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Die Zukunft der Haustechnik

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Zusammenfassung anzeigen
  •  christoph1703
1.4. - 3.4.2026
8 Antworten | 4 Autoren 8
8
Hallo zusammen!
Vor etwas über zwei Jahren habe ich das Forum entdeckt und seither täglich alles inhaliert, was nur möglich war. Ohne dieses Forum wäre ich mit unserem Haus nicht da, wo ich jetzt bin. Daher zuerst mal ein riesiges DANKE an alle, die das ermöglicht haben.

Zu den ganzen Informationen hier habe ich mir meine eigenen Gedanken gemacht, wie man die Haustechnik bis zum Maximum optimieren könnte und möchte hier mal meine ersten Ideen vorzeigen und euer Feedback dazu sammeln.

  •  christoph1703
1.4.2026  (#1)
Beginnen wir mal mit dem Gebäude an sich - ohne Haus keine Haustechnik. Dass gute Dämmung durch nichts zu ersetzen ist, steht ja außer Frage. Obwohl ich selber aktuell mit Holzriegel baue, bin ich mittlerweile der Überzeugung, dass Speichermasse ein wichtiges Element der Thermoregulierung ist. Hierfür wird ja klassisch Beton verwendet - irrsinnig viel Masse und relativ günstig. Es liegt also relativ nahe, das Haus komplett aus Beton zu bauen.

Kleiner Exkurs: Wir haben letzten September in unserer Garage den Estrich gemacht. Nachdem zu dem Zeitpunkt schon die PV-Anlage samt Speicher in der Garage montiert war, wollte ich die Luftfeuchtigkeit mit meinem Aranet4 HOME überwachen, damit mir die keinen Schaden nimmt. Das Gerät misst auch CO2 (mein eigentlicher Anwendungsfall), und ich war überrascht, am nächsten Tag einen CO2-Gehalt in der Luft von etwas über 100 ppm zu sehen. Beim Lüften ein paar Tage später hat sich der schnell wieder auf über 400 ppm normalisiert, nur um danach wieder abzufallen. Offensichtlich ist es so, dass Zement beim Abbinden nicht nur Wasser, sondern auch CO2 aus der Luft bindet. Ein Haus aus Beton ist also ganz und gar nicht umweltschädlich, sondern startet sogar mit einer negativen CO2-Bilanz. Das schafft selbst ein Holzhaus nicht.

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  •  christoph1703
1.4.2026  (#2)
Nun wird auch immer wieder davon gesprochen, Energie im Sommer für den Winter einzulagern. Das ist mit Batteriespeichern aktuell leider noch nicht wirtschaftlich machbar. Der RGK RGK [Ringgrabenkollektor] macht das zum Teil mit thermischer Energie, allerdings verteilt sich die im Erdreich. Es liegt also nahe, die Energie im Haus zu speichern, wo sie durch die Dämmung nicht flöten gehen kann. Hier muss man gewissen Installateuren mal zugestehen, dass sie mit ihren Pufferspeichern auf dem richtigen Weg sind. Sie denken nur einfach nicht weit genug über den Tellerrand hinaus. Füllt man nämlich das ganze Haus mit Wasser, ergibt das nämlich eine Speicherkapazität, mit der sich der Heizwärmebedarf im Winter durchaus zu einem beträchtlichen Teil decken lässt. Dass man selbst mit einer hundertfach überdimensionierten WP WP [Wärmepumpe] problemlos wochenlange Takte schafft, ist nur ein netter Nebeneffekt.

Apropos WP WP [Wärmepumpe], beziehungsweise Heizung generell. Wie viel Aufwand wird heutzutage getrieben, um die Wärme von der WP WP [Wärmepumpe] im Haus zu verteilen? Heizkreisverteiler, Anbindungsleitungen aus teurem Kupfer, kilometerweise Aluverbundrohr in Böden, Wänden und Decken verlegt. Die Kosten dafür sind enorm. Und was ist der Wärmeträger einer WP WP [Wärmepumpe]? Richtig, Wasser. Die gesamte heizkreisseitige Installation kann komplett entfallen, wenn die WP WP [Wärmepumpe] einfach nur das sie umgebende Wasser umwälzt. Übrigens kann man wohl kaum einen geringeren Druckverlust erreichen, flow30 hin oder her.

