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Baukosten Haus - wie günstig geht es? teilen

3.8. -14.8.2026    93 Antworten    28 Autoren 93 2026-08-14T06:42:04+02:00
     
Zusammenfassung
 1  2 ...... 3  4  5 
  •  hallo123
03.08.2026
93
Liebes Forum,
 
wir überlegen gerade, ein Grundstück für den Hausbau zu kaufen. Es liegt in einer Landeshauptstadt und würde mit stolzen 250.000 € zu Buche schlagen (600 m²) + 10% Nebenkosten. Ich möchte euch um eure Einschätzung bitten, in welchem finanziellen Rahmen der Hausbau machbar ist, um eine Entscheidungsgrundlage dafür zu haben, ob wir den Kauf und darauffolgenden Bau durchziehen sollen (wollen), oder nicht.

Die nächsten Absätze bis zur Überschrift "Kalkulation" könnt ihr euch auch sparen, da geht es nur um Hintergründe. Ab dort beginnt für mich der wichtige Teil :D

Wir haben sehr niedrige Ansprüche an die Größe, Ausstattung… und wollen möglichst einfach und günstig und auch klein, ca. 125m² Wohnfläche, bauen. Wir sind beide wohntechnisch sehr einfach aufgewachsen - ein neu gebautes Haus mitten in der Stadt wäre für uns sowieso purer Luxus. Da die Ansprüche hier im Forum tendenziell hoch sind und sich das in den Threads zu Baukosten widerspiegelt, möchte ich hier einen eigenen Thread erstellen, wo speziell die Kosten im Kontext einfacher Bauweise und Ausstattung sowie viel Eigenleistung diskutiert werden - wie "günstig" geht es? Vielleicht hatte jemand von euch beim Hausbau einen ähnlichen Zugang? Ich möchte explizit nicht diskutieren, ob sich ein Hausbau dann überhaupt lohnt (weil ich in manchen anderen Threads schon Dinge gelesen hab, wie: ein Haus ohne Keller ist wie eine Wohnung, unter 180 m² geht nix, … etc.) sondern nur eine Einschätzung, ob das, was unsere Ansprüche sind, in dem Budget machbar ist.

Kurz zu unserem finanziellen Hintergrund – damit ihr nicht glaubt, dass wir beim Bau so sparen, weil wir absolut am Limit unterwegs sind. Wir wollen einfach ein „günstiges“ Haus, weil wir uns damit Optionen freihalten wollen. Ich will nicht von meinem Vollzeit Job immer abhängen, auch wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass unser Einkommen im Lauf der Jahre weiter steigen wird. Wir haben ein ganz gutes Einkommen, zu zweit netto ca. 6.3k€ x 14. Beide 30 J. mit Kinderwunsch. Haben eine annähernd abbezahlte Wohnung, die die Eigenkapitalbasis für das Haus bilden soll (ca. 250k€ also genau das Grundstück). Diesen Betrag können wir uns auch für die nächsten ~3 Jahre bis Abschluss Hausbau zinsfrei in der Verwandtschaft borgen, dann aus dem Verkaufserlös tilgen, somit fallen keine Zwischenfinanzierungskosten an. Zu finanzieren wäre also „nur“ das Haus ausgehend von der „grünen Wiese“. Aber da wir später mit Kindern gerne Teilzeit arbeiten und nicht auf beide Vollzeit Jobs angewiesen sein wollen, möchten wir die Kreditbelastung so gering wie möglich halten. Wir sehen das im Freundeskreis, wie dann beide wieder Vollzeit arbeiten mit 14 Monate altem Kind, aber jammern, dass sie das Kind jetzt in die Krabbelstube geben müssen und diesen Druck möchten wir uns nicht geben. Wir können in den nächsten drei Jahren noch zusätzlich 100k€, im extremen Sparmodus 150k€ ansparen. Mit unseren Einkommen wäre ein Kredit (35 J) aktuell wohl in der Größenordnung von 500k€ (Rate 2500 pM., sind ca. 40% von 6300) möglich. Somit würden uns bei maximaler Anspannung theoretisch 600 – 650 k rein für den Hausbau zur Verfügung stehen, weil die Wohnung quasi das Grundstück finanziert und damit für uns ein Nullsummenspiel ist. Lieber wäre es uns aber, nur ca. 350 k für das Haus auszugeben, um am Ende des Hausbaus in 3 Jahren und zusätzlichem Sparen mit 250k€ Kredit dazustehen – monatliche Rate ca. 1250€ langfristig. Die maximale Anspannung ist uns das Haus nämlich ehrlich gesagt nicht wert, und wenn das nicht machbar ist, kaufen wir uns eher eine Gartenwohnung um 500 – 600k€ und haben dann genau diese gewünschte finanzielle Situation, aber eben ohne Haus. Unser Kompromiss wäre, super einfach und günstig und mit viel Eigenleistung zu bauen, dafür aber eben um den annährend gleichen Preis ein Haus zu haben und das möchte ich heute bei euch erfragen.

Kalkulation  

Hier vereinfacht meine Kalkulation, am Beispiel eines Massivhausanbieters (M**li) für ein Haus mit 125m² Wohnfläche, Satteldach, zweigeschossig, einfacher Aufbau. Habe das mit mehreren solchen durchgespielt, aber es kommt praktisch immer dasselbe heraus. Die Außenhaut trauen wir uns nicht zu, deshalb wäre die Vorgehensweise: Grundstück erschließen (Leitungen in der Straße davor aber noch nicht am Grundstück), „Ausbauhaus“ aufstellen lassen, von einem GU – manchmal auch als außen fertig bezeichnet. Und dann den Innenausbau soweit möglich und rechtlich OK in Eigenleistung machen und den Rest (Elektrik Stromkasten verkabeln etc.) selbst vergeben. Eigenleistung vollständig bei den Außenanlagen: Carport (Teil des Einreichplans, um auf die Dichte zu kommen), Pflasterung, Garten, … . Ziel: max. Gesamtkosten von ca. 350k€ für den Hausbau (ausgehend von grüner Wiese bis komplett fertig inkl. Außenanlagen) oder etwas darüber sind OK. Wenn wir aber deutlich bei >400k landen, sind wir raus.

