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Asbest teilen

7.9. -15.9.2026    22 Antworten    9 Autoren 22 2026-09-15T16:40:44+02:00
   
Zusammenfassung
 1  2 
  •  kouku
  •   Bronze-Award
07.09.2026
22
Liebes Forum. Ich bitte zu dem Thema um eine Einschätzung. Ich suche ja bereits lange mögliche Kaufobjekte. Aktuell gäbe es eine Möglichkeit von Ende 80er Jahre. Sieht gepflegt aus, aber halt "alt". Meine Sorge betrifft hier Asbest, da ich kein Budget für sowas habe bzw mich und den Nachwuchs davor schützen möchte. 

Wie wahrscheinlich ist zu der Zeit Asbest, wo wäre es überall zu finden? Meine Kids kratzen möglicherweise noch an Mauern und co ;) was kostet das Testen und was dann die Sanierung in etwa (nur ganz ganz grob)? Ich frag mich einfach, ob ich meine Suche auf ab die frühen 90ern beschränken sollte? 
Danke für eure Erfahrungen! 

  •  Dirm
  •   Bronze-Award
7.9.2026  (#1)
Hi,

Aus meiner Internetrecherche der letzten Jahre:

Eternitdach, Lüftungs-Kaminrohre bis 93 (mit Pech auch Reste danach) sind ziemlich sicher asbesthaltig, wenn sie bis heute halten. Die ersten Alternativen waren wohl nicht sehr haltbar.

Sonst alles in Richtung Gas/Öl/Holzbrenner - Dichtschnur, Dämmung,...

Fliesenkleber und Putz dürfte in der Zeit schon eher ohne gewesen sein.
Estrich ev.

Testen 50-120€/Probe. Kommt drauf an ob eher ein großer Prozentsatz (Eternit) oder kleiner Asbest ist (Putz/Fliesenkleber).

Wir haben im 85er Haus circa 10 Tests gemacht und nichts gefunden. Allerdings PAK/Bitumen unterm Estrich in den Feuchträumen.

1
  •  precision
  •   Bronze-Award
7.9.2026  (#2)
Wenn das ein wesentliches Kaufkriterium für dich ist, würde ich aber erst ab Baujahr 2000 suchen (Restbestände in Lagern, Häuselbauerhäuser wurde früher oft über Jahre hinweg gebaut). 

Es gibt neben Asbest noch zig andere historische Baustoffe, die gesundheitsgefährdend sind.
Und natürlich der Asbest-Feinstaub durch den Strassenverkehr (im Streusplitt und auch in den Bremsbelägen), bzw Asbest als natürliches Gestein, das omnipräsent in der Luft ist.
Wenn du also neben einer stark befahrenen Strasse wohnst, ist der Asbest in Fugenmasse im Bad vermutlich das kleinere Problem. 
 
Radom ist auch so ein Thema.

Eigentlich wird die Liste der giftigen Stoffe immer länger. Man lernt dazu. Was heute noch erlaubt ist, kann morgen schon wieder verboten sein.

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
7.9.2026  (#3)

zitat..
precision schrieb:

Es gibt neben Asbest noch zig andere historische Baustoffe, die gesundheitsgefährdend sind.
Und natürlich der Asbest-Feinstaub durch den Strassenverkehr (im Streusplitt und auch in den Bremsbelägen), bzw Asbest als natürliches Gestein, das omnipräsent in der Luft ist.
Wenn du also neben einer stark befahrenen Strasse wohnst, ist der Asbest in Fugenmasse im Bad vermutlich das kleinere Problem. 

Daa stimmt heute (außer im Burgenland ;) ) nicht mehr.

Am Gürtel hatte man in den 90ern wegen der Bremsbeläge noch ca 10000 Fasern/m³.
Heute quasi Null, definitiv sub 100 Fasern/m³.
Den oft behaupteten geogenen Hintergrund gibt es in der Form nicht.

Was das Burgenland aufführt, ist wiederum ein Thema für sich. Da haben wir 50 Millionen m³ Schotter in Umlauf gebracht der teilweise durchaus stark belastet ist... 

Wenn ich einen alten Fliesenkleber wegschleife der 0,1% Asbest drinnen hat, reicht das für einige 100k Fasern/m³. Also eine recht ernste Situation...

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  •  kouku
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#4)
Also zusammengefasst, ist die Gefahr real und Häuser ab den 90ern dann für mich also die sinnvollste Variante.

