Terrasse und Entwässerung für ein Fertighaus
6.10.
-17.10.2026
9 Antworten
7 Autoren
|
|
||
|
Ist Selbermachen eine Option? Zumindest Teile davon? Da würdest dir schon richtig viel Kohle sparen. Bei unserem Fertighaus mit Holzmassivwänden habe ich im Prinzip das zweite von dir oben gepostete Detail heuer im Juli umgesetzt. Siehe diesen Thread: https://www.energiesparhaus.at/forum-sockelbelueftung-umsetzen/85704 Das Material hat mich knapp 3000 Euro gekostet, wobei 2600 die gepulverten Roste mit teilweise Sondermaßen waren. Das Versetzen der Rasenkantensteine in ein Betonbett war ca. 5 Tage Arbeit, größtenteils allein, mit einer 300 Euro Mischmaschine. Hab aber über 40 Laufmeter Rasenkante sowie 26 Laufmeter Gitter rund ums Haus. Im Terrassenbereich hab ich die Feinsteinzeugplatten über den Burggraben gehen lassen, also hier kein Pressrost. Die 51m² Terrasse hab ich dann im August auch selber mittels eines Aufbaus aus Schotter (30cm) und Drainagebeton (15cm) sowie darauf eine Unterkonstruktion aus Alu von Karle und Rubner (6cm) gemacht. Drauf dann 2cm Feinsteinzeugplatten von Atlas Concorde im Format 80x80. Schaut so aus (mittlerweile auch fertiggestellt): Materialkosten waren ca. 1000 Euro für Schotter und Bagger samt Fahrer, 1200 für den Drainagebeton (geliefert), 4200 für die Unterkonstruktion und 4000 für die Platten. Dazu 150 Euro für eine gebrauchte Nassschneidemaschine auf willhaben und 2 neue Diamanttrennscheiben. Arbeitsaufwand ebenfalls ca. 1 Woche allein/zu zweit. Den Garten haben wir zeitgleich mittels Erdbauer (5t Bagger samt Fahrer, Dumper zum Selberfahren bereitgestellt) begradigt, ein paar LKW mit überschüssigem Erdreich wegfahren und entsorgen lassen, ca. 35t guten Mutterboden gekauft und eingebracht. Kosten ca. 5000 Euro. Gras haben wir selber gesät, Schwager ist Gärtner. Saatgut hat 80 Euro gekostet. Wir sprechen hier aber von ca. 450m² Rasenfläche rund ums Haus, du hast ja weniger als die Hälfte. Macht Summa Summarum gerundet 20k Euro und 2 Wochen Arbeit. In deinem Fall ein bisserl weniger aufgrund der geringeren Flächen bzw. Laufmeter. Stelzlager sind billiger als die Alukonstruktion, aber dafür auch imho anfälliger für Setzungen oder verrutschen. Ausserdem klingt's hohler beim Gehen, je höher sie werden. Dazu kommt halt noch das Pflastern der Einfahrt. Da kostet das Material eher weniger, die Arbeitszeit eher mehr. Aber du würdest dir trotzdem vermutlich den Wert eines Kleinwagens sparen. |
||
|
||
|
Hallo grato, hier gibt es dazu Erfahrungen und Preise: Terrasse und Entwässerung für ein Fertighaus |
||
|
||
|
Wir haben ebenfalls ein Fertigteilhaus und hatten zwischen der Bodenplatte (Terrasse) und der Bodenplatte vom Haus genau den gleichen Spalt wie du. Ich habe das Ganze selbst mit Stelzlagern und Aluschienen ( Fa. Ceratrends) gelöst. Die haben auch sehr kleine („Mini&ldquo Stelzlager, die man direkt auf der Bodenplatte vom Haus platzieren kann, wenn nur sehr wenig Platz vorhanden ist. Ebenso gibt es Stelzlager, mit denen man größere Höhenunterschiede problemlos überbrücken kann. Der Geschäftsführer hat mir bei Fragen sehr gut weiterhelfen können, und seine Tipps (die ich anfangs nicht umsetzen wollte) waren dann doch die bessere Lösung..... Am Ende sind dann noch jede Menge Querstreben dazugekommen (sieht man nichtmehr auf den Bildern) aber grundsätzlich hat das System sehr gut funktioniert – vor allem, wenn man den Preisunterschied betrachtet. Ich hatte Angebote zwischen 12.000 und 15.000 € für das Setzen der Platten in Beton bzw. das Überbrücken des Spalts mit L-Winkeln oder ähnlichen Lösungen. Das gesamte Material inklusive Platten hat mich dagegen nur ca. 3.800 € gekostet. An Arbeitszeit waren es ungefähr 1,5 Wochen. Das Einstellen der Stelzlager war dabei schon etwas knifflig, damit am Ende keine Platte an irgendeiner Ecke wackelt. Ich habe aktuell leider nur die paar Fotos, aber vielleicht hilft es dir trotzdem weiter. Zumindest die Terrasse könntest du eventuell selbst umsetzen. |
||
|
||
|