Haus 125m² Wohnfläche „außen fertig“ 192k€ + Kunststoff-Alu Fenster Aufpreis 5k€ = 197k€

Bodenplatte vom gleichen Anbieter = 36 k€ (inkl. Erdarbeiten). Evtl. Fremdvergabe und vl noch etwas sparen?

Baunebenkosten und kleinere Arbeiten: Bodengutachten, Anschlussgebühren Kanal, Wasser, Strom, Telekom, Versickerungsschacht, Leitungen am Grundstück bis zum Haus, Behördengebühren, Baustrom und Wasser, Baustelleneinrichtung, … = 45k€ geschätzt, oberes Ende meiner Schätzung

Innenausbau: die Stufe von Ausbauhaus auf schlüsselfertig schlägt bei dem Hausanbieter mit 125k€ zu Buche. Alles, was irgendwie möglich ist, würden wir selber machen und die anderen Dinge selbst vergeben und dafür Angebote vergleichen, um die teuren Aufschläge des GU zu umgehen – handwerkliches Geschick für die Eigenleistung und etwas Hilfe aus der Familie (Installateur) ist vorhanden. Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich? Ohne Einrichtung und ohne Küche. Das wäre etwas weniger als 50% dessen, was der GU verlangt

Außenanlagen: Carport und Pflasterung, Terrasse jeweils im Selbstbau um gesamt 20k Materialkosten. Zaun schon vorhanden.

Summe: 348k€ für das Haus ohne Grundstück inkl. Außenanlagen und allen notwendigen Nebenkosten, ausgehend von der grünen Wiese.

Potential eventuell bei den Baunebenkosten, Erdarbeiten und Bodenplatte (von lokalem Anbieter günstiger?). Weiteres Potential wäre die Wohnfläche auf 115 m² zu verkleinern, bringt ca. 20 k€ beim Ausbauhaus und ein paar tsd bei der Bodenplatte. Die übliche 4 Zimmer Gartenwohung hat auch unter 100qm mittlerweile...für uns also im Vergleich auch OK, wenn man bedenkt, dass diese typischerweise 550 - 600k€ kostet.

Das wären dann – ausgehend von der grünen Wiese – für Haus schlüsselfertig inkl. Außenanlagen 348 k€ / 125 m² Wohnfläche = ca. 2,8 k€ pro m². Ist diese Planung im Groben realistisch? Hat jemand von euch ähnliche Werte erreicht, im Jahr 2025 oder 2026? Habe ich irgendwas Grobes übersehen oder total falsch abgeschätzt?

Danke für euren Input!
Liebe Grüße

  •  christoph1703
3.8.2026  (#1)

zitat..
hallo123 schrieb: jammern, dass sie das Kind jetzt in die Krabbelstube geben müssen

Zuerst mal: Frühe Sozialisierung ist was positives. Diese Kontakte kann man den Kindern selbst nicht bieten und sie profitieren enorm davon. Haben wir beim ersten Kind gemacht, machen wir beim zweiten genauso. Vorm ersten Kind war mir das auch nicht bewusst, dass nicht nur Rabeneltern ihre Kinder abgeben.
 

zitat..
hallo123 schrieb: Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich?

Schwierig. Heizung fehlt in der Auflistung noch.

Bei uns sind Elektro bisher 10k€, Heizung 20k€. Bodenaufbau kann man im billigsten Fall mit 5k€ rechnen. Wasser auch 5k€. Ich mache alles (bis auf den Estrich wahrscheinlich) selber, also alles nur Materialpreise. Parkett, Fliesen, Türen kann ich noch nicht genau abschätzen (vermutlich 15-20k€), für glatte weiße Wände würde ich auch mindestens 10k€ ansetzen.

Und was ich empfehlen würde: Nicht mit Eigenleistung kalkulieren. Wenn irgendwas unerwartetes passiert, steht ihr sonst vor einer Bauruine, die ihr nicht fertigstellen könnt.


1
  •  kraweuschuasta
  •   Gold-Award
4.8.2026  (#2)
Mahlzeit,
Kraweuschuasta-Senf dazu - wertneutral nach dem Durchlesen:

zitat..
hallo123 schrieb: Wir wollen einfach ein „günstiges“ Haus

aber ihr leistets euch aber ein Grundstückl um 250k das widerspricht sich für mich bissl.

zitat..
hallo123 schrieb: Massivhausanbieters (M**li)

Wenn Du beim Bauen Geld sparen willst, dann ohne Hausanbieter => alles einzeln vergeben, ev mit Baumeister, kostet aber Zeit und (viele)Nerven. Das tut ein Hausanbieter aber auch emoji

zitat..
hallo123 schrieb: Erdarbeiten und Bodenplatte (von lokalem Anbieter günstiger?)

würd ich mal gefühlsmässig und pauschal mit Ja beantworten

zitat..
hallo123 schrieb: Baunebenkosten und kleinere Arbeiten: Bodengutachten, Anschlussgebühren Kanal, Wasser, Strom, Telekom, Versickerungsschacht, Leitungen am Grundstück bis zum Haus, Behördengebühren, Baustrom und Wasser, Baustelleneinrichtung, … = 45k€ geschätzt, oberes Ende meiner Schätzung

variiert lokal stark, gefühlsmässig aber Einiges zu Wenig. Bei uns (NÖ, 2006, Strom, Gas, Kanal, Wasser) waren die Anschlusskosten an die Anbieter damals schon 20k NUR Anschlusskosten und da war noch ka Meter Röhrl verlegt...)
Aufschließungskosten fehlen mir irgendwie (Bauklasse) da kommt auch Einges zamm.

zitat..
hallo123 schrieb: handwerkliches Geschick für die Eigenleistung und etwas Hilfe aus der Familie (Installateur) ist vorhanden

zitat..
christoph1703 schrieb:
Und was ich empfehlen würde: Nicht mit Eigenleistung kalkulieren.

