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Grabungsarbeiten selber machen  teilen

11.8. -16.9.2026    15 Antworten    8 Autoren 15 2026-09-16T13:31:19+02:00
  
Zusammenfassung
  •  grazer250
11.08.2026
15
Hallo, 

Da ich meine Pergola saniert habe möchte ich einen neuen Boden Aufbau machen sowie eine pv Anlage auf das Dach der Pergola montieren lassen.

Hierfür müsste ich unter der pergola welche 6x3,5m hat ca. 25cm Boden abziehen damit ich eine Tragschicht erstellen kann.

Sowie eine 20x0,3x0,7 m künette für die Kabel der PV Anlage.

Jetzt bin ich beim Überlegen ob ich einen 1,0t oder 1,8t Minibagger ausborgen soll. Für den 1,8t müsste ich einen Teil des doppelstabmattenzaun aushängen und schauen das ich mit 10x10 Staffeln ca. 20-30cm Stufe überwinden kann.

Mein Plan wäre es diese Grabungsarbeiten und das verladen von ca. 8m3 Aushub in eine Mulde in 3 Tagen mit dem Minibagger zu schaffen.

Ist dieser Zeitrahmen realistisch für jemanden der noch nie einen Minibagger verwendet hat?
Welchen der Bagger würdet ihr nehmen?

Lg

  •  TobiK
  •   Silber-Award
11.8.2026  (#1)
Hi! Ich hab inzwischen ca. 150 Baggerstunden und einen eigenen 2.5to-Bagger. Inzwischen bekomme ich es einigermaßen gut hin, ein Planum abzuziehen. Am Anfang war das abber eine Buckellandschaft. Künette ist kein Problem, aber auch da wirst am Anfang eine ziemlich bucklige Sole aben. Für jemanden, der das kann, sollte das an einem halben Tag erledigt sein, abhängig von den genauen Gegebenheiten. Dafür kannst m.E. keinen Bagger mieten.

Ich würd den 1.8to vorziehen, damit bist du schneller - wenn er denn örtlich passt.

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  •  christoph1703
11.8.2026  (#2)
Grob überschlagen schafft ein Bagger sein Eigengewicht pro Stunde. Du kommst auf ungefähr 18t Aushub, also kann man mit einem halbwegs versierten Fahrer auf dem größeren mit 10h rechnen. Wenn du das alles noch in die Mulde laden willst, die wahrscheinlich nicht direkt nebenher mitfährt, brauchst du sicher 3-4x so lang mit der ganzen Fahrerei. Als Neuling würde ich auch mindestens 5h extra kalkulieren, bis du halbwegs effizient arbeitest.

Übrigens müsstest du auch wegen der Höhe schauen. Nicht jeder kleine Bagger kann hoch genug auskippen, dass er es in die Mulde schafft. 

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  •  grazer250
11.8.2026  (#3)

zitat..
christoph1703 schrieb:

Grob überschlagen schafft ein Bagger sein Eigengewicht pro Stunde. Du kommst auf ungefähr 18t Aushub, also kann man mit einem halbwegs versierten Fahrer auf dem größeren mit 10h rechnen. Wenn du das alles noch in die Mulde laden willst, die wahrscheinlich nicht direkt nebenher mitfährt, brauchst du sicher 3-4x so lang mit der ganzen Fahrerei. Als Neuling würde ich auch mindestens 5h extra kalkulieren, bis du halbwegs effizient arbeitest.

Übrigens müsstest du auch wegen der Höhe schauen. Nicht jeder kleine Bagger kann hoch genug auskippen, dass er es in die Mulde schafft.

Hola dann brauche ich laut der Schätzung 5 Tage. Das ist mehr als ich gedacht habe. Und beruhigt mich nicht gerade.


zitat..
TobiK schrieb:

Hi! Ich hab inzwischen ca. 150 Baggerstunden und einen eigenen 2.5to-Bagger. Inzwischen bekomme ich es einigermaßen gut hin, ein Planum abzuziehen. Am Anfang war das abber eine Buckellandschaft. Künette ist kein Problem, aber auch da wirst am Anfang eine ziemlich bucklige Sole aben. Für jemanden, der das kann, sollte das an einem halben Tag erledigt sein, abhängig von den genauen Gegebenheiten. Dafür kannst m.E. keinen Bagger mieten.

Ich würd den 1.8to vorziehen, damit bist du schneller - wenn er denn örtlich passt.

Das es nicht Plan wird ist mir klar. Möchte nur soviel Material wie möglich nicht mit der Hand Schaufeln müssen.

