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Auslegung FBH (Sole-WP, keine Einzelraumregelung, keine BKA)

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  •  ssttjj
6.2. - 9.2.2026
8 Antworten | 4 Autoren 8
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Hallo,

ich bitte um Feedback zur Berechnung der Heizkreise unserer FBH FBH [Fußbodenheizung]. Bei Sole-WP (Stiebel WPE 08 HK Premium) und ohne Einzelraumregelung sollten die Heizkreise ja ideaerweise ähnlich lang sein, was nicht der Fall ist.

Ich bitte um Optimierungsvorschläge (Wand- und Deckenheizung ist keine Option). Sollte man zB das WC (45m) und den Abstellraum (57m) zusammenlegen um auf 102m Länge zu kommen?

Und im Schlafzimmer lieber einen ca. 126m langen Heizkreis machen anstatt 54,9m+71,9m?


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Gleiches im OG. Eventuell im Gästezimmer nur einen Heizkreis mit ca. 100m? 
Im Bad OG bekommen wir bei VA10 nur 56,6m unter. Hier sollen wir dann einfach den Durchfluss erhöhen, um das auszugleichen.


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Danke.

  •  dyarne
  •   Gold-Award
6.2.2026  (#1)
diese industrieauslegung zeigt sehr gut warum sich die branche da ins eck manövriert hat und modulation bei ihr noch nicht angekommen ist. sie ist direkt für die rundablage, höflich formuliert...

zitat..
ssttjj schrieb: Sollte man zB das WC (45m) und den Abstellraum (57m) zusammenlegen um auf 102m Länge zu kommen?
Und im Schlafzimmer lieber einen ca. 126m langen Heizkreis machen anstatt 54,9m+71,9m?

so repariert man bereits verlegte problemhydrauliken. das ist bei dir ja noch nicht passiert?

da kann man das noch viel viel besser lösen:
der falsche ansatz dieser auslegung ist der fixe verlegeabstand von 10cm. der zwingt dich zu unterschiedlichen kreislängen je raum. dabei ist es für den monteur völlig egal ob er 7-8-10-12,5-15 cm abstand verlegt. er braucht nur den werkplan dazu.

flow30 dreht den spieß genau um. hier wird die kreislänge vorgegeben - nur dadurch bringst du wasser bei unterschiedlichen volumenströmen/lastgängen dazu alle kreise gleichmäßig zu durchströmen - und der verlegeabstand ist hochvariabel und das ergebnis, nicht die vorgabe.

diese auslegung hier bricht auch technische regeln, ein volumenstrom von 0,2 l/min ist totgedrosselt und macht den kreis zum schlammfang der irgendwann zuwächst.

zitat..
ssttjj schrieb: Im Bad OG bekommen wir bei VA10 nur 56,6m unter. Hier sollen wir dann einfach den Durchfluss erhöhen, um das auszugleichen...

das klingt euphemistisch. an den flowmetern kannst du nur drosseln, also die besseren kreise schlechter machen. einen einzelnen kannst du dort nicht 'hinaufregeln'. das geht wiederum nur indem du heizkurve/volumenstrom gesamthaft anhebst und ALLE anderen kreise drosselst. funktioniert genauso schlecht wie es klingt.

die software der rohrlieferanten läßt leider keinen besseren ansatz zu. nachdem wir versucht haben bei den herstellern anzusetzen, dort aber nur leere kilometer gedreht haben haben wir begonnen die auslegung von grund auf neu zu entwicklen.

das ergebnis ist daß bei flow30
👉 der hydraulische abgleich bereits seitens der planung erledigt wird. man muß vor ort nichts mehr einregeln
👉 der hydraulische abgleich über das ganze leistungsspektrum einer modulierenden wärmepumpe funktioniert
👉 durch raumweise simulation als ausgangsberechnung kein kindrzimmer oder bad als kältester raum übrig bleibt. schlechte bzw knapp versorgte räume werden konsequent weggeplant bis sie in balance mit den restlichen räumen sind...

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  •  ssttjj
6.2.2026  (#2)
Danke. Die FBH FBH [Fußbodenheizung] wird erst in 4-6 Wochen verlegt.

Wer kann eine Flow30 Auslegung berechnen?

Die Umsetzung sollte dann der ausführende Installateur ja schaffen.