Thema KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung]: Oft wird ja die Frage gestellt, warum durch die Lüftung jede Stunde über 100 m³ Luft ausgetauscht werden müssen, wenn ein Mensch doch nur rund 1 m³ Luft veratmet. Der Grund liegt darin, dass die ausgeatmete und mit CO2 angereicherte Luft sich mit der Raumluft vermischt. Hier wird eine der Schwächen dieses Haustechnikkonzepts zur Stärke. Da die meisten Menschen unter Wasser schlecht Luft bekommen, wird ihnen ebendiese per Schlauch direkt zugeführt. Die verbrauchte Luft sammelt sich an der Decke und wird von dort nach draußen geleitet. Eine Vermischung der Frischluft und der Ausatemluft kann rein physikalisch unmöglich stattfinden. Das Lüftungsgerät muss also mindestens 95 % weniger Luftvolumen umwälzen - wenn das mal keine Energieeinsparung bewirkt. Nebenbei erübrigt sich im Winter auch das leidige Thema mit der Luftfeuchtigkeit. Egal ob konventioneller WT oder Enthalpietauscher - es bleibt das ganze Jahr über immer gleich feucht.

Ein Gewerk gibt es aber, bei dem die Kosten doch um ein gutes Stück steigen dürften: die Elektroinstallation. Bekanntermaßen ist für die heute gängigen Ader- oder Mantelleitungen eine Verlegung unter Wasser nicht zulässig. Man muss also stattdessen überall die wesentlich teureren Erdkabel verwenden. Mit den vorangegangenen Einsparungen dürfte das aber verschmerzbar sein.

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  •  christoph1703
1.4.2026  (#3)
Insgesamt gibt es hier also ein enormes Potenzial, mehrere aktuell getrennt betrachtete Gewerke (Heizung, Kühlung, Lüftung, Speicher) in ein einziges, ganzheitliches System zusammenzufassen. Die für viele Bauherren und -frauen unüberschaubare Komplexität wird dadurch massiv reduziert – es bleibt nur noch ein Medium übrig, das alle Funktionen übernimmt.

Natürlich ist das ein neuartiges Konzept, das garantiert initial auf Widerstand stoßen wird - ebenso wie die Einführung des Internets oder der Dampfmaschine - und es ist auch ganz sicher noch nicht perfekt. Ich sehe das als ersten Wurf und bin mir sicher, dass sich für etwaige unvorhergesehene Probleme ebenso elegante Lösungen finden lassen, wie wir sie auch in der "konventionellen" Haustechnik bereits gesehen haben. Langfristig glaube ich, dass dieses Konzept sich durchsetzen und zum neuen Standard in der Baubranche werden könnte.

Mich würde jetzt interessieren:
Hat sich jemand von euch schon ähnliche Gedanken in dieser Richtung gemacht, oder vielleicht sogar schon erste praktische Erfahrungen gesammelt?
Ich freue mich auf einen regen Austausch!

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  •  mattmein
  •   Silber-Award
1.4.2026  (#4)
Generell find ich die Idee genial, Badewanne/Dusche/ Waschbecken braucht man auch keine mehr, noch mehr Einsparungspotential bei Sanitär! Fischliebhaber brauchen auch kein limitierendes Aquarium mehr!

Die benötigten Schleusen bei den Zugängen stell ich mir auch echt cool vor, wie bei einem Raumschiff, auch wenn sie Mehrkosten verursachen.

PS:

zitat..
christoph1703 schrieb: Es liegt also relativ nahe, das Haus komplett aus Beton zu bauen.

Kleiner Exkurs: Wir haben letzten September in unserer Garage den Estrich gemacht. Nachdem zu dem Zeitpunkt schon die PV-Anlage samt Speicher in der Garage montiert war, wollte ich die Luftfeuchtigkeit mit meinem Aranet4 HOME überwachen, damit mir die keinen Schaden nimmt. Das Gerät misst auch CO2 (mein eigentlicher Anwendungsfall), und ich war überrascht, am nächsten Tag einen CO2-Gehalt in der Luft von etwas über 100 ppm zu sehen. Beim Lüften ein paar Tage später hat sich der schnell wieder auf über 400 ppm normalisiert, nur um danach wieder abzufallen. Offensichtlich ist es so, dass Zement beim Abbinden nicht nur Wasser, sondern auch CO2 aus der Luft bindet. Ein Haus aus Beton ist also ganz und gar nicht umweltschädlich, sondern startet sogar mit einer negativen CO2-Bilanz. Das schafft selbst ein Holzhaus nicht.

