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Grundriss EFH in OÖ ca. 140qm

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  •  hannes93
10.6.2026
3 Antworten | 3 Autoren 3
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Hallo Häuslbauer und Planer,

wir haben gerade einen Grund erworben und sind schon in der Hausplanung. Wir haben einen Architekten gefunden der einen interessanten Plan für uns entworfen hat. Da in anderen Threads immer wieder Punkte aufgetaucht sind, wollte ich auch unseren Entwurf mal teilen und ein Feedback erhalten. 
Kurz noch ein paar Facts:
- Momentan zu 2. aber wir wollen 2 Kinderzimmer einplanen. 
- Budgetrahmen ca. 500k, Viel Eigenleistung ist geplant (E-Inst. wird komplett von mir gemacht, Maurer in der Familie, Installateure im Freundeskreis). 
 - Grundstück hat 800qm, Zufahrt auf der Westseite, leichte Hanglage - Norden nach Süden ca. 1,5m
- Mauerwerk in 50er Ziegel, Keller ist keiner geplant. Pool ist nur als Platzhalter eingezeichnet, wird vorerst nicht gemacht.
- Haustechnik: RGK gewünscht, PV ist fix - Akku optional, KNX, KWL werden wir die Verrohrung auf alle Fälle vorbereiten. 

Was uns am bisherigen Entwurf nicht gefällt:
 - Technik/Schleuse ist sehr eng.
 - Küche werden wir abändern: Richtung norden ev. Fixverglasung und Küche um die Ecke. Dazu noch eine Terassentüre.
 - Fenster/Türe von WHZ zur Terasse kommt voraussichtlich weg.
 - Tür von Toilette geht in die falsche Richtung auf.
 - Eingangsbereich (viel Betonierarbeit) wird noch abgeändert.

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Habt ihr Ideen, Vorschläge, Verbesserungen?
Freue mich auf ein Feedbakc.

  •  STUDIOnavie
10.6.2026 12:03  (#1)
Zuallererst: Mir gefällt grundsätzlich die Architektur des Hauses von außen. Die Materialwahl wirkt stimmig und die Proportionen sind ansprechend.
Was mir jedoch sofort auffällt: Von außen wirkt das Haus relativ schlicht und klar. Schaut man sich jedoch die Grundrisse an, entsteht ein sehr komplexes Gebäude mit vielen Rücksprüngen, unterschiedlichen Baukörpern und konstruktiven Herausforderungen. Das treibt die Baukosten nach oben und erhöht gleichzeitig die Anfälligkeit für Ausführungsfehler.
Legt einmal das EG über das OG – dann wird schnell sichtbar, wie wenig übereinanderliegt.
Auch das Budget von 500.000 € (was soll da alles enthalten sein?) ist für dieses Projekt (Komplexität, Doppelgarage, Überdachungen, 170m² Wohnfläche, Dachflächen etc.) auch bei viiiiieeel Eigenleistung nicht realistisch. 
 
Zum Grundriss:
EG
  • Die Garderobe nimmt relativ viel Fläche ein, bietet aber vergleichsweise wenig Stauraum.
  • Der Technikraum zu knapp dimensioniert.
  • Welchen Mehrwert bietet das nordseitige Atrium? Dafür wird eine große Verglasung samt Schiebetür benötigt, um anschließend auf eine wenige Meter entfernte Wand zu blicken. Das verursacht erhebliche Kosten (aber ich glaube, das wollt ihr eh eliminieren).
  • Die Speis ist sehr klein. Ich würde überlegen, die Hochschränke unter der Treppe weiterzuführen und den Stauraum dort zu integrieren.
  • Grundsätzlich bin ich ein großer Fan überdachter Terrassen. Hier wurde es aus meiner Sicht jedoch mit geschätzt rund 4,5 m Tiefe übertrieben. Dadurch wird sowohl die Terrasse als auch der Wohnraum dahinter deutlich dunkler. Gleichzeitig entsteht überhaupt erst die Notwendigkeit für die zusätzliche Belichtung aus Norden. Und wieder Kostentreiber! (Die Visu stimmt übrigens nicht, was die Terrasse betriff)
  • Büro zu dunkel und bitte immer Möblierung mitdenken

OG
  • Kinderzimmer bitte immer mit Möblierung planen. Erst dann erkennt man, ob Größe, Fenster- und Türpositionen tatsächlich funktionieren.
  • Das Bad verschenkt aus meiner Sicht relativ viel Fläche.
  • Aufteilung  Schrankraum und Schlafzimmer optimieren um mehr Laufmeter Schrank bei gleicher Fläche zu erzielen.
  • Das Bad liegt relativ weit vom Technikraum entfernt, wodurch unnötige Leitungswege entstehen.

Für mich wurde hier an mehreren Stellen mehr Wert auf die äußere Erscheinung als auf Wirtschaftlichkeit und Grundrissqualität gelegt (etwas was Architekten sehr gerne machen 😉).

Zusammengefasst: Baukörper gehört vereinfacht und auf 150m² reduziert.

Liebe Grüße,
Natalie | STUDIO navie

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  •  Thuata
  •   Bronze-Award
10.6.2026 15:43  (#2)
Prinzipiell durchaus Fan von Studio Navie. Hier hab ich dann aber doch zwei Punkte wo ich (auch wenn Laie) gern wiedersprechen möchte: 
- nordseitiges Atrium ist im Hochsommer sicher ein Gewinn! (Die Mauer wiederum sicher nicht ;) )
- Kinderzimmer "möbliert denken" halt ich für nahezu unmöglich. Wir haben jetzt erst neue Möbel für unsere Große gekauft. Stellt sich raus: Das Schlagzeug haben wir bei ihrer Geburt (bzw. noch nichtmal beim Hausbau 4 Jahre später) "mitgedacht". Und ein Baby hat andere Anforderungen (gut die können auch einfach ignoriert werden) als ein VS-Kind als ein Teenager als ein "will eigentlich eh ausziehen aber Hotel Mama ist billiger" Erwachsener. 

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Hallo hannes93,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Grundriss EFH in OÖ ca. 140qm

  •  heislplaner
  •   Gold-Award
10.6.2026 17:26  (#3)
Ich würde so ein verschachteltes Haus (EG zu OG) auf keinen Fall mit 50er Ziegel bauen- da kommt es definitiv zu Ausführungs- bzw wärmebrückentechnischen Herausforderungen welche nir sehr aufwendig zu lösen sein werden. 

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