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Bemusterung steht bald an: Tipps, Erfahrungen, Meinungsverschiedenheit

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  •  manna90s
6.6.2026
4 Antworten | 4 Autoren 4
4
Hallo zusammen,

bei uns steht jetzt doch sehr bald die Bemusterung an – deutlich früher, als wir gedacht hatten. Da das unser erstes Bauprojekt ist und ich aktuell zusätzlich mitten in einer Prüfungsphase stecke, fühle ich mich gerade ziemlich überrollt. Einerseits freue ich mich natürlich, andererseits stresst mich die Menge an Entscheidungen im Moment total.

Deshalb wollte ich mal in die Runde fragen:
Wie habt ihr euch am besten auf eure Bemusterung vorbereitet?
Gab es Dinge, die ihr vorher unbedingt recherchiert, geplant oder festgelegt habt?
Und vor allem: Welche Entscheidungen bereut ihr heute – und welche würdet ihr jederzeit wieder genauso treffen?

Mich interessieren besonders Erfahrungen zu:
 
  • Bodenbelägen, also Fliesen, Parkett, Vinyl etc.
  • Fenstern und Türen
  • Fassadenfarben
  • Sanitär
  • Lichtschaltern und Elektroplanung
  • Smart Home
  • Fliesenfarben und -formate
  • allgemeinen Ausstattungsdetails, die man gerne übersieht
 
Ein Thema, das bei uns gerade zusätzlich für Diskussionen sorgt: Mein Freund und ich haben leider doch öfter unterschiedliche Vorstellungen. Er möchte einiges aus seinem Elternhaus übernehmen, womit ich mich schwer tue.
Zum Beispiel kennt er es so, dass in jedem Raum die Türen nach außen in die Diele öffnen. Ich verstehe total, dass das bei kleinen Räumen wie Gäste-WC, Abstellkammer oder Hauswirtschaftsraum sinnvoll sein kann. Aber in allen Räumen? Ich stelle mir das im Flur eher unpraktisch vor, vor allem wenn mehrere Türen in denselben Bereich öffnen. Wie habt ihr das gelöst? Gibt es gute Gründe, Türen grundsätzlich nach außen öffnen zu lassen, oder würdet ihr das eher nur bei bestimmten Räumen machen?

Ein weiteres Thema sind Lichtschalter. In seinem Elternhaus gibt es in vielen Räumen geteilte Schalter, bei denen ein Schalter den Raum und ein anderer die Diele bedient. Ich kenne das dort und finde es ehrlich gesagt oft verwirrend und nicht besonders intuitiv. Zumal wir wahrscheinlich sowieso Smart Home einplanen werden. Wie habt ihr eure Lichtschalter geplant? Klassisch? Mit Wechselschaltungen? Bewegungsmeldern? Smart Home? Gibt es Dinge, die ihr heute anders machen würdet?

Dann geht es bei uns auch um den Boden im Wohn-Ess-Koch-Bereich und im Vorraum. Vermutlich werden es dort Fliesen. Ursprünglich war ich eher bei Parkett, habe mich aber inzwischen etwas mit Fliesen angefreundet und sehe auch die Vorteile, gerade in Küche und Eingangsbereich. Trotzdem habe ich Sorge, dass es schnell kühl oder „badmäßig“ wirkt. Im Elternhaus meines Freundes liegen weiße Hochglanzfliesen im Wohn-Ess-Bereich, was für meinen Geschmack sehr nach Badezimmer aussieht. Ich glaube, davon konnte ich ihn schon etwas abbringen, aber das Thema beschäftigt mich trotzdem.
Habt ihr Fliesen im Wohnbereich? Seid ihr zufrieden damit? Welche Farben, Formate und Oberflächen wirken wohnlich und nicht zu kühl? Oder würdet ihr im Nachhinein doch lieber Parkett oder einen anderen Boden wählen?

Ich freue mich über alle Tipps, Erfahrungen, Warnungen und Dinge, auf die man bei der Bemusterung unbedingt achten sollte. Gerade auch über ehrliche „würde ich nie wieder machen“- und „beste Entscheidung überhaupt“-Erfahrungen.

Danke euch!

  •  christoph1703
6.6.2026 11:43  (#1)
Weiße Hochglanzfliesen erinnern mich eher an ein Schlachthaus 😅 Es gibt auch Fliesen in Holzoptik, die schauen gleich wohnlicher aus. Aber auch sonst gibts viele schöne Muster, die in den Wohnraum passen.