Mahlzeit, bei mir ists schon ein Wengl her, wir haben damals die nicht Höhenverstellbaren genommen... Bildquelle: https://www.kraweuschuasta.at/media/images/terrassenplatten18.jpg Bildquelle: https://www.kraweuschuasta.at/media/images/terrassenplatten15.jpg Bildquelle: https://www.kraweuschuasta.at/media/images/terrassenplatten8.jpg Plattenlager vom Häusler, Platten vom Ebenseer, gibts nimma heute... reine Verlegearbeiten etwa 2 Tage. Die Abdichtungsfolie würd ich heute gar nimma machen glaub ich. nach >15 Kahren gehören die Fugen wiederamal schön gemacht... falls Dir amal fad ist: https://www.kraweuschuasta.at/terrasse.html LG Wolfgang |
||
|
|
||
|
||
|
Hier ein Link von Holzforschung Austria zu dem Thema: https://www.dataholz.eu/fileadmin/dataholz/media/HFA_richtlinie_sockel_20150410.pdf Da sind viele Ausführungsvarianten dargestellt. Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass der direkte angrenzende Bereich neben dem Haus >15cm tiefer sitzt als dein Sockel (siehe grüne Markierung am Screenshot). Beim Fertighaus-Detail hat man sich da schön ausgeschwiegen (bewusst oder unbewusst) - obwohl es aus meiner Sicht ein wesentlicher Punkt ist. Ansonsten spritzt dir nämlich bei Niederschlag das Wasser rauf und geht in die Fassade. Das Kompriband sollte zwar schon auch ein Eindringen von Wasser verhindern, allerdings ist es auch nur so gut wie es verklebt wird (ölige Finger, Staub, Insekten die es irgendwannmal dort schön finden,...). Darauf verlassen würde ich mich nicht. Höhenabstand halten bringt da deutlich mehr. Ansonsten kann ich mich nur den Kollegen anschliessen. Mit DIY sparst du hier richtig viel Geld und die Arbeit ist machbar solange man nicht handwerklich komplett unbegabt ist. |
||
|
||
|
Danke für eure sehr informativen Antworten. Die Unterlagen von der HFA hat mir mein Fertighausanbieter auch geschickt, die 15cm unter der Wand wurden mir genau so erklärt. Ist leider relativ aufwändig und teuer. Heute habe ich ein Angebot eines anderen Terrassenbauers bekommen, diesmal deutlich fairer. 40k Brutto für alles zusammen (exkl. Schlosser) im Splittbett. Die teuren L-Betonsteine macht er nicht, sondern klassische Beton Leistensteine in 5/25, wobei mein Sachverständiger schon meinte dass es 8/40er rund um das Haus sein müssen damit wir die ÖNORM (siehe HFA) erfüllen. Ich denke das entspricht dann dem Punkt 6.4. der HFA: Selber machen geht leider nicht, da ich ein körperliches Handicap habe. |
||
|
||
|
Ein Gedanke - ohne zu wissen wie weit deine Baustelle bereits fortgeschritten ist: Eine Möglichkeit, bei denen du all diese Kunstgriffe nicht brauchst, dass wäre die Ausführung eines klassischen Sockels (>30cm über Terrain) wie in Abbildung 6.1.1. Mir ist schon klar, dass heutzutage gerne auf Sockelausbildung bei modernen Häusern verzichtet wird, aber trotzdem wurden Sockel über Jahrhunderte ausgeführt und hat das auch einen guten Grund. Ein Sockel ist auch simpel zu sanieren wenn der Spritzwasserbereich unansehentlich geworden ist. |
||
|
||
|
Haus steht schon und ist außen so gut wie fertig. Mich ärgert es, dass die Fertighausfirma vorher auf solche Details nicht hingewiesen hat. Montag rede ich mal mit einem Schlosser und lass mir ein Angebot für die Gitter erstellen. Bin gespannt. |
||
|
||
|
Wir haben gerade das gleiche Thema. Wollten ursprünglich von der Terrasse eben in den Garten gehen. Das würde aber bedeuten, dass man rund ums Haus einen mini Burggraben hätte, der nur verdreckt, eine Stolperfalle darstellt und viel kostet wegen den Gittern und und... Wir haben uns jetzt dazu entschlossen bei der Terrasse 2 Stufen zu machen und damit die reduzierte Variante zu realisieren. Jetzt habe ich zwar Stufen, aber ich muss nicht den gesamten Garten um 30cm anheben, Gitter machen, die Belüftung des Sockels ist besser und ich hab ein besseres Gewissen 😅 |
||
|
||
|
Ich kann dir dafür die Fa. GTI-Gitter empfehlen, falls du es günstig haben willst. |
Beitrag schreiben / Werbung ausblenden?
Einloggen
Kostenlos registrieren [Mehr Infos]










