die aber nicht erspart. 

So wie dem Foto zu entnehmen ist, hast du zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Oberflächentemperatur von ca. 11°C. Da sollte es bei deinen Angaben zum Raumklima rechnerisch gerade noch kein Kondensat an der Profiloberfläche geben.
Da aber Kondensat vorhanden ist, dürfte ers im Raum einen Tick zu feucht sein.

Das allerdings ist Bauphysik und da kann der Hersteller auch nichts dafür. Für das passende Raumklima bist Du als Nutzer verantwortlich (siehe auch Energieausweis). 

Gast-Karl hat das Problem übrigens auch gut beschrieben.




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