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
7.2.2026  (#3)
meine kollegInnen im wp-plus netzwerk machen das, office@wpplus.at

typisch gibt es 3 varianten wie flächenheizungen verlegt werden,
👉 rohrhersteller liefert auslegung mit materialpaket (in 9 von 10 fällen kapitale böcke)
👉 installateur entwirft selber (1 raum = 1 kreis, ab 15m2 mehrere kreise)
👉 monteur geht mit 100m auf der spindel durchs haus bis jeweils das rohr aus ist und sucht den weg zurück zum verteiler

wir versuchen die Herren-der-Ringe installateure zum thema zu schulen, 2 oder 3 planen sehr gut selber, für den rest machen wir im backoffice die werkplanung.

die umsetzung ist dann für installateure standard und einfach, es gibt raumschnitte (bemaßte teilflächen) und den jeweils individuellen verlegeabstand je fläche. bei kaskadierungen ist die reihenfolge zu beachten.
das wars...

1


  •  Akani
8.2.2026  (#4)

zitat..
ssttjj schrieb: Ich bitte um Optimierungsvorschläge (Wand- und Deckenheizung ist keine Option)

Dann wirst du kalte Bäder haben.
Ohne zusätzliche Flächen im Bad fehlt dir die Leistung im Raum.
Fläche schlägt Temperatur. 
Es sei denn du arbeitest mit Heizlüfter.
Denn wie willst du mit ein und der Selben Flächenbelegung die auch andere Räume haben mehr Temperatur einbringen?!
Zudem ist eine Wand die Aktiv geheizt wird Strahlungswärme, die angenehm auf die Körperlichkeit tritt. 
Wärme spürst du aber bei flow 30 nicht mehr an den Oberflächen


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  •  Ulairi
  •   Bronze-Award
8.2.2026  (#5)
@dyarne 
Wie schlimm ist dieses Thema mit niedrigem Durchfluss in einem Kreis? Wie schnell "verschlammt" so ein Kreis?

Ich habe genau das selbe Problem bei meinem Haus, ich muss sämtliche Kreise im Haus eindrosseln, damit ich im Wohnessbereich genug Durchfluss bekomme...siehe hier => https://www.energiesparhaus.at/forum-thermischer-abgleich/84675

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  •  dyarne
  •   Gold-Award
8.2.2026  (#6)
eindrosslen ist aber nicht totdrosseln. 0,1l/min ist totgedrosselt, abgesehen davon daß das niemand einstellen kann.

du kannst ja an 2 schrauben drehen, den durchfluß hoch halten, spreizung fbh&bka auf 2-3K,
und dann überversorgte räume auf 1/2 oder 1/3 eindrosseln. ich würde bei dir aber unbedingt fbh & bka zum heizen nutzen...

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  •  ssttjj
9.2.2026  (#7)

zitat..
Akani schrieb:

──────..
ssttjj schrieb: Ich bitte um Optimierungsvorschläge (Wand- und Deckenheizung ist keine Option)
───────────────

Dann wirst du kalte Bäder haben.
Ohne zusätzliche Flächen im Bad fehlt dir die Leistung im Raum.
Fläche schlägt Temperatur. 
Es sei denn du arbeitest mit Heizlüfter.
Denn wie willst du mit ein und der Selben Flächenbelegung die auch andere Räume haben mehr Temperatur einbringen?!
Zudem ist eine Wand die Aktiv geheizt wird Strahlungswärme, die angenehm auf die Körperlichkeit tritt. 
Wärme spürst du aber bei flow 30 nicht mehr an den Oberflächen

D.h. wenn der Installateur seine Berechnungsoftware nutzt (oder nutzen will/muss), sollte er besser alle Räume auf 24 Grad dimensionieren mit Heizkreisen, die ähnliche Längen haben (gesteuert über die Verlegeabstände), und dann später regelt man Räume hinunter, die keine 24 Grad brauchen? Also alle Räume außer die Badezimmer.


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  •  dyarne
  •   Gold-Award
9.2.2026  (#8)
die zwischen euch zu vereinbarenden zieltemperaturen sind schon sinnvoll, nur müssen sie im rahmen der physik liegen. die norm listet da noch immer - wenn nichts anderes vereinbart wird - 15° für flur, etc auf.
👉 wenn du damit in die berechnung gehst kommt eine negative heizlast raus.
👉 wenn du die mit 10cm verlegeabstand umsetzt kommen 0,1 l/min als wachkomatöse hydraulik raus.

der fehler beginnt hier schon bei den 15° und setzt sich beim 10-er abstandsdogma fort...

du hast da in deiner auslegung bis zu 8K unterschied zwischen benachbarten räumen. das geht nicht mal im unsanierten altbau. im neubau ist das völliger schwachsinn und physikalisch nichtmal ansatzweise möglich...

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