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Entwurfsplan, Grundriss EFH - Feedback

   
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  •  eug2023
10.6.2026
2 Antworten | 2 Autoren 2
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Liebe Forumsgemeinde,

wir stehen vor der Einreichung und haben bereits einen Enwurfsplan für unser EFH, der uns gut gefällt.
Da ich die Einwände hier im Forum immer wieder hilfreich finde, möchte ich an dieser Stelle um Feedback bitten.

Vorab ist zu sagen, dass wir etwas spezielle ästhetische Ansprüche haben. Uns gefällt ein tief liegendes Steildach einfach gut. Die flacheren Satteldächer oder Walmdächer gefallen uns einfach nicht, auch wenn klar ist, dass das in Bezug auf Preis/Leistung und Bauphysik vernünftiger wäre.
Unser Ziel ist ein nettes kleines Haus mit wildem Garten.

zum Grundstück:
Es ist länglich und nur 18m breit. Die lange Seite ist fast in der Nord-Süd-Achse ausgerichtet, leicht nach Westen gedreht und es besteht ein Gefälle nach Süden mit einer Höhendifferenz von etwa 3m vom höchsten Punkt im Norden zum tiefsten Punkt im Süden. 
Wir sind am Land und im Süden grenzt eine Landwirtschaft an (Schafwiese).
Im Osten und Westen steht jeweils ein EFH, beide haben bereits das Gefälle teilweise ausgeglichen, weshalb wir das auch machen werden und eventuell im Süden ein Befestigung bzw. Stützmauer brauchen.
Entlang der nördlichen Grundgrenze hat der Nachbar ein Fahrtrecht, hier ist also eine Straße mit mind. 3m Breite - unser Bau rückt also automatisch nach Süden.
Wir befahren unser Grünstück über eine kleine private Zufahrtsstraße (von Nordwesten kommend) über das Grundstück des nördlichen Nachbarn. 
Wir müssen daher auf unserem Grundstück wenden können. Außerdem brauchen wir ausreichend Parkmöglichkeiten, da es diese trotz ländlicher Lage in der näheren Umgebung nicht gibt.
Der Boden ist leider recht bindig.

Anforderungen, Wünsche:
Unser Wunsch ist wie gesagt ein kompaktes charmantes Haus.
Wir planen mit 2 Kinderzimmern.
Wir hätten gerne einen Keller und verzichten dafür auf eine Garage, stattdessen Doppelcarport.
Eine KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] ist geplant, wir sind beim Lüften eher nicht so fleißig und Allergiker.
Wir legen keinen großen Wert auf große Glasflächen, sondern fürchten eher die Überhitzung im Sommer.
Mitgedacht wurde auch, dass eventuell irgendwann das Haus in 2 Wohnungen getrennt werden könnte (mit vertretbarem Aufwand).

Hier die Grundrisse von EG und OG.
Es gibt außerdem einen Spitzboden, was uns irgendwie gefällt.
Der Keller wird unspektakulär. Wir werden ihn hauptsächlich als Lagerraum und für die Haustechnik nutzen.


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Die Wände des Gästezimmers sind her noch als "semitransparente" Trennwände ausgeführt, da werden wir aber wohl doch normale Wände machen.

Was uns selbst noch beschäftigt:
Die Belichtung und Größe der Küche.
Die Größe des Eingangsbereichs.

Wir sind auf euren Input gespannt.
Danke und LG.

  •  STUDIOnavie
10.6.2026 12:29  (#1)
Um einen Grundriss wirklich beurteilen zu können, ist für mich immer auch das verfügbare Budget relevant.

Was mir bei eurer Beschreibung sofort auffällt: Ihr baut aktuell weitgehend so, als hättet ihr ein ebenes Grundstück. Dadurch entstehen vermutlich einige aufwendige Geländeanpassungen, Stützmauern und Erdarbeiten. Ich finde es immer schade, wenn die Qualitäten eines Hanggrundstücks nicht stärker in die Planung integriert werden. Eventuell könnte ein Konzept mit Schlafen auf der unteren Ebene und Wohnen darüber deutlich effizienter werden. Dadurch ließe sich das Haus möglicherweise besser in den Hang integrieren und gleichzeitig Fläche sparen. Oder ihr gebt zumindest das Gästezimmer ins UG mit natürlichem Tageslicht. Ohne Höhenplan und Informationen zur umliegenden Bebauung ist das natürlich schwer abschließend zu beurteilen.

