Smart Buildings - Das intelligente Haus

Smart Cities sind in aller Munde. Jedoch die Grundlage für diese bilden die Smart Buildings, die bei vielen Bauherrn bzw. Nutzern noch zahlreiche Fragen aufwerfen.

In Gebäuden wird viel Energie für die Beheizung, Beleuchtung, Kühlung, den Betrieb von Liftanlagen und Haus- und Kommunikationstechnik etc. verbraucht. In London macht das z.B. 67 % des Gesamtenergieverbrauchs aus. Da es mittlerweile technisch schon möglich ist so genannte Plusenergie-Häuser zu bauen, die im Jahresverlauf mehr Energie produzieren als sie verbrauchen, stellt das für jeden Einzelnen eine verlockende Möglichkeit dar, einerseits bares Geld zu sparen und andererseits zu einer besseren Luftqualität und weniger Lärm beizutragen. Dies gilt auch dann, wenn Gebäude energetisch saniert werden, ohne dass dabei der Plusenergie-Standard erreicht wird.

In der Regel geht es da wie dort neben der Herabsetzung des Energieverbrauchs durch neue Haus- und Gebäudetechnik vor allem um die Dämmung der Außenhülle und um die Nutzung und Integration von erneuerbarer Energie in das Gesamtkonzept. Um das Energiesparpotential bestmöglich ausschöpfen zu können, sollten der Neubau und die Sanierung von Gebäude von Anfang an einer genauen Planung unterzogen werden. Ein möglichst niedriger Energieverbrauch ist die  Voraussetzung für alle Smart-Building-Bestrebungen, da das, was von Anbeginn nicht verbraucht wird, nicht durch Koordination und Optimierung verringert werden braucht.

Eine weitere wichtige Rolle spielt bei „smarten“ Gebäuden ist die Gebäudeintegration von erneuerbaren Energieerzeugungstechnologien, wobei hier neben ökologischen Gesichtspunkten striktes Kostenbewusstsein entscheidend ist. Gebäudekomponenten, die herkömmlicherweise nur eine bauliche Funktion hatten, führen nun gleichzeitig mehrere Funktionen aus, wodurch Kosten reduziert werden können. Solche multifunktionalen Bauteile erfüllen neben einem konstruktiven Zweck mit der Erzeugung von Energie oder der Beschattung einen weiteren Zweck.

Beispiele für Multifunktionalität

Zentral ist dabei die Vernetzung der technischen Einheiten eines Gebäudes über moderne, leistungsfähige und zuverlässige IKT-Lösungen mit dem Ziel der Steuerung, Überwachung und Optimierung der einzelnen Funktionsabläufe wie bspw. Wasser- Abwassersystem, Lüftung und Energieversorgung bzw. -einspeisung. Das soll von wo aus auch immer geschehen können, sodass es etwa möglich ist, von der Arbeit aus, seine Waschmaschine zu starten oder auf dem Weg nach Hause die Heizung anzuwerfen.

Es ist mit der entsprechenden technischen Einrichtung aber auch möglich über seinen Sonnenstrom in Sekundenbruchteilen zu verfügen oder die Bewässerungsanlage oder den Rasenroboter in Gang zu setzen. Eine Voraussetzung ist, dass im Gebäude selbst ein Bussystem eingerichtet wurde, über das die Elektrotechnik des Gebäudes vernetzt werden kann sowie leistungsfähige und zuverlässige IP-Netze, die quasi als Schnittstelle des Smart Buildings mit der Welt darstellen.

Weiters ist es möglich Elektromobilität in das Smart Building zu integrieren. Es geht hierbei um das Laden der Akkus zum Fahren und andererseits, wenn die Smart-Grid-Technologie so weit entwickelt ist, zusätzlich um die Steuerung der Lade- und Endladeprozesse, da dann die Batterien von Elektroautos auch als Stromspeicher Verwendung finden können.

Smarte bzw. intelligente Gebäude bedürfen allerdings eines intelligenten Nutzers, der über leistungsfähige Informations- und Kommunikationssysteme sein Leben online managen will und bereit ist einerseits seine Bedürfnisse den Gegebenheiten (waschen, wenn die Sonne scheint) anzupassen und die zur Beherrschung der Technik nötigen IKT-Fertigkeiten zu erlernen.

Probleme bei der Umsetzung des Smart-Building-Konzepts

Hier kann eine Optimierung zu einer energieeffizienteren und bequemeren Lebensweise führen:

Autor: eausweis.at, der österreichweite Bau- und Energieinfo-Verbund, beschäftigt sich unter anderem ganzheitlich mit Themen über Bau und Energie, wobei im Mittelpunkt der Überlegungen der Bauherr steht.