« Hausbau-, Sanierung

Deckenloch von unten zubetonieren teilen

28.6. -2.7.2026    10 Antworten    6 Autoren 10 2026-07-02T10:40:07+02:00
 
Zusammenfassung
  •  bluefox
  •   Bronze-Award
28.06.2026
10
Hallo!

Ich habe aktuell ein etwas blödes Problem. Wir haben - warum auch immer darauf vergessen eine Deckenöffnung für einen Leitungsschacht vorm Verschließen der Wände im OG zuzubetonieren. Aus Brandschutz und Schallschutzgründen soll das aber auf jeden Fall noch nachgeholt werden. Die Decke ist eine Betonziegel-Einhängedecke mit Aufbeton.


2026/2026062876184.png


Aktuell bin ich am überlegen, wie ich nun am einfachsten die Deckenöffnung verschließen kann. Grundsätzlich hätte ich überlegt, von unten eine Schalung zu bauen und ein Loch für Schlauch + Mörtelpumpe zu lassen. Problem an der Sache ist aber, dass ein Verdichten / Rütteln des Betons von oben nicht möglich ist.

Daher hätte ich mir überlegt, Vergussmörtel wie z.B. SikaGrout 312 zu verwenden. Laut Datenblatt ist eine Schichtdicke von maximal 125mm vorgesehen, benötigen würde ich aber für den Brandschutz 150mm

Eine andere Alternative wäre auch Brandschutzmörtel von Tirotech. Dieser lässt sich laut einem Bekannten gut plastisch einstellen und auch überkopf verabeiten. Bei dem Mörtel habe ich aber etwas bedencken, dass auch die Zwischenräume zwischen den Rohren sauber ausgefüllt werden, da ich nach oben kein wirkliches Gegenlager zum Einpressen des Mörtels habe.

Was meint ihr zu der Idee? Gibt es eventuell eine bessere Möglichkeit das Problem zu lösen?

Danke für eure Vorschläge!

  •  taliesin
  •   Gold-Award
29.6.2026  (#1)
Brand- und Schallschutz wird durch das Ausbetonieren nur unwesentlich besser werden. Die Kunststoffrohrdurchbrüche bleiben brandgefährlich, einzelne Rohre lassen sich mit Brandschutzmanschetten schließen, aber bei dem Aufbau geht das nicht.

Man könnte eine Haube aus Zementfaserplatten unterbauen, je nach Anforderung entsprechend dick. Darin the Rohre vereinzeln (oder auf ausreichend kleine Gruppen zusammefassen) und mit Manschetten auf der Haubenaußenseite abschließen. Den Hohlraum dann mit Mineralwolle verfüllen.

2026/20260629895268.png

pro-partner.ch

1
  •  bluefox
  •   Bronze-Award
29.6.2026  (#2)
Danke für die Rückmeldung - den wichtigen Teil habe ich tatsächlich vergessen. Nur das 75er Rohr bleibt und wird mit Manschette gesichert. Die anderen Rohre - inkl. dem DN 100 Wickelfalz werden alle noch auf Decken-Oberkante gekürzt. Somit ist eine saubere Abschottung mittels Manschette möglich.

1
  •  taliesin
  •   Gold-Award
29.6.2026  (#3)
Wenn du oben eh noch kürzt, kannst du ja von oben verfüllen, oder verstehe ich was nicht. Also von unten mit Faserplatte abdecken (Schalung bleibt), Rohr und Manschette darauf montieren und von oben verfüllen.

1


  •  atma
  •   Gold-Award
29.6.2026  (#4)
von unten was brandfestet reinstopfen und mit einer ordentlichen schicht klebespachtel zuschmieren reicht dir nicht? wär deutlich einfacher als schalen und von unten betonieren.

1
  •  bluefox
  •   Bronze-Award
29.6.2026  (#5)
Ich kann von unten mit dem Rohrschneider die Elektrorohre bzw. mit Dremel das Wickelfalzrohr kürzen. Das geht sich vom Platz her gerade so aus. Von oben komme ich da leider nicht mehr dazu.

Steinwolle + Klebespachtel ist eigentlich nicht wirklich eine Option, da nur mit Beton oder Mörtel > 500kg/m³ und 15cm Schichtdicke die Voraussetzungen für die Brandschutzmanschetten erfüllt sind.

1
  •  precision
  •   Bronze-Award
29.6.2026  (#6)
Ich weiss nicht in welchem Bundesland du wegen Bauordnung bist und welche Gebäudeklasse da hast, aber Brandschutz und Schallschutz wird in deinem Fall wirklich rechtlich gefordert?

