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Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung Wärmepumpe

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  •  Friesenfalke4
11.3. - 12.3.2023
6 Antworten | 3 Autoren 6
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Hallo zusammen,

ich bin nun schon lange am Einstellen meiner Wärmepumpe aber komme einfach nicht auf einen grünen Zweig. Besonders beim hydraulischen Abgleich der FBH FBH [Fußbodenheizung] tue ich mich schwer. Ich habe eine Nibe F2120-12 im Einsatz, Altbau 1989 mit gefräste FBH FBH [Fußbodenheizung], Verlegeabstand überall 10cm. Ich habe insgesamt 19 Heizkreise. Der kürzeste Kreis ist dabei 51m lang, der längste 115m. Diese extremen Längen habe ich nur im Obergeschoss genau 3 mal, an sich liegen die anderen Kreise ziemlich alle zwischen 60-80m. Den hydraulischen Abgleich habe ich mit DanBasic errechnet, dabei habe ich alle Bauteile mit einfließen lassen. Das kommt temperaturtechnisch auch in etwa hin, wenn ich die Durchflüsse so einstelle. Nun zu meinen zwei Fragen bzw. Problemen.

1. Wenn ich die Kreise reguliere, wie stelle ich die Pumpe in diesem moment ein? Die WPWP [Wärmepumpe] steuert die Pumpe variabel, ich stelle sie für den Abgleich natürlich auf einen fixen Wert. Nun ist es so, dass ich bei allen Ventilen voll offen bei ca. 1550l/h bin. Ich habe gelesen, dass die Pumpe auf 100% laufen soll beim einstellen. Wenn ich das jetzt mache, drossel ich das ganze aber ja extrem ein und "drücke" den Durchfluss bei 100% Pumpenleistung auf 1230 l/h (mein errechneter Wert). Muss ich demnach für den Verbrauch der Pumpe nicht sinnvollerweise eine Pumpendrehzahl finden, mit der ich gerade noch den gewünschten Durchfluss bei abgeglichenen Werten erreiche oder ist das falsch gedacht?

2. Das Dach ist besser gedämmt als die Außenwände. Das ist ein Problem. Im Obergeschoss sind die Temperaturen deutlich höher als im Erdgeschoss, wenn alles offen ist. Ich bin da bezüglich Wanddämmung dran, aber so schnell geht das momentan leider aufgrund der Nachfrage nicht. Wenn ich die Durchflüsse nun einstelle, muss ich oben extrem viel abdrehen, um das mit dem Erdgeschoss in Einklang zu bringen. Das widerspricht ja dem System kurze Kreise drosseln, lange offen lassen. Denn oben sind die Kreise ja zum Teil am längsten und am kürzesten. im Erdgeschoss ist das ausgewogener. Wie gehe ich da vor? Ich sehe da jetzt momentan nur oben die langen Kreise ebenfalls drosseln als Lösung, ist das richtig? Lasse ich dann unten die längsten auf? Die Verteiler im EG und OG sind gleich angebunden, beide DN32, ungefähr gleiche Strecke.

Vielen Dank!

  •  Akani
11.3.2023  (#1)
Im Regelfall suchst du dir die passende Drehzahl deiner Pumpe bis der schlechtest hydraulische Kreis sein min erreicht hat und justiert die anderen nach. Dann würde ich die Pumpeneinstellung aber auch fix eingestellt lassen. Hast du Pufferbetrieb oder Direktheizkreis?

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  •  Friesenfalke4
11.3.2023  (#2)
Verteiler sind direkt angewschlossen. Kein Puffer kein Überströmventil dazwischen. Hatte vorher Probleme mit dem Durchfluss, weshalb die Verrohrung auf DN32 geändert wurde.

Hier noch mal zur weiteren Info der Abgleich, Heizkreisfläche x10 ergibt die Länge in Metern:


2023/20230311604559.png


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  •  Akani
11.3.2023  (#3)
Die Kreislängen sehen bis auf die drei Ausreißer nicht mal so schlecht aus. 
Bin mir bei der Maschine nicht ganz sicher aber versuch die Kreise alle voll offen zu lassen und über eine fixe Pumpendrehzahl bei ca 15l/min raus zu kommen und spreizung beobachten sollte sich bei ca 4K einpendeln. Dann die Kreise reduzieren die im Og zu warm machen. Zwecks Durchfluss kann hier wer mit ner luftmaschine besser was zu schreiben um sie nicht ab zu würgen.
Was hat dein Haus Heizlast? Gibt's nen Energieausweis. Nicht dass die WPWP [Wärmepumpe] ne Nummer zu groß ist was sie wahrscheinlich ist und bestimmt noch wird wenn du dein Haus einpackst

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  •  Friesenfalke4
11.3.2023  (#4)
Das mit den Kreislängen ließ sich oben nicht wirklich vermeiden, weil der Platz einfach nicht da war im OG Flur für das nebeneinanderlegen.
Die Heizlast liegt bei möglichst genauer Berechnung bei ca. 8,5 kw. Die F2120-12 leistet bei meiner NAT von -9°C ca. 8 kW. Ich habe damals schon bewusst unterdimensioniert, Erfahrungen haben jetzt gezeigt, dass ich bei ca. -6°C beim Bivalenzpunkt angelangt bin und den Heizstab zuschalten muss. Das hängt wohl auch mit den Abtauungen zusammen, da die Temperatur dann bei -6 ja auch oft in den Abtauungsbereich darunter geht und der Estrich nicht konstant warm bleibt. Das war allerdings auch vor der Vergrößerung der Rohrdurchmesser. Das sollte mit dem Dämmen dann ja vielleicht in etwa hinkommen und nicht zu schlimm werden.
Der Volumenstrom zum Abtauuen ist bei der Maschine mind. 21l/m, in meiner Berechnung bin ich dann bei 1240l/h also kommt in etwa mit dem Abtauvolumen hin. Wenn ich die Pumpe jetzt auf nur 15l/m fix stelle, kommt das ja nicht hin oder?
Problem ist halt auch echt die Steuerung bei Nibe mit den Gradminuten, das ist eine Katastrophe. Wenn die Pumpe auf Automatik steht, wird dann nach einem Abtauvorgang wieder versucht 4k Spreizung zu erreichen. Dann haut die Pumpe die volle Leistung raus und die WPWP [Wärmepumpe] ist am Limit. Dadurch geht das vereisen dann wieder schneller und ein Endloskreislauf entsteht. Es wird quasi keine Zeit gelassen, dass die Spreizung überhaupt mit halbwegs konstantem Druck erreicht wird, sondern die Pumpe wird komplett hochgedreht...

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  •  Akani
12.3.2023  (#5)
Testen könntest aber so mal.
Wenns nicht klappt wie hoch ist dein Pumpstrom bei den 21 ltr.. Sind auch 18 Kreise da sollte schon min 1 -1,5 durchlaufen können. Nur der Spreizung wird dann denk ich eher mit 3K ausgehen

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  •  berhan
  •   Gold-Award
12.3.2023  (#6)
Heizlast 8,5 kW bei 5 K Spreizung wären 8500/(5*60*1,163)= 24,4 l/min.

Fixen Volumenstrom würde ich bei der Hydraulik auch empfehlen. Wenn die 24,4 l/min zu viel Pumpenstrom sind, könnte man noch ein bisschen runter gehen (z.B. 6K Spreizung wären 20,3 l/min).

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