Überschätze Dich nicht - bei der Zeit die Dir zur Verfügung steht bzw. wenn Du eine one man show oder ihr eine 2 persons show seids, es gehen sauviele Stunden drauf, wemma selbst Haus ausbaut. 
Ich find, mit Eigenleistung kalkulieren kann ma schon, ABER nicht 1:1 mit Profi Stunde vergleichen und einen Plan B haben, wenn der vom Christoph1703 beschriebene Fall eintreten sollte (hoffentlich niemals...)

zitat..
hallo123 schrieb: Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich?

Halt ich für nicht möglich, wenn Du auch nur halbwegs eine Qualität haben willst. Steckdosen(Lage und Menge), Bodenaufbau, Fliesen etc. wirst ned so leicht tauschen - Türen, SAN Objekte, Böden, Steckdosen(Modell) bedingt.
Ich kenn wen, die haben beim bauen IMMER das Billigste vom Billigen genommen, die haben schon gespart. Die Hütte schaut aber auch genau danach aus.
Würd eher billige Möbel anfangs nehmen, die lassen sich leichter später amal tauschen.

zitat..
hallo123 schrieb: Außenanlagen

würde ich Anfangs amal außen vor lassen, ausser wenns was zu betonieren gibt (Bodenplatte Terr.) , das gleich mitmachen.

zitat..
hallo123 schrieb: Weiteres Potential wäre die Wohnfläche auf 115 m² zu verkleinern

Würde ich nicht machen, nachträglich vergrößern ist sauteuer und sehr schwer durchführbar.
ICH würd ma genau überlegen, welche Ansprüche ich jetzt habe, mit dem Plan-Soll von X Kindern aber auch danach, wenn die Vögelchen das Nest verlassen haben. Und das Ganze jetzt mit einem Haus abbilden emoji

LG Wolfgang

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  •  Teimo
4.8.2026  (#3)
Ist halt die Frage ob Ausbauhaus das richtige ist. Man kann ja auch beim Rohbau Eigenleistung einbringen. 
Man kann die Dämmung unter der Bodenplatte selber besorgen und verlegen, Elektrorohre in den Decken verlegen, vielleicht findet man ja auch wen für Fenster. Rolläden kann man auch selber besorgen und einbauen inkl. Motor. Alles keine Hexenwerk. 
Ich würde sagen mit viel Eigenleistung, koordination der Gewerke, Verhandeln, Material selbst besorgen etc. ist dein gewünschter Preis möglich. Rechne aber bitte mit 30 Stunde pro Woche aufwärts (für euch als Paar) die ihr dauerhaft mit dem Bau beschäftigt seid. Zwei Jahre lang muss man dass dann schon durchhalten. 

1


  •  Lu1994
  •   Silber-Award
4.8.2026  (#4)
Hausanbieter kannst vergessen, wennst aufs Geld schauen willst/musst

hab bei Wimb.... und beim Lagerh.... angefragt, beide meinten das Haus kostet mindestens 800k und Eigenleistung bietens quasi nur an, dass man fürs Ego sagen kann, man hat mitgeholfen

lokaler BM hat den Rohbau soweit vorbereitet, dass ich immer selbst mauern konnte, Stahl verlegen waren Maurer und Lehrling dabei und wir waren 3 Helfer, ich komm jetzt mit allem, also Aufschließung, Leitungen, Erdarbeiten, Dali Beleuchtung, KWL, BKA, RGK, KNX etc (also quasi alles was hier im Forum gern gesehen wird, zumindest fällt mir außer echt Gold Wasserhähnen bald nix mehr ein, was wir noch machen könnten) in Summe komm ich auf <600k für 222qm

sprich wennst einen hohen Standard willst und Geld sparen, dann vergib alles selbst, hol für jedes Gewerk 3 Anbote ein (meistens sind die Handwerker aus der Nachbargemeinde billiger als in der eigenen, gerade bei dir in der Stadt würde ich eher außerhalb suchen)

und check dir bestenfalls einen anderen Knecht für die Baustelle, während der Bauzeit wird Frau gern schwanger, ich hab meine von Haus aus nicht geplant und gut wars, im Papamonat hab ich Kanal etc gemacht 😂

und spar dir schonmal deinen Urlaub an, ich hatte 9 Wochen zum Baustart die waren in einem Halbjahr verheizt + Papamonat + 2 Monate Karenz im Folgejahr (Betreuung durch Großeltern)

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  •  precision
  •   Bronze-Award
4.8.2026  (#5)
Gleich zu Beginn:
Hochachtung, dass du noch vor Inangriffnahme des Projekts über die familiäre Situation, Einkommen und Planung Gedanken machst!
Das machen viele nicht oder überschätzen sich und nachher ist der Jammer groß.
In diese Falle wirst du dank voraussichtbarer Planung nicht tappen.

Einkommen ist immer relativ.
Ein Bekannter (alleinstehend, keine Kinder) hat immer richtig gut verdient. Irgendwie hat er es, obwohl er nicht einmal teure Hobbies hatte, geschafft seine ganze Kohle durchzubringen und mit 65 dann mit einem kleinen Haus auf Kredit und Leasing-Auto dazusitzen und zu verzweifeln weil die Pension natürlich geringer war als die Pension.
Wie er das geschafft hat ist mir ein Rätsel.

Darum muss man auch beim Bauen immer die Kosten im Auge behalten und eine Notfall-Reserve einplanen.

Ansonsten hat man beim EFH-Bau auch die Möglichkeit zwischendurch, wenn es eng wird zu pausieren:
Ich meine damit, manche Dinge wie Gebäude, Heizung, Elektro, Dämmung,... sind unverzichtbar.
Die Gartenanlegung kann ich aber vielleicht auch 2 Jahre später machen. Oder in Eigenregie.
Eine gepflasterte Einfahrt, das Pool, die Outdoorsauna, das Sonnensegel,... ist auch nicht überlebenswichtig.

Wir haben auch ziemlich viel in Eigenregie gemacht. Ohne Kinder sind wir auch gut vorangekommen. Mit Kindern wird es schwieriger. Da muss man aufpassen dass niemand (Partner, Kind, Job, man selbst) auf der Strecke bleibt.

1
  •  one4000
4.8.2026  (#6)

zitat..
hallo123 schrieb: monatliche Rate ca. 1250€ langfristig.