Und für den Betrag welchen die Firma rein die künette macht kann ich den Bagger 3 Tage ausborgen. Deshalb Frage ich




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  •  christoph1703
11.8.2026  (#4)

zitat..
grazer250 schrieb: Hola dann brauche ich laut der Schätzung 5 Tage.

Um es genauer einschätzen zu können, müsste man den Boden kennen. In weicher Erde oder gar Sand gehts deutlich schneller. Wenn viele Steine drin sind, kanns auch deutlich länger dauern.


zitat..
grazer250 schrieb: Und für den Betrag welchen die Firma rein die künette macht kann ich den Bagger 3 Tage ausborgen.

Mehr Spaß machts auf jeden Fall. Wobei ein eigener Bagger noch mehr Spaß macht 😜 Da tickt dann nicht im Hintergrund die Uhr und man kann in Ruhe arbeiten. Und wenn er mal dasteht, kommt er öfter zum Einsatz als man glauben würde 😃

Es steht und fällt aber mit der Höhe der Mulde. Wenn der Bagger da nicht reinkommt, brauchst gar nicht überlegen. Oder du lässt den Aushub da liegen, wo der Bagger bequem hinkommt und lässt ihn vom LKW mit Kran wegzwicken. Dann sparst du dir die Mulde und die damit verbundene Fahrerei. Dafür ist ein Bagger nämlich eher nicht gemacht.


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  •  grazer250
11.8.2026  (#5)
Leider ist in der Einfahrt eine alte Sickergrube und keiner weiß ob die einen voll beladen LKW aushält. Und die Einfahrt ist sehr schmal..

Deshalb ist es das Problem überhaupt jemand finden der in die nähe von Garten kommt, leider.


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  •  luxmoo
  •   Bronze-Award
11.8.2026  (#6)
Wie weit ist denn der Stellplatz für die Mulde entfernt? Hin und Herfahren mit jeder Baggerschaufel wird kein Spaß.

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  •  grazer250
11.8.2026  (#7)
Leider 45m zum zum weitest entfernten Punkt. Der kürzeste Abstand ist 25m. 
Viel weiter kommen ich leider nicht hin wegen der gelb eingekreisten Sickergrube.

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Hmm im wirst Case werden das viele scheibtruhen. 

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  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
11.8.2026  (#8)
Hi
Nur kurz zum wirst Case, dann würd ich Ma aber an Minidumper ausleichen....
Lg

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  •  christoph1703
11.8.2026  (#9)

zitat..
grazer250 schrieb: Leider 45m zum zum weitest entfernten Punkt. Der kürzeste Abstand ist 25m.
Viel weiter kommen ich leider nicht hin wegen der gelb eingekreisten Sickergrube.

Das erklärt die Kosten. Man muss mit dem Bagger ausheben und den Aushub auf einen Dumper laden, damit nach vorne fahren und abladen, am Ende alles entweder wieder mit dem Bagger in die Mulde laden, oder (besser) mit dem Kran wegzwicken.

Wenn du nicht wirklich gerne mal baggern willst und jemand zweiten für den Dumper hast, würde ich das vermutlich machen lassen. Und mit einem Minidumper kommst du bei der Menge auch nicht weit, da brauchst du schon einen richtigen 🙂


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  •  sudo
11.8.2026  (#10)
eine Alternative zum Dumper wäre ein Hoflader, dann kannst mit den Bagger mal haufen machen und dann mit dem Lader nach vorne bringen.
Hab mit meinem jetzt schon einige große Erdhaufen von A nach B gebracht

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  •  christoph1703
12.8.2026  (#11)
Stimmt, sowas geht auch. Je nach Größe kann man auch direkt in die Schaufel reinbaggern und vorne in die Mulde kippen. Aber ob man sowas sinnvoll mieten kann, bzw sich das für so ein Projekt auszahlt? Kompaktradlader gibts auch immer wieder günstig auf willhaben und sind auch lustig zum Fahren 😉

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  •  bernar
15.9.2026  (#12)
Ich hab mir auch einen 1to Chinakracher Bagger und eine Motorschubkarre (kein Scheppach Minidumper) gekauft um diverse Arbeiten beim Hausbau zu erledigen. Zahlt sich aber nur aus wenn man mehr zu machen hat.

