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Böschungsausführung Nachbar unter unserer Stützmauer - Seite 2 teilen

9.10. -12.10.2026    22 Antworten    10 Autoren 22 2026-10-12T22:47:39+02:00

Zusammenfassung
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  •  MPP33
09.10.2026
22
Es ist soweit, der Nachbar hat noch nichtmal eine Baugenehmigung/Genehmigung zum graben und macht sein Grundstück platt.

Wir haben Angang des Jahres eine Stützmauer gebaut und aufgrund der Inaktivität des Nachbars hinsichtlich mitzahlen das Ursprungsniveau als Referenz genommen (Frostsicherheit, Statik). Ursprungsgelände ist ein sanfter Hügel mit Gefälle ca. 1,5m auf 30m.

Habe den Nachbarn gewarnt, dass er nicht dranbaggern darf (er kommt aus dem Baugewerbe und weiß was man darf und was nicht... ist aber nicht gewährleistet, dass er sich dran hält).

10min bevor der Bagger da war hat er sich gemeldet und mir versichert, dass an der Mauer nicht gebaggert wird.

Gut, ich will ihm keine Steine in den Weg legen, ich mach die Augen zu bei der illegalen Baggerei.

Unsere Mauer:
1,3m Sichtfläche, 25cm dick (Ortbeton), 1,2m breites und 40cm dickes Fundament (16cm Nachbarseite, 25cm Mauer  79cm in unser Grundstück hinein)
Dicke und ordentliche Bewehrung im Beton...

Jetzt hat er gemacht... (Fakten...) 1,5m von unserer Mauer weg Ursprungsniveau, dann 45° Böschung und dann gehts etwa 1,4m runter auf sein Niveau wo es jetzt eben ist.

Boden ist Lehm der gewachsen stabil ist, aufgeschüttet aber völlig weich.

Gefühlt ist der derzeitige Zustand das absolute Limit das mir schon Bauchschmerzen macht. Frosttiefe ist aber eingehalten und gewachsene Erde nicht entfernt.

Deshalb die Frage an die Experten hier - ist das so Ok oder muss er den Lehmhang irgendwie sichern?
Gibt es irgendwelche Anhaltswerte wie sich der Erddruck von der Mauer weg ausbreitet? D.h. kann man abschätzen wieviel Lehm/Böschung unterhalb der Mauer sein muss, dass sich die Mauer nicht in 20 Jahren da runter verabschiedet?

Ich bräuchte einen Anhaltswert was ich einfordern soll und ab wann ich auf einen anderen Verhaltensmodus umschwenken muss (verweigerung der Unterschrift für vereinfachtes Einreichverfahren - Gemeinde ist zwar über das Vorhaben informiert, liegt beim Gemeindegutachter, ist aber NICHT EINGEREICHT ODER GENEHMIGT). D.h. ich hab rechtlich alle Karten in der Hand das abzudrehen und Rückbau einzufordern.

Mit dem Bauvorhaben bin ich an sich zufrieden und es ist in meinem Sinne, dass das Haus tief runter kommt (Morgensonne, Einsehbarkeit Garten), deswegen will ich da sonst keine Steine in den Weg werfen.

  •  geld26
12.10.2026 15:32  (#21)

zitat..
Lu1994 schrieb: OK, das ist besser, aber Drainage ist nix drin?

nicht direkt hinter der Steinmauer, allerdings ist auf gleichem Niveau des Fundaments, sogar etwas tiefer links und rechts der Steinmauer ein Schotterbeet mit Drainage. Also es sollte grundsätzlich links und rechts "ablaufen" können. Allerdings ist es nicht perfekt gelöst, da gebe ich euch recht. Besser wäre direkt eine Drainage hinter den Steinen gewesen.


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  •  MPP33
12.10.2026 22:47  (#22)
Genau sowas war meine Befürchtung und hätt ich definitiv unterbunden.
Bevor du dich jetzt verrückt machst würd ich aber schauen was für einen Boden ihr habt. Schottriger Boden ist weniger ein Problem als Lehm Pudding Pampe (wenn feucht).

Zumindest bei unserem Boden (Lehm) ist der Halt weg wenn der gewachsene Boden aufgegraben wurde. D.h. ich würde min. eine Hinterfüllung mit verdichtbarem Material fordern, eher ein hinterfüllen mit Beton o.Ä. wo sich nichts setzt.
Alles was sich unter der Mauer rausdrücken kann fehlt und die Mauer wandert über kurz oder lang. Steine sind in meinen Augen gut um festen Boden (gewachsen) zu stabilisieren damit er nicht kriecht, es darf nur den feinen Dreck nicht durchdrücken/ausspülen bzw. dahinter darf kein Material sein das sich setzt.

Wir haben hier ein Straßenstück das sich an einer Stelle ständig senkt. Alle 2 Jahre werden 100m saniert weil sonst die Autos abheben. Ich schätz einmal da drückts Wasser drunter rein und der Untergrund fließt quasi in Zeitlupe davon, den Hang runter.

Deswegen bin ich so versessen drauf, dass der gewachsene Grund in ausreichendem Maß bleibt und meine Mauer hat eine Lehrbuchdrainage bekommen. Reicht mir schon, dass der Pool trotz explizitem dauerhüpfen auf der einen Ecke wo die Mauer hinterfüllt wurde nach den ersten paar Regentagen 5cm abgesackt ist (wusste ich schon im Voraus).

Bilder kommen, sind allerdings unspektakulär weil weniger weggegraben wurde als gedacht. Nur der Anfang der Bauer hat die 1m+45°, dann wirds verlaufend mehr, etwa 5m weit Ursprungsgelände, dann Böschung.

Allerdings ist das Thema damit vertagt, nicht vom Tisch. Ich will die Ausführung auf seinem Einreichplan garantiert haben (mit Maßen), sonst unterschreib ich nichts. Theoretisch müsst ich einen Statiker einfordern?!
Er hat ja an sich nachzuweisen, dass seine Veränderung keinen Einfluss auf meine Statik hat.

Edit: Hier ein Bild wo man es recht brauchbar sieht.
Links sieht man so einen Vorsprung in der Mauer (optische Armutserklärung an die planerische Leistung der Firma), das ist Fundament Oberkante (= Ursprungsgelände).
In der Ecke wo durch die bereits vor 3 Jahren erfolgte erste Geländeveränderung schon Erde gefehlt hat ist unser Fundament 1,5m dick und reicht damit etwa so tief (also gleich tief wie die andere Mauer) wie die tiefere Mauer am Nebengrundstück links im Bild. Das zieht sich etwa 3m in den Bereich wo das Fundament dann bedeckt bzw. ausreichend überdeckt ist.
Ab dort ist das Fundament nur noch etwa 35-40cm dick.
Weiter verlaufend steigt das Ursprungsgelände dann an und die Mauer ist nur noch um die 60-70cm hoch.

Kurz:
- Ganz links Frosttiefe durch fetten Betonklotz eingehalten damit uns die Ecke nicht abhaut.
- Bereich mit wenig Überdeckung: Mit Mühe und Auge zudrücken 50-60cm bis Fundament Unterkante (ich habs probiert mit der Baufirma zu diskutieren tiefer zu gehen, aber das wär ausgeartet weil deren Planung und Vorbereitung derart katastrophal war und sie der festen Meinung waren das passt so... Während ich das schreib kommt wieder der blanke Hass im Bauch hervor mich mit solchen dilettanten herumschlagen zu müssen)
- ab etwa Meter 7-8 herum sind ca. 80cm Überdeckung sichergestellt die ich gerne überall gehabt hätte.

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