Ich frag nur, weil da auf sehr kleinem Raum sehr viel zusammenkommt und ich das eher aus der Einfamilienhausbau kenne. 
Und auch bei den Kabeln sind die Elektriker oft nicht glücklich wenn alles nahe beisammenliegt wegen Wärmeableitung.

1
  •  Fadergeschmack
29.6.2026  (#7)

zitat..
bluefox schrieb: Steinwolle + Klebespachtel ist eigentlich nicht wirklich eine Option, da nur mit Beton oder Mörtel > 500kg/m³ und 15cm Schichtdicke die Voraussetzungen für die Brandschutzmanschetten erfüllt sind.

Sicher das es kein Weichschott-System gibt mit Steinwolle und intumiszierender Masse, worauf man eine Manschette befestigen darf?
Ist zwar schon 10 Jahre her dass ich in der Materie unterwegs war, aber so wurde es meiner Erinnerung nach ständig auf öffentlichen Baustellen verbaut, welche ich abrechenen durfte.

Ansonsten könntest du bei PROMAT oder ähnlichen Schauen ob man eine Brandschutzplatte in geeigneter Dicke in den Durchbruch montiert bekommt.  

1
  •  bautech
  •   Gold-Award
29.6.2026  (#8)
Die Frage nach dem Bundesland (und weitergehend nach dem Auflagenpunkt hinsichtlich des Brandschutzes) steht weiterhin im Raum, die Antwort darauf würde mich sehr interessieren.
Brandabschnitte im EFH sind doch eher unüblich - was mich zum Vorschlag von @atma kommen lässt... wenig Aufwand, mit dem richtigen Material auch schallhemmend und gut...

1
  •  bluefox
  •   Bronze-Award
2.7.2026  (#9)
Zu den Fragen:

zitat..
precision schrieb:

Ich weiss nicht in welchem Bundesland du wegen Bauordnung bist und welche Gebäudeklasse da hast, aber Brandschutz und Schallschutz wird in deinem Fall wirklich rechtlich gefordert?

Ich frag nur, weil da auf sehr kleinem Raum sehr viel zusammenkommt und ich das eher aus der Einfamilienhausbau kenne. 
Und auch bei den Kabeln sind die Elektriker oft nicht glücklich wenn alles nahe beisammenliegt wegen Wärmeableitung.

OÖ und GK2 - Das Gebäude wird aber potentiell mal in die GK3 rutschen und dann möchte ich im Bestand keine Änderungen mehr durchführen. Außerdem ist mir die Abschottung persönlich einfach wichtig.

Die Leerrohre dort werden nicht mehr benötigt und kürze ich noch ein. Dann wird das eine saubere Durchführung für das KG-Rohr mit Manschette.

zitat..
atma schrieb:

von unten was brandfestet reinstopfen und mit einer ordentlichen schicht klebespachtel zuschmieren reicht dir nicht? wär deutlich einfacher als schalen und von unten betonieren.

Die Variante wäre natürlich die einfachste Variante nur wird mir das in Zukunft mal auf den Kopf fallen befürchte ich.

zitat..
Fadergeschmack schrieb:
Sicher das es kein Weichschott-System gibt mit Steinwolle und intumiszierender Masse, worauf man eine Manschette befestigen darf?

Ja, die gibt es nur habe ich keinen Zugang zu der Kleinstmenge bzw. keine Schulung für das System und daher fällt die Variante für diy leider flach. Ansonsten wäre das natürlich die einfachste Möglichkeit. Daher auch die Idee mit ausgießen und Manschetten, da dafür keine spezielle Anwenderschulung für das Schott notwendig ist.


1
  •  Fadergeschmack
2.7.2026  (#10)
Hast du eine Ahnung wieviel Volumen Branschutzmörtel du beim verpressen einbringen musst? 
Manchmal verschwindet da ganz schön viel drin.

Da es viele EPUs bei den "Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer" gibt könntest du schauen ob du einen in der Nähe/Ortschaft hast. 
Mir würd da eine Suche über gisa.gv.at einfallen. -> "Suche nach juristischer Person", Name "e.U." (oder andere Kürzel für Gesellschaftsformen), dein Bundesland und Bezirk eingeben und beim Textteil in Gewerbewortlaut dann "Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer"
Dann hättest ein paar Adresse zum fragen nach Kleinmengen oder du lässt es gleich durch Sie machen. Weichschott schätz ich so 100 bis 200€. Aber nur ein Wild Guess :D
 

1


Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen

 Kostenlos registrieren [Mehr Infos]

Nächstes Thema: provisorische Atika Druchführung