Es schockt total wo überall das Zeug drinnen ist, wahnsinn!

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
8.9.2026  (#5)
Andererseits kann man es in einem Haus sehr gezielt beproben und abarbeiten...

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  •  Fadergeschmack
8.9.2026  (#6)
Mich stellt sich eher die Frage welches budget du anstrebst. Von fertig einziehen und nur paar Oberflächen sanieren bis hin zur Kernssanierung. Laut deiner Beiträgshistorie suchst du ja eher Schnäppchenhäuser und da wird man eher mit einen größeren Sanierungsrückstand konfrontiert sein. Am Ende muss man bei den Schadstoffen immer einen Tod sterben.
Vorteil der Kernssanierung ist ja dass sowieso alles raus kommt und die Schutzausrüstung für Asbest/KMF ist jetzt auch nicht das teure. (Staubsauger, einweggewand etc. 1000 bis 2000€)

Bei uns (NÖ Bzk Baden) können sogar Asbestprodukte in kleinen Mengen (~mörteltrog 100l) in altstoffzentrum der Gemeinde kostenfrei abgegeben werden.

Bei der erste Hälfte meiner alten Eternit Fassade (~ hab ich zum nächsten Entsorger (Sieber) geführt und dafür bissl mehr als 100€ gezahlt.

Ich hab's mir so gedacht, dass ich sorgsamer rückbaue als ein Hilfsarbeiter der nur vom Chef gedrillt wird schnell zu sein. Kommt natürlich auf die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten an.

Sollte aber Mal genug Denkanstoß sein :)

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  •  kouku
  •   Bronze-Award
8.9.2026  (#7)
So ist es. Das Budget ist über die Jahre nicht besser geworden, dafür aber die Preise ;)
Es gab einfach ein Angebot, was im leistbaren lag, aber eben möglicherweise Asbest belastet ist. Ich kann selbst nichts machen und wenn ich was kaufen will, ist das Haus weg bevor ich beproben könnte. Das ganze erfordert stets schnelle Entscheidungen leider. 

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Hallo kouku,
hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Asbest

  •  melly210
  •   Gold-Award
9.9.2026  (#8)
Ehrlich ? Wenn du kernsanierst, dann halt wirklich konsequent nur mit Schutzausrüstung, und berechne die Kosten dafür ein.

Ich halte überhaupt nichts von den Verharmlosungen hier, Asbest ist ein starkes Karzinogen, und nein, man hat heutzutage nicht eh dauernd vergleichbare andere schädliche Substanzen um sich rum ! Von den Steinbrüchen fang ich jetzt nicht an, vorallem das komplett fehlende Problembewusstsein der Verantwortlichen ist bemerkenswert. Die hatten ernsthaft drauf gedrängt dort wieder abbauen zu dürfen. 

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
9.9.2026  (#9)

zitat..
melly210 schrieb:

Von den Steinbrüchen fang ich jetzt nicht an, vorallem das komplett fehlende Problembewusstsein der Verantwortlichen ist bemerkenswert. Die hatten ernsthaft drauf gedrängt dort wieder abbauen zu dürfen.

Die Vergangenheitsform ist falsch, wart ab...
Es ist wirklich eine Riesensauerei.


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  •  bautech
  •   Gold-Award
10.9.2026  (#10)

zitat..
melly210 schrieb: Wenn du kernsanierst, dann halt wirklich konsequent nur mit Schutzausrüstung, und berechne die Kosten dafür ein.

Ich halte überhaupt nichts von den Verharmlosungen hier, Asbest ist ein starkes Karzinogen, und nein, man hat heutzutage nicht eh dauernd vergleichbare andere schädliche Substanzen um sich rum !

Du hast meiner Meinung nach absolut recht  - aber deine Antwort geht ein wenig an der Fragestellung vorbei...
Der berechtigte Einwand deinerseits betrifft die Bauphase, die Frage des TE zielt in Richtung Nutzung des (fertig sanierten) Gebäudes ab.
Während der Bauzeit ist entsprechend Vorsicht walten zu lassen - aber nach den Arbeiten sollte eine sorgenfreie Bewohnung möglich sein 😉


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  •  kouku
  •   Bronze-Award
11.9.2026  (#11)
Denkt ihr, dass tatsächlich keine Gefahr bei normaler Wohnnutzung besteht?
So wie ich es verstanden habe, war das ja überall drin. Und mit Wände, Böden, Fensterbretter kommt man immer in Kontakt. Und manch Kinder kritzeln 🤡ja auch gerne auf der Mauer oder hammern mal in den Fussboden 😂

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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
11.9.2026  (#12)
Also in Wandfarbe oder in einer Fliese an sich war es nie imho. In einem Parkettboden sind zwar auch alle möglichen Stoffe, aber Asbest höchstens im Kleber dann wiederum.

