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Asbest - Seite 2 teilen

7.9. -15.9.2026    22 Antworten    9 Autoren 22 2026-09-15T16:40:44+02:00
   
Zusammenfassung
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  •  kouku
  •   Bronze-Award
07.09.2026
22
Liebes Forum. Ich bitte zu dem Thema um eine Einschätzung. Ich suche ja bereits lange mögliche Kaufobjekte. Aktuell gäbe es eine Möglichkeit von Ende 80er Jahre. Sieht gepflegt aus, aber halt "alt". Meine Sorge betrifft hier Asbest, da ich kein Budget für sowas habe bzw mich und den Nachwuchs davor schützen möchte. 

Wie wahrscheinlich ist zu der Zeit Asbest, wo wäre es überall zu finden? Meine Kids kratzen möglicherweise noch an Mauern und co ;) was kostet das Testen und was dann die Sanierung in etwa (nur ganz ganz grob)? Ich frag mich einfach, ob ich meine Suche auf ab die frühen 90ern beschränken sollte? 
Danke für eure Erfahrungen! 

  •  TobiK
  •   Silber-Award
15.9.2026 9:15  (#21)

zitat..
precision schrieb: Hingegen scheissen sich Professionisten die ja im täglichen Umgang mit Schadstoffen stehen kaum etwas aus Unweissenheit oder Dummheit.  Und natürlich gefährden die Partien dabei sich selbst, aber auch die Kunden und die Anrainer.
Total ambivalent!

Das ist ja nicht nur bei Schadstoffen so, sondern oftmals die allgemeine Arbeitsweise. Die Zimmerer hantieren ja auch öfters mit PU-Schäumen herum. Ich habe die Zisterne im Sommer beim Einbau nachträglich mit Brunnenschaum am Deckel "abgedichtet" (ja, das geht eigentlich nur vorm Deckel aufsetzen...). In einem Raum mit nur ca. 12-13m3 und einer 70cm-Öffnung wollte ich dem Gas jetzt nicht ausgesetzt sein und hab mir eine entsprechende Gasmaske um 45€ geksuft. Die haben mich alle ausgelacht.


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  •  melly210
  •   Gold-Award
15.9.2026 16:40  (#22)

zitat..
precision schrieb:

Was mich an der ganzen Asbestthematik stört: 
Der private Häuselbauer lässt sich oft wahnsinnig machen, weil er einmal irgendwo reingebohrt hat wo eventuell Asbest enthalten hätte sein können und denkt er müsse jetzt sofort sterben.
Ganz so ist es ja zum Glück nicht, weil die Dosis macht das Gift.

Hingegen scheissen sich Professionisten die ja im täglichen Umgang mit Schadstoffen stehen kaum etwas aus Unweissenheit oder Dummheit.  Und natürlich gefährden die Partien dabei sich selbst, aber auch die Kunden und die Anrainer.
Total ambivalent!

In den letzten Jahren habe ich bei Arbeiten durch lokale Fachfirmen auch mit solchen Spezialisten zu tun gehabt:
Die Poolfirma-Arbeiter hat zB ernsthaft ein 3m langes altes DN150er Faserzementrohr, dass sie im Erdreich gefunden hat mit dem Hydromeisel zerkleinert und vermutlich unter den Beton gemischt (ich war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause), anstatt das Rohr korrekt zu entsorgen.
Was mit dem Staub und den Fasern passiert, wenn ein LKW mit offener Mulde durch die Strassen fährt, dass kann man sich vorstellen. Was danach im Brecher beim Betonrecycling passiert und in weiter Folge durch Kreislaufwirtschaft, das kann man sich auch denken...

Ich habe von dem Rohr nur die Splitter gefunden als ich nach Hause kam, verteilt auf ca. 10m2. Ich bin dann mit meiner Frau eine Stunde lang am Boden gekniet und haben wir die Splitter bestmöglich eingesammelt und danach ordentlich gewässert. Ansonsten würde ich vermutlich jedesmal die oberflächlich liegenden Splitter beim Rasenmähen und Vertikutieren nochmal brechen und Asbestfasern freisetzen und die ganze Gegend regelmässig kontaminieren.

Einfach nur dumm: Die Firma hätte auch einfach die Mehrkosten für die Entsorgung des Rohres an mich weiterverrechnen können.
Aber nein -  lieber nichts scheissen und alle vergiften.
Am liebsten hätte ich diesen Typen den Kopf abgerissen.

Da fehlt es leider generell an Wissen darum was gefährlich ist. Viele dieser Arbeiter haben wenig formale Schulbildung, und wenn es in der Ausbildung nur gestreift oder runtergespielt wird, dann ist kein Problembewusstsein da. 

Eine ungefährliche "Mindestmenge" gibt es bei Asbest btw btw [by the way, übrigens] nicht. Wenn man Pech hat, reicht schon recht wenig, oder einmaliger Kontakt. Das hat man nach 9/11 massiv gesehen. Ja, da waren große Mengen in der Luft, aber nicht sehr lange. Daran sind ca 3 Mal so viel Menschen gestorben wie an den Anschlägen selber.


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