Wir sind in einer ähnlichen finanziellen Ausgangslage, bin mal auf die weiteren Meinungen gespannt! 

zitat..
Lu1994 schrieb: in Summe komm ich auf <600k für 222qm

Wann habt ihr denn gebaut? Das macht mir etwas Hoffnung dass es mit guter Planung, Selbstvergabe und Eigenleistung doch noch irgendwie möglich ist ein halbwegs gscheites Haus unter 3000k/qm hinzustellen... 

 


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  •  Hausbau24
  •   Silber-Award
4.8.2026  (#7)
Ich zitiere hier mal FranzGrande aus einem anderen Thread:
https://www.gewinn.com/artikel/so-viel-kostet-ihr-traum-vom-neuen-haus

Dieser Artikel ist in meinen Augen für euch die perfekte Benchmark. Ähnliche Gegend, ähnliche Ausführung geplant --> Kosten ohne großartiges Zutun ~ 430 TEUR (schlüsselfertig). 

Nun zu deinen Schätzpunkten:
 

zitat..
Lu1994 schrieb:

Haus 125m² Wohnfläche „außen fertig“ 192k€ + Kunststoff-Alu Fenster Aufpreis 5k€ = 197k€

Bodenplatte vom gleichen Anbieter = 36 k€ (inkl. Erdarbeiten

Da steckt richtig Zaster drinnen, wenn du den richtigen Anbieter erwischst. 
Wir haben deutlich größer gebaut und um 90 TEUR günstiger. Wie? 7 geschickte Rohbauhelfer, 2 davon selber Maurer, Abrechnung nach tatsächlichen Stunden und nicht nach zuvor errechneter Pauschale. Beim Dachstuhl wieder 6 Helfer, beim Dachdecken ebenso. Da dauert der Spaß dann plötzlich nur halb so lange und das bemerkst du dann im Preis. 

zitat..
Lu1994 schrieb:

Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich? 

Hier bin ich allerdings sehr skeptisch. Die Heizung, sofern bei Sanitär beinhaltet wird bei mind. 15 TEUR, eher 20 TEUR liegen. 
Fliesen / Böden pro qm² alleine Material rund 50€ = 6.000€ (Verlegung selbst)
Türen 10 Stück = 8.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Innenputz = 9.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Estrich = 5.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Installateur = 15.000€ (mit Eigenleistung bzw. Bekanntem)
Elektriker = 20.000€ (mit Lampen ohne Smart-Home)
Streichen = 500€ (selber)
= ca. 85.000€

Überall Durchschnittsqualität angenommen. Es will ka keiner in 4€ Vinyl leben, von was der Baumeister ausgeht kann ich nicht beurteilen. 

Baunebenkosten kann ich nicht abschätzen, bei den Außenanlagen hast du sportlich aber machbar angesetzt. 

Ich halte das Projekt an sich für machbar. Wo ich nicht sparen würde ist z. B. an der Beschaffenheit:
- Vorrichtung PV-Anlagen
- Verlegung Kältemittelleitungen für Klima
V. a. zweiteres ist Unnachrüstbar (praktisch) und kostet jetzt einen Bruchteil. Den Rest, Smart-Home, KWL, da geb ich dir recht, kein Must-Have. 

Was euch aber klar sein muss ist, das ihr mit eurer Idee harte 5 Jahre (nicht 1) vor euch habt. Freizeit wird ins Haus laufen, Geld wird ins Haus laufen und du wirst oft alleine da stehen solltet ihr ein Kind bekommen. 

Das mit dem Urlaub unterstütze ich. Wir haben so gebaut und ich habe sage und schreibe 90 Urlaubstage im ersten Baujahr verscheppert (25 Tage Urlaubsjahr, 15 Tage zweites Urlaubsjahr, 50 hatte ich gespart). 


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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
4.8.2026  (#8)

zitat..
one4000 schrieb:

──────..
hallo123 schrieb: monatliche Rate ca. 1250€ langfristig.
───────────────

Wir sind in einer ähnlichen finanziellen Ausgangslage, bin mal auf die weiteren Meinungen gespannt! 

──────..
Lu1994 schrieb: in Summe komm ich auf <600k für 222qm
───────────────

Wann habt ihr denn gebaut? Das macht mir etwas Hoffnung dass es mit guter Planung, Selbstvergabe und Eigenleistung doch noch irgendwie möglich ist ein halbwegs gscheites Haus unter 3000k/qm hinzustellen...

Die < 3k je qm schaffst du aber nur mit Einzelvergabe und massiver Eigenleistung, ich wohne neben der Baustelle und kann dank Einfriedung das Werkzeug einfach liegen lassen, wennst da eine längere Anfahrt hast oder alles was gestohlen werden kann wieder einpacken musst wird's mühsam und zeitintensiv 

@Hausbau24 ich bin nicht der TE weil du mich immer zitierst 😅


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  •  BudgetBuilder
4.8.2026  (#9)

zitat..
Hausbau24 schrieb:

Ich zitiere hier mal FranzGrande aus einem anderen Thread:
https://www.gewinn.com/artikel/so-viel-kostet-ihr-traum-vom-neuen-haus

Dieser Artikel ist in meinen Augen für euch die perfekte Benchmark. Ähnliche Gegend, ähnliche Ausführung geplant --> Kosten ohne großartiges Zutun ~ 430 TEUR (schlüsselfertig). 

Nun zu deinen Schätzpunkten:

 

──────..
Lu1994 schrieb:

Haus 125m² Wohnfläche „außen fertig“ 192k€ + Kunststoff-Alu Fenster Aufpreis 5k€ = 197k€

Bodenplatte vom gleichen Anbieter = 36 k€ (inkl. Erdarbeiten
───────────────

Da steckt richtig Zaster drinnen, wenn du den richtigen Anbieter erwischst. 
Wir haben deutlich größer gebaut und um 90 TEUR günstiger. Wie? 7 geschickte Rohbauhelfer, 2 davon selber Maurer, Abrechnung nach tatsächlichen Stunden und nicht nach zuvor errechneter Pauschale. Beim Dachstuhl wieder 6 Helfer, beim Dachdecken ebenso. Da dauert der Spaß dann plötzlich nur halb so lange und das bemerkst du dann im Preis. 