Also solange die Kids nicht die Fugen rauskratzen besteht keine unmittelbare Gefahr.

Trotzdem will man ja vielleicht einige Sachen herrichten und dann muss man natürlich die Kosten berücksichtigen und die Maßnahmen gut planen.

Viel schlimmet als die bekannten Asbestquellen finde ich Banalitäten wie Makeup oder Kinderspielsand wo der Scheiss drin ist.
Oder das Urgesteinsmehl, dass man glaub besonders ökologisch im Garten einzusetzen.

1
  •  pred
  •   Bronze-Award
11.9.2026  (#13)
Ich würd mich nicht aufs Asbest beschränken das aus meiner Sicht beim Wohnen eher weniger ein Problem sein sollte. Bei Umbauten muss man dann halt testen oder informieren / davon ausgehen das Asbest in den diversesten Materialien (Fliesenkleber, Bodenbeläge, etc.) enthalten sein kann/ wird und entsprechend berücksichtigen.

Früher wurden aber auch noch gerne "giftigere" Holzschutzmittel verwendet und auch das Thema Radon (falls Keller und/oder Radon belastes Gebiet) sollte man betrachten. Und die haben halt auch potentiell Auswirkungen beim "normalen" wohnen.

(Bin in einem Haus das Ende der 50er erbaut wurde aufgewachsen und wohne nun in einem das Ende der 70er erbaut wurde)


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  •  precision
  •   Bronze-Award
13.9.2026  (#14)

zitat..
kouku schrieb:

Denkt ihr, dass tatsächlich keine Gefahr bei normaler Wohnnutzung besteht?
So wie ich es verstanden habe, war das ja überall drin. Und mit Wände, Böden, Fensterbretter kommt man immer in Kontakt. Und manch Kinder kritzeln 🤡ja auch gerne auf der Mauer oder hammern mal in den Fussboden 😂.

Wenn Material abgetragen wird, dann werden Fasern freigesetzt. 
Bei meinen Kindern war das kein Thema.


zitat..
MalcolmX schrieb

Viel schlimmet als die bekannten Asbestquellen finde ich Banalitäten wie Makeup oder Kinderspielsand wo der Scheiss drin ist.
Oder das Urgesteinsmehl, dass man glaub besonders ökologisch im Garten einzusetzen.

Tatsächlich? WTF? Urgesteinsmehl??

Das ist mir neu. 

zitat..
MalcolmX schrieb:

Am Gürtel hatte man in den 90ern wegen der Bremsbeläge noch ca 10000 Fasern/m³.
Heute quasi Null, definitiv sub 100 Fasern/m³.

Zum Glück hat sich das massiv gebessert.
Aber trotz der früheren inflationären Asbestverwendung ist Asbestose in der Praxis doch nicht so oft diagnostiziert als andere Krankheiten. 
Ich will damit aber keinesfalls die Gefährlichkeit von Asbest klein reden!  
Ich bin selbst schockiert das es nach wie vor kaum Bewusstsein im Baugewerbe gibt. Das muss unbedingt geändert werden.

Ein Asbestlabor-Techniker hat mir wegen Sorgen um eine einmalige Exposition im Zuge in unserer Sanierung gesagt dass die Gefährdung "gegen Null geht".
Bei täglicher oder oftmaliger Exposition steigt natürlich das Risiko. 
Und da wird es dann wirklich zur realen Gefahr. 

Trotzdem bin ich mehr für Vorsicht und Respekt vor dem Material und weniger für Panikmache.

zitat..
MalcolmX schrieb:
Den oft behaupteten geogenen Hintergrund gibt es in der Form nicht.

Das stimmt schon. 

Im Alltag spielt Asbest in der heutigen Zeit durch Erosion an tausenden Quadratmetern verwitternde Welleternit eine große Rolle.

Da ist viel zu tun. 