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  •  FranzGrande
  •   Silber-Award
6.6.2026 12:05  (#2)
Wir haben im gesamten Wohnbereich Parkett; in der offenen Ess-Küche im Koch-/Küchenbereich Fliesen (sowie in allen Badezimmern, WCs und im Eingangsbereich). Meiner Erfahrung nach bereuen viele die Entscheidung zu Parkett im Kochbereich, weil dieser doch deutlich empfindlicher ist als Fliesen (vor allem hinsichtlich Nässe etc). Ich bin überhaupt kein Fan von "Parkett-Optik"-Fliesen; das schaut m.M.n. immer ein bisschen gewollt und damit patschert aus. Fliesen sind sowieso ein "künstliches" Produkt, bei dem es alle möglichen Oberflächen gibt. Da würde ich mir was ansprechendes aussuchen. Etwas schwierig kann bei zwei unterschiedlichen Bodenbelägen (Fliesen/Parkett) der Übergang sein, weil die Kante sehr exakt gearbeitet sein muss (Schlüter-Schiene), weil man sonst die Schiene beim Barfußgehen spürt. Insgesamt muss ich sagen, ist mir die Bemusterung mit der Zeit immer mehr am Oasch gegangen, wie man so schön sagt; spätestens bei der Entscheidung für einen von 250 verschiedenen Einhandmischern habe ich die Nerven geschmissen. Am Ende ist vieles egal, weil man sich mit der Zeit an alles gewöhnt. 

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  •  Akani
6.6.2026 13:31  (#3)
Wenn ihr Belustigung habt schön. Alles optische Fragen und ja das mit Türen, Lichtschalter versteh ich.
Wie sieht es denn mit Anlagentechnik aus, die ist im Nachhinein nur schwer änderbar.
Sprich Wärmepumpe und deren Dimensionierung, Flächenauslegung, Wohnraumlüftung und Entfeuchtung, evtl Vorbereitung Splitklima, PV.......
Darüber sollte ma sich Gedanken machen weil schlichtweg nicht einfach um zu modeln und die Energiekosten gut senken kann auch wirtschaftlich gesehen.
Sorry so für den kurzen Nachtrag aber du bist im Energiesparforum

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  •  GKap
  •   Silber-Award
6.6.2026 14:34  (#4)

zitat..
manna90s schrieb: Zum Beispiel kennt er es so, dass in jedem Raum die Türen nach außen in die Diele öffnen.

Das ist sehr unpraktisch und sollte vermieden werden! Für WC und Abstellraum vielleicht noch tolerierbar, wenn der Raum nicht groß genug ist, aber für Wohnräume nach Möglichkeit immer nach innen öffnend planen! Und die Türen auch nicht im Eck anordnen, sondern mindestens 70 cm Abstand zum Eck, so dass an der Wand bei Bedarf ein Möbelstück stehen kann.

zitat..
manna90s schrieb: Wie habt ihr eure Lichtschalter geplant? Klassisch? Mit Wechselschaltungen? Bewegungsmeldern? Smart Home?

Bei Smart Home gibt es keine Schalter, sondern nur Taster, und damit auch keine Wechselschalter. Die Zuordnung erfolgt durch Programmierung, wo man beliebig viele Taster für eine Funktion einrichten kann. Ziel ist aber, mit möglichst wenigen Tastern auszukommen und mehrere Leuchten zu Szenen zusammenzufassen.
Ich empfehle immer flächendeckend Präsenzmelder an der Decke, in den Nebenräumen zum Ein- und Ausschalten des Lichtes, in den Hauptwohnräumen nur zum Ausschalten. Auch die Beschattung kann man mit Präsenzmeldern beeinflussen.

zitat..
manna90s schrieb: Habt ihr Fliesen im Wohnbereich?

Im Keller (teilweise Arbeitsraum) und im EG habe ich durchgängig Fliesen, im OG mit Schlaf- und Gästezimmer Parkett. Ein Übergang Fliesen in der Küche und Parkett im Wohnbereich würde mir nicht so gut gefallen.
Als Farbe habe ich "Wüstensand", das passt gut zur offenen Holzdecke.
Helle Fugen am Boden sind zwar schöner, aber in den verkehrsreichen Bereichen werden diese mit den Jahren dunkel, besser wäre, gleich dünklere Fugen zu machen.
Parkettoptik bei Fliesen geht für mich gar nicht!

zitat..
manna90s schrieb: „würde ich nie wieder machen“

- Ohne Wohnraumlüftung bauen! War zum Bauzeitpunkt noch nicht so selbstverständlich wie heute!
- Wärmepumpe ohne Kühlfunktion! War damals auch noch nicht so gängig.
- Raffstores im Ganzen über Fenster und Terrassentür. Schaut zwar gut aus, ist aber unpraktisch. Besser auf 2 Raffstores aufteilen!
- Pool nachträglich bauen! Hat bei mir bedeutet, Terrasse wieder wegreißen, gerade fertig gewordenen Garten wieder umgraben und ein Jahr lang Mondlandschaft!

zitat..
manna90s schrieb: „beste Entscheidung überhaupt“

- Bei Hanglagen sehe ich oft Aussenstiegen vom Straßenniveau (= Kellerniveau) bis zum Hauseingang im EG. Das wollte unser Baumeister auch so machen. Wir haben den Hauseingang in den Keller verlegt, dadurch hat sich auch ein Vorplatz zwischen Straße und Haus ergeben, der sehr praktisch ist, u.a. auch als Autoabstellplatz.
- Regenwasserzisterne, hat den Wasserverbrauch halbiert!
- Wenn die Garage an das Haus angebaut ist, sollte es eine Tür zum Haus geben - ich sehe oft Häuser, wo das nicht der Fall ist! Ich will doch bei Schlechtwetter nicht aussen rum vom Auto ins Haus gehen müssen!

Gruß
GKap




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