──────..
Lu1994 schrieb:

Ist der komplette Innenausbau (Wasser, Strom, Bodenaufbau, Putz und Streichen, Türen, Böden, Fliesen, Sanitär) bei diesem Level an Eigenleistung um 50k€ möglich? 
───────────────

Hier bin ich allerdings sehr skeptisch. Die Heizung, sofern bei Sanitär beinhaltet wird bei mind. 15 TEUR, eher 20 TEUR liegen. 
Fliesen / Böden pro qm² alleine Material rund 50€ = 6.000€ (Verlegung selbst)
Türen 10 Stück = 8.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Innenputz = 9.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Estrich = 5.000€ (vergeben mit Preisvergleichen)
Installateur = 15.000€ (mit Eigenleistung bzw. Bekanntem)
Elektriker = 20.000€ (mit Lampen ohne Smart-Home)
Streichen = 500€ (selber)
= ca. 85.000€

Überall Durchschnittsqualität angenommen. Es will ka keiner in 4€ Vinyl leben, von was der Baumeister ausgeht kann ich nicht beurteilen. 

Baunebenkosten kann ich nicht abschätzen, bei den Außenanlagen hast du sportlich aber machbar angesetzt. 

Ich halte das Projekt an sich für machbar. Wo ich nicht sparen würde ist z. B. an der Beschaffenheit:
- Vorrichtung PV-Anlagen
- Verlegung Kältemittelleitungen für Klima
V. a. zweiteres ist Unnachrüstbar (praktisch) und kostet jetzt einen Bruchteil. Den Rest, Smart-Home, KWL, da geb ich dir recht, kein Must-Have. 

Was euch aber klar sein muss ist, das ihr mit eurer Idee harte 5 Jahre (nicht 1) vor euch habt. Freizeit wird ins Haus laufen, Geld wird ins Haus laufen und du wirst oft alleine da stehen solltet ihr ein Kind bekommen. 

Das mit dem Urlaub unterstütze ich. Wir haben so gebaut und ich habe sage und schreibe 90 Urlaubstage im ersten Baujahr verscheppert (25 Tage Urlaubsjahr, 15 Tage zweites Urlaubsjahr, 50 hatte ich gespart).

Elektriker 20.000€ würde mich auch interessieren wie genau das funktioniert aktuell


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  •  geld26
4.8.2026  (#10)

zitat..
BudgetBuilder schrieb: Elektriker 20.000€ würde mich auch interessieren wie genau das funktioniert aktuell

man muss hier halt stark unterscheiden, was alles vom Elektriker kommt und was nicht. Es macht einen großen Unterschied, ob man 100 Deckenspots hat, oder ob man eher mit Auslässen arbeitet und später selber Lampen besorgt und montiert. Das macht schnell schon einmal ein paar Tausender aus.


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  •  Akani
4.8.2026  (#11)
Problem seh ich oft eher darin, dass die meisten Leute nicht wie hier im Forum so viel Geld in die Hand nehmen können wie z.b für Pläne vorab vom Architekten, Lichtplanung etc. 
Wenn ma aufm Boden bleibt, haben auch nicht viel Luxus oder Automatisation.
Es sollte mMn schon Machbar sein für 3k/m2 zu bauen, evtl halt mit abstrichen

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  •  prich
4.8.2026  (#12)
Servus,
paar Anhaltspunkte:
Haus BJ 25/26, 150m² Wohnnutzfläche + 60m² Doppelgarage
(+ ausgebauter Dachboden, dieser ist aber nur Belagsfertig aber ebenfalls 75m² Grundfläche).
Innenausbau:
-Böden(inkl. Kleber) ~50€/m² nur Material
-Fliesen nur Material ~3,5k€  
-Elektro ~10k€ 100% Eigenleistung (~120 Dosen)
-Sanitär+Wasser+Heizung (RGK, BKA, Enthärtung, Armaturen und Keramik tlw. auch dabei) 38k€, alles Eigenleistung bis auf Anschluss der WP WP [Wärmepumpe] an VL VL [Vorlauf] RL RL [Rücklauf] von Sole und Heizung sowie WW WW [Warmwasser] und KW.
-Putz 12k€ (~700m², Auswerfen, Netzen+Spachteln, tlw. grundieren selbst)
-Schüttung + Dämmung + Estrich 9k€ (220m²)
-11 Innentüren: 6k€ ohne Montage
-Malen/Spachteln wär nur das Material bei über 1k€.
-Bisschen Trockenbau ~1,5k€ nur Material.

Man braucht extrem viel Geld für Kleinigikeiten.
Ohne Terassen- und Einfahrtbelag und Gartengestaltung kommt unser Haus mit Doppelgarage und Terasse auf ~3000€/m²Wfl, hatten aber auch Rohbau mit Helfer für ~5 Wochen, bis auf kleine Ausnahmen ist in jedem Gewerk Eigenleistung, und bis auf kleine Ausnahmen ist der gesamte Urlaub von ~2 Arbeitsjahren ins Haus gegangen sowie 3 bis 4 Abende die Woche und die meisten Samstage.


Also 50k€ für den Innenausbau ist mMn unrealistisch auch bei 125m². Bei vielen Dingen hätte man noch deutlich sparen können, Heizung bspw. Luft-Wasser aus dem Internet und dann komplett selber Installieren.


 


1
  •  BudgetBuilder
4.8.2026  (#13)

zitat..
geld26 schrieb:

──────..
BudgetBuilder schrieb: Elektriker 20.000€ würde mich auch interessieren wie genau das funktioniert aktuell
───────────────

man muss hier halt stark unterscheiden, was alles vom Elektriker kommt und was nicht. Es macht einen großen Unterschied, ob man 100 Deckenspots hat, oder ob man eher mit Auslässen arbeitet und später selber Lampen besorgt und montiert. Das macht schnell schon einmal ein paar Tausender aus.

Man braucht ja trotzdem Baustrom + dann einen Elektriker der es abnimmt und die Haftung übernimmt.


1
  •  hallo123
4.8.2026  (#14)
Danke für eure Rückmeldungen!!

Bei den m²-Preisen frage ich mich , ob die auf die Wohnfläche bezogen sind und auch immer alle Nebenkosten wie Anschlussverlegung, ... zum Grundstück beinhalten, oder ob das dem Grundstück zugerechnet wird? Was ist hier üblich?