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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
13.9.2026  (#15)
@Urgesteinsmehl: der betroffene Steinbruch ist sogar noch offen. Das wird noch spannend. Kinderspielsand und Co sowieso völlig letztklassig, aber auch zB die Firma die im Obi Ziersplitt verkauft wurde in der Vergangenheit erdolgreich verklagt, weil sie schön grünen Zierkies verkauft haben 🤯

Asbest ist immer noch die tödlichste Berufskrankheit... und einmal in den alten Fliesenkleber reinflexen kann hundertausende Fasern freisetzen.
Gemäß Chemikalienverordnung kann ja eine Faser schon kanzerogen sein.

Ich könnt leider viele Geschichten erzählen. Meine Frau hat in der Reha immer wieder LungenkrebspatientInnen, die nie geraucht haben. Viele davon aus dem Südburgenland. Bei der letzten hat sie in der Krankenakte nachgeschaut. Erstdiagnose wegen einem fetten Pleuraerguss, wohnhaft in Oberwart.

Da wird die abstrakte Story dann aber sehr schnell real.

Wenn man dann noch beachtet dass 2 der betroffenen Bezirke unter den Top 3 Lungenkrebsbezirken sind (auf Platz 1 ist einer in Kärnten wo ein Asbestwerk war) wird es eigentlich auch nochmal deutlich klarer.

Bei den Asbestlabors gibts eines, das mit dem Vertuschen für Geld sein Businesscase sieht, und dann noch eines das wirklich gut ist. Alle anderen kennen das Thema nicht wirklich ausgiebig.

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  •  Dirm
  •   Bronze-Award
14.9.2026 12:22  (#16)

zitat..
MalcolmX schrieb: immer wieder LungenkrebspatientInnen, die nie geraucht haben.

Habe ich auch schon gelesen, dass die Dunkelziffer zu Asbestose vermutlich hoch ist, da (früher) nie gezielt erfasst.

Was man aber auch sagen muss, auch auf allen aktuellen Säcken für Spachtelmasse & Co steht Atemschutz. Interessiert auch viele nicht.


1
  •  precision
  •   Bronze-Award
14.9.2026 13:24  (#17)

zitat..
MalcolmX schrieb:

@Urgesteinsmehl: der betroffene Steinbruch ist sogar noch offen. Das wird noch spannend. Kinderspielsand und Co sowieso völlig letztklassig, aber auch zB die Firma die im Obi Ziersplitt verkauft wurde in der Vergangenheit erdolgreich verklagt, weil sie schön grünen Zierkies verkauft haben 🤯

Oida! 🤬

zitat..
MalcolmX schrieb:

Gemäß Chemikalienverordnung kann ja eine Faser schon kanzerogen sein.

Ich bin weder Mediziner noch Wissenschaftler, aber soweit ich mich eingelesen habe gibt es da auch Unterschiede zwischen den einzelnen Asbestsorten.
Wenn man Krokydolith (Blauasbest) hernimmt, dann ist der scheinbar die gefährlichste Asbestfaser.
Blauasbest wurde aber afaik vor allem als Spritzasbest verwendet und spezielle Hochtemperatur-Anwendungen.
Das sind zum Glück aber nicht die Standardfälle mit denen der kleine Häuselbauer konfrontiert ist.

Der häufiger eingesetzte Weißasbest Chrysotil ist angeblich weniger (aber natürlich dennoch!!!) gefährlich.

zitat..
MalcolmX schrieb:

Ich könnt leider viele Geschichten erzählen. Meine Frau hat in der Reha immer wieder LungenkrebspatientInnen, die nie geraucht haben. Viele davon aus dem Südburgenland. Bei der letzten hat sie in der Krankenakte nachgeschaut. Erstdiagnose wegen einem fetten Pleuraerguss, wohnhaft in Oberwart.

Da wird die abstrakte Story dann aber sehr schnell real.

Wenn man dann noch beachtet dass 2 der betroffenen Bezirke unter den Top 3 Lungenkrebsbezirken sind (auf Platz 1 ist einer in Kärnten wo ein Asbestwerk war) wird es eigentlich auch nochmal deutlich klarer.

OMG, schrecklich!!

Aber das ist natürlich schon auch eine wesentliche Sache in Bezug auf die Wohnortsuche des Threaderstellers:
Wenn man auch ein komplett schadstofffreies Haus hat und dann in der Umgebung eines Asbeststeinbruchs wohnt, bringt das alles nichts, weil die Luft dort kontaminiert ist.

zitat..
MalcolmX schrieb:

Bei den Asbestlabors gibts eines, das mit dem Vertuschen für Geld sein Businesscase sieht, und dann noch eines das wirklich gut ist. Alle anderen kennen das Thema nicht wirklich ausgiebig.