Fast hattest du mich damit, zum Glück hab ich weitergelesen 😁


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  •  leitwolf
  •   Gold-Award
1.4.2026  (#5)
Das obige Konzept hat aus unsere Sicht wirklich enormes Potential. Wir haben vorsorglich unser Lager mit mehr als 20.000 Pressluftflaschen gefüllt. Es gibt vorerst 3 verschiedene Sorten: Alpenluft "alpine adventure" (frisch und gekühlt), Meeresluft "sea star" (würzig und leicht salzig) und Landluft "summerwind" (mit einer leichten Güllenote) und schließlich Landluft-"winterdreams" (pikant rauchiges Aroma) im Programm.
Wir empfehlen auch ältere Lüftungsanlagen mit einem dieser Lüfte zu füllen, um "unerwünschte Gase" aus der Anlage zu verdrängen, die die gefürchtete Luftkorrosion verursachen können. Mittels Luftwäscher mit Perlator wird die Atemluft gereinigt und gleichzeitig temperiert und befeuchtet. Trockene Haut und juckende Augen gehören nun endgültig der Vergangenheit an, ganz ohne Enthalpiewärmetauscher.  Jedes Bett wird automatisch zum Wasserbett. Das schwerelose Schlafen mit unserer Luftversorgung ermöglichen eine völlig neue Schlafqualität.

Achtung! Das Öffnen der Fenster wird nun bei dieser neuen KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung] endgültig ausdrücklich untersagt*

*Für Wasserschäden im Garten durch Fensterlüftung können wir keine Haftung übernehmen!

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  •  christoph1703
3.4.2026  (#6)

zitat..
mattmein schrieb: PS:

zitat.alles anzeigen.
__________________
Im Beitrag zitiert von christoph1703: Es liegt also relativ nahe, das Haus komplett aus Beton zu bauen.

Kleiner Exkurs: Wir haben letzten September in unserer Garage den Estrich gemacht. Nachdem zu dem Zeitpunkt schon die PV-Anlage samt Speicher in der Garage montiert war, wollte ich die Luftfeuchtigkeit mit meinem Aranet4 HOME überwachen, damit mir die keinen Schaden nimmt. Das Gerät misst auch CO2 (mein eigentlicher Anwendungsfall), und ich war überrascht, am nächsten Tag einen CO2-Gehalt in der Luft von etwas über 100 ppm zu sehen. Beim Lüften ein paar Tage später hat sich der schnell wieder auf über 400 ppm normalisiert, nur um danach wieder abzufallen. Offensichtlich ist es so, dass Zement beim Abbinden nicht nur Wasser, sondern auch CO2 aus der Luft bindet. Ein Haus aus Beton ist also ganz und gar nicht umweltschädlich, sondern startet sogar mit einer negativen CO2-Bilanz. Das schafft selbst ein Holzhaus nicht.
Fast hattest du mich damit, zum Glück hab ich weitergelesen 😁

Das stimmt aber tatsächlich so, Zement scheint echt CO2 zu binden. Die Lösung für den Klimawandel liegt also auf der Hand: alles zubetonieren.

zitat..
leitwolf schrieb: Es gibt vorerst 3 verschiedene Sorten: Alpenluft "alpine adventure" (frisch und gekühlt), Meeresluft "sea star" (würzig und leicht salzig) und Landluft "summerwind" (mit einer leichten Güllenote) und schließlich Landluft-"winterdreams" (pikant rauchiges Aroma) im Programm.

Großartige Idee! Ihr habt sicher auch die passenden Filter dazu, um die Gerüche aus der Luft zu filtern, oder? Den Gestank von draußen will man ja nicht im Haus haben, vor allem nicht denn Feinstaub vom Rauch.


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  •  Akani
3.4.2026  (#7)
Wenn du es mit deiner Vorstellung die Vision weiterbringst wie Musk, kannst dich in paar Jahren zur Ruhe setzen

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  •  christoph1703
3.4.2026  (#8)

zitat..
Akani schrieb:

Wenn du es mit deiner Vorstellung die Vision weiterbringst wie Musk, kannst dich in paar Jahren zur Ruhe setzen

Eins nach dem anderen... Jetzt muss ich mal das erste Haus fertigbauen. Weil das aus Holz ist, lässt sich dieses innovative Konzept leider nicht anwenden 😜


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