Insgesamt scheint mir der Tenor bisher in den Antworten: machbar, aber etwas zu niedrig angesetzt bei Baunebenkosten und Innenausbau.

zitat..
christoph1703 schrieb: Zuerst mal: Frühe Sozialisierung ist was positives. Diese Kontakte kann man den Kindern selbst nicht bieten und sie profitieren enorm davon. Haben wir beim ersten Kind gemacht, machen wir beim zweiten genauso. Vorm ersten Kind war mir das auch nicht bewusst, dass nicht nur Rabeneltern ihre Kinder abgeben.

Ist jetzt keine Kritik daran, dass 14 M. Kind in Frembetreuung zu geben aber mein Beispiel bezog sich eher darauf, dass diese Personen gerne mehr Zeit mit dem Kind verbringen würden, aber Entscheidungen bewusst getroffen haben, die das verunmöglichen (teurer Kredit) und sich nachher über die Konsequenzen beschweren - man muss seine Prirotäten kennen und ich setze meine eben nicht auf den Hausbau, sofern der Preis zu hoch wird.


zitat..
christoph1703 schrieb: Bei uns sind Elektro bisher 10k€, Heizung 20k€. Bodenaufbau kann man im billigsten Fall mit 5k€ rechnen. Wasser auch 5k€. Ich mache alles (bis auf den Estrich wahrscheinlich) selber, also alles nur Materialpreise. Parkett, Fliesen, Türen kann ich noch nicht genau abschätzen (vermutlich 15-20k€), für glatte weiße Wände würde ich auch mindestens 10k€ ansetzen.

Ok, also eher 65 k€, evtl 70 k€. Wenn das der einzige Posten ist, wo ich mich verschätzt habe, würde meine Rechnung ja aufgehen.


zitat..
christoph1703 schrieb: Nicht mit Eigenleistung kalkulieren.

Tun wir bewusst nicht, wir machen dann eine "Schattenrechnung" mit Schlüsselfertig aber wir planen ja einen enormen Puffer ein, daher sollte das kein Problem sein.


zitat..
kraweuschuasta schrieb: aber ihr leistets euch aber ein Grundstückl um 250k das widerspricht sich für mich bissl.

Finde es eher ein Frage der Prirotäten, kein Widerspruch. Ich priorisiere die gute Lage (10min Arbeitsweg mit dem Rad, mehrere potentielle AG's, keine Abhängigkeit vom Auto (auch deutliche Kostenersparnis), ...) aber dafür verzichte ich auf teure Ausstattung, die ich eh nie nutze. Ich denke ich weiß, was ich will und gebe nur dafür Geld aus, was ich auch wirklich will. Meine Frage ist hauptsächlich, ob sich meine Wünsche (die bewusst sehr zurückhaltend sind) um das gefrage Budget ausgehen.


zitat..
kraweuschuasta schrieb: Wenn Du beim Bauen Geld sparen willst, dann ohne Hausanbieter => alles einzeln vergeben, ev mit Baumeister, kostet aber Zeit und (viele)Nerven. Das tut ein Hausanbieter aber auch emoji

Sagen wir so, ich hab ein Kostenziel von 350k€. Wenn ich mir damit ein schlüsselfertiges Haus hinstellen lassen könnte ohne einen Finger zu rühren, würde ich es machen - gibt's aber nicht in der Größe. Mein Zugang ist jetzt die Eigenleistung so weit raufzuschrauben, dass ich dieses Kostenziel grade erreiche - aber nicht noch mehr zu machen, um noch günstiger zu werden. Das spielt auch ein bisschen in das rein was du sagst, wir sind eine one/two man show mit etwas Unterstützung aus der Familie und deshalb möcht ich den Eigenanteil nur so groß machen, wie nötig, um das Kostenziel zu erreichen. Daher die Idee mit dem Ausbauhaus.


zitat..
kraweuschuasta schrieb: LG Wolfgang

Zusammenfassend lese ich aus deiner Antwort raus, dass du etwas mehr bei Innenausbau und Nebenkosten kalkulieren würdest - das hilft mir schon mal sehr weiter, danke!


zitat..
Teimo schrieb: Ich würde sagen mit viel Eigenleistung, koordination der Gewerke, Verhandeln, Material selbst besorgen etc. ist dein gewünschter Preis möglich. Rechne aber bitte mit 30 Stunde pro Woche aufwärts (für euch als Paar)

Verstehe, das heißt du meinst, mit der gewünschten Eigenleistung, die ich beschreibe, ist der Preis unrealistisch?


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Lu1994 schrieb: sprich wennst einen hohen Standard willst und Geld sparen

Hoher Standard ist gar nicht notwendig, eher normaler bis sogar niedriger Standard (zumindest für die durchschnittlichen Ansprüche im Forum hier) reicht :D 


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Lu1994 schrieb: und spar dir schonmal deinen Urlaub an

Ja, das ist ein sehr guter Tipp! :D


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precision schrieb: Darum muss man auch beim Bauen immer die Kosten im Auge behalten und eine Notfall-Reserve einplanen.

Ja, auf jeden Fall. Deshalb wollen wir nicht schon "nominal" auf Kante nähen und um 600k planen zu bauen, sondern ich plane lieber einfach und günstig. Wir nutzen unsere Leistbarkeit ja "nur" zur Hälfte oder etwas mehr aus, das ist schon ein guter Puffer, denke ich. Aber die Frage war für mich eben, ob das realistisch ist, oder ob ich so falsch rechne, dass wir mit den Ansprüchen erst recht bei 500k oder so landen.


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precision schrieb: Ansonsten hat man beim EFH-Bau auch die Möglichkeit zwischendurch, wenn es eng wird zu pausieren:
Ich meine damit, manche Dinge wie Gebäude, Heizung, Elektro, Dämmung,... sind unverzichtbar.
Die Gartenanlegung kann ich aber vielleicht auch 2 Jahre später machen. Oder in Eigenregie.
Eine gepflasterte Einfahrt, das Pool, die Outdoorsauna, das Sonnensegel,... ist auch nicht überlebenswichtig.

