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Hausbau Steiermark: 5.500 €/m² realistisch? GU vs. Einzelvergabe

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  •  Haus277
27.4.2026
4 Antworten | 3 Autoren 4
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Hallo Zusammen,
dies ist nun unser erster Beitrag und wir bedanken uns bereits im Voraus für eure Tips und Infos!!
Wir planen aktuell einen Hausbau in der Steiermark. Das Grundstück (ca. 1.000 m²) wurde bereits gekauft, jetzt starten wir mit der konkreten Planung.
Ursprünglich war unser Plan, keinen GU zu beauftragen, sondern mit einem Bauingenieur zu arbeiten, der den Plan erstellt, die Einreichung übernimmt, Angebote einholt, sowie die Bauaufsicht macht.
Unsere Idee dahinter: Wir zahlen zwar den Ingenieur, können aber die Gewerke einzeln vergeben und kommen so im Vergleich zu einem GU auf einen ähnlichen oder günstigeren Preis – bei gleichzeitig guter Qualität.
Geplant ist ein EFH ohne Keller, ca. 160 m² auf zwei Etagen, Satteldach, eventuell mit Luftraum. Gewünscht sind 3 Kinderzimmer und 1-2 kleine Büros. Holzbau wäre unser Favorit, ist aber kein Muss - Ziegel wäre für uns auch völlig in Ordnung, wenn es preislich besser passt.
Jetzt zu unserem Problem:
Der Bauingenieur geht aktuell von ca. 5.500 €/m² aus. Das erscheint uns – auch im Vergleich zu dem, was wir hier im Forum und auf anderen Seiten gelesen haben – sehr hoch. Wir hatten ursprünglich eher mit ca. 3.500 €/m² gerechnet. In dieser Größenordnung wäre das Projekt für uns machbar, bei 5.500 €/m² leider nicht mehr.
Der Ingenieur meint jedoch, dass er unter 5.000 €/m² nicht kommen wird.
Daher unsere Fragen:
  • Sind die Preise aktuell wirklich so stark gestiegen?
  • Ist diese Einschätzung realistisch oder eher zu hoch angesetzt?
Eigenleistung ist bei uns aufgrund unserer Jobs leider kaum möglich bzw. zahlt sich finanziell einfach nicht aus.
Wir waren inzwischen auch in der Blauen Lagune und haben mit einigen GUs gesprochen, u. a. mit Griffner und Wolf. Wir hatten unseren selbst gezeichneten Entwurf dabei und dort wurde uns gesagt, dass unser Projekt grundsätzlich auch in unserem Budgetbereich umsetzbar sein könnte.
Daher überlegen wir aktuell:
  • Wenn der Bauingenieur unser Budget nicht darstellen kann, würden wir mit unserem Plan konkrete Angebote von GUs einholen
  • Eventuell nicht schlüsselfertig, sondern in einer niedrigeren Ausbaustufe, und den Rest selbst koordinieren (Angebote einholen etc.)
Zeitlich haben wir keinen großen Druck.
Unsere Fragen dazu:
  • Haltet ihr diesen Weg für realistisch, auch ohne große Bauerfahrung?
  • Oder ist schlüsselfertig am Ende doch einfacher und vielleicht sogar wirtschaftlicher?
  • Wie würdet ihr euch in unserer Situation gegenüber dem Bauingenieur verhalten?
Außerdem würden wir gerne selbst Angebote für Holzhäuser einholen.
Habt ihr Erfahrungen mit Hausbaufirmen in der Steiermark und könnt etwas empfehlen?
Zu Griffner haben wir hier schon einiges gelesen - Meinungen gehen auseinander (Beratung war sehr gut, aber man merkt, dass es Verkäufer sind).
Zu Wolf haben wir bisher noch wenig gefunden – hat hier jemand konkrete Erfahrungen?
Vielen Dank schon jetzt für eure Tipps - wir sind für jede Einschätzung sehr dankbar!

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
27.4.2026 21:34  (#1)
Ich glaub wenn euer Anspruch wenig bis keine Eigenleistung, und hohe Qualität ist, sind die 5000€/m² mittlerweile sehr realistisch.
3500€/m² lässt sich nur mit massivster Eigenleistung und Abschlägen bei der Ausstattung und/oder den Materialien erzielen.