Der Großteil wurde bereits geschrieben, man braucht ein halbwegs gescheites Gerät und Ü b u n g. Kleinbagger sind wegen der Spurweite etwas giftig bei unüberlegten Manövern und man liegt dann mal schnell auf der Seite 😱.
Die Auskipphöhe ist bei so einem 1to bei ca 1,5 m wenn der Arm ausgefahren ist dementsprechend niedriger. Eine Mulde kannst da nur teilweise von der Vorderseite befüllen! Seitlich ist es schon zu hoch das hin und herfahren von der Grube zum Container lässt die Produktivität gegen null sinken 😉

Größere Arbeiten überlässt man gescheiter einen Profi mit einem 10to Bagger emoji

Aber natürlich funktioniert sowas mit einem Kleinbagger und einer Motorschubkarre auch, wenn man etwas kreativ ist und Zeit hat. Ich hab meine ganze Baugrube ums Haus herum verfüllt, ca 120 to Material. Mit der Motorschubkarre kannst über eine Rampe den Container gut beladen (mal nach Muck- Truck goggeln, gibts natürlich auch aus China 😉 sind recht robust) .

Lg Bernhard aus Kärnten


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Hallo grazer250,
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  •  christoph1703
15.9.2026  (#13)

zitat..
bernar schrieb: Kleinbagger sind wegen der Spurweite etwas giftig bei unüberlegten Manövern und man liegt dann mal schnell auf der Seite

Ist dir das schon passiert? Davor hab ich am meisten Angst, dass dann ein Körperteil drunterkommt 😱

Dieser Aufbau mit dem Sieb gefällt mir, kannst du dazu bitte noch ein paar mehr Infos/Fotos posten?


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  •  bernar
16.9.2026  (#14)
@ Christoph 1703. Nein mich  hat noch nicht auf die Seite gehauen, ich bin beim Sieb heben einmal nach vorne gekippt, da ich den Ausleger zu weit ausgefahren habe. Schräglagen mögen die Dinger überhaubt nicht, Vorsicht und überlegtes bewegen ist allemal angesagt. 
Zum Sieb gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, ich habe aus Holz ein Gestell zusammengenagelt welches ich auf meinen  Kipper hebe, dann die Gitter reinlege und für die Neigung aufkippe.
Ich habe auch noch hinten ein Podest gebaut wo ich meine Rüttelplatte raufstelle damit habe ich ein Rüttelsieb. Die Konstruktion braucht aber noch etwas Optimierung. Die Plattform für die Rüttelplatte steht zu schräg wenn ich die Neigung am Kipper einstelle. Die kleinen Rüttelplatten haben keine Motorölpumpe und bei einer bestimmten Schräglage versagt dann die Schmierung 🙃
Die Gitter sind Regalroste die ich günstig bekommen habe, allerdings auch nicht ganz optimal da das Gitter aus zusammengeschweißten Flacheisen besteht und scharfkantig ist. Da bleibt Bruchmaterial wie am Bild ersichtlich gern mal in den Maschen hängen. Rundkorn macht da fast keine Probleme.
Ich muss zum Schluss vom Bau noch 2 Erdhaufen sieben dann werde ich das Sieb wenn ich Zeit habe weiterentwickeln 😂
Ist halt ein trail and error Aufbau, Erfahrung macht klug 😊.

Lg Bernhard aus Kärnten

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  •  precision
  •   Bronze-Award
16.9.2026  (#15)
Ganz ehrlich: frag einen Erdbauer.
Ich hab mir monatelang das Hirn auch wegen einer Terrasse zermartert wie ich das angehen und Abtransport und und und...
Im Endeffekt hab ich dann einen Baggerfahrer gefunden, der Aushub und auch gleich noch einige Kubik Betonabbruch und Entsorgung gemacht hat.
1400€ und ich hatte meine Ruhe und die Sache war sauber erledigt.
Der Profi weiss schon genau wo er welchen Haufen wie macht, damit der LKW ihn am besten mit der Schaufel erreicht... 
Du zahlst fürs fertige Werk - ob der Erdbauer dann nur mit Bagger oder auch mit Dumper oder mit 15 Mann mit der Hand gräbt, ist alleine seine Entscheidung.

Ein anderes mal habe ich mir für einen Tag einen 1,8t-Bagger ausgeborgt.
Dabei ging es um ganz grobe Arbeiten wie Wurzelstöcke ausreissen, kleine Zaunfundamente entfernen usw...
Ich hatte an den Tag unglaublich viel Spass und hab viel gelernt.
Baggerfahren ist schon richtig cool.

Allerdings habe ich dann wieder einige Tage gebraucht um die Mondkraterladschaft wieder einigermassen einzuebnen, die ich mit dem Bagger hinterlassen habe.
Ein Planum abzuziehen, davon war ich weit entfernt, obwohl ich ansich relativ geschickt bin. Aber dafür muss man mit der Steuerung fliessend umgehen können.

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