Ja, grad das technisch nicht notwendige ist gut über einen längeren Zeitraum günstig selbst zu machen. Aber bei der Außenhülle des Hauses hab ich Respekt. Da was zu vergeigen ist unschön, denk ich.


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Hausbau24 schrieb: Ich zitiere hier mal FranzGrande aus einem anderen Thread:
https://www.gewinn.com/artikel/so-viel-kostet-ihr-traum-vom-neuen-haus

Dieser Artikel ist in meinen Augen für euch die perfekte Benchmark. Ähnliche Gegend, ähnliche Ausführung geplant --> Kosten ohne großartiges Zutun ~ 430 TEUR (schlüsselfertig).

Danke, den Link kenne ich sogar schon aus dem Thread. Das hat mich ein bisschen in meinem Budgetwunsch von 350k bestätigt, da die 430k€ komplett ohne Eigenleistung sind. Meine Frage war vor allem, ob der Sprung von 430 auf 350k mit der von mir gewünschten Eigenleistung auch wirklich möglich ist.


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Hausbau24 schrieb: Hier bin ich allerdings sehr skeptisch. Die Heizung, sofern bei Sanitär beinhaltet wird bei mind. 15 TEUR, eher 20 TEUR liegen.

Das ist jetzt schon mehrfach gekommen, da werde ich meine Schätzung wohl etwas nach oben schrauben müssen und dann woanders einsparen, um auf den Wunschpreis zu kommen (oder halt 20k mehr zahlen, was auch kein komplettes No Go wäre).


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Hausbau24 schrieb: Baunebenkosten kann ich nicht abschätzen, bei den Außenanlagen hast du sportlich aber machbar angesetzt.

Die Nebenkosten sind echt schwierig zu beziffern für mich. Die Bandbreite der Angaben ist enorm, hängt aber natürlich auch stark von Gemeinde, genauen Gegebenbeiten, ... ab


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Hausbau24 schrieb: Was euch aber klar sein muss ist, das ihr mit eurer Idee harte 5 Jahre (nicht 1) vor euch habt. Freizeit wird ins Haus laufen, Geld wird ins Haus laufen und du wirst oft alleine da stehen solltet ihr ein Kind bekommen.

Das mit dem Urlaub unterstütze ich. Wir haben so gebaut und ich habe sage und schreibe 90 Urlaubstage im ersten Baujahr verscheppert (25 Tage Urlaubsjahr, 15 Tage zweites Urlaubsjahr, 50 hatte ich gespart).

Das wird auch unbezahlten Urlaub hinauslaufen fürchte ich, so viel hab ich bei weitem nicht angespart 😅


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Lu1994 schrieb: Die < 3k je qm schaffst du aber nur mit Einzelvergabe und massiver Eigenleistung, ich wohne neben der Baustelle und kann dank Einfriedung das Werkzeug einfach liegen lassen, wennst da eine längere Anfahrt hast oder alles was gestohlen werden kann wieder einpacken musst wird's mühsam und zeitintensiv

Zumindest ist das Grundstück nur ein paar Straßen weiter von unserer Wohnung.


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  •  geld26
4.8.2026  (#15)
Ich habe so gut wie alles auf den Cent kalkuliert, nachbetrachtet, realisitsch abgewägt und mich keine Sekunde selber angelogen oder mir was schön geredet.
Umso weniger Wohnfläche umso "teurer" wird der qm-Preis auch (wenn man bspw. die Kosten für Terrassenunterbau auf die WNF runter rechnet). 
Ich hab für mich verschiedene m2 Preise errechnet (nur Errichtungskosten, Kosten inkl. Anschlussgebühren, Kosten ohne Außenbereich etc.)
Versichern kann ich dir nur eins: Vergleichswerte würde ich mit Vorsicht genießen. Nicht jeder erfasst die Kosten tatsächlich so genau wie man es vielleicht benötigen würde, ich kenne zumindest keinen in meinem Umfeld der es so genau wie ich gemacht hat. 

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
4.8.2026  (#16)
Ich persönlich glaub nicht an 125m² für 350k€.

Also das reine Haus, vielleicht eventuell mit viel Eigenleistung.
Aber Außenanlagen, Terrasse, Gartenhäuschen, Einfahrt, Garten etc gehen auch noch enorm ins Geld.

Macht euch eine realistische Gesamtübersicht, aber ohne komplette Bereiche zu ignorieren.

Leuchten will man irgendwann vielleicht auch und nicht ewig mit dem Russenluster leben.

Und Hand aufs Herz, auf einem teuren Grundstück ein billig gebautes und ausgestattetes Haus zu errichten macht irgendwie selten Sinn.

Mit der Familiengröße wächst der Platzbedarf, und mit 2 Kindern sind 125m² schnell einmal eher eng. Dann noch Homeoffice, Stauraum, Technikraum... ich weiß nicht.

Ohne Kinder sind 110-120m² völlig realistisch, mit würde ich schon erwarten dass 140-150m² eher ein sinnvolles Maß sein.

Ein Minihaus auf einem teuren Grundstück ist auch für den Wiederverkauf eher schwierig würde ich meinen.

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  •  geld26
4.8.2026  (#17)
ich persönlich würde teuren Grund und günstiges Haus schon verstehen und wird so auch häufig gemacht. Ansonsten sind solche Bauprojekte für viele nicht möglich.

zitat..
MalcolmX schrieb: Ich persönlich glaub nicht an 125m² für 350k€

sehe ich genau so. Ich habe 2020 gebaut und wollte mit 400k auskommen bei 30 m2 mehr. Nach einer ersten realistischen Kalkulation war das schnell erledigt, war einfach nicht möglich.


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  •  Ebe95
5.8.2026  (#18)
Ob es für 350k möglich ist weiß ich nicht.
wenn dann muss man wirklich viel selber machen und ich rede nicht von Bauherrenmithilfe.