Ich habe damals mit dem BDA telefoniert, wenn ich mich recht erinnere.
Da gehe ich von einer eher neutralen Bewertung aus.


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  •  MalcolmX
  •   Gold-Award
14.9.2026 13:42  (#18)
In Südburgenland haben wir leider häufig nicht nur Chrysotil sondern auch verschiedene Sorten von Amphibolasbest (häufig Tremolit).

Aber lassen wir es, das hat mit dem Thema im Haus nur sehr am Rande zu tun...

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  •  kouku
  •   Bronze-Award
15.9.2026 9:00  (#19)
Danke für die Aufklärung! Ich bin schockiert, dass noch nichts gemacht wurde und ich an jenen Orten auch immer wieder verkehre. Da scheint der Asbest im Fliesenkleber wirklich das geringere Übel. Leider reagiert unsere Politik erst in 100 Jahren. Es ist tatsächlich ein riesen Skandal. 

1
  •  precision
  •   Bronze-Award
15.9.2026 9:08  (#20)
Was mich an der ganzen Asbestthematik stört: 
Der private Häuselbauer lässt sich oft wahnsinnig machen, weil er einmal irgendwo reingebohrt hat wo eventuell Asbest enthalten hätte sein können und denkt er müsse jetzt sofort sterben.
Ganz so ist es ja zum Glück nicht, weil die Dosis macht das Gift.

Hingegen scheissen sich Professionisten die ja im täglichen Umgang mit Schadstoffen stehen kaum etwas aus Unweissenheit oder Dummheit.  Und natürlich gefährden die Partien dabei sich selbst, aber auch die Kunden und die Anrainer.
Total ambivalent!

In den letzten Jahren habe ich bei Arbeiten durch lokale Fachfirmen auch mit solchen Spezialisten zu tun gehabt:
Die Poolfirma-Arbeiter hat zB ernsthaft ein 3m langes altes DN150er Faserzementrohr, dass sie im Erdreich gefunden hat mit dem Hydromeisel zerkleinert und vermutlich unter den Beton gemischt (ich war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause), anstatt das Rohr korrekt zu entsorgen.
Was mit dem Staub und den Fasern passiert, wenn ein LKW mit offener Mulde durch die Strassen fährt, dass kann man sich vorstellen. Was danach im Brecher beim Betonrecycling passiert und in weiter Folge durch Kreislaufwirtschaft, das kann man sich auch denken...

Ich habe von dem Rohr nur die Splitter gefunden als ich nach Hause kam, verteilt auf ca. 10m2. Ich bin dann mit meiner Frau eine Stunde lang am Boden gekniet und haben wir die Splitter bestmöglich eingesammelt und danach ordentlich gewässert. Ansonsten würde ich vermutlich jedesmal die oberflächlich liegenden Splitter beim Rasenmähen und Vertikutieren nochmal brechen und Asbestfasern freisetzen und die ganze Gegend regelmässig kontaminieren.

Einfach nur dumm: Die Firma hätte auch einfach die Mehrkosten für die Entsorgung des Rohres an mich weiterverrechnen können.
Aber nein -  lieber nichts scheissen und alle vergiften.
Am liebsten hätte ich diesen Typen den Kopf abgerissen.

1
  •  TobiK
  •   Silber-Award
15.9.2026 9:15  (#21)

zitat..
precision schrieb: Hingegen scheissen sich Professionisten die ja im täglichen Umgang mit Schadstoffen stehen kaum etwas aus Unweissenheit oder Dummheit.  Und natürlich gefährden die Partien dabei sich selbst, aber auch die Kunden und die Anrainer.
Total ambivalent!

Das ist ja nicht nur bei Schadstoffen so, sondern oftmals die allgemeine Arbeitsweise. Die Zimmerer hantieren ja auch öfters mit PU-Schäumen herum. Ich habe die Zisterne im Sommer beim Einbau nachträglich mit Brunnenschaum am Deckel "abgedichtet" (ja, das geht eigentlich nur vorm Deckel aufsetzen...). In einem Raum mit nur ca. 12-13m3 und einer 70cm-Öffnung wollte ich dem Gas jetzt nicht ausgesetzt sein und hab mir eine entsprechende Gasmaske um 45€ geksuft. Die haben mich alle ausgelacht.


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