Grundsätzlich würde ich mir außerdem die Frage stellen: Ihr plant einen Keller und zusätzlich einen Dachboden. Braucht ihr das wirklich? Eure Rechnung: Wir sparen uns ein Garagentor und machen dafür einen Keller und einen Dachboden, wird sich nicht ganz ausgehen emoji
Außerdem möchte ich euch noch einen Gedanken zum Thema Fensterflächen mitgeben:
Ich verstehe eure Sorge bezüglich sommerlicher Überhitzung sehr gut. Aus meiner Sicht wird hier aktuell jedoch etwas zu stark darauf reagiert. An mehreren Stellen entstehen dadurch Räume, die relativ wenig natürliches Licht erhalten.
Natürliches Tageslicht beeinflusst unser Wohlbefinden stärker, als man oft denkt. Helle Räume wirken großzügiger, freundlicher und werden im Alltag meist deutlich lieber genutzt.
Gegen Überhitzung gibt es heute viele wirksame Maßnahmen wie außenliegenden Sonnenschutz, ausreichend dimensionierte Terrassenüberdachungen oder – je nach Energiekonzept – auch eine Bauteilaktivierung. Aus meiner Sicht sollte man daher nicht aus Angst vor sommerlicher Überhitzung auf Wohnqualität und natürlich belichtete Räume verzichten.
Die Kunst liegt darin, die Fenster dort zu platzieren und zu dimensionieren, wo sie den größten Mehrwert für den Alltag schaffen.

Zum Grundriss:
EG
  • Der Wohnbereich wirkt im Verhältnis zur Gesamtfläche klein und beengt.
  • WC und Bad ließen sich auf weniger Fläche realisieren.
  • Die Küche ist zu klein. Vor allem die Arbeitsfläche ist knapp und von der Insel blickt man direkt auf eine Wand.
  • Das Gästezimmer wirkt etwas wie ein nachträglich eingefügter Raum und integriert sich für mich nicht schlüssig in das Gesamtkonzept.
OG
  • Der Gang verbraucht sehr viel Fläche ohne echten Mehrwert.
  • Das Elternschlafzimmer ist zu groß und ein Durchgangszimmer zum Schrankraum.
  • Trotz der Fläche entstehen im Schrankraum relativ wenige Laufmeter Schrank.
  • Die Kinderzimmer sind vor allem in Hinblick auf die Dachschrägen zu klein
  • Das Bad verbraucht in der Mitte viel Fläche, ohne dass dadurch ein spürbarer Mehrwert entsteht.
  • Zimmer haben zu kleine Belichtungsflächen.

Es steckt viel Fläche im Haus, gleichzeitig wird diese nicht dort eingesetzt, wo sie den größten Mehrwert für die Wohnqualität bringt. Ich würde daher zunächst das grundsätzliche Konzept (Hangnutzung, Ebenenaufteilung, Keller/Dachboden) hinterfragen, bevor einzelne Räume optimiert werden.

Liebe Grüße,
Natalie | STUDIO navie

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  •  eug2023
10.6.2026 15:26  (#2)
Hallo Natalie,
danke für das Feedback, das ist wirklich hilfreich!
Das Budget liegt bei 700-750k ohne Grundstück.

Das mit der Ebenenaufteilung ist ein verständlicher Gedanke, wir kennen sowas auch von Bekannten mit Haus im Hang, aber wenn man die Gegebenheiten vor Ort kennt, ist das keine Option. Beide Nachbarn im Westen und Osten haben aufgeschüttet, das heißt bei uns wäre Haus und Garten dann in einer Senke dazwischen. Zudem ist Carport und Nebengebäude des Nachbarn im Osten direkt an der Grundgrenze, wenn wir dann einen Meter unter seinem EG-Niveau landen wirkt die Betonmauer noch gewaltiger...

Danke für den Einwand mit den Fenstern und der Belichtung - kann durchaus sein, dass wir etwas zu viel Angst vor der Sommerhitze haben, das haben wir auch schon diskutiert.
Im OG könnte man die Belichtung mit Dachflächenfenstern relativ einfach verbessern oder?

Der schlecht nutzbare Raum im Bad und Schlafzimmer/Schrankraum sind sehr gute Einwände, danke!
Das WC im EG werden wir kompakter planen.
Bezüglich Küche wäre unsere ursprüngliche Version im vorherigen Plan, dass diese durch einen semitransparenten Raumtrenner abgetrennt wird, dann würde die Kücheninsel nicht mehr so dastehen wie jetzt.


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