Bei 120m2 würde ich einen Bungalow mit 12x12m und 50er Ziegel bauen, flaches Satteldach 10 Grad und Trapezblech machen. 
Streifenfundamente ohne Xps unter der Platte, Fundamentplatte 20cm über Erdniveau. Im Aufbau dämmen (20cm EPS)
Direkt auf die Platte bündig mit 50er Ziegel anfangen. 50er Ziegel nur Netzen und Spachteln, Winddichtfolie, eine Senkrechte Latte und Lärchenrhombus Waagrecht bis zur Fundamentplatte. Fundamentplatte auf Sicht lassen als Sockel.
Kann man Super selber machen und man braucht sich um die Abdichtung keine Sorgen machen.

Bei Fensteröffungen darauf achten, dass es Keine Größeren Breiten gibt als 2m damit man mit Überlager arbeiten kann.
Auf Hebeschiebetüren verzichten, Einfache 1 Flügelige Terrassentür dafür eine größere Fixverglasung.
Fenster darauf schauen das sie nur 1 Flügelig sind.

Pv Würde ich nicht darauf verzichten, bei so einen Dach würden ca 35kw rauf gehen.
Bei Trapezblech mit Unterkonstruktion schafft man das um 6000€
Wechselrichter, Speicher und Abnahme über eine Firma ca 10000€. 

Heizung würd ich mir selber eine Monoblockwärmepumpe besorgen, ca 2500€ und selber anschließen, gibt in anderen Foren genug Informationen das man das selber schafft.
Keinen Puffer, keine Einzerraumregelung und ein Umschaltventil von Heizung auf Warmwasser.
Würde schauen das ich die Wärmepumpe direkt neben den Technikraum hab, dann kannst du von innen einfach mit Fleckschläuche die Wärmepumpe anschließen.

Würde Trotzdem eine Betondecke machen, da kannst du die ganzen Elektroleitungengleich einlegen und Betonkernaktivierung machen, könntest theoretisch auf die Fußbodenheizung verzichten, aber darauf Schauen das es im Haus keine Großen Spannweitein gibt.

Sind nur einige Ideen die vielleicht Denkanstöße geben können, ich hab einige Sachen umgesetzt einige auch nicht, manche Ideen sind mir auch erst während den Bau eingefallen wie es Günstiger geworden wäre.

lg Ebe95


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  •  Akani
5.8.2026  (#19)
Es ist machbar, haben 22/23 unser Haus für 350k mit 10x14 mtr gebaut, wP, FBH Wandheizung  keine ERR ERR [Einzelraumregelung], leider ohne KWL KWL [Kontrollierte Wohnraumlüftung], PV. Kommt halt auch immer auf die Ausstattung an, Elektro und Sanitär.
Außenanlagen nicht mitgerechnet.
Planung bis Fertigstellung ohne Möbel aber Küche inklusive (25k)

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  •  Lu1994
  •   Silber-Award
5.8.2026  (#20)

zitat..
Ebe95 schrieb:

Ob es für 350k möglich ist weiß ich nicht.
wenn dann muss man wirklich viel selber machen und ich rede nicht von Bauherrenmithilfe.

Bei 120m2 würde ich einen Bungalow mit 12x12m und 50er Ziegel bauen, flaches Satteldach 10 Grad und Trapezblech machen. 
Streifenfundamente ohne Xps unter der Platte, Fundamentplatte 20cm über Erdniveau. Im Aufbau dämmen (20cm EPS)
Direkt auf die Platte bündig mit 50er Ziegel anfangen. 50er Ziegel nur Netzen und Spachteln, Winddichtfolie, eine Senkrechte Latte und Lärchenrhombus Waagrecht bis zur Fundamentplatte. Fundamentplatte auf Sicht lassen als Sockel.
Kann man Super selber machen und man braucht sich um die Abdichtung keine Sorgen machen.

Bei Fensteröffungen darauf achten, dass es Keine Größeren Breiten gibt als 2m damit man mit Überlager arbeiten kann.
Auf Hebeschiebetüren verzichten, Einfache 1 Flügelige Terrassentür dafür eine größere Fixverglasung.
Fenster darauf schauen das sie nur 1 Flügelig sind.

Pv Würde ich nicht darauf verzichten, bei so einen Dach würden ca 35kw rauf gehen.
Bei Trapezblech mit Unterkonstruktion schafft man das um 6000€
Wechselrichter, Speicher und Abnahme über eine Firma ca 10000€. 

Heizung würd ich mir selber eine Monoblockwärmepumpe besorgen, ca 2500€ und selber anschließen, gibt in anderen Foren genug Informationen das man das selber schafft.
Keinen Puffer, keine Einzerraumregelung und ein Umschaltventil von Heizung auf Warmwasser.
Würde schauen das ich die Wärmepumpe direkt neben den Technikraum hab, dann kannst du von innen einfach mit Fleckschläuche die Wärmepumpe anschließen.

Würde Trotzdem eine Betondecke machen, da kannst du die ganzen Elektroleitungengleich einlegen und Betonkernaktivierung machen, könntest theoretisch auf die Fußbodenheizung verzichten, aber darauf Schauen das es im Haus keine Großen Spannweitein gibt.

Sind nur einige Ideen die vielleicht Denkanstöße geben können, ich hab einige Sachen umgesetzt einige auch nicht, manche Ideen sind mir auch erst während den Bau eingefallen wie es Günstiger geworden wäre.

lg Ebe95

Auf 144 qm Dachfläche bekommst du 35kwp nur wenn du die teuren leistungsfähigen Module nimmst, wennst die Fläche hast nimmst eher schwächerr Platten, ich hab auch "nur" 455 Watt weil's Wurscht ist 

Allgemein ist in deinem Beitrag viel im Argen, ich mein Flexschläuche durch die Außenwand, Pfusch, die Dinger verschleißen, ganz zu Schweigen von der Wärmebrücke, Unterzüge sparen ja


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  •  HeimNavi
5.8.2026  (#21)
Da würde ich christoph1703 widersprechen – zumindest wenn jemand wie hallo123 wirklich einen Installateur in der Familie hat und selbst handwerklich fit ist, das ist ein anderes Ausgangspunkt als ein Büroменsch mit zwei linken Händen. Ich hab meinen Innenausbau damals selbst gemacht und allein beim Fliesen und Streichen locker 15k€ gespart. Die 50k€ für den kompletten Innenausbau klingen sportlich, aber mit echtem Einsatz und der Sanitär-Unterstützung aus der Familie halte ich das für machbar.

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