Da bleibt euch eigentlich nur m² sparen so gut es geht.

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  •  Heisle
27.4.2026 21:44  (#2)
Also ich kann nur sagen, dass wir aktuell mit Griffner bauen und sich das mit ca 3.500,- pro m2 sicher gut ausgehn wird (schlüsselfertig - haus solo ohne fundament/keller).
Natürlich kann man sich gerade in der Haustechnik stark austoben (diese forum lädt dazu ein) aber mit einem soliden Grundpaket solltest da gut durchkommen.

ZumAblauf mit Griffner selbst: Da du Steiermark geschrieben hast. Wir haben in Graz gekauft, waren aber da mit Verkauf und Planung überhaupt nicht zufrieden. Wie du sagst, sind hald Verkäufer...
Mein Tipp: Lasst euer Haus unabhängig planen (und das gleich inkl. Grundstücksplanung etc). Die Verkäufer werden euch nur das Haus planen (und das in der steiermark eher mässig gut...)
Es gibt aber in wien 1-2 gute verkäufer, die das (nach erfahrungen anderer) wirklich sehr bemüht und gut machen.

Von der Qualität und der Abwicklung NACH dem Kauf sind wir begeistert (nachdem man das versprochene und unmöglich zu haltende des verkäufers ausblendet).
Auch wenn das viele hier anders sehen: Es ist schon fein, wenn du alles einfach nur aussuchen musst und dich um nichts weiter kümmern musst, was das haus selbst betrifft. Gibt eh genug zu tun was bodenplatte/keller betrifft.

Also von mir eine absolute Empfehlung für Griffner, aber bitte nicht in Graz kaufen.

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Hallo Haus277,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Hausbau Steiermark: 5.500 €/m² realistisch? GU vs. Einzelvergabe

  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
27.4.2026 21:54  (#3)
Fundament/Keller, Außenanlagen, Erdbau etc machen halt schnell auch 100-150k€ aus. Pro m² gerechnet bist dann auch schnell einmal bei knapp 5000€/m².

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  •  toSilence
27.4.2026 21:55  (#4)

zitat..
Haus277 schrieb: Geplant ist ein EFH ohne Keller, ca. 160 m² auf zwei Etagen, Satteldach, eventuell mit Luftraum. Gewünscht sind 3 Kinderzimmer und 1-2 kleine Büros. Holzbau wäre unser Favorit, ist aber kein Muss - Ziegel wäre für uns auch völlig in Ordnung, wenn es preislich besser passt.

Mir erscheinen 160 m² für ein Haus ohne Keller eher knapp, wenn zusätzlich 3 Kinderzimmer und 1–2 Büros eingeplant sind. Den Luftraum würde ich mir gut überlegen – er wirkt zwar schön, bringt aber funktional wenig und kostet wertvolle Fläche. Vor allem dann, wenn oben drei Kinderzimmer untergebracht sind und Ruhe wichtig ist.
Gerade mit Kindern sammelt sich auch einiges an, das Stauraum braucht 😀
Das „fünfte Fahrzeug“ im Garten, das Bällebad, Spielküche, Werkstatt, Kaufmannsladen drinnen …

Wir haben zum Beispiel einen ganzen Kellerraum nur für Kindersachen. Ein Teil wird noch gebraucht, Spielzeug wird durchgewechselt, anderes hebt man für das nächste Kind auf.
Wenn man grob rechnet – etwa 15 m² pro Kinderzimmer und rund 12 m² pro Büro – bleiben von den 160 m² nur noch etwa 90 m² übrig. Davon müssen dann noch Eingangsbereich, Bäder, WC, Küche sowie Wohn- und Essbereich und zusätzlich Verkehrsflächen wie Gang und Stiege untergebracht werden. Ich denke, das könnte sehr eng werden. Selbst wenn es sich ausgeht, bleibt vermutlich kaum Stauraum im Haus.

Uns hat damals ganz am Anfang eine einfache Aufstellung der gewünschten Räume geholfen:
Jeder schreibt für sich zu jedem Raum eine ungefähre Quadratmeterzahl auf. So sieht man schnell, wo man unterschiedliche Vorstellungen hat – und bekommt auch ein besseres Gefühl für Größen (z. B. indem man bei Eltern oder Freunden mal nachmisst, wie groß ein WC oder ein Zimmer tatsächlich ist).



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