Hallo zusammen,
wir planen aktuell ein EFH (Massivbau) und würden vor der Ausführungsplanung gerne ein paar praxisnahe Rückmeldungen zum Grundriss einholen. Ist aktuell noch ein erster Vorentwurf.
Kurz zu den Eckdaten:
ca. 165 m² NF, UG + EG + OG
Massivbau, WDVS
KWL, WP, PV vorgesehen
Familie mit (bald) 3 Kindern (2,5, 0, 0)
Grundstück im Speckgürtel, Umfeld in laufender Nachverdichtung
Nutzung / Perspektive:
Kurz- und mittelfristig klassisches EFH
Langfristig soll das Haus flexibel nutzbar bleiben
Option, das Gebäude später in zwei Wohneinheiten zu teilen
Treppenhaus ist abtrennbar
Uns ist bewusst, dass eine solche Nachnutzung Kompromisse erfordert (z. B. etwas größere Flure, Garderobenlösungen etc.), das ist in der Planung bewusst berücksichtigt.
Gedachte Teilung im OG (perspektivisch):
ZI 02: Schlafzimmer
ZI 03 + ZI 04: Zusammenlegung zu Wohn-/Ess-/Küchenbereich
Küche an gleicher Position wie im EG (Leitungen übereinander)
Optional: rechte Hälfte von ZI 04 später wieder als Kinderzimmer abtrennbar
Zu folgenden Punkten würden uns eure Erfahrungen interessieren:
Grundriss & Flexibilität → Gibt es aus eurer Sicht typische Grundrissfallen, die man bei solchen flexiblen Konzepten jetzt noch vermeiden sollte?
Offene Küche als Durchgang
Küche ca. 3,0 × 4,7 m
vorne und hinten offen, Durchgang entlang der Längsachse
eine Längsseite halbhoch mit Fenster → Was hat sich bei ähnlichen Situationen im Alltag bewährt (Anordnung, Möblierung)?
Offener Wohn-/Ess-/Küchenraum (~52 m²)
zusammenhängender Raum
Ess- und Wohnbereich durch einen kleinen Schwedenofen gegliedert → Worauf sollte man bei solchen offenen Grundrissen aus eurer Erfahrung besonders achten?
Spätere Teilbarkeit
Keine Doppeltechnik geplant, nur Vorbereitung (Zähler, Leerrohre, KWL-Zonen etc.) → Welche Punkte sollte man eurer Erfahrung nach jetzt berücksichtigen, die später nur mit großem Aufwand lösbar wären?
Uns geht es weniger um Normen oder Ideallösungen, sondern um erprobte Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten – gerne auch Hinweise auf Dinge, die man beim zweiten Haus anders machen würde.
Danke euch!
Man sieht, dass ihr euch intensiv mit dem Grundriss auseinandergesetzt habt – das ist ein wichtiger Schritt. Ganz am Ziel seid ihr aus meiner Sicht aber noch nicht.
Im Erdgeschoss wirkt der Wohnraum mit seinen rund 54 m² auf den ersten Blick großzügig, dort wo die Fläche wirklich gebraucht wird, entsteht jedoch Enge. Vor allem Küche und Essbereich sind zu knapp dimensioniert. Der Couchbereich darf gerne etwas kompakter und gemütlicher sein – aber Küche und Essen sollten großzügiger gedacht werden.
Die Garderobe ist im Vergleich zum vorherigen Entwurf leider sogar noch kleiner geworden – hier verschenkt ihr Alltagstauglichkeit gleich im Eingangsbereich.
Im Obergeschoss habt ihr nach wie vor relativ viel Gangfläche (ca. 16 m²). Hier würde ich überlegen, die Treppe als L-Treppe auszubilden, um zentraler im OG anzukommen und die Wege effizienter zu organisieren.
Auch der Elternbereich wirkt aktuell eher beengt. Und die Frage, die ich mir stellen würde: braucht ihr wirklich drei vollwertige Bäder im Haus – oder könnte man hier Fläche sinnvoller einsetzen?
In Summe: ein paar gute Ansätze, aber die Quadratmeter sind noch nicht optimal verteilt.