DIY Holzfassade - Projektdoku - Seite 2
19.4.
-18.10.2026
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Auf der Unterkonstruktionslattung (30x50mm) habe ich zuvor die Teilung der Bretter aufgezeichnet. Dafür habe ich mir zuvor auf einem Rollmeter die Teilung angezeichnet und so auf die Lattung übertragen. Diesen Schritt hätte ich einmal komplett fertig machen müssen für das ganze Haus. Aber nachdem ich ungeduldig war, habe ich das leider immer nur Abschnittsweise gemacht was zu mehreren Fehlern geführt hat die dann wieder mühsam ausgebessert werden mussten. Mit dem Kreuzlaser auf der Fassade konnte ich mir immer wieder eine waagrechte Referenz zeichnen, damit die Teilung über mehrere Abschnitte hinweg nicht beginnt schief zu werden. Ich würde empfehlen sich für die Teilung viel Zeit zu nehmen - diese auch zu kontrollieren dass keine Striche versetzt sind, und erst dann mit den Sichtlatten zu beginnen. Arbeitsaufteilung war idealerweise so, dass einer bei der Kappsäge die Maße für die nächsten Bretter entgegen genommen hat. Dieser war dann mit der Auswahl und Sortierung der Bretter beschäftigt. Also geknickte nur für kleinere Stücke zu verwenden um den Knick herausschneiden zu können. Zwei haben dann gemeinsam die Bretter gesetzt. Dabei wurde gemeinsam das Brett vollständig auf die Feder gesetzt, einer hat dann markiert - der andere direkt hinterher vorgebohrt (aber nur in die Sichtlattung und nicht die Unterkonstruktion), dann hat der erste wieder die Schrauben mit der Hand vorgesetzt. Dann wurde das Brett eingerichtet - auf die Teilungsstriche und mit dem Distanzholz. - meist wurde aus beiden ein Kompromiss gebildet - zu einem sollte das Fugenbild zwischen den Latten gleichmäßig erscheinen, zum anderen musste man sich an die Teilungsstriche halten um nicht über mehrere Reihen schief zu kommen, weil mehrere Bretter hintereinander an der gleichen Stelle vielleicht schmäler oder breiter waren. Am meisten Zeit hat aber nicht das verschrauben der Latten gekostet, sondern die unterschiedlichen Übergänge - zwischen Fensterlaibungen, Fensterbretter, Ecken - zwischen Putzfassade und Holzfassade, zum Träger der Pergolen und Vordächer. ![]() … hier musste ich sehr viel überlegen und probieren um eine gute Lösung zu finden die Staunässe möglichst verhindert und die Hinterlüftung durchgängig lässt. Dann kamen noch Durchdringungen für Steckdosen, Lampen und Fallrohr hinzu die auch angepasst werden mussten. ![]() ![]() Insgesamt hat die Sichtlattung nun 3 Monate gedauert - eine Hochzeit und Arbeitsunfall mit Rettungseinsatz dazwischen - und meist mit 2-3 Personen auf der Baustelle im Schnitt 2 Tage die Woche. Also etwa 500 Arbeitsstunden für knappe 100 m2 Holzfassade (nur die Sichtlattung). Zu zweit waren die Arbeit wesentlich langsamer - einer musste dabei immer rauf und runter am Gerüst - Latten bringen und schneiden - der andere hat sich dann alleine geplagt die Latten zu bezwingen. ![]() ![]() Dabei habe ich aber noch die Eckfensterbänke verbaut die aufgrund der von mir zu knapp bemessenen Bauraumes unter der Fensterbank auch ein Krampf waren richtig zu versetzten. Unter Fensterbank habe ich einen XPS Dämmkeil mit einer durchgängigen EPDM Folie darauf. Zwischen Fensterbank und Folie habe ich leider nur 10mm gelassen - viel zu schmal um Fehler leicht ausgleichen zu können. Die Fensterbänke habe ich bewusst mit einer etwas größeren Ausladung als sonst üblich gewählt. Der Überstand beträgt 8 cm. Aus dem Grund dass das Wasser, welches sich auf der Fensterfläche sammelt nicht die direkt darunter gelegenen Bretter konzentriert belastet, sondern sich aufgrund des Überstandes mehr an der Fassade verteilen kann. ![]() ![]() Sonst habe ich mich an mind. 3cm Hinterlüftung gehalten, und Lochbleche gesetzt - nicht um Wespen abzuhalten, sondern eher Kleintiere, Laub und der Optik wegen. Für Wespen wäre eine noch kleinmaschigere Verblechung notwendig gewesen. Und Löcher finden die Insekten sowieso immer welche wenn sie wollen. Kleintierschutz wäre eigentlich gar nicht so wichtig gewesen, da ich hinter der Sichtlattung die Dämmebene mit 15mm N+F DHF Platten verkleidet habe. Sonst würden sich Mäuse gerne durch die Fassadenbahn beißen und dann in der Dämmung nisten. (Bei meiner Mineralwolle aber angeblich auch nicht wirklich möglich, da die Jungen die Steinfasern auf der Haut nicht vertragen) Die Lochbleche dienen in erster Linie für schönere Abschlüsse und Übergänge. Als Nächstes kommt die PV Anlage dran :) In die Fassade integriere ich oben auch eine Reihe PV-Module. Aufs Flachdach kommt eine klassische ballastierte Ost-West Anlage. Sobald das Gerüst abgebaut wird, kann ich dann auch die restlichen Fensterbänke und damit auch die Laibungsbretter montieren. Als abschließende Krönung kommt dann noch eine Edelstahlnetz mit 15cm Abstand vor die Holzfassade, auf die dann später die Begrünung wachsen soll. - in einem Guss mit den Pergolen. Damit wäre dann die Gebäudehülle fertig und der Winter darf kommen. Ich denke ich werde hier noch die Fotos der „fertigen“ Fassade posten. - ein paar Detailfotos zu den Übergängen und den Werkzeugen mache ich auch noch. Die PV Anlage werde ich in einem eigenen Thread dokumentieren :) Nachdem ich wenige bis kaum Infos zur Installation von Holzfassaden im Internet finden konnte, hoffe ich dem/der einen oder anderen geholfen haben zu können. - auch wenn es ein „ok so mache ich es sicher nicht“ ist^^ Fragt mich gerne wenn euch was unklar ist! …und falls ich eine kompletten Mist verzapft habe, rügt mich gerne mit konstruktivem Feedback!
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Ich habe noch ein paar Detailaufnahmen von den Laibungen und Übergängen aufgenommen: ![]() Fensterlaibung EG - Lochblech zu 30mm Hinterlüftungsraum. Erste Sichlatte bildet die Tropfkante. Die Laibungsbretter sind Douglasie, da Lärche momentan schwierig zu bekommen ist, und die Heimische in der Breite nicht sonderlich formstabil gewesen wäre. Man merkt kaum bis keinen Unterschied. ![]() Nachdem die senkrechten Laibungsbretter keine direkte Auflage habe, sondern sich dahinter XPS+Fassadenbahn befindet, habe ich die Bretter mit speziellen Justierschrauben von Fischer befestigt. Vorteil von diesen Schrauben ist, dass ich die Bretter nach der Montage noch einrichten konnte, sodass der Abstand zum Fassadenholz und hinten zur Raffstoreschiene stimmt. ![]() Zwischen Raffstoreschiene/Kasten und Laibungsbrett habe ich mit Kompriband angeschlossen. Der Hinterlüftungsspalt von den Senkrechten Laibungsbretter ist mit 1-2cm leider recht schmal geworden. Ich sehe die Laibungsbretter allerdings eher als Wartungsbretter, da diese leicht zugänglich sind, und ohnehin stark von Fensterbank rauf belastet sind. Zur Fensterbank habe ich die 5° Gefälle und dann nochmal mit 10° Schrägschnitt mit 10mm Abstand zur Fensterbank eingehalten. Das machte ich damit das Hinrholz des senkrechten Laibungsbrettes möglichst gut ablüften/tropfen kann. Hier ein gestelltes bild von der Verwendung vom Kaiman. - Nun ist er bis zur Verlegung der Terassendielen mal im Ruhestand. Ohne diesen wäre ein Richten der Bretter unmöglich gewesen. ![]() "Klammeraffe" (patent-pending) - einfach aber sehr effektiv zum ankörnen der Bohrlochposition entlang der Unterkonstruktion. ![]() Ursprünglich "Feder-Spacer" genannt bekam dieses Werkzeug schnell den Spitznamen: Bud Spencer Einfach ein kleines abgeschnittenes Stück Sichtlattung - dadurch hat die Schrägung eine satte Auflage, und man konnte die Bretter die zu eng gesteckt waren wieder fast auf das Sollmaß auseinanderdrücken. ![]() Wo es gut möglich war, habe ich versucht durchgehende Sichtlatten zu schrauben. Auf den breiten Abschnitten (10,5 und 8 m ) musste allerdings gestoßen werden. Je nach Verschnitt von Ausschussstellen, habe ich einen möglichst ungeordneten fliegenden Versatz versucht. Gestoßen habe ich nur auf der Unterkonstruktion, das bedeutet dass der Verschnitt etwa max 50-60cm betragen hat je Latte. Geschraubt habe ich dann doppelt, um ein ausdrehen der Sichtlatten zu vermeiden. Geschraubt habe ich leicht schräg um noch ausreichend in die 30x50 mm Unterkonsturktion zu treffen und trotzdem ~20 mm Abstand zum Hinholz zu wahren. Als Abstand zwischen den Latten habe ich mich auf 8 mm geeinigt. (10mm oder mehr wäre eigentlich richtig gewesen, sieht aber nicht so gut aus) Dahinter habe ich am Stoß schwarzes Filzband geklebt (Siga Fentrim), damit die Unterkonstruktion nicht durchscheint. ![]() Als Übergang zur Fassaden PV, habe ich wieder ein eigenes Z-Blech, um die Module besser belüften zu können, und damit diese nicht direkt auf die Holzfassade entwässern. Unten im Z-Blech ist wieder ein Lochblech montiert, welches auch gleich die Untersicht der Laibungen im OG bildet (auf Ost und Süd Seite des Hauses). Das Lochblech habe ich nach unten vorgespannt damit dieses nicht gegen das Z-Blech bei Wind "klimpert" - zusätzlich werde ich dort noch einen Kantenschutz montieren um Windgeräusche zu verhindern. ![]() Es folgend dann weitere Bilder wenn dann das Gerüst